Mittwoch, 19. Juni 2019

Diese Woche: Tipps und Termine

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Tipps und Termine für den 7. bis 13. November 2011. Jeden Montag erscheinen unsere Veranstaltungstipps für die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Termine finden Sie ins unseren Kalendern für Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Viernheim, Weinheim und Rhein-Neckar.

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Mittwoch, 9. November 2011, ab 18:30 Uhr, Weinheimer Rathaus

Lesung mit Ingrid Brand.

Weinheim. Die diesjährige Gedenkveranstaltung der Novemberpogrome, die in Weinheim am Mittwoch, 9. November im großen Sitzungssaal des Weinheimer Rathaus stattfindet, wird durch eine Autorenlesung aus einem passenden, neu erschienenen Jugendbuch ergänzt. Die Wiener Journalistin Ingrid Brand, die von 2009 bis zu diesem Frühjahr in Weinheim lebte und arbeitete, schrieb in dieser Zeit an dem Buch „Lene – Damit mich niemand sieht“.

Es ist die Geschichte eines jüdischen Mädchens, das als „U-Boot“ in Weinheim und Mannheim den Holocaust überlebt hat, nachdem ihre Mutter am 22. Oktober 1940 abtransportiert worden war. „Lene spricht stellvertretend zu uns, stellvertretend für Tausende und Abertausende ungerecht behandelter, diskriminierter und verfolgter Kinder, für die von gestern, heute und morgen“, so die Autorin. Die einzelnen Personen der Handlung, die Ingrid Brand sensibel charakterisiert, sind zwar fiktiv, die geschilderten Abläufe entsprechen jedoch den historischen Begebenheiten.

Zum anschließenden Gedenken begeben sich die Teilnehmer in den Schlosshof an das „Mahnmal für deportierte Juden und Jüdinnen Badens“, das im letzten Jahr von Schülern der Dietrich-Bonhoeffer-Schule im Rahmen des Ökumenischen Jugendprojektes gestaltet wurde. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Ort: Rathaus, Schloss, Weinheim.
Eintritt: frei.

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Mittwoch, 9. November 2011, 20:00 Uhr, Stadthalle

Die Schauspielerin Susanne Uhlen.

Weinheim. Die Kulturgemeinde zeigt das Schauspiel „Die entfernte Stimme“ von David Lindsay-Abaire. Seit dem Gewinn des Pulitzer-Preises 2007 und der Tony-Nominierung für das beste Stück ist die Bühnenkarriere des emotional berührenden Schauspiels „Die entfernte Stimme“ nicht mehr aufzuhalten. Das Stück beginnt ganz harmlos mit einem Schwatz zwischen Schwestern. Der Ton ist locker, fast boulevardesk. Doch schnell wird deutlich, wie brüchig die Normalität ist, in der sich jedes harmlose Gespräch als Minenfeld entpuppen kann. Die Situation von Becca und Howie ist so einfach wie fatal: Vor acht Monaten starb ihr einziger Sohn Danny. Der Achtjährige wurde von einem Auto überfahren. Das Ganze könnte in ein Selbstzerfleischungsdrama münden, in dem die Welt von Becca und Howie wie ein Kartenhaus zusammenbricht. Aber Feydeau-Verehrer David Lindsay-Abaire ist ein zu kluger Menschenbeobachter, um nicht auch die gewollt oder ungewollt komischen Seiten dieser Trauerarbeit zu beleuchten, ohne an Tiefgang zu verlieren. Das ist eine Kunst. Die trauernden Eltern balancieren auf einem schmalen Grat und entwickeln sehr unterschiedliche Strategien, um mit dem Verlust fertig zu werden. Und das ist das eigentliche Happy End.

Kann ein Theaterstück, das sich mit Verlust und Trauer beschäftigt, auch unterhaltsam sein? Ohne Einschränkung: Ja! Regisseur Zanussi wählt den leichten Ton, ohne an Tiefgang zu verlieren, und verfügt über ein Ensemble – allen voran die fabelhafte Susanne Uhlen und ihr kongenialer Partner Carsten Klemm -, das höchsten Ansprüchen genügt.

Karten: Geschäftsstelle der Kulturgemeinde Weinheim, Stadthalle, Telefon: 06201 / 12282, Telefax: 06201 / 185288, eMail: theater@kulturgemeinde.de. Die Kasse (Tel. 06201/12282) ist jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet. Dort erfolgt nur der Verkauf zur jeweiligen Vorstellung.

Ort: Birkenauertalstr. 1, Weinheim.

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Freitag, 11. November 2011, 20:00 Uhr, Kulturscheune

Eva Martin-Schneider.

Viernheim. „Aus dem Körbchen geplaudert“ ist eine szenische Lesung mit der Heddesheimer Schauspielerin Eva Martin-Schneider. Es ist eine aufregende Reise durch die Sittengeschichte des Intimen. Beginnend in der Antike, führt die rasante Fahrt über die Rundungen des Frauenkörpers. Sie streift alles, was formt und verformt und endet in einer Schönheitsboutique der Neuzeit.

Die hohe Kunst der intimen Korrektur beschäftigte nicht nur bildende Künstler und Miederwarendesigner – allesamt meist männlichen Geschlechts, sondern auch große Literaten! Die Schauspielerin Eva Martin-Schneider fischt die schönsten Stilblüten aus Dichtkunst und anderem Schrifttum. Begleitet wird sie von ihren „Leidensgenossinnen“, die mit Gesang und heißen Rhythmen für weitere Unterhaltung bei der heißen Fahrt sorgen. Männer sind durchaus erwünscht!

Ort: Satonévri Platz 1, Kulturscheune, Viernheim.
Eintritt:
9 Euro, Vorverkauf (Frauenbüro & Zentrale Rathaus); 12 Euro (Abendkasse).

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Samstag, 12. November 2011, 19:30 Uhr, Hotel „Zur Goldenen Krone“

Manfred H. Krämer.

Ladenburg. Im Hotel „Zur Goldenen Krone“ gibt es eine Lesung mit Manfred H. Krämer inklusive herzhaften Gaumenfreuden. Krämer liest aus „Die Raben vom Mathaisemarkt“.

Manfred H. Krämer, 1956 geboren, lebt mit seiner Familie in Lampertheim. Im Dezember 2004 erschien der erste Band aus der Reihe „Der Bergstraßen-Krimi“, „Tod im Saukopftunnel“. Der Krimi um Menschenschmuggler und eine brutale Mordserie wurde 2006 bereits zum fünftenmal aufgelegt.

Auch der 2005 erschienene Folgeband „Der Kardinal von Auerbach“, um einen Chirurgen mit dunkler Vergangenheit und eine schöne Archäologin, fand zahlreiche begeisterte Leser. Mit „Die Raben vom Mathaisemarkt“, die einen auf grausige Weise zur Schau gestellten toten Bürgermeisterkandidaten umschwirren, erreichte die Reihe 2006 einen neuen Höhepunkt.

Soeben fertiggestellt: „Spargelmord“, der vierte Krimi mit Solo & Tarzan erscheint demnächst im Verlag Waldkirch ebenso „Die Skorpionin“, das erste Buch einer neuen Reihe um den exzentrischen Strafverteidiger Stephan Glimm. Zurzeit arbeitet Krämer an einem Krimi im Rheinschifffahrtsmilieu.

Eintritt: 29 Euro inklusive herzhaften Gaumenfreuden.
Ort:
Zur Goldenen Krone, Brauergasse 2, 68526 Ladenburg.

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„Us2U“ tritt beim „Nightgroove“ auf.

Samstag, 12. November 2011, ab 19:00 Uhr, Innenstadt

Weinheim.Nightgroove“ – Kneipen-Musikfestival in Weinheim am 12. November mit 31 Bands und erstmals mit Marktplatz-Bühne. Wenn am Samstag, 12. November, wieder 31 Bands aller modernen musikalischen Stilrichtungen an einem Abend an 28 verschiedenen und dennoch nahe beieinander liegenden Orten der Zweiburgenstadt auftreten, dann gehört erstmals auch eine Bühne auf dem zentral gelegenen Marktplatz dazu – Open-Air im November! Von 19 Uhr bis 21 Uhr – gibt die Band „Eggmore and Friends“ vorm Alten Rathaus am Marktplatz die Festival-Eröffnung. Wie in den letzten Jahren ist der Marktplatz mit Feuertonnen illuminiert und biologisch beheizt.

Das Musikprogramm ist wieder enorm bunt und facettenreich. Pop, Rock, Beat, Folk, Soul, Reaggae, Salsa – Modernes und die Klassiker: Der „Nightgroove“ verbündet Generationen und Geschmäcker. Die meisten Konzerte beginnen um 20 Uhr und dauern einen vollen Abend bis 1 Uhr in der Nacht. Aber es gibt auch Verlängerung. Im Schlosskeller legt SWR-3-DJ Marcus Rebok bis 3 Uhr („Mehr Hits, mehr Kicks“) Platten auf, in der Alten Druckerei gibt es bis mitten in der Nacht „Funky Stuff“ mit „Us2U“, „Classic Rock“ und „Partycover“ dauern in der „Woinemer Hausbrauerei“ bis 3 Uhr, in den weithin bekannten Musik-Locations „Muddy-€™s Club“ (mit „Lava“) und „Café Central“ (mit Ngobo Ngobo) gibt es ebenfalls bis 2 Uhr nachts auf die Ohren.

Weitere Infos: www.nightgroove.de und www.weinheim.de.
Ort: Verschiedene Veranstaltungsorte in der Weinheimer Innenstadt.
Eintritt: Zentrale Abendkasse am Marktplatz.

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„Herzkeime“ – ein musikalischer Theaterabend in der Alten Synagoge.

Sonntag, 13. November 2011, 18:00 Uhr, Alte Synagoge

Hirschberg. Zur Feier des 10-jährigen Jubiläums- der Wiedereröffnung der Ehemaligen Synagoge Leutershausen als Haus der Kultur und Begegnung laden am 13. November um 18 Uhr die Gemeinde Hirschberg und der Arbeitskreis Ehemalige Synagoge Leutershausen ein. Gezeigt wird „Herzkeime“ – ein Abend zwischen den Welten von Nelly Sachs und Selma Meerbaum-Eisinger. zum 10-jähriges Jubiläum.

„Herzkeime“ ist ein musikalischer Theaterabend, der sich den beiden jüdischen Lyrikerinnen Selma Meerbaum-Eisinger und der Nobelpreisträgerin Nelly Sachs widmet. Er verbindet Schauspiel, Gesang und Film, in dem die emotionale Kraft der Bilder den gesungenen, gesprochenen Worten eine nachhaltige Dimension hinzufügt. Es ist ein poetischer Abend, ein Abstecher in die Welt des Liedes und der Lyrik, ein leiser Abend mit Schauspiel, Gesang und Bewegtbild.
Selma Meerbaum-Eisinger und Nelly Sachs verbindet nicht nur ihre jüdische Herkunft, sondern bei Beiden ist es die unerfüllte Liebe zu einem Mann, zu einem sehr frühen Zeitpunkt in ihrem Leben. Selma Meerbaum-Eisinger wurde nur 18 Jahre alt und Nelly Sachs war 17, als sie an dieser unerfüllten Liebe beinahe zerbrach und die fortan zur Quelle ihres dichterischen Werkes wurde.

Vor einer Folie einer transparenten Innen- und Aussenwelt steht die Schauspielerin Martina Roth im Dunkel, spielt, singt und spricht Gedichte von Selma Meerbaum-Eisinger und Nelly Sachs, vertont und an der Gitarre begleitet von Johannes Conen.

Ort: Alte Synagoge, Hauptstraße 27, Hirschberg.
Eintritt: frei, um eine Spende wird gebeten.

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Bis 18. November 2011, Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen

Jazzlegende Sonny Rollins.

Mannheim/Heidelberg/Ludwigshafen. Noch bis zum 18. November 2011 findet zum 13. Mal das Festival „Enjoy Jazz“ in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen statt.

Das Konzert des legendären Jazzsaxophonisten Sonny Rollins gehört zu den zahlreichen Highlights des diesjährigen Festivalprogramms und wurde vom Enjoy Jazz-Publikum lang herbei gesehnt. Mit dem einzigen Deutschlandkonzert, das Rollins in diesem Jahr veranstaltet, erfüllt die BASF SE als Mitveranstalter des Konzerts den Fans des Festivals einen Herzenswunsch. „Das ist vielleicht der letzte der ganz Großen, der uns noch gefehlt hat“, so Festivalleiter Rainer Kern.

Weitere glanzvollen Programmpunkte von Enjoy Jazz: Stars wie Wayne Shorter, Nailah Porter, Aloe Blacc, Craig Taborn und viele andere.

Infos: Ausführliche Informationen zum Enjoy Jazz Programm und Tickets für die Veranstaltungen erhalten Sie unter www.enjoyjazz.de und an allen bekannten Vorverkaufskassen. Ergänzend dazu können Sie sich ebenfalls unter www.basf.de/kultur über die Konzerte der Trios von Colin Vallon und Pat Metheny im Rahmen von Enjoy Jazz 2011 informieren.

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Mitmachausstellung in Speyer.

Bis 29. Januar 2012, Historisches Museum der Pfalz

Speyer. Trutzige Ritterburgen, geheimnisvolle Klöster und die gigantische Dombaustelle, das sind Orte, die die jungen Besucher auf ihrer Reise ins Mittelalter im Jungen Museum aufsuchen.

Die Mitmachausstellung „Burg Drachenfels – Reisen ins Mittelalter“ für Kinder von 4 bis 12 Jahren bietet zahlreiche Erlebnisse zur mittelalterlichen Welt: Warum waren die mittelalterlichen Könige stets auf Reisen? Wer war der berühmteste Gefangene auf Burg Trifels? Welche Erfindungen wurden in Klöstern entwickelt? Wie baut man einen Dom? Welche Habseligkeiten gab es in einem Bauernhaus? Und wie ging es auf dem Markt einer mittelalterlichen Stadt zu?

In den lebendigen Inszenierungen mit vielen Spiel- und Mitmachmöglichkeiten geht es nicht nur spannend zu, sondern es wird auch noch mit Spaß gelernt. Es gibt eine Burg, die gestürmt werden kann und eine Dombaustelle, auf der die jungen Besucher sich als Baumeister erproben können.

Im Scriptorium stehen Feder und Tinte bereit und auf dem Marktplatz darf gehandelt und gefeilscht werden. Originale Alltagsgegenstände ermöglichen den direkten Blick auf das Mittelalter. Repliken und anregende Spielvorschläge vermitteln anschaulich Aspekte der mittelalterlichen Lebenswelt.

Ort: Historisches Museum der Pfalz Speyer, Domplatz 4, Speyer.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Dienstag, 1. November 2011, Allerheiligen, 10 bis 18 Uhr.

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Bis 29. April 2012, Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Weltkulturen

Ausstellung im rem: Schädelkult.

Mannheim. Weltweit erstmalig widmet sich die Mannheimer Ausstellung „Schädelkult“ der besonderen Bedeutung von Kopf und Schädel in der Kulturgeschichte des Menschen. Seit dem 2. Oktober 2011 bis 29. April 2012 stellen die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim anhand von über 200 Schädelfunden und Kopfpräparaten ein Menschheitsthema dar, das sich rund um den Globus in allen Kulturen und Zeiten wiederfindet.

Ob Jahrtausende alte Schädelschalen, kunstvoll geschmückte Kopfjägertrophäen oder religiös-verehrte Schädelreliquien, ob als Mahnmal der Vergänglichkeit oder als archäologische Sensation: „Schädelkult“ ist ein völker- und zeitübergreifendes Phänomen, das auf eine lange Kulturgeschichte zurückblicken kann. Zahlreiche nationale und internationale Institutionen, darunter das Musée de l-€™Homme in Paris, haben bereits Leihgaben für die Ausstellung zugesagt.

Siehe hierzu auch unsere Besprechung: „Immer einen kühlen Kopf bewahren.“

Ort: Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Weltkulturen, D5, 68159 Mannheim.
Öffnungszeiten: Di – So 11 – 18 Uhr.

 

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Jeden Montag gibt es Tipps und Termine aus unserem Berichtsgebiet und der Region. Sie möchten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion. Wir übernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgewählte Termine in unsere Übersicht „Diese Woche“:

Termine Heddesheimblog.de, Termine Hirschbergbog.de, Termine Ladenburgblog.de, Termine Weinheimblog.de. Und für Termine aus anderen Gemeinden an: Termine Rheinneckarblog.de.

Unsere Termine erfreuen sich großer Beliebtheit – Sie können hier auch gerne für sich oder Ihre Veranstaltungen werben: Kontakt zu unserer Anzeigenabteilung.

Über unsere Blogs erreichen Sie täglich bis zu 5.000 LeserInnen und Leser. Die Preisjury des Fachblatts MediumMagazin wählte uns Ende 2009 auf Platz 3 „Regionales“ unter die „100 Journalisten 2009“.
Eine schöne Woche wünscht Ihnen
Die Redaktion