Samstag, 15. Juni 2019

Vollsperrung der L631

Ladenburg/Heddesheim/Rhein-Neckar, 18. November 2014. (red/pm) Ab Mittwoch, 19. November, bis voraussichtlich Freitag, 05. Dezember, wird die L631 zwischen den EinmĂŒndungen der L631/L541/K4135 in Heddesheim und der L597 bei Ladenburg fĂŒr den Verkehr in beiden Richtungen voll gesperrt. [Weiterlesen…]

A5: Anschlussstelle Hirschberg Ost

Vollsperrung muss verlÀngert werden

Karlsruhe/Hirschberg/Rhein-Neckar, 29. Oktober 2014. (red/pm) Die A5-Anschlussstelle Hirschberg Ost und die L541 zwischen dem Kreisverkehrsplatz Hirschberg West und der B3 ist in beiden Fahrtrichtungen seit dem 16. Oktober 2014 voll gesperrt. [Weiterlesen…]

Bauarbeiten auf A5 ab 05. August

Sanierungsarbeiten an Anschlussstelle Hirschberg-Ost

Hirschberg/A5, 25. Juli 2014. (red/pm) Im Auftrag des RegierungsprĂ€sidiums Karlsruhe beginnen am Montag, 04. August, Umbau- und Sanierungsarbeiten im Bereich der A5-Anschlussstelle Hirschberg-Ost. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich drei Monate andauern. Die Kosten fĂŒr diese Maßnahme belaufen sich auf rund 500.000 Euro und werden vom Bund und vom Land Baden-WĂŒrttemberg getragen. [Weiterlesen…]

FĂŒhrerschein einbehalten

Autofahrerin deutlichst alkoholisiert

polizei_feature11_tnHirschberg, 16. April 2014. (red/pol) 1,16 Promille hatte am Montag, kurz nach 10:00 Uhr, eine Mercedes-Fahrerin intus, die von einer Streife auf einem Feldverbindungsweg entlang der L541 gestoppt und kontrolliert wurde. Den Beamten wehte eine deutliche Alkoholfahne entgegen. Sie ordneten eine ÜberprĂŒfung an, die nach dem positiven Ergebnis die Blutentnahme auf der Dienststelle nach sich zog. Ihr FĂŒhrerschein wurde einbehalten und zusammen mit der Anzeige an die Mannheimer Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

12.000 Euro Sachschaden

Motorradfahrer schwer verletzt

Hirschberg, 19. Augsut 2013. (red/pol) Am Freitag, gegen 17:00 Uhr, ĂŒbersah der 69 Jahre alte Fahrer eines Opel Astra beim Einbiegen auf die L541 einen Motorradfahrer aus Birkenau.

Information der Polizei:

„Der 69-JĂ€hrige hatte zuvor die Autobahn verlassen. Durch den Zusammenstoß wurde der Motorradfahrer schwer verletzt. Er wurde mit einem Rettungswagen ins Klinikum nach Mannheim verbracht. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden von rund 12.000,00 Euro.“

Interkommunale Zusammenarbeit mit Dossenheim und Schriesheim beschlossen

LĂ€rmaktionsplan – ohne Aktion!

Hirschberg, 18. Juli 2013. (red/aw)  Seit 2003 besteht die EU-Richtlinie zur „Bewertung und BekĂ€mpfung von UmgebungslĂ€rm“. Nun kommt sie auch in Hirschberg an. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Dienstagabend die Aufstellung eines LĂ€rmaktionsplans fĂŒr alle Hauptverkehrsstraßen sowie alle Schienenstrecken der Gemeinde. Da aber Hirschberg nicht allein fĂŒr die betroffenen Straßen zustĂ€ndig ist, entschied man sich auch fĂŒr eine interkommunale Zusammenarbeit mit den Gemeinden Schriesheim und Dossenheim. EntscheidungstrĂ€ger fĂŒr VerĂ€nderungen bleiben aber trotz eines kommunalen LĂ€rmaktionsplans, in den meisten FĂ€llen die ĂŒbergeordneten Behörden. [Weiterlesen…]

Sachschaden von ca. 3.000 Euro

Kraftradfahrer bei Verkehrsunfall schwer verletzt

Hirschberg, 07. MĂ€rz 2013. (red/pol) Gestern Abend zog sich ein 20-jĂ€hriger Kraftradfahrer bei einem Verkehrsunfall auf der Landesstraße 541 zwischen der BAB5 und der B3 schwere Verletzungen zu.

Information der Polizeidirektion Heidelberg:

„Am Mittwoch gegen 17.51 Uhr fuhr ein 82 Jahre alter Mercedes-Fahrer unachtsam von einem Feldweg auf die Landesstraße 541 ein. Hierbei missachtete er die Vorfahrt eines 20-JĂ€hrigen Kraftradfahrers, welcher mit seiner Suzuki auf der L541 in Richtung A5 unterwegs war. [Weiterlesen…]

Sitzung des Ausschusses fĂŒr Technik und Umwelt

Umbau der A5-Anschlussstelle als Kreisverkehrsplatz

Der Kreisel an der Anschlussstelle West. Foto: Hirschbergblog.

Hirschberg, 19. Januar 2013. (red/tt/sap) Der Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt (ATU) hat am Donnerstag (17. Januar) dem Umbau der A5-Anschlussstelle Hirschberg Ost zugestimmt. Das RegierungsprĂ€sidium Karlsruhe plant dies in einer Gemeinschaftsmaßnahme zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Baden-WĂŒrttemberg. Die Gemeinde Hirschberg ist nicht an den Kosten beteiligt.

Das RegierungsprĂ€sidium Karlsruhe plant den Umbau der Anschlussstelle Hirschberg Ost/L541 an die A5 zu einem Kreisverkehrsplatz. Dies ist Gemeinschaftsmaßnahme zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Baden-WĂŒrttemberg. Die GesamtlĂ€nge der Ausbaustrecke betrĂ€gt auf der Landstraße 290 Meter. Auf der Verbindungsrampe kommen 120 Meter hinzu. Die vorhandenen Abbiegespuren zur Bundesautobahn werden auf 120 Metern zurĂŒckgebaut.

Details zum Umbau des Kreisverkehrsplatzes

Der Kreisverkehrsplatz hat einen Durchmesser von 40 Metern. Die Fahrbahn wird einstreifig und mit einem Durchmesser von 6,50 Metern geplant. Die Zufahrten sind senkrecht zum Kreisverkehr und gut erkennbar. Die Fahrbahnteiler an den Zu- bzw. Ausfahrten haben jeweils eine LĂ€nge von zehn Metern und eine Breite von 1,60 Metern. An den AußenrĂ€ndern von den Kreiszu- und -ausfahrten werden Flachbordsteine eingesetzt.

Die Mitglieder des ATUs waren einheitlich davon ĂŒberzeugt, dass der einspurige Kreisel fĂŒr mehr Sicherheit und besseren Verkehrsfluss sorge und sprachen sich positiv dafĂŒr aus.

BĂŒrgermeister Just lobte die VergrĂ¶ĂŸerung des Durchmessers von 36 auf 40 Meter.

Die zentrale GrĂŒnflĂ€che mit einem Durchmesser von 27 Metern soll mit einem ErdhĂŒgel von 1,50 Metern aufgewertet werden und damit die Durchsicht vermindern.

„Wir pflanzen wieder weiße und rote Rosen – die Hirschberger Farben – und Weinreben genau wie auf der Westseite. Auf die Trockenmauer werden wir aus SicherheitsgrĂŒnden verzichten“, erklĂ€rte Just. Denn die Trockenmauer auf dem West-Kreisel muss nach den neuen EU-Richtlinien und dem Erlass des Kommunalrechtamtes entfernt werden.

Fritz Bletzer FW) schlug vor, die Ausfahrt zur L541 zu verbreitern, „sonst werden die Ecken abgefahren“.

Auch Hartmut Kowalinski (FDP) machte einen Verbesserungsvorschlag und zwar eine zweite, Ă€ußere Spur fĂŒr die Ausfahrt zur L 541 Richtung B 3 zu schaffen, eine sogenannte „Bypass-Lösung“ . BĂŒrgermeister Just versprach, die Anregungen weiter zu geben: „Wir werden dafĂŒr eine charmante und elegante Formulierung suchen.“

Straßensanierung am 11. August

Autobahnanschlussstelle Hirschberg teilweise gesperrt

Hirschberg/Heddesheim/Rhein-Neckar, 06. August 2012. (red/pm) Wie das Straßenbauamt im Rhein-Neckar-Kreis aktuell mitteilt, ist die Autobahnanschlussstelle an der Bundesautobahn (BAB) 5 Hirschberg aus Fahrtrichtung Karlsruhe/Heidelberg am Samstag, 11. August 2012 von 8 bis 17 Uhr gesperrt.

Information des Landratsamts Rhein-Neckar-Kreis:

„Die Gegenrichtung ist frei befahrbar. Da der Fahrbahnbelag der Zubringerstrecke im Kreuzungsbereich der BAB 5/Landesstraße (L) 541 bei Heddesheim/Hirschberg komplett saniert werden muss, ist diese Sperrung erforderlich.

„Die Arbeiten werden notwendig, weil erhebliche Verwerfungen im Asphalt eine Gefahr insbesondere fĂŒr Zweiradfahrer darstellen“, erlĂ€utert Matthias Knörzer, Betriebsdienstleiter der Straßenmeistereien im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis. Die Schadstellen mĂŒssen ausgefrĂ€st und ein neuer Fahrbahnbelag aufgebracht werden, so Knörzer weiter.

Der Verkehr auf der L 541 wird durch eine Lichtsignalanlage geregelt. Die Verkehrsteilnehmer auf der BAB 5 werden gebeten, die Anschlussstellen Schriesheim/Ladenburg oder Weinheim zu benutzen. „Wir bitten die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer“, so Knörzer, „in diesem Streckenabschnitt angepasst zu fahren und auf die Straßenbauarbeiter RĂŒcksicht zu nehmen.“

Ingenieurgesellschaft Habermehl & Follmann untersucht Knotenpunkt L541

Verkehrsgutachten beauftragt

Hirschberg, 25. Juni 2012. (red/pm) Die Gemeinde Hirschberg hat in der vergangenen Woche die Ingenieurgesellschaft Habermehl & Follmann mit der Verkehrsuntersuchung des Knotenpunktes L541/ Autobahnanschluss A5/ Zufahrt Gewerbegebiet Hirschberg beauftragt.

Information der Gemeinde Hirschberg:

„Die Beauftragung ist die Folge des ATU-Beschlusses vom 12.06.2012 zum Antrag der Gemeinde Heddesheim auf Zulassung von Abweichungen von Zielen des Regionalplans „Unterer Neckar“ des Verbandes Region Rhein-Neckar fĂŒr eine gewerbliche BauflĂ€che im Bereich „Unteres BĂ€umelgewann“.

Mit Ergebnissen ist Anfang August zu rechnen.“

BĂŒrgermeister Just zu „Pfenning“: „Erhebliche Bedenken in Sachen Verkehrsgutachten.“

Guten Tag!

Hirschberg, 07. April 2010. BĂŒrgermeister Manuel Just und der Gemeinderat sehen die in Heddesheim geplante Unternehmensansiedlung „Pfenning“ kritisch – wegen des zu erwartenden Verkehrsaufkommens. Im Interview beschreibt der BĂŒrgermeister die Position der Gemeinde: „Ich bin lösungsorientiert.“ Bedingung fĂŒr diese Lösung: „Unsere erheblichen Bedenken mĂŒssen ausgerĂ€umt werden.“

In Heddesheim plant die Unternehmensgruppe „Pfenning“ im Gewerbegebiet „Nördlich der Benzstraße“ eine Ansiedlung auf 200.000 Quadratmetern FlĂ€che. Bis zu 800 Lkw-Fahrten und zusĂ€tzlichen Berufsverkehr wird die Ansiedlung bringen. Angeblich soll der „Hirschberger Kreisel“ im Gewerbegebiet den Verkehr gerade noch verkraften können – sagt ein Verkehrsgutachten des Karlsruher IngenieurbĂŒros Koehler, Leutwein & Partner.

TatsĂ€chlich hat dasselbe IngenieurbĂŒro vor zehn Jahren schon einmal den Kreisel begutachtet und kam zum Ergebnis, dass beim Ausbau des Hirschberger Gewerbegebiets Nord (90.000 Quadratmeter) der Kreisel-Verkehr zusammenbrechen wĂŒrde. BĂŒrgermeister Manuel Just fordert AufklĂ€rung.

Interview: Hardy Prothmann

Herr Just, als BĂŒrgermeister der Gemeinde Hirschberg haben Sie als TrĂ€ger öffentlicher Belange „erhebliche Bedenken“ und sehen „Nachteile fĂŒr Hirschberg“ durch die in Heddesheim geplante „Pfenning“-Ansiedlung. Was genau meinen Sie?
Manuel Just: „Mit den Nachteilen meine ich ganz klar eine zusĂ€tzliche Verkehrsbelastung fĂŒr Hirschberg. Erhebliche Bedenken habe ich, was das Verkehrsgutachten angeht.“

BĂŒrgermeister Just: "Das IngenieurbĂŒro muss Fragen zu den widersprĂŒchlichen Gutachten beantworten." Bild: hirschbergblog

ErlÀutern Sie das bitte.
Just: „Wir haben im Jahr 1999 im Rahmen der Bauleitplanung fĂŒr unser Gewerbegebiet Hirschberg-SĂŒd ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben. Das kam im Jahr 2000 zu dem Schluss, dass der Kreisverkehr am Gewerbegebiet mit B eingestuft wird.“

Der Kreisel wird den Verkehr nicht aufnehmen können.

Das ist doch in Ordnung.
Just: „Ich war noch nicht fertig. Das Gutachten kam ebenfalls zu dem Schluss, dass im Falle einer Erschließung des Gewerbegebiets Hirschberg-Nord die Einstufung auf E zurĂŒckfĂ€llt und der Kreisel den Verkehr nicht mehr aufnehmen kann.“

Wie groß ist dieses Gebiet?
Just: „Rund neun Hektar.“

Das Gutachten damals, also vor zehn Jahren, hat die Karlsruher Firma Koehler, Leutwein & Partner erstellt. Das soll ein „renommiertes“ BĂŒro sein.
Just: „Ihre Spitze ignoriere ich. Ich will weder das frĂŒhere Gutachten zu unserem Gebiet in Frage stellen, noch das aktuelle Gutachten im Rahmen der geplanten Pfenning-Ansiedlung. Die Frage, die ich aber stellen muss, ist: Wie kann es sein, dass ein und dasselbe IngenieurbĂŒro vor zehn Jahren den Kollaps des Kreisels bei der Erschließung von neun Hektar auf Hirschberger Gemarkung prognostiziert und zehn Jahre spĂ€ter, mit mehr echtem Verkehr und einer Erschließung eines 20 Hektar großen Logistikzentrums auf Heddesheimer Gemarkung zum Ergebnis kommt, dass der Kreisel mit Stufe D „noch leistungsfĂ€hig“ sei?“

Erhebliche Bedenken.

Gute Frage. Was ist die Antwort?
Just: „Die muss das IngenieurbĂŒro geben. Denn dessen widersprĂŒchlichen Gutachten werfen diese Frage auf.“

Was hat denn das IngenieurbĂŒro damals als Lösung empfohlen?
Just: „Das war vor meiner Dienstzeit. Ausweislich der Akten sollte ein Bypass im SĂŒdosten des Kreisels den Kreisel selbst entlasten.“

Wie war die Position der Gemeinde Heddesheim damals?
Just: „Die hatte „erhebliche Bedenken“ gegen unser Projekt angemeldet.“

Daran können sich auch viele Hirschberger GemeinderÀte erinnern.
Just: „Das ist zutreffend.“

Was war die Lösung?
Just: „Das Gutachten hat den Kreisel als leistungsfĂ€hig beschrieben und im Fall einer Erweiterung von Hirschberg-Nord den Bypass empfohlen.“

Glauben Sie, dass ein solcher Bypass eine „Entlastung“ bringen könnte?
Just: „Sicher wird er das.“

Die Gesamtsituation im Blick haben. Rechts die A5 mit den Auffahrten, knapp in der Mitte der Hirschberger Kreisel, links der Heddesheimer Kreisel. Klicken Sie fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Darstellung. Quelle: Google Maps

„Pfenning“ wird aber viel grĂ¶ĂŸer sein – und wenn „Pfenning“ kommt und Hirschberg eines Tages den Norden entwickeln wollte…
Just: „Dann braucht es noch einen Bypass im Nordwesten und eventuell auch eine Aufdimensionierung des Kreisels.“

„Entscheidend ist eine Lösung fĂŒr die Gesamtsituation.“ Manuel Just

Und was ist mit der Autobahnauf- und abfahrt östlich des Kreisels auf der L541?
Just: „Auch das ist ein Problem, das im Zusammenhang gelöst werden muss.“

Herr Just, kann es sein, dass wir nicht nur ĂŒber den Kreisel reden, sondern ĂŒber eine grĂ¶ĂŸere Dimension, also den Kreisel, BypĂ€sse und die AnschlĂŒsse des A5-Verkehrs auf Hirschberger Gemarkung sowie ein Verkehrsproblem auf der B3?
Just: „Das kann nicht nur sein, das ist so.“

Sie meinen also, dass man die komplette Verkehrssituation im Auge haben muss?
Just: „Auf jeden Fall. Der Kreisel ist nur ein Teil der Situation. SolitĂ€re VerĂ€nderungen an einer Stelle werden nicht der kompletten Situation gerecht werden.“

Das klingt so, als hĂ€tten sich die Heddesheimer GrĂŒnen mit ihnen beraten…
Just: „Das ist nicht der Fall. Ich habe selbstverstĂ€ndlich als Hirschberger BĂŒrgermeister die Nachrichten und Informationen verfolgt und mich mit der Thematik intensiv befasst. UnabhĂ€ngig von anderen Interessen komme ich zu dem Schluss, dass ich aufgrund der gegenwĂ€rtigen Planung aus Sicht der Gemeinde Hirschberg erhebliche Bedenken habe. Diese teilt auch der Hirschberger Gemeinderat.“

GegenlÀufige Interessen.

Gibt es eine ablehnende Haltung gegenĂŒber „Pfenning“?
Just: „Von meiner Seite nicht. Ich habe im Gegenteil betont, dass ein solches Unternehmen eine volkswirtschaftliche Bedeutung hat, die man nicht unterschĂ€tzen sollte. UnabhĂ€ngig davon respektiere ich, was die Gemeinde Heddesheim fĂŒr sich entscheidet.“

Solange es nicht Ihre Interessen berĂŒhrt?
Just: „Nicht ganz – wenn sie berĂŒhrt werden, mĂŒssen sie auch berĂŒcksichtigt werden.“

Was sind Ihre Interessen?
Just (lacht): „Eben unsere. Scherz beiseite. Aus Hirschberger Sicht möchte ich die gute Zusammenarbeit mit Heddesheim betonen und ich weiß, dass Heddesheim das ebenso sieht. Vielleicht wird das öffentlich noch nicht so wahrgenommen, aber Hirschberg und Heddesheim koopieren schon beim Wasserverband oder in Zukunft mit der Werkrealschule sehr gut miteinander. Wir sind Nachbarn. Diese gute Kooperation ist eins der Hirschberger Interessen.“

Und weiter?
Just: „Wenn Heddesheim Unternehmensansiedlungen plant, sind wir lösungsorientiert.“

Das Problem kann gelöst werden. Manuel Just

Das heißt?
Just: „Es gibt ein Problem mit dem Kreisel und dessen Umfeld. Ich bin ĂŒberzeugt, dass dieses Problem gelöst werden kann.“

Sie meinen, es muss gelöst werden?
Just: „Herr Prothmann. Ich meine, es kann eine Lösung geben. Und ich meine, es wird eine Lösung geben.“

Herr Just, Ihr Versuch, einen „Verkehrslenkungsvertrag à la Heddesheim“ mit „Pfenning“ zu schließen, ist gescheitert.
Just: „Das ist Ihre Interpretation. Ich hatte mit Herrn Nitzinger (GeschĂ€ftsfĂŒhrer „Pfenning“, Anm. d. Red.) eine Unterredung, die von WertschĂ€tzung geprĂ€gt war. Tatsache ist, dass das Unternehmen „bislang“ nicht dazu bereit ist.“

Das ist keine gute Botschaft.
Just: „Tatsache ist, dass die B3 die offizielle Entlastungsstrecke ist, wenn es Stau auf der A5 gibt. Das macht unsere Lage schwierig. Wir können hier nicht nach unseren BedĂŒrfnissen entscheiden. Umso wichtiger ist, dass wir unsere Interessen klar machen.“

„Pfenning“-Lkw sollen nur im „Worste-Case“ ĂŒber die B3 fahren dĂŒrfen.

Richtig. Aber was, wenn „Pfenning“-Lkw auch ohne Stau auf der A5 lieber auf der B3 durch Hirschberg fahren?
Just: „Genau das wollen weder der Gemeinderat noch ich und schon gar nicht die Hirschberger. Denn genau das berĂŒhrt unsere Interessen, nicht unsere Lage.“

Und darauf will sich „Pfenning“ nicht einlassen. Was ist die Lösung? Soll Heddesheim den Verkehrslenkungsvertrag mit „Pfenning“ aufkĂŒndigen, wenn „Pfenning“ nicht bereit ist, einen solchen mit Hirschberg zu schließen?
Just: „Diese Forderung wurde im Gemeinderat erhoben. Meine Position ist das nicht. Ich habe klar und deutlich zum Ausdruck gebracht, dass ich diesen Vertrag fĂŒr „bedenklich“ halte, weil er nicht zu Lasten Dritter, also Hirschberg gehen darf. Aus meiner Sicht wĂŒrde eine Selbstverpflichtung gegenĂŒber Hirschberg durch Pfenning, nicht ĂŒber die B3 zu fahren, außer im Worst-Case, eine gute Lösung darstellen.“

ZusĂ€tzlich zu baulichen Maßnahmen?
Just: „SelbstverstĂ€ndlich. Die Verkehrssituation muss verĂ€ndert werden. Daran gibt es ĂŒberhaupt keinen Zweifel.“

Kosten mĂŒssen „verursachergerecht“ bezahlt werden.

Wer soll das bezahlen?
Just: „Auch hier hat sich unser Gemeinderat eindeutig entschieden und gefordert, dass die Kosten „verursachergerecht“ aufgeteilt werden.“

Stufe D fĂŒr den Hirschberger Kreisel - vor zehn Jahren gab es Stufe E. Quelle: Verkehrsgutachten

„Verursachergerecht“ heißt: Es gibt Verkehr aus und nach Hirschberg und ebenso aus und vom Hirschberger Gewerbegebiet. ZusĂ€tzlich aus und nach Heddesheim, dessen bestehendem Gewerbegebiet und der geplanten Ansiedlung. All das muss kostenmĂ€ĂŸig „verschlĂŒsselt“ und „verteilt“ werden – inklusive einer „Zukunftsperspektive fĂŒr das Gewerbegebiet Hirschberg Nord?
Just: „Sie haben die Situation zutreffend beschrieben. Gefragt ist hier aber in erster Linie der StraßenbaulastrĂ€ger, erst danach (wenn ĂŒberhaupt) dann anteilig die Kommunen.“

Wer ist der StraßenbaulastrĂ€ger?
Just: „Ganz klar das Land, weil es sich um eine Landesstraße handelt. Und danach die Gemeinden im entsprechenden VerhĂ€ltnis – auf das VerhĂ€ltnis lege ich Wert.“

Diplomatische Lösung gesucht.

Wie wichtig ist Ihnen die KlĂ€rung der Verkehrssituation? Können Sie sich auch vorstellen, „klare VerhĂ€ltnisse“ einzuklagen?
Just: „Ich bin an einer Lösung interessiert – davon können Sie ausgehen. Wenn eine solche nicht möglich ist, dann ist der Gemeinderat als Gremium zu einem weiteren Vorgehen gefragt, das die Interessen von Hirschberg wahrnimmt. Mehr möchte und kann ich dazu nicht sagen.“

Das haben Sie diplomatisch formuliert. Was schlagen Sie als diplomatische Lösung vor?
Just: „Ich bin als BĂŒrgermeister fĂŒr Hirschberg verantwortlich und an einer guten Zusammenarbeit mit Heddesheim sehr interessiert. Das Unternehmen Pfenning sollte anerkennen, dass das kommunale VerhĂ€ltnis unserer Gemeinden nicht an den Gemarkungsgrenzen zu Ende ist.“

Zeichnerische Darstellung der geplanten "Pfenning"-Ansiedlung. Quelle: Bebauungsplan