Montag, 10. Juni 2019

ATU lehnt Bau in zweiter Reihe ab, Bauantrag des Marbacher Hofs sorgt fĂŒr Ärger

Angst vor dem PrÀzedenzfall

Entsteht hier bald ein Bauernhof-Kindergarten? (Foto: Hirschbergblog.de)

Eine Überdachung auf dem Marbacher Hof sorgte im Hirschberger Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt fĂŒr Diskussionen. Die Überdachung erfolgte ohne Genehmigung. (Foto: Hirschbergblog.de)


Hirschberg, 17. Juni 2013. (red) Der Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt hatte ich der vergangenen Woche zwei Entscheidungen zu fĂ€llen. Ein Bauvorhaben in zweiter Reihe, sei allerdings ein zu großer Einschnitt in das Ortsbilds, urteilten die Anwesenden. Ein nĂ€chtrĂ€glich gestellter Bauantrag fĂŒr den Marbacher Hof sorgte ebenfalls fĂŒr erhitzte GemĂŒter. Diesem wurde nur knapp zugestimmt. [Weiterlesen…]

Örtliche Bedarfsplanung nach Umfrage dargestellt und vom Gemeinderat verabschiedet

Hirschberg in Sachen Kindertagesbetreuungsgesetz gut aufgestellt

Hirschberg, 27. Februar 2013. (red/aw) Die örtliche Bedarfsplanung gemĂ€ĂŸ des Kindertagesbetreuungsgesetzes in Hirschberg ist aktuell analysiert und dokumentiert. Ermittelt wurden dabei nicht nur quantitative, sondern auch qualitative Aspekte. Die Bedarfsplanung zeigt, dass derzeit in Hirschberg allen Kindern einen Kindergartenplatz zur VerfĂŒgung stellen könnte. Die vorgelegte Bedarfsplanung wurde im Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Von Alexandra Weichbrodt

Bei der örtlichen Bedarfsplanung zur Ermittlung der Einhaltung der Richtlinien zum Kindertagesbetreuungsgesetzes, wurde im vergangenen Jahr festgestellt, dass unter BerĂŒcksichtigung der statistischen Zahlen bis ins Jahr 2014 zwei weitere Gruppen zur ErfĂŒllung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz erforderlich sind. [Weiterlesen…]

Erster Erlebnis-Samstag ein voller Erfolg

Trotz Ungewissheit: Bauernhof-Kindergarten stellt sich vor

An der frischen Luft, zwischen Pferden und Stroh, war der Spaß garantiert: (v.l.n.r.) Ellen Kneier-Jost, Ulrike Fulton und Sanja Veres mit den kleinen Besuchern des Marbacher Hofs.

 

Hirschberg, 28. Januar 2013. (red/aw) Die Finanzierung ist lĂ€ngst noch nicht geklĂ€rt, die Suche nach Investoren „mĂŒhselig“. Trotzdem will der TrĂ€gerverein “Bauernhofkindergarten am Marbacher Hof e.V.” Kinder und Eltern auf den Geschmack bringen und ein Bewusstsein fĂŒr diese Art von Kinderbetreuung schaffen. Beim ersten Erlebnis-Samstag auf dem Marbacher Hof konnte getestet werden, was in Zukunft vielleicht fĂŒr sechzehn Kinder Alltag wird: Das Leben auf dem Bauernhof.

Von Alexandra Weichbrodt

Ellen Kneier-Jost ist Ă€ußert zufrieden mit der Resonanz auf den ersten veranstalteten Erlebnis-Samstag:

Wir haben heute zwölf angemeldete Kinder, die gerne einmal unseren Bauernhof kennenlernen wĂŒrden.

Eine Resonanz, die etwas ĂŒberraschend ist. Denn noch weiß man beim TrĂ€gerverein ĂŒberhaupt nicht, wann der Kindergarten tatsĂ€chlich eröffnen kann. Das Problem: Die Finanzierung. Nachdem der Gemeinderat die Aufnahme in den Haushaltsplan verweigert hat, sind die Vereinsmitglieder selbststĂ€ndig auf der Suche nach Förderern und Investoren.

Allerdings ist die Suche sehr mĂŒhselig. Wir schreiben viele Stiftungen an, haben schon einige Absagen erhalten, warten aber auch noch auf zahlreiche RĂŒckmeldungen,

so Ellen Kneier-Jost, die Leiterin des Marbacher Hofs und zukĂŒnftige Vermieterin des Kindergartens. Sollte er denn eröffnet werden. DafĂŒr kĂ€mpft sie mit ihrem Mann Reiner Jost, Landwirt und PĂ€dagoge. Gemeinsam mit drei weiteren Erzieherinnen trĂ€umen sie von einem Kindergarten auf dem Bauernhof. Einem Ort, wo der Dialog mit dem Kind im Mittelpunkt steht und individuell herausgefunden werden kann, welche BedĂŒrfnisse das Kind hat.

Dass Eier nicht nur aus dem Supermarkt kommen, ist nur eine Erkentniss von vielen, die die Kinder an diesem Nachmittag machen.

Mit allen Sinnen genießen und erleben

Gepaart mit dem „Erlebnis Bauernhof“ soll den Kindern die Möglichkeit geboten werden, eine eigenstĂ€ndige und gemeinschaftsfĂ€hige Persönlichkeit zu entwickeln. Dabei helfen sollen Tiere, Natur und landwirtschaftliche Arbeit.

Auf dem Programm des ersten Erlebnis-Nachmittags stand das „Kennenlernen der Tiere“. Pferde, KĂŒhe, Schafe, HĂŒhner, Schweine, Hunde und Katzen sind auf dem Marbacher Hof zu finden. Da gibt es viel zu gucken fĂŒr die kleinen Besucher. Der Rundgang beginnt im Stall, mit einer FĂŒhl-Station. Denn auch das gehört an diesem Nachmittag dazu:

Die Kinder sollen mit allen Sinnen genießen und erleben,

sagt Ulrike Fulton. Auch sie ist Mitglied im TrĂ€gerverein und Erzieherin und engagiert sich ehrenamtlich, um zukĂŒnftig eine alternative Art der Kinderbetreuung auf dem Marbacher Hof anbieten zu können. Mit der Geschichte von den frechen HĂŒhnern „Zick und Zack“ beginnt die Reise durch die Tierwelt auf dem Bauernhof.

Wissen vermitteln und Bewusstsein schaffen

Wie nötig es ist, bei den Kindern ein Bewusstsein fĂŒr Tiere und Natur zu schaffen, zeigt die Frage: Woher kommen eigentlich die Eier?

Aus dem Einkaufsladen,

ruft der dreijÀhrige Anton. Die ErklÀrung, dass dies zwar teilweise stimmt, aber irgendwie dann auch wieder nicht, ist Aufgabe der PÀdagogen:

Wir sind ĂŒberzeugt davon, dass Kinder Natur und Tiere brauchen, damit sie zu integrations- und gesellschaftsfĂ€higen Mitmenschen heranwachsen können.

Im Stall dĂŒrfen die Kleinen fĂŒttern, streicheln und staunen. Hier leben KĂŒhe, Pferde und Schweine. Mit altem Brot nĂ€hern sich die ersten Kinder den großen Tieren an. Respektvoll, aber ohne Angst, fĂŒttern sie die Hoftiere durch die Gitter.

Paradiesische Rahmenbedingungen

Landwirt Reiner Jost zeigt den Kindern, woher die Eier wirklich kommen.

Die Familie Jost betreibt auf dem Marbacher Hof seit 35 Jahren eine Pferdezucht. 23 Pferde, darunter ein Zuchtbulle und vier Stuten, leben hier. In der Regel werden pro Jahr zwei Fohlen geboren, das nĂ€chste kommt im MĂ€rz. Ereignisse, die nicht nur Kinder regelmĂ€ĂŸig begeistern. Auch die Eltern bekommen beim Anblick der trĂ€chtigen Stute große Augen.

Überhaupt gibt es eine Menge zu gucken auf dem Bauernhof. Der Marbacher Hof liegt an den Weinbergen am Waldrand. Die bewirtschaftete FlĂ€che ist etwa zwölf Hektar groß. Hier wird das Heu fĂŒr die Tiere selbst erzeugt und das Brennholz fĂŒr den Winter im Wald geholt.

Rahmenbedingungen, die fĂŒr die Eltern paradiesisch wirken. Angela aus Schriesheim ist die Mama vom kleinen Anton. Sie ist begeistert von der Anlage und seinen Bewohnern:

Hier hat Anton was zu tun, das ist wichtig. Er langweilt sich schnell und muss immer „arbeiten“.

Beim Schafe fĂŒttern, mit Heu und Brot ist er daher ganz vorne mit dabei. Allerdings ist Anton schon drei Jahre alt und geht bereits in einen Kindergarten in Schriesheim. Sollte der Kindergarten auf dem Marbacher Hof eröffnen, wĂ€re diese Form von Kindergarten bestimmt eine Alternative, die man sich durch den Kopf gehen lassen könnte. Doch, wĂŒrde Mama Angela ihren Anton aus dem jetzigen Kindergarten herausnehmen? Eher nicht.

Da spiele ja viele Faktoren eine Rolle. Ein Wechsel aus der grade erst gewohnt gemachten Umgebung, ist schon schwierig. Hier mĂŒsste man dann wirklich abwĂ€gen, was einem wichtig ist.

Hier könnte bald der Umbau beginnen: Das GebÀude soll den Bauernhof-Kindergarten in Zukunft beherbergen.

Engagement, trotz Ungewissheit

Eine Tatsache, die auch Ellen Kneier-Jost, bei ihrem Fazit des Nachmittags erkannt hat:

UrsprĂŒnglich war der Nachmittag fĂŒr Kinder von drei bis sechs Jahren, der potenziellen Zielgruppe des Kindergartens. Allerdings haben diese Kinder in der Regel bereits alle einen Kindergarten Platz.

In Zukunft mĂŒsse sich also verstĂ€rkt auf die noch kleineren Kinder konzentriert werden. Denn diese wĂ€ren schließlich noch auf der Suche nach einem geeigneten Platz. Doch die Zukunft ist ja nach wie vor ungewiss. So bleibt dieser Erlebnis-Nachmittag zwar eine tolle Sache fĂŒr Kinder und Eltern, aber konkrete PlĂ€ne können weder die Organisatoren noch interessierte Familien damit machen.

Es fehlt nicht mehr an Genehmigungen, es fehlt nur noch das Geld,

sagt auch Reiner Jost. Ihm man anmerkt, wie sehr er gerne loslegen wĂŒrde mit diesem Projekt. Die Baugenehmigung fĂŒr den Umbau eines GebĂ€udes in Kindergarten-RĂ€umlichkeiten ist erfolgt. Den Umbau wĂŒrde die Familie Jost sogar aus eigener Tasche finanzieren.

Aber es geht um die Deckung der dann laufenden Kosten, rund 107.000 Euro im Jahr. Das Gehalt der Erzieherinnen muss gesichert sein, sonst können wir nicht starten.

BestĂ€tigt auch Sanja Veres. Die Erzieherin wĂŒrde sofort ihre Anstellung in einem herkömmlichen Kindergarten aufgeben, um auf dem Marbacher Hof zu arbeiten. Sollte sich bis MĂ€rz eine Finanzierung ergeben, könnte im September eröffnet werden.

Doch das ist leider momentan nur Wunschdenken. Wir hoffen einfach, dass wir noch Stiftungen fĂŒr unser Anliegen begeistern können,

so Hof-Chef Jost. Die Rahmenbedingungen sind gegeben. Allen Beteiligten merkt man die Freude an ihrem Engagement an.

Der Abschluss eines gelungenen Nachmittags: Stockbrot ĂŒber dem Lagerfeuer.

Vielleicht kennt ja jemand jemanden, der jemanden kennt.

Die Kinder sind begeistert und die Eltern sind es auch. Nach einer ausgiebigen Tour ĂŒber den Hof, treffen sich alle am Lagerfeuer. Gemeinsam wird jetzt Stockbrot gemacht. Naturverbunden und bodenstĂ€ndig soll die Erziehung auf dem Marbacher Hof sein. So wie an diesem Nachmittag. Und wer weiß, vielleicht kennt ja jemand jemanden, der jemanden kennt, der dem TrĂ€gerverein helfen kann.

Die Hoffnung der Verantwortlichen ist noch da. Den Antrieb geben die kleinen zufriedenen Gesichter. Und auch deren Eltern, die bei Stockbrot und Lagerfeuer großes Interesse an einem Platz in der Zukunft bekunden. Wenn auch nicht jetzt gleich, dann aber vielleicht fĂŒr das Geschwisterchen von Anton und Co.

Die nĂ€chsten Erlebnis-Samstage auf dem Marbacher Hof sind am 20.04.2013 und 20.07.2013, jeweils von 14 bis 16 Uhr, geplant. Anmeldungen können ĂŒber die Homepage des Vereins oder unter 06201-12348 (ab 14.30 Uhr) erfolgen.

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Bauernhof-Kindergarten erhÀlt Baugenehmigung und geht in die Offensive

1. Erlebnis-Tag auf dem Bauernhof

Entsteht hier bald ein Bauernhof-Kindergarten? Foto: Hirschbergblog.de

 

Hirschberg/Großsachsen, 14. Januar 2013. (red/aw) Der TrĂ€gerverein des geplanten Bauernhof-Kindergartens am Marbacher Hof hat allen Grund zur Freude. Nach Erteilung der Baugenehmigung durch das Landratsamt Rhein-Neckar kann der Umbau des bestehenden GebĂ€udes in einen Kindergarten nun bald beginnen. Um ihr Konzept sowie die Gegebenheiten vorzustellen, bietet der TrĂ€gerverein in Zukunft „Erlebnis-Samstage“ an. Interessierte Familien können sich bei einer „Ortsbegehung“ ein Bild der Kinderbetreuung auf dem Bauernhof machen. 

Der gemeinnĂŒtzige TrĂ€gerverein „Bauernhofkindergarten am Marbacher Hof e.V.“ musste einige RĂŒckschlĂ€ge wegstecken. Das „Nein“ zur Teilfinanzierung des Kinderbetreuungsprojekts auf dem Bauernhof vom Gemeinderat im April 2012 war wohl der hĂ€rteste. (Wir berichteten)  Unterkriegen ließen sich die Initiatoren davon aber nicht und suchen seither alternative Finanzierungsmöglichkeiten.

Eine abschließender Finanzierungsplan steht zwar nach wie vor aus, allerdings hat der Verein mittlerweile immerhin einen Meilenstein in Sachen „Projektrealisierung“ erreicht. Das Landratsamt Rhein-Neckar hat die Baugenehmigung erteilt, ein vorhandenes Bauernhof-GebĂ€ude in eine Kindergarten umzubauen. Die damit verbundenen EinsprĂŒche und Bedenken konnten von verschiedenen Genehmigungsbehörden nach ausreichender PrĂŒfung entkrĂ€ftet werden.

FĂŒttern, streicheln, ausmisten.

Nun will der Verein Kindern und Familien aus Großsachsen und Umgebung bereits erste Einblicke in das Konzept bieten. Dazu werden in den kommenden Wochen und Monaten drei Erlebnis-Samstage auf dem Marbacher Hof angeboten. Der erste Termin ist am 26. Januar 2013 um 14 Uhr. Rund zwei Stunden dauert die FĂŒhrung ĂŒber den Hof. Die Gegebenheiten sowie die Tiere werden vorgestellt und erlĂ€utert. Anfassen und mithelfen erlaubt. Diese Veranstaltung soll den Familien mit 3 bis 6 Jahre alten Kindern Orientierung bieten und aufzeigen, wo die Schwerpunkte dieser pĂ€dagogischen Erziehung liegen.

Dieser liegt bei dieser Art der Kinderbetreuung in der Landwirtschaft und Natur. Hier können sich Kinder auf spielerische, sinnliche und erlebnisorientierte Weise mit der Umwelt vertraut machen. Die TĂ€tigkeit im Umgang mit Tieren und Pflanzen stĂ€rke zudem die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein und Urvertrauen, heißt es von Seiten der TrĂ€gerschaft. Davon sollen sich die Familien bei diesem Erlebnis-Besuch selbst ĂŒberzeugen.

Die Anmeldung fĂŒr diesen Erlebnis-Samstag kann gegen einen Unkostenbeitrag von mindestens 10 Euro erfolgen. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bauernhof-Kindergartens.

24. bis 30. September 2012

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine fĂŒr den 24. bis 30. September 2012. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps fĂŒr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im MenĂŒ Nachbarschaft im MenĂŒ “Termine”.

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Dienstag, 25. September 2012, 21:00 Uhr, Karlstorbahnhof.

Das DĂŒsseldorfer Elektronik-Trio „Stabil Elite“

Heidelberg. 2011 wurde Stabil Elites Hymne „Gold“ zur Titelmelodie des C/O Pop Festivals in Köln. Deren Refrain „Alles was ich anfass‘ wird sofort zu Gold“ hat sich nun als Orakel erwiesen, denn die zwölf StĂŒcke von „Douze Pouze“ glĂŒhen gewaltig.

Das DebĂŒtalbum des DĂŒsseldorfer Trios, u.a. Platte des Monats im Musikexpress, vereint Glamour und GefĂŒhl und lĂ€sst kosmische Transzendenzen tanzen, die sich ihrer musikalischen Vergangenheit bewusst sind und trotzdem keine Sekunde nachdenklich wirken.

Krautrock, Elektropop und Disco fließen mĂŒhelos zu bĂŒndigen Songs zusammen. Auf einigen singt Nikolai Szymanski seine collagenartigen, deutschsprachigen Texte, deren Sinn sich nur erschließt wenn man nicht nach ihm sucht. Melodisch szenische Beschreibungen abstrakter Bilderwelten, die Pop avantgardistisch umarmen und mehr Dada als Gaga in ihrem Herzen tragen.

Neben Bass, Gitarren, analogem Synthesizer und Schlagzeug sind auch Holz, Metall, eine Sitar und ein Xylophon gleichberechtigte Klangerzeuger der zwölf zuweilen instrumentalen StĂŒcke. Aber genug der Worte – sie greifen fĂŒr Stabil Elites Kunst ohnehin nicht. Sie tanzt den Tanz der Jugend. International, erfrischend und völlig angstfrei.

Ort: Kulturhaus Karlstorbahnhof, Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg.

Eintritt: Abendkasse 15 Euro, Vorverkauf 12 Euro zzgl. VVK-GebĂŒhr.

Weitere Infos: http://www.karlstorbahnhof.de/content/.

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Mittwoch, 26. September 2012, 15:30 Uhr, SeebĂŒhne.

Der Alleinunterhalter Joachim SchÀfer

Mannheim. Saisonausklang im Luisenpark: Wenn der Herbst die BlĂ€tter fĂ€rbt und der erste Neue Wein gekeltert ist, dann findet auf der SeebĂŒhne der Saisonausklang statt.

Mit Gedichten, Geschichten und Liedern fÀllt der Abschied vom Sommer so etwas leichter. Christa Krieger und Joachim SchÀfer werden gemeinsam mit Gaststar Claus Eisenmann die Luisenparkbesucher auf den Herbst einstimmen.

Ort: Luisenpark Mannheim, Theodor-Heuss-Anlage 2, 68165 Mannheim.

Eintritt: Nur der Parkeintritt ist zu entrichten, die Veranstaltung selbst ist kostenfrei!

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Donnerstag, 27. September 2012, 15:30 Uhr, StadtbĂŒcherei.

Nulli & Priesemut sind dicke Freunde

Frankenthal. „Auf der Suche nach den goldenen Möhren“ – Bilderbuch-Vorlesen in der StadtbĂŒcherei. Auf dem Dachboden findet der Frosch Priesemut ein kleines BĂŒchlein mit dem merkwĂŒrdigen Titel: „Wo man die goldenen Möhren findet“.

NatĂŒrlich will Priesemut von seinem Hasen-Freund Nulli wissen, ob es ĂŒberhaupt goldene Möhren gibt. Der erinnert sich an die ErzĂ€hlungen seines Großvaters vor vielen Jahren und macht sich zusammen mit Priesemut auf die Suche nach den goldenen Möhren. Auf ihrer spannenden Reise gilt es einige Abenteuer zu bestehen.

Am Donnerstag, 27. September 2012, um 15:30 Uhr liest Irene Legler das Bilderbuch „Von der Suche nach den goldenen Möhren“ von Matthias Sodtke in der StadtbĂŒcherei vor. Kinder von vier bis sechs Jahren sind eingeladen zuzuhören, mit zuraten, lustige Verse zu lernen und am Ende eine ĂŒberraschende Entdeckung zu machen.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung ab Donnerstag, 20. September 2012, unter Tel. 06233/89630 oder wĂ€hrend der Öffnungszeiten (Montag 14:00 -18:00 Uhr, Dienstag, Donnerstag und Freitag 10:00- 18:00 Uhr und Samstag 10:00- 13:00 Uhr) gebeten.

Ort: StadtbĂŒcherei, Welschgasse 11, 67227 Frankenthal.

Eintritt frei!

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Freitag, 28. September 2012, 19:00 Uhr, Börsensaal der Musikschule.

Die Big Band „Jazz4Fun“

Mannheim. „Pop meets Classic“ Benefizkonzert: Straßenkinder gibt es nicht nur in armen LĂ€ndern, sondern auch direkt vor unserer TĂŒr. Der Verein „Freezone“ kĂŒmmert sich seit ĂŒber zehn Jahren um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die in Mannheim auf der Straße leben.

Um den Fortbestand des Projekts zu sichern, benötigt „Freezone“ UnterstĂŒtzung. Deshalb lĂ€dt die Musikschule Mannheim am Freitag, 28. September, um 19:00 Uhr in den Börsensaal der Musikschule E4, 14 zu einem kostenlosen Benefizkonzert ein. Es wird um Spenden gebeten. Diese und der Erlös aus dem GetrĂ€nkeverkauf werden an „Freezone“ fließen.

Die Bigband Jazz4Fun unter der Leitung von Bernd Ballreich, sowie SchĂŒler der klassischen- und Pop- Gesangsklassen der Musikschule, Annette Grossmann, Lionel Fawcett und Richard Staab prĂ€sentieren ein breites Repertoire an Hits, Songs und Opernarien.

Die Gesamtleitung liegt bei der KĂŒnstlerin und Musiklehrerin Lola Demur und die Moderation bei der SĂ€ngerin Martina Netzer.

Ort: Börsensaal der Musikschule, E4, 14, 68159 Mannheim.

Eintritt frei!

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Freitag, 28. September 2012, 18:00 Uhr, Augustinum.

Senta Berger

Heidelberg. Sie ist eine der ganz großen Charakterdarstellerinnen, schön, stark, international erfolgreich und dabei sympathisch und engagiert.

Senta Berger kann Hunderte von Film- und Theatergeschichten erzĂ€hlen, und es ist ein Genuss, ihr zuzuhören. Sie erzĂ€hlt sensibel und leidenschaftlich, mit viel Witz und voller Elan, mit Humor und Wehmut, kurz, auch in ihrer Lesung zeigt sie alle Facetten ihres großen Talents.

Eine Gelegenheit, die AusnahmekĂŒnstlerin kennenzulernen, bietet sich am 28. September 2012 im Augustinum Heidelberg. Im hauseigenen Theatersaal des Wohnstifts wird Senta Berger aus ihren 2006 erschienenen Erinnerungen „Ich habe ja gewusst, dass ich fliegen kann“ lesen.

Ort: Augustinum, Jaspersstraße 2, 69126 Heidelberg.

Eintritt: 15 Euro, 9 Euro ermĂ€ĂŸigt. Karten im Vorverkauf erhĂ€ltlich bei der Buchhandlung Schmitt & Hahn (Hauptstrasse 8, 69117 Heidelberg) und beim Empfang des Augustinum Heidelberg.

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Samstag, 29. September 2012, 14:00 Uhr, Marbacher Hof.

Der Marbacher Hof in Hirschberg

Hirschberg. Hoffest auf dem Marbacher Hof: Neben der wunderbaren Umgebung, die alleine schon zum Wandern und Spazieren einlĂ€dt, werden Spiele, eine Strohballen-HĂŒpfburg, eine Bauernhof-Ralley mit Preisen und Ponyreiten angeboten.

FĂŒr Essen und Trinken ist gesorgt mit Kaffee und Kuchen, kalten GetrĂ€nken und „Die rollende Pizza“ von Herr und Frau Link bietet ab 17:00 Uhr verschiedene Pizzen fĂŒr den etwas grĂ¶ĂŸeren Hunger an.

Im Rahmen des Festes wird es ausreichend Möglichkeiten geben, Informationen zu bekommen, EindrĂŒcke zu sammeln und den Verein und seine Akteure kennen zu lernen.

Die Musikschule von Norbert Pöhlert aus Weinheim wird am Abend ab 19:00 Uhr mit Livemusik,quer durch Rock und Pop fĂŒr gute Laune sorgen.

Ort: Marbacher Hof, Obere Bergstraße 3, 69493 Hirschberg-Großsachsen.

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Samstag, 29. September 2012, 10:00 Uhr, Innenstadt Heidelberg.

Heidelberger Herbst in der Hauptstraße. Quelle: http://www.heidelberg-marketing.de/content/index_ger.html.

Heidelberg. 43. Heidelberger Herbst: Das Altstadtfest „Heidelberger Herbst“ ist facettenreich. Kunsthandwerkermarkt, Flohmarkt und StĂ€nde mit regionalen SpezialitĂ€ten laden zum Bummeln und Probieren ein. Ausgebaut wurden in den letzten Jahren die „Kulturpunkte“, mit Theater- und Musikprogramm, Malkunst und Lesungen.

Musikalische Unterhaltung unterschiedlichster Art findet sich auf beinahe allen öffentlichen PlĂ€tzen. Die großen BĂŒhnen beginnen bereits um 11:00 Uhr mit Live-Musik, andere starten gegen Nachmittag.

SpĂ€testens bei Nachteinbruch hat sich die Altstadt in ein einziges, großes Open-Air-Konzert verwandelt, bei dem fĂŒr jeden Geschmack das Richtige dabei ist.

Beginn: Flohmarkt ab 7:00 Uhr – die restlichen Bereiche sind von 10:00 Uhr  bis 23:00 Uhr geöffnet.

Ort: Innenstadt, 69117 Heidelberg.

Weitere Informationen: http://www.heidelberg-marketing.de/content/kultur_und_veranstaltungen/veranstaltungen/heidelberger_herbst/index_ger.html.

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Sonntag, 30. September 2012, 19:30 Uhr, KulturbĂŒhne Max.

Nuevo cuarteto

Hemsbach. Gitarrenkonzert mit  „Nuevo cuarteto“: Das nuevo cuarteto ist die große Besetzung um den Gitarristen Jan Pascal.

Mal im Duell, mal im Dialog spielt Jan Pascal mit dem jungen PreistrĂ€ger-Gitarristen Alexander Kilian, begleitet von einer internationalen hochkarĂ€tigen Besetzung: Omar Plasencia (Cuba vita) aus Caracas/Venezuela an der Percussion, Bassist Sandro Gulino, Italien (Gypsi Kings). Der spanische Flötist und Saxophonist Alberto MenĂ©ndez (Eddie Palmieri) vervollstĂ€ndigt das „nuevo cuarteto“.

Ort: KulturbĂŒhne Max, Hildastr. 8, 69502 Hemsbach.

Weitere Informationen: http://www.visioninmusic.de/janpascal/nuevo-cuarteto.html.

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Montags gibt es Tipps und Termine aus unseren Orten fĂŒr die wir Blogs betreiben und der Region.

Sie möchten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion.

Wir ĂŒbernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgewĂ€hlte Termine in unsere Übersicht “Tipps und Termine: Diese Woche”:

Beispielsweise an: Termine Rheinneckarblog.de – oder termine@derortsnameblog.de. Oben im MenĂŒ sehen Sie unter Nachbarschaft die elf Kommunen, fĂŒr die wir eigene Blogs anbieten.

Unsere Termine erfreuen sich großer Beliebtheit – Sie können bei uns auch gerne fĂŒr sich oder Ihre Veranstaltungen werben: Kontakt zu unserer Anzeigenabteilung.

Wir bieten ein modernes Medium, eine höchst interessierte Leserschaft eine hohe Reichweite bei fairen Preisen und viel mehr, als Printanzeigen zu leisten in der Lage sind. Wir beraten Sie gerne unverbindlich: 😎

Pressemitteilung zum Kindergarten Marbacher Hof

Initiatoren des Bauernhofkindergartens halten am Projekt fest

Aus der Traum vom Bauernhofkindergarten. Foto: Hirschbergblog.

Hirschberg, 04. Mai 2012. (red/pm) Die Initiatoren des Bauernhofkinderkartens wollen trotz des Neins im Gemeinderat weiter an ihrem Projekt festhalten und weiter in der Bevölkerung fĂŒr das Projekt werben. Die Entscheidung war knapp und sollte das Projekt zum Thema in der BĂŒrgerschaft werden, könnten die Chancen gut aussehen.

Information des Vereins „Bauernhofkindergarten Marbacherhof“

Wir haben uns beim BĂŒrgermeister, dem Team des FamilienbĂŒros fĂŒr die UnterstĂŒtzung unseres Antrages bedankt. Auch dankten wir den Fraktionen, die unserem Vorhaben ohne Vorbehalte zustimmten und positive Stellung zu unserem Projekt bezogen. Gleichwohl sind wir den Gemeinderatsmitgliedern dankbar, die unserem Projekt zwar aus finanziellen GrĂŒnden nicht zustimmen konnten, gleichwohl den Bedarf eines Bauerhofkindergartens und das Konzept hierzu ausdrĂŒcklich anerkannten und befĂŒrworteten.

Unsere EnttĂ€uschung ĂŒber die, wenn auch knappe, Entscheidung unser Projekt nicht in die Bedarfsplanung mit aufzunehmen können wir dennoch nicht verbergen. Wir möchten deshalb unsere Sicht der Dinge noch einmal zusammenfassend vortragen und zugleich nach einem Weg suchen, letztlich doch zu einem positiven Ergebnis zu kommen.

Kinderbetreuung ist in den letzten 100 Jahren immer wieder verĂ€ndert worden, vom Ideal des „Stillsitzen und artig sein“, ĂŒber die wilde pĂ€dagogische Gegenbewegung der 70er Jahre hin zu einem Konzept des „ernst nehmen und begleiten“. Ein stĂ€rkeres Gewicht auf die Natur zu legen, nicht als Bestandteil der PĂ€dagogik, sondern als Grundlage des pĂ€dagogischen Konzeptes, darin sehen wir eine neue und zeitgemĂ€ĂŸe Richtung in der Kinderbetreuung. Hieran wollen wir mitarbeiten und deshalb an unserem Vorhaben festhalten! Wir sind davon ĂŒberzeugt, dass wir aufgrund der Beratungen im Gemeinderat und der Presseberichte auch bei den BĂŒrgern Hirschbergs Interesse geweckt und zukĂŒnftige UnterstĂŒtzer gewonnen haben.

Alle mit der Kinderbetreuung Befassten wissen, dass der rechnerische Bedarf nur selten mit dem tatsĂ€chlichen ĂŒbereinstimmt und stĂ€ndigen Schwankungen unterliegt. In der Gemeinderatsitzung am 24. April 2012 wurde hierauf nochmals hingewiesen, denn die Kommunale Bedarfsplanung wies zur Jahresmitte 2011 einen erheblichen zukĂŒnftigen ungedeckten Bedarf aus, der bei Gemeinderat und Gemeindeverwaltung die „Alarmglocken“ lĂ€uten ließ. Schon die Auswirkungen der Neubaugebiete, der ĂŒberproportionale Zuzug von jungen Familien, wie er sich zum Beispiel vor einigen Jahren im Ortsteil Großsachsen ereignete, oder die bedarfsgerichtete Umwidmung von Regel- in GanztagesplĂ€tze, können den eben noch gedeckten Bedarf in der Kinderbetreuung ĂŒber Nacht verĂ€ndern.

Gerade vor diesem Hintergrund bekunden wir nochmals unseren festen Willen, den Bauernhofkindergarten Marbacherhof zu realisieren. Wir werden in diesem Zusammenhang in den nĂ€chsten Tagen und Wochen unsere Möglichkeiten hinsichtlich der Umsetzung zu eruieren. Hierbei hoffen wir besonders auf eine breite UnterstĂŒtzung der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger Hirschbergs. Auch hoffen wir auf ein zukĂŒnftiges Interesse seitens des Gemeinderates. Die Kritik an unserer Vorlage ist angekommen und wir werden versuchen diese in unsere weitere Planung konstruktiv einzubeziehen.

Über weitere Planungen halten wir Sie selbstverstĂ€ndlich auf dem Laufenden und stehen jederzeit gerne fĂŒr Informationen zur VerfĂŒgung.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen,

Kerstin Treber-Koban und Jochen Kern-Eimann“

ATU stimmte dem Bauantrag fĂŒr einen Bauerhofkindergarten zu

„Eine Vielzahl von Auflagen werden das Projekt vermutlich flankieren“

Entsteht hier bald ein Bauernhofkindergarten? Foto: Hirschbergblog.

Hirschberg, 18. April 2012. (red/sap) Allen BauantrĂ€gen wurde im ATU zugestimmt. Der Bauernhofkindergarten auf dem Marbacher Hof bleibt umstritten. Dennoch klares Votum fĂŒr den Bauantrag.

Von Sabine Prothmann

Am 06. MĂ€rz 2012 wurde beim BĂŒrgermeisteramt Hirschberg der Bauantrag zum Umbau bzw. zur NutzungsĂ€nderung von bestehenden WirtschaftsrĂ€umen des vorhandenen landwirtschaftlichen Betriebes in einen Bauernhofkindergarten auf dem GrundstĂŒck Marbacher Hof 1 in Großsachsen gestellt.

Am 27. MĂ€rz 2012 sollte dies auf der Gemeinderatssitzung beraten werden, doch BĂŒrgermeister Manuel Just nahm diesen Punkt von der Tagesordnung, weil der Gemeinderat noch KlĂ€rungsbedarf sah.

Jetzt, am 17. April 2012, stand der Bauernhofkindergarten auf der Tagesordnung des Ausschusses fĂŒr Technik und Umwelt und wurde von Ausschussmitgliedern heiß diskutiert.

Zur Ausgangslage: Das Anwesen befindet sich im Außenbereich. Ein Bauvorhaben ist hier immer dann grundsĂ€tzlich zulĂ€ssig, wenn es sich um ein sogenanntes priviligiertes Vorhaben handelt, öffentlichen Belangen nicht entgegensteht und die Erschließung gesichert sei, erklĂ€rte der BĂŒrgermeister.

Ein Bauernhofkindergarten gehört auf einen Bauernhof

Der Bauernhof selbst sei unzweifelhaft als landwirtschaftlicher Betrieb anzusehen, so Just. Und ein Bauenhofkindergarten mĂŒsse sich – quasi systemimmanent – auf einem Bauernhof befinden.

Auch öffentliche Belange, wie zum Beispiel der Umwelt, stehen dem Vorhaben nicht entgegen.

Fragen taten sich jedoch im Bereich der Erschließung auf. Zum einen mĂŒsse sicher gestellt sein, ob das Anwesen mit PKW oder Traktor zu erreichen sei, dass Wasser und Abwasser sicher gestellt ist und die WegefĂŒhrung.

Im sĂŒdlichen Bereich des Kindergartens soll ein eingezĂ€unter Freibereich fĂŒr die Kinder entstehen. Ob dieser Freibereich den sĂŒdlichen Zufahrtsweg beeintrĂ€chtigt, ist aus den eingereichten PlĂ€nen nicht ersichtlich. Da es sich hier jedoch um die einzige Zufahrtsmöglichkeit von und zu den sĂŒdlich gelegenen GrundstĂŒcken handelt, ist dieser Weg von jeglicher Bebauung freizuhalten, so Just.

Da der Marbacher Hof nicht ans öffentliche Kanalnetz angeschlossen ist, erfolgt die Abwasserbeseitigung ĂŒber eine KlĂ€rgrube, die regelmĂ€ĂŸig geleert wird. Der Betrieb eines Bauernhofkindergartens in dieser GrĂ¶ĂŸe – 16 bis 20 Kinder sollen hier betreut werden – stellt zweifellos weitere Anforderungen an die vorhandene Abwasserbeseitigung. NĂ€heres zur Abwasserbeseitigung ist im Rahmen des Antragsverfahrens jedoch durch das Baurechtsamts des Landratsamtes zu klĂ€ren.

Die Beschlussfassung des Ausschusses habe nur die bauplanungsrechtlichen ZulĂ€ssigkeitsvoraussetzungen zu berĂŒcksichtigen und nicht ĂŒber die Frage zu urteilen, ob die Erschließung gesichert sei. DafĂŒr sei das Landratsamt zustĂ€ndig, betonte Just.

Auch die Anzahl der notwendigen StellplĂ€tze mĂŒsse durch das Baurechtsamt festgelegt werden.

„Alle Probleme sind lösbar“

Alle Probleme seien lösbar, sagte Just. Doch dies sei vermutlich mit einer Zahl von Auflagen durch das Landratsamt verbunden, die sicherlich auch zu einer Erhöhung der Baukosten beitragen wĂŒrden. Ob der Umbau dann fĂŒr die Bauherren noch realisierbar sei, bleibe abzuwarten.

Der GrundstĂŒcksnachbar habe per Anwalt einen Brief an die Hirschberger Verwaltung geschrieben, in dem er den Bauantrag als Verstoss gegen den FlĂ€chennutzungsplan bezeichnete. Dieser, so Just, liege, wie beschrieben, nicht vor.

Zudem wollte der Nachbar in dem Schreiben durch den Anwalt die Sicherheit der Kinder gewĂ€hrleistet wissen. Weiter kritisierte er, die StellplĂ€tze seien nicht auskömmlich, die Zufahrt mĂŒsse freigehalten werden, SozialrĂ€ume fĂŒr die Erzieherinnen fehlten und eine Beheizung sei nicht ausreichend vorhanden.

„Die Kinder erfahren und erleben so Natur unmittelbar“

„Dies alles können wir nicht beurteilen“, dafĂŒr seien die entsprechenden Behörden zustĂ€ndig. Wahrscheinlich werden eine Vielzahl von Auflagen das Projekt flankieren, mutmaßte der BĂŒrgermeister.

Kinder können hier Tiere und Natur erleben. Foto: Hirschbergblog.

In einer persönlichen Stellungsnahme begrĂŒĂŸte Dr. Jörg Boulanger (CDU) grundsĂ€tzlich die VerknĂŒpfung von Bauernhof und Kindergarten:

Dies ist eine neue Form von Kindererziehung und von landwirtschaftlicher BetÀtigung. Die Kinder erfahren und erleben so Natur unmittelbar.

Es werde weder neuer Wohnraum, noch eine neue Ansiedlung bzw. eine Zersiedelung geschaffen. „Es gibt noch erhebliche, ungelöste Probleme, die wir aber nicht zu prĂŒfen haben, sondern das Landratsamt“, erklĂ€rte der Gemeinderat.

Subjektiv könne er diesem Vorhaben kein „Go“ geben, erklĂ€rte Oliver Reisig (FDP), „objektiv mĂŒssen wir aber positiv entscheiden“.

Eva-Marie Pfefferle (SPD) lobte das pÀdagogische Konzept und die Möglichkeit, dass die Kinder so Natur und Tiere erleben könnten:

Dies ist eine ganz besondere Art von Kindergarten.

Über die Probleme der Antragsstellung habe man hier nicht zu entscheiden.

„Dies ist ein Anwesen mit zwei Betreibern, das geht nicht gut“, erklĂ€rte Fritz Bletzer (FW). „Ich weiß, dass es anders anders kommt“, gab er zu Bedenken:

Ist das unser Wille, dass wir den Kindergarten um jeden Preis wollen? Ich war lang genug auf einem Bauernhof, ich wĂŒrde meine Kinder da nicht hingeben.

Habe er als Gemeinderat nicht auch das Recht, Dinge abzulehnen, von denen er nicht ĂŒberzeugt ist, auch, wenn das Landratsamt dann anders entscheide, wollte Bletzer wissen.

„Ich kann mir auch als Gemeinderat Gedanken machen ĂŒber Dinge, die mich nichts angehen“, sprang Karl Heinz Treiber (GLH) seinem Ratskollegen zur Seite.

Vertrauen in die Baurechtsbehörde

Andererseits habe er so viel Vertrauen in die Baurechtsbehörde, dass er sicher sei, dass die Themen Zuwege, Abwasser und SozialrĂ€ume gut geregelt wĂŒrden.

Werner Volk (FW) verwies auf das EntwĂ€sserungskonzept der Gemeinde Hirschberg und zeigte sich verstĂ€ndnislos, warum die Grube beim Marbacher Hof akzeptiert wĂŒrde.

Just verwies auf die hohen Kosten von 30.000 bis 45.000 Euro fĂŒr die Abwassererschließung. Eventuell wĂŒrde das Baurechtsamt eine Karenzzeit einrĂ€umen und die Grube fĂŒr einen gewissen Zeitraum tolerieren.

Es gĂ€be Steuerungselemente und mehrere Möglichkeiten fĂŒr das Baurechts- und Wasserrechtsamt, um die Grube aus dem Weg zu schaffen, so Just.

Mit acht Ja- und drei Gegenstimmen (FW) wurde der Beschlussvorschlag der Verwaltung, das Einvernehmen zum Umbau und zu NutzungsĂ€nderung sowie den sĂŒdlichen Zufahrtsweg von jeglicher Bebauung freizuhalten angenommen.

Weitere Bauvorhaben

Die AntrĂ€ge zum Neubau eines Zweifamilienhauses in der Gottfried-Nadler-Straße 6 und zum Umbau des Wohn- und GeschĂ€ftshauses in der Vordergasse 10 wurden einstimmig angenommen.

Bei dem Neubau eines Wohnhauses im Oberen HĂ€uselbergweg 3 erregte nur die bis zur Straßengrenze geplante Garage Diskussionsbedarf.

Die Verwaltung wurde ermĂ€chtigt zu prĂŒfen, ob es in der Umgebung VergleichsfĂ€lle gibt. Dem Antrag wurde bei einer Enthaltung (Treiber) zugestimmt.