Freitag, 07. Juni 2019

Lahme Ente Tariftreue?

Wo kein Verdacht ist, wird nicht ĂŒberprĂŒft

Rhein-Neckar, 23. Oktober 2014. (red/ld/aw) Seit April 2013 dĂŒrfen die Kommunen in Baden-WĂŒrttemberg nur noch Unternehmen beauftragen, die ihren Mitarbeitern einen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde bezahlen. Dazu verpflichten sich die Unternehmen, wenn sie sich um einen Auftrag bewerben. Zudem willigen sie in Kontrollen ein. Beanstandungen habe es noch keine gegeben, sagen die angefragten Kommunen in unserem Berichtsgebiet – und deshalb hat es auch noch keine Kontrollen gegeben. Da stellt sich die Frage: Wie effektiv ist dieses gepriesene Tariftreuegesetz? [Weiterlesen…]

Vierköpfige Familie in Ladenburg zahlt 17,22 Euro - in Schriesheim 39,65 Euro im Monat

Teils drastische Preisunterschiede beim Wasser in der Region

Rhein-Neckar, 18. Oktober 2014. (red/ld) Wer in Ladenburg lebt, kann sich am Ende des Jahres ĂŒber die Rechnung fĂŒr den Wasserverbrauch freuen. Denn dort ist Trinkwasser am billigsten. Wer in Schriesheim wohnt, bezahlt dagegen mehr als doppelt so viel, wenn er die gleiche Menge Wasser verbraucht hat. Dabei beziehen beide StĂ€dte ihr Trinkwasser grĂ¶ĂŸtenteils aus demselben Brunnen. Eigentlich sollte man erwarten, dass die Preise dann in beiden Kommunen doch etwa gleich sind – doch weit gefehlt. [Weiterlesen…]

Von wegen zĂŒgig - das Prestigeprojekt lahmt und das auch noch richtig teuer

S-Bahn hat mindestens drei Jahre VerspÀtung

Rhein-Neckar, 25. September 2014. (red/ld) Die Planfeststellungsverfahren fĂŒr die neuen S-Bahnhöfe in Laudenbach, Heddesheim/Hirschberg, Ladenburg und Schwetzingen sind derzeit in der Offenlage. In Weinheim fiel der Beschluss im Juli vergangenen Jahres. Bis Ende 2017 will die Deutsche Bahn die Strecke in Betrieb nehmen. Doch weder ist sicher, ob der Zeitplan eingehalten werden kann, noch ob die Kosten sich nicht nochmals steigern. [Weiterlesen…]

Seit 15 Jahren mehr Chancen im Leben

„Job Central“ hilft Jugendlichen in den Beruf

Weinheim, 23. September 2014. (red/pm) Seit ĂŒber 15 Jahren gibt es „Job Central“. Die Agentur hilft Jugendlichen dabei, einen Ausbildungsplatz zu finden und will den Berufseinstieg erleichtern. TrĂ€ger der Einrichtung sind die Stadt Weinheim, der Stadtjugendring und die Freudenberg-Stiftung, sowie die Nachbarkommunen Schriesheim, Heddesheim, Hirschberg, Gorxheimertal, Laudenbach und Hemsbach. [Weiterlesen…]

Polizei bittet um Hinweise

Phantombildfahndung nach RaubĂŒberfĂ€llen

Laudenbach/Hirschberg, 20. August 2014. (red/pol) Im Juli kam es in Laudenbach und in Hirschberg-Leutershausen innerhalb weniger Tage zu zwei VorfĂ€llen, bei denen am hellichten Tage Ă€ltere Menschen auf offener Straße ihrer Habe beraubt wurden. [Weiterlesen…]

Chance fĂŒr engagierte Bewerber

Weinheim, 23. Juli 2014. (red/pm) Endspurt zum Ausbildungsplatz – fĂŒr engagierte Bewerber gibt es noch Chancen. Besonders angesprochen sind Jugendliche aus den Gemeinden Schriesheim, Hirschberg, Heddesheim, Hemsbach, Laudenbach, Gorxheimertal, Birkenau und Weinheim. [Weiterlesen…]

Ab 01. August wird ILEK-Projekt von professionellem Regional-Management begleitet

Die blĂŒhende Bergstraße bewahren

Bergstraße, 25. Juli 2014. (red/pm) Die Kommunen sind sich einig: Ab dem 01. August wird das ILEK-Projekt von einem professionellem Regional-Management begleitet. [Weiterlesen…]

Interessante Details zu den Europawahlen - teils deutliche Unterschiede

Europawahl: Unsere Gemeinden im Vergleich

Heidelberg/Mannheim/Rhein-Neckar, 26. MĂ€rz 2014. (red/pro) Aktualisiert. Bei der Europawahl lassen sich klare Aussagen treffen: SPD und AfD sind die Gewinner. Die FDP hat teils dramatische Verluste erlitten. Schaut man sich die Ergebnisse in den Gemeinden des Landtagswahlkreises Weinheim und im Rhein-Neckar-Kreis genauer an, gibt es interessante Details – beispielsweise ist die Wahlbeteiligung dieser Gemeinden besser als im Kreis insgesamt und die SPD gewinnt sogar ĂŒber den kreisweiten Vergleich. Wir haben fĂŒr Sie die Zahlen mit teils ĂŒberraschenden ZusammenhĂ€ngen zusammengestellt. [Weiterlesen…]

10 Jahre DRK Service fĂŒr Menschen zu Hause

„Wir werden Ă€lter, bunter und weniger“

Rhein-Neckar, 08. April 2014. (red/pm) „Wir werden Ă€lter, bunter und weniger“ Mit diesen drei Adjektiven umschreibt die Weinheimerin Christiane Springer, GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des DRK KV Mannheim e.V. den demografischen Wandel. Auch wenn sich Zeitablauf und Ausmaß des Wandels in den einzelnen Kommunen unterschiedlich darstellen, mĂŒssen sich doch alle mit den Bedingungen einer alternden Gesellschaft intensiv auseinandersetzen. [Weiterlesen…]

Kommunale Kinderbetreuung im Vergleich

Enorme Unterschiede bei Kosten und Angeboten zur Kinderbetreuung

Rhein-Neckar/Hirschberg, 04. April 2014. (red/ae/ms) Seit dem 01. August 2013 haben Kinder ab Vollendung des ersten bis zum Ende des dritten Lebensjahres einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Tageseinrichtung oder einer Kindertagespflege. Reichen die PlĂ€tze in den Gemeinden des Landtagswahlkreis Weinheim? Wie viele KindergĂ€rten und KindertagesstĂ€tten gibt es in den Gemeinden? Was kostet welches Angebot? Wir haben fĂŒr Sie recherchiert und liefern den Überblick zu den Angeboten. [Weiterlesen…]

Das LTE-Netz hat noch Löcher

Rhein-Neckar, 21. MĂ€rz 2014. (red/ld) Das lange Warten auf die neuesten Nachrichten oder Informationen hat dank LTE-Technik (Long Time Evolution) ein Ende. Über diesen Verbindungsstandard sind Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 300 Megabit/Sekunde möglich. In unserem Berichtsgebiet ist die Technik schon weit verbreitet. Aber es gibt noch Löcher. [Weiterlesen…]

Holger Behrendt ist neuer Polizeirevierleiter in Weinheim

„Mathaisemarkt und Kerwe jedes Jahr unterschiedlich“

Polizeioberrat Holger Behrendt ist neuer Leiter des Polizeireviers Weinheim.

Polizeioberrat Holger Behrendt ist neuer Leiter des Polizeireviers Weinheim.

 

Weinheim, 15. Januar 2014. (red) Holger Behrendt ist der neue Leiter des Polizeireviers Weinheim. Sein ZustĂ€ndigkeitsbereich erstreckt sich ĂŒber fĂŒnf Kommunen von Schriesheim bis nach Laudenbach. Gleich nach dem Abitur hat der heute 43-JĂ€hrige bei der Polizei angefangen. Nach Weinheim wollte er schon immer. Jetzt hat es geklappt. Wie er polizeiliche Herausforderungen sicher gestalten will, lesen Sie in unserem Interview. [Weiterlesen…]

Deutlicher Anstieg der Kirchenaustritte in den meisten Gemeinden

„Tebartz-Effekt“ auch in der Metropolregion

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Rhein-Neckar, 08. November 2013. (red/ms) Nach aktuellen Recherchen der Deutschen Presse Agentur ist die Anzahl der Kirchenaustritte vergangenen Oktober sprunghaft angestiegen. Hauptursache sei laut der ARD die AffĂ€re um den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Ist dieser bundesweite Trend auch in unserem Berichterstattungsgebiet festzustellen? Eine deutliche Tendenz nach oben ist zu beobachten. Allerdings nicht ĂŒberall: WĂ€hrend sich etwa die Anzahl der Austritte in Laudenbach im Monatsvergleich mehr als versechsfacht hat, ist beispielsweise in Heddesheim kein Anstieg festzustellen. [Weiterlesen…]

Hemsbacher, Hirschberger, Laudenbacher und Weinheimer haben Ausbildung abgeschlossen

17 neue TruppfĂŒhrer fĂŒr die Feuerwehren

TruppfĂŒher_mit_Ausbildern

Lydia Senitsch, Svenja Fath, David Kunerth, Lukas GĂ€rtner, Christian Paradiso, Kai Böhler, Wolf-Dieter Wöffler, Michael Geller, Florian Meier, Volker Polzin, Andreas HĂŒhn, Timo Kreis, Christian Richter, Michael Herbert, Daniel Kohl, Daniel Kulp, Lukas Bisdorf haben an dem Lehrgang teilgenommen. Foto: Feuerwehr Weinheim

 

Weinheim, 29. Oktober 2013. (red/fw) Am vergangenen Wochenende endete fĂŒr 17 junge Feuerwehrangehörige aus dem Unterkreis Weinheim, zu dem die StĂ€dte und Gemeinden Hemsbach, Hirschberg, Laudenbach und Weinheim zĂ€hlen, die Ausbildung zum TruppfĂŒhrer mit einer theoretischen und praktischen PrĂŒfung. [Weiterlesen…]

Bundestagswahl am 22. September

Dallinger: „Politische Verantwortung ernst nehmen“

Landrat_Stefan_Dallinger

Landrat Dallinger. Foto: LRA RNK

Rhein-Neckar, 06. September 2013. (red/pm) Am 22. September sind die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger des Rhein-Neckar-Kreises zur Wahl ihrer Abgeordneten zum Deutschen Bundestag aufgerufen. Dabei sind die StĂ€dte und Gemeinden des ĂŒber 525.000 Einwohner starken Rhein-Neckar-Kreises wie bei den vorangegangenen Bundestagswahlen drei verschiedenen Wahlkreisen zugeordnet. Die Zuschnitte haben sich gegenĂŒber der Wahl 2009 nicht geĂ€ndert. [Weiterlesen…]

WohnungseinbrĂŒche angestiegen

Richtig vor Einbruch schĂŒtzen – aber wie? Foto: Polizei

 

Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis, 05. November 2012. (red/pol) Tatort Laudenbach: Der Einbrecher kam in der Nacht von Montag auf Dienstag (03./04.12.), er öffnete die nur zugezogene – nicht verschlossene – HauseingangstĂŒre einer Erdgeschosswohnung in der Friedrich-Ebert-Straße. Aus dem Schlafzimmer, in dem der GeschĂ€digte schlief, entwendete der Einbrecher ein Smartphone, im Wohnbereich ließ der TĂ€ter Bargeld, ein Laptop sowie zwei EC-Karten mitgehen, der Diebstahlsschaden belĂ€uft sich auf ca. 1.000 €.

Information der Polizeidirektion Heidelberg:

„Vermutlich der gleiche TĂ€ter drang in der gleichen Nacht in ein weiteres Haus im SĂŒdring ein. Auch hier war die EingangstĂŒre nur zugezogen und die Anwohner schliefen. Hier entwendete der Dieb unter anderem auch eine EC-Karte, wobei ihm zudem noch die Geheimnummer in die HĂ€nde fiel. An einem Geldausgabeautomaten der Volksbank SĂŒdhessen in der Bahnhofstraße hob er damit am Dienstagmorgen um 4.15 Uhr Bargeld ab. Seit August dieses Jahres wurden in Hemsbach (5 FĂ€lle) und Laudenbach (6 FĂ€lle) immer wieder unverschlossene HaustĂŒren geöffnet und in die HĂ€user eingebrochen. Zeugen, die verdĂ€chtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter Telefon 06201/1003-0 bei der Polizei in Weinheim zu melden.

WohnungseinbrĂŒche 2011

Seit Beginn dieses Jahres hat die Polizei im Stadtgebiet Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis insgesamt 542 EinbrĂŒche registriert. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 444 EinbrĂŒche. Schwerpunkte bildeten dabei das Stadtgebiet Heidelberg mit 190 FĂ€llen sowie im Rhein-Neckar-Kreis vor allem die Bereiche rund um Wiesloch (89 FĂ€lle) und Weinheim (92 FĂ€lle).

Ein Einbruch in Haus oder Wohnung ist fĂŒr Betroffene ein unerwarteter Schock: Die Verletzung der PrivatsphĂ€re, das verloren gegangene SicherheitsgefĂŒhl oder andere schwer wiegende psychische Folgen, die nach einem Einbruch auftreten können, machen ihnen dabei oft mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden. Dass man sich davor schĂŒtzen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei: Ein großer Anteil der EinbrĂŒche bleibt im Versuch stecken, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Einrichtungen. Aber auch richtiges Verhalten und aufmerksame Nachbarn können EinbrĂŒche verhindern helfen.

Einbrecher kommen zu jeder Tageszeit, oft auch tagsĂŒber, wenn ĂŒblicherweise niemand zu Hause ist, zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frĂŒhen Abend, in der dunklen Jahreszeit auch schon bei einsetzender DĂ€mmerung, nachts oder an Wochenenden. Dabei werden etliche EinbrĂŒche in WohnrĂ€ume durch Leichtsinn und Sorglosigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner ermöglicht oder erleichtert: Da wird die Wohnungs- oder HaustĂŒr nur ins Schloss gezogen und nicht abgeschlossen, da bleiben beim Verlassen Fenster, Balkon- oder TerrassentĂŒren auch in von außen erreichbarer Lage in LĂŒftungsstellung offen!

Einbruchschutz bringen in erster Linie ein sicherheitsbewusstes Verhalten und sinnvoll aufeinander abgestimmte, solide mechanische Sicherungen. Sie stehen beim Schutz vor Einbruch an erster Stelle und bieten dem Einbrecher Widerstand.

Alarmanlagen (Einbruchmeldeanlagen) verhindern keinen Einbruch, sondern melden ihn nur – sie können mechanische Sicherungen nur ergĂ€nzen, nicht ersetzen. Allerdings erhöhen sie das Entdeckungsrisiko fĂŒr Einbrecher und bieten dadurch zusĂ€tzlichen Schutz. Daneben sollte eine solche Einbruchmeldeanlage auch die Möglichkeit eines Überfallalarms bieten.

Tipps

TĂŒren auch bei nur kurzzeitigem Verlassen von Haus oder Wohnung nicht bloß ins Schloss ziehen, sondern immer verschließen.

  • Nach jedem SchlĂŒsselverlust umgehend den Schließzylinder auswechseln Fenster, Balkon- und TerrassentĂŒren auch bei kurzer Abwesenheit verschließen
  • Vorsicht: Gekippte Fenster sind von Einbrechern leicht ganz zu öffnen, und in der Regel erlischt bei gekippten Fenstern auch der Versicherungsschutz.RolllĂ€den nur zur Nachtzeit geschlossen halten, um nicht tagsĂŒber Abwesenheit zu signalisieren.
  • Bei lĂ€ngerer Abwesenheit Hinweise auf Leerstand vermeiden, z. B. ungeleerter Briefkasten, stĂ€ndig heruntergelassene RolllĂ€den oder zugezogene VorhĂ€nge, Mitteilung auf dem Anrufbeantworter
  • Wohnung oder Haus durch Verwandte, Bekannte oder Nachbarn bewohnen oder bewohnt erscheinen lassen (z.B.: Briefkasten leeren, RolllĂ€den, VorhĂ€nge, Beleuchtung, Radio und Fernseher unregelmĂ€ĂŸig betĂ€tigen).
  • Über Einsatz von Zeitschaltuhren fĂŒr RolllĂ€den, Beleuchtung, Radio etc. Nachbarn informieren.
  • In MehrfamilienhĂ€usern die HauseingangstĂŒr auch tagsĂŒber geschlossen halten, vor dem DrĂŒcken des TĂŒröffners prĂŒfen, wer ins Haus will.
  • Auf Fremde im Haus oder auf dem NachbargrundstĂŒck achten, solche Personen ansprechen; evtl. auch Kfz-Kennzeichen notieren.
  • In MehrfamilienhĂ€usern stets Keller und BodentĂŒren verschließen –das ist auch meist eine Pflicht aus dem Mietvertrag.
  • Einbrecher wollen nicht entdeckt werden und vermeiden nach Möglichkeit jede Konfrontation. Wer einen Einbrecher bemerkt, sollte sich ihm keinesfalls entgegenstellen. Nicht den „Helden“ spielen, sondern stattdessen sofort die Polizei verstĂ€ndigen.
  • Die Polizei kann nicht ĂŒberall sein, um Straftaten zu verhindern. Doch fast immer gibt es Nachbarn, die einander helfen können: Nach den Erfahrungen der Polizei trĂ€gt Nachbarschaftshilfe entscheidend zur Verhinderung von EinbrĂŒchen bei.
  • Bei verdĂ€chtigen Beobachtungen sofort – auch ĂŒber die Notrufnummer 110 – die Polizei verstĂ€ndigen.

Die Kriminalpolizei schon seit Jahren sehr erfolgreich kostenlose Beratungen an, wie man sein Haus oder die Wohnung gegen Einbrecher am Besten schĂŒtzen kann. Die speziell geschulten Beamten kommen auf Terminvereinbarung (Tel. 06221/991234) auch vor Ort.“

 

Landtagsabgeordnete begegnen VorwĂŒrfen und GerĂŒchten

„Realschulen sind die geborenen Gemeinschaftsschulen“

Lokalpolitiker, Eltern und Lehrer beschĂ€ftigt die VerĂ€nderung der Schullandschaft – nicht nur wie hier beim Infoabend in Hemsbach.

 

Hemsbach/Rhein-Neckar, 03. Dezember 2012. (red/ld) Die Landtagsabgeordneten Uli Sckerl (BĂŒndnis ’90/Die GrĂŒnen) und Gerhard Kleinböck (SPD) wollen mit „GerĂŒchten und Spekulationen ĂŒber den Schulentwicklungsprozess aufrĂ€umen“. Der CDU-Abgeordnete Georg Wacker hatte im Vorfeld behauptet, MinisterprĂ€sident Winfried Kretschmann habe eine „Zerschlagung der Realschulen“ vor. Bei einem InformationsgesprĂ€ch im Alten Rathaus stellten sich Sckerl und Kleinböck den Fragen von GemeinderĂ€ten, Lehrern und Eltern, auch aus den umliegenden Gemeinden. Dabei betonten sie, dass die Unterrichtsform der  Gemeinschaftsschule in vielen Realschulen bereits Praxis sei.

Von Lydia Dartsch

Die Entwicklung zu einer Gemeinschaftsschule sei freiwillig und zöge keine Benachteiligung fĂŒr Realschulen nach sich, betonten Sckerl und Kleinböck. Auch fordere der Handwerkstag seit langem lĂ€ngeres gemeinsames Lernen. Sie hatten sich durch die Äußerungen des CDU-Abgeordneten Georg Wacker zu diesem Schritt genötigt gesehen:

Wir haben uns bewusst aus dem Moderationsprozess rausgehalten. Da ist kein Platz fĂŒr Parteipolitik.

sagte Sckerl. Wacker hatte auf seiner Internetseite sowie in den Weinheimer Nachrichten verlautbart, die Landesregierung plane die Zerschlagung der Realschulen. Er behauptet weiter, das von der Landesregierung vorangetriebene Modell der Gemeinschaftsschule benachteilige RealschĂŒler sowie deren Eltern und Lehrer. Der Wirtschaft wĂŒrde durch dieses Schulmodell der qualifizierte FachkrĂ€ftenachwuchs entzogen.

Das ist eine wissentliche Falschaussage.

empörte sich Sckerl. Eine Schulreform von oben sei nicht beabsichtigt. Die Gemeinden und BĂŒrger sollen selbst entscheiden, ob sie eine Gemeinschaftsschule wollen oder nicht. Sollten sie sich dafĂŒr entscheiden, Real- und Hauptschulen beizubehalten, erwachse den Schulen dadurch allerdings keine Nachteile.

Realschulen werden weiterhin gefördert wie bisher.

Uli Sckerl (links) und Gerhard Kleinböck stellen sich Fragen und weisen „ZerschlagungsvorwĂŒrfe“ als absurd zurĂŒck.

versicherte Sckerl. Die Empfehlungen aus dem Hemsbacher Moderationsprozess wĂŒrden ernst genommen und soweit wie möglich umgesetzt.

Eine neue Unterrichtsform

Wie soll das funktionieren, wenn SchĂŒler mit verschiedenen Lernniveaus in einer Klasse unterrichtet werden, ist eine zentrale Frage der Eltern und Lehrer. Seit 2011 wĂŒrden dafĂŒr Fortbildungen fĂŒr Lehrer angeboten, sagt Kleinböck. Dabei lernen sie eine neue Form des Unterrichts, in dem SchĂŒler entsprechend ihrer individuellen FĂ€higkeiten gefördert wĂŒrden.

Realschulen erfĂŒllen bereits jetzt viele Voraussetzungen, die fĂŒr eine Gemeinschaftsschule nötig sind:

Realschulen sind die geborenen Gemeinschaftsschulen.

betonte Kleinböck immer wieder.

Ein Experiment an Kindern sei das, wirft ein Zuhörer in die Diskussion ein. Dem sei nicht so, erklĂ€ren Sckerl und Kleinböck: Die bereits bestehenden Gemeinschaftsschulen hĂ€tten diese Art des gemeinsamen Lernens schon vor lĂ€ngerem in die Praxis umgesetzt und festgestellt, dass es funktioniere. Deshalb habe man auch keinen Schulversuch mit diesem Modell unternehmen mĂŒssen.

Chance, den Schulstandort zu halten

Zudem wĂŒrden Gemeinschaftsschulen immer beliebter bei Eltern und jungen Lehrern, die diese neue Unterrichtsform bereits in ihrer Ausbildung gelernt haben.

Viele junge Lehrer bewerben sich direkt bei Schulen in den lÀndlichen Gebieten, weil sie lÀngst als Gemeinschaftsschule arbeiten.

sagte Kleinböck. Zudem sei dieses Schulmodell gerade in Gemeinden eine Chance, trotz sinkender SchĂŒlerzahlen ihren Schulstandort zu halten und alle AbschlĂŒsse der weiterfĂŒhrenden Schulen anzubieten.

Wie der Abbau von Lehrerstellen dazu passe, wollte ein Besucher der Runde wissen. Schließlich mĂŒsse die Betreuung durch die Lehrer doch intensiver werden. Lehrer wĂŒrden nicht entlassen, sagte Kleinböck. Jedoch wĂŒrden nicht alle in Zukunft frei werdenden Lehrerstellen wieder besetzt. Bei weniger SchĂŒlern brauche man auch weniger Lehrer. Zudem wĂŒrden die Lehrerdebutate fĂŒr die Gemeinschaftsschulen um sechs Stunden pro Woche aufgestockt, um den grĂ¶ĂŸeren Betreuungsaufwand zu stemmen. Davon können die Schulen auch Hilfslehrer und Sozialarbeiter anstellen, so Kleinböck.

Abitur an G9 möglich

Am Ende mĂŒsse man ĂŒberlegen, was das beste fĂŒr die Kinder sei, gab er zu bedenken. So wĂŒnschten sich 80 Prozent der Eltern von Gymnasiasten eine RĂŒckkehr zu G9, was in einer Gemeinschaftsschule möglich sei. Zudem seien an der IGMH 40 Prozent der Abiturienten mit einer Hauptschulempfehlung von der Grundschule gekommen.

Das muss uns zu denken geben.

sagte Kleinböck.

Wie es im Schulentwicklungsprozess in Hemsbach weiter geht, wird im MĂ€rz in einer Grundsatzentscheidung beschlossen. Bereits am 19. Dezember tritt die Bildungsplankommission fĂŒr Baden-WĂŒrttemberg zusammen. Rund 120 AntrĂ€ge fĂŒr Gemeinschaftsschulen aus dem gesamten Bundesland seien bereits eingegangen. Nun muss geprĂŒft werden, ob die Standorte die Kriterien dafĂŒr erfĂŒllen.

Die Debatte ĂŒber die zukĂŒnftigen Schulformen wird ĂŒberall im Wahlkreis Weinheim gefĂŒhrt – statt Parteipolemik sind pragmatische Lösungen angesagt, denn nur das bringt die Schulen und die Kinder weiter.

2013 bis 2015

Förderung von Volkshochschule und Musikschule

Hirschberg, 20. Juli 2012. (red/sap) Neue Vereinbarungen fĂŒr die Jahre 2013 bis 2015 fĂŒr die Förderung von Volkshochschule und Musikschule wurden getroffen.

Die Bezuschussung der Volkshochschule und der Musikschule Badische Bergstraße geht zurĂŒck auf eine Vereinbarung aus dem Jahr 1977.

Der Gesamtzuschussbetrag je Einrichtung wird auf die Mitgliedsgemeinden – Weinheim, Hemsbach, Hirschberg und Laudenbach – unter Verwendung von VerteilerschlĂŒsseln aufgeteilt.

Bei der Volkshochschule wird ein Viertel im VerhĂ€ltnis der maßgebenden Einwohnerzahl und drei Viertel im VerhĂ€ltnis der Summen der Unterrichtseinheiten, die sich aus den in den einzelnen Gemeinden jĂ€hrlich durchgefĂŒhrten Veranstaltungen errechnet.

Bei der Musikschule wird der Zuschussbetrag aus der Zahl der MusikschĂŒler, die aus den einzelnen Gemeinden am Musikunterricht teilnehmen, ermittelt.

Im Oktober 2010 hatte der Hirschberger Gemeinderat den Beschluss gefasst, die ZuschĂŒsse fĂŒr die Jahre 2012 folgende um fĂŒnf Prozent zu reduzieren. Ähnliche BeschlĂŒsse waren auch von den Mitgliedergemeinden gefasst worden.

Der so reduzierte Gesamtzuschussbetrag wĂ€re jedoch insgesamt fĂŒr die GewĂ€hrleistung des laufenden Betriebs von VHS und Musikschule nicht auskömmlich, so dass sich die Vertreter der Mitgliedsgemeinden darauf verstĂ€ndigten, einen um insgesamt rund 11.400 Euro erhöhten Zuschuss den Gremien zur Beschlussfassung vorzuschlagen. Dieser Betrag orientierte sich am tatsĂ€chlichen Zuschussbedarf.

In den vergangenen Jahren wurde deutlich, dass beide Einrichtungen Einsparungen bei den Ausgaben vorweisen konnten und somit KonsolidierungsbemĂŒhungen feststellbar sind.

FĂŒr das Jahr 2012 ergab sich fĂŒr Hirschberg ein gesamter Zuschussbetrag von 53.187 Euro (rund 19.000 Euro fĂŒr die VHS und rund 34.200 Euro fĂŒr die Musikschule).

FĂŒr 2013 bis 2015 wurde jetzt ein jĂ€hrlicher Zuschuss von rund 55.000 Euro vorgeschlagen.

Damit bleibt man deutlich unter dem Förderbetrag bis 2008.

Monika Maul-Vogt (GLH) sagte, es sei erfreulich, dass die „ZuschĂŒsse nicht in Stein gemeiselt“ seien.

Sie lobte die Volkshochschule nicht nur als Ort der Weiterbildung, sondern auch als Ort der Begegnung.

Der Gemeinderat stimmte dem Abschluss der „Vereinbarung der StĂ€dte Hemsbach und Weinheim sowie der Gemeinden Hirschberg und Laudenbach ĂŒber die Förderung und Entwicklung der Weiterbildung in ihrem Bereich“ fĂŒr die Jahre 2013 bis 2015 einstimmig zu.

Abbau von Kunstwerken in fĂŒnf Kreisverkehren werden geprĂŒft

Tödliche Kreiselkunst?

Eine SicherheitsĂŒberprĂŒfung stuft das Heddesheimer "Eingangstor" als potenziell gefĂ€hrlich ein.

 

Rhein-Neckar, 10. Juli. (red/la) Die Kunstwerke auf fĂŒnf Verkehrskreiseln werden derzeit geprĂŒft, ob sie „starre Hindernisse“ und damit verkehrsgefĂ€hrdend sind. Die GrĂŒnde dafĂŒr sind eine EU-Vorschrift und die verkehrspolitische „Vision Zero“, die bis 2050 die Anzahl der Verkehrstoten in der EU auf Null senken soll.

Von Reinhard Lask

Seit November sind in Baden-WĂŒrttemberg „starre Hindernisse“ in außerörtlichen Straßenkreiseln nicht mehr erlaubt. Was manch einer aktuell als fixe Idee des grĂŒnen Verkehrsministeriums fĂ€lschlicherweise verdammt, beruht auf der EU-Verordnung 2008/96/EG ĂŒber „Sicherheitsmanagement fĂŒr die Straßenverkehrsinfrastruktur“. Zu den potenziellen Abhilfemaßnahmen zĂ€hlt die „Beseitigung von neben der Straße befindlichen feststehenden Hindernissen“. In Nordbaden werden derzeit fĂŒnf Kreisel – je einer in Ladenburg, Rauenberg, Hirschberg, Heddesheim und Laudenbach – als potenziell gefĂ€hrlich eingestuft. Ob die darauf stehenden Kunstwerke auch weg mĂŒssen, steht noch nicht fest. Niemand hat bisher genau festglegt, was unter „gefĂ€hrlich“ zu verstehen sein soll.

ZĂ€hlt jedes Kunstwerk als feststehendes Hindernis? Das Landesverkehrsministerium gibt den Schwarzen Peter weiter. Pressesprecherin Julia Piper sagt auf Anfrage:

Die Sicherheitsaudits sollen potenzielle Gefahrenquellen herausfinden.

Die „Sicherheitsaudits“ sind Ortstermine, bei denen Vertreter von StraßenbauĂ€mtern, PolizeiprĂ€sidien und Feuerwehr die Kreisel auf gefĂ€hrliche Hindernisse ĂŒberprĂŒfen. Nach welchen Kriterien diese genau vorgehen, dazu wisse das RegierungsprĂ€sidium in Karlsruhe mehr.

Doch auch hier nennt man außer „feststehendes Hindernis“ keine weiteren Kriterien. Uwe Herzel, Pressesprecher des RegierungsprĂ€sidiums sagt, sei zwar klar, dass beispielsweise ein „Hinkelstein“ in der Kreiselmitte weg mĂŒsse. Aber was wenn es nur eine Stange ist? Wie ein Kunstwerk aussehen muss, um als „strarres Hindernis“ zu gelten, weiß auch in Karlsruhe noch niemand. „Zeitnah“ sollen Herzel zufolge die Ergebnisse der Audits aus den Kreisen hereinkommen. Erst dann werde ausgewertet und entschieden:

Wir mĂŒssen die Ergebnisse der Sicherheitsaudits abwarten – und die laufen noch.

Auch Berno MĂŒller, Pressesprecher der Rhein-Neckar-Kreis, weiß nur wenig mehr ĂŒber gefĂ€hrliche Kreiselkunst. Wichtig sei, wo der Kreisel sich befindet und wie die Straßen beschaffen sind, die dort einmĂŒnden. Liegt er innerorts ist er ungefĂ€hrlicher, wenn er außerhalb liegt. Am Ortsrand gelegen, kann er einen außerörtlichen Charakter haben. Genauer gesagt: Wenn eine schurgerade Straße auf der Tempo 70 erlaubt ist, auf einen Kreisel innerhalb der Ortsgrenzen mĂŒndet, hat er außerörtlichen Charakter.

Nur potenziell gefÀhrlich

Wie unfalltrĂ€chtig sind jedoch Kreisel an sich? Es gibt spektakulĂ€re UnfĂ€lle, wie den in Heitersheim (bei Freiburg) im November 2009. Damals gab es zwei Tote und drei Schwerverletzte beim Aufprall auf eine Flugzeugskulptur, die auf einer massiven Stange stand. Im Rhein-Neckar-Kreis waren UnfĂ€lle in Kreiseln bisher kein Thema, sagt Berno MĂŒller:

Bisher hat sich auch noch niemand ĂŒber Gefahren von Kreiselkunst beschwert.

Auch das Verkehrsministerium rĂ€umt ein, dass Kreisverkehr nicht als unfalltrĂ€chtig gelten. Auch Martin Boll, Pressesprecher des PolizeiprĂ€sidiums Mannheim kennt keinen schweren Unfall an einem Kreisel im Bereich des PrĂ€sidiums. Die tatsĂ€chliche Anzahl von Verkehrstoten oder Schwerstverletzten sei aber fĂŒr die Entscheidung nicht relevant, sagt Julia Piper:

Es geht um potenzielle vermeidbare Gefahrenquellen. Das Argument ‚hier ist noch nie was passiert‘, trĂ€gt bei der KreiselprĂŒfung nicht.

Diese Ansicht deckt sich mit dem verkehrspolitischen Ziel „Vision Zero“, die im „Weißbuch Verkehr“ der EuropĂ€ischen Union festgehalten wurde. Bis zum Jahr 2050 soll die Anzahl der Verkehrstoten auf Europas Straßen „Null“ betragen. Dabei ist das individuelle Verhalten von Autofahrern nicht zu berĂŒcksichtigen. Auch wenn der unverantwortlichste Raser alkoholisiert in einen Kreisel fĂ€hrt, zĂ€hlt allein die Frage, ob er beim Aufprall auf das darauf stehende Kunstwerk sterben könnte.

Noch ist nicht entschieden, ob ĂŒberhaupt ein Kunstwerk weichen muss. Die Entscheidung liegt bei den RegierungsprĂ€sidien und hĂ€ngt von den Berichten der lokalen PrĂŒfungskommissionen ab.

Auch das abstrakte Carl-Benz-Automobil in Ladenburg gilt als bedenklich.

Der Anker in Dossenheim gilt als ungefÀhrlich.

Auch diese Lore in Dossenheim stellt keine potenzielle Bedrohung dar.

In Hirschberg gelten zwar die Reben als Kunstwerk unbedenklich, allerdings könnte das Mauerwerk zu hoch sein.

Die Laudenbacher Frösche sind zwar ungefÀhrlich, die Steine und das Mauerwerk hingegen lösten bereits Bedenken aus.

Die Dokumentation der Stimmergebnisse

Stuttgart 21: So stimmten die Gemeinden im Wahlkreis Weinheim ab

In Baden-WĂŒrttemberg ist das Volk fĂŒr die Umsetzung "Stuttgart 21". Im Wahlkreis Weinheim stellt sich ein anderes Abstimmungsergebnis dar.

In Baden-WĂŒrttemberg ist das Volk fĂŒr die Umsetzung "Stuttgart 21". Im Wahlkreis Weinheim stellt sich ein anderes Abstimmungsergebnis dar.

Rhein-Neckar/Wahlkreis Weinheim, 27. November 2011 (red/mh) Das Volk Baden-WĂŒrttembergs hat gestern zur Zukunft „Stuttgart 21“ abgestimmt und sich fĂŒr den unterirdischen Ausbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs entschieden.

Acht von zehn Gemeinden des Wahlkreises 39 (Weinheim) stimmten bei der Volksabstimmung dagegen.

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