Sonntag, 16. Juni 2019

Diskussion zum Bebauungsplan "Breitgasse/Drittelsgasse"

Das Bauvorhaben „Breitgasse/Drittelsgasse“ geht in die nĂ€chste Runde

Nur Mauer und Hoftor sollen in der Breitgasse erhalten bleiben. Foto: Hirschbergblog.

Hirschberg, 01. Juli 2012. (red/sap) Hirschberger Gemeinderat beschließt den geĂ€nderten Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Breitgasse/Drittelsgasse“ in Großsachsen. Die GLH beantragte im Vorfeld die Vertagung des Beschlussfassung.

Von Sabine Prothmann

Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung am 28. Februar 2012 einstimmig den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Breitgasse/Drittelsgasse sowie die Beteiligung der Öffentlichkeit und der TrĂ€ger öffentlicher Belange im vereinfachten Verfahren beschlossen.

Darufhin fand in der Zeit vom 12. MĂ€rz bis zum 13. April dieses Jahres eine Offenlage im Hirschberger Rathaus statt. Einige BĂŒrgerinnen und BĂŒrger haben von dieser Möglichkeit der Einsichtnahme Gebrauch gemacht und insgesamt gingen schließlich 13 Schreiben mit Anregungen und Bedenken gegen das Vorhaben bei der Verwaltung ein.

Die Hauptkritikpunkte waren:

  • Bebauung nicht direkt an der Breitgasse, sondern zurĂŒckversetzt; Hofsituation geht verloren und damit auch das ortstypische Straßenbild
  • 60 Prozent ĂŒberbaute FlĂ€che sind zu viel
  • Bebauung zu massiv und hoch
  • Negatives Vorbild; Gefahr eines PrĂ€zedenzfalles fĂŒr Ă€hnlich massive Nachverdichtung
  • Gefahr der dauerhaften VerĂ€nderung des Ortsbildes
  • BeeintrĂ€chtigung der innerörtlichen BelĂŒftungsschneisen und ihrer klimatologischen Funktion; Überhitzungsschutz des Ortes wird beeintrĂ€chtigt
  • Bebauung geht auf Kosten des innerörtlichen GrĂŒngĂŒrtels

Aufgrund der eingegangenen Anregungen und Einwendungen hat die Verwaltung Ende April ein GesprĂ€ch mit der VorhabentrĂ€gerin gefĂŒhrt. Ziel war es, die einzelnen Kritikpunkte zu erörtern und die Höhe des zurĂŒckversetzten Mehrfamilienhauses auf das Niveau der Bebauung in der Brunnengase anzupassen.

Diesem Wunsch ist die VorhabentrÀgerin nach Meinung der Verwaltung nachgekommen und der First ist nun knapp ein Meter niedriger und erreicht fast exakt die Höhe des benachbarten Doppelhauses in der Brunnengasse.

Zur Beurteilung inwieweit das Vorhaben klimatologische Auswirkungen auf den Ortteil Großsachsen hat, wurde durch die VorhabenstrĂ€gerin ein Klimagutachten in Auftrag gegeben.

In den Vorlagen fĂŒr die Gemeinderatssitzung gab es zunĂ€chst nur eine Kurzstellungsnahme der Firma „Ökoplana“ aus Mannheim, das komplette Gutachten lag erst bei der Sitzung als Tischvorlage vor.

GLH beantragt auf Vertagung

Das fĂŒhrte dazu, dass JĂŒrgen Steinle fĂŒr die GLH einen Antrag auf Vertagung des Tagesordnungspunktes stellte:

Wir sind nicht gegen die Verdichtung, aber wir wollen erst die Unterlagen bewerten.

Er habe fĂŒr dieses Vorgehen VerstĂ€ndnis, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Manuel Just.  „Doch heute geht es nur um einen Entwurf“,  und das Klimagutachten flankiere nur den Entwurf und „spielt nur bedingt eine Rolle“:

Ich wĂŒrde gerne vorankommen.

FĂŒr den Antrag der GLH stimmten nur die drei GemeinderĂ€te der GLH – die Mehrheit stimmte dagegen.

Laut der Stellungsnahme der Firma „Ökoplana“ lassen die vorliegenden Kenntnisse ĂŒber die Hang- und Talabwinde entlang der Bergstraße zwischen Heidelberg und Weinheim vermuten, dass die bauliche Inanspruchnahme der bisherigen GrĂŒnflĂ€chen nur kleinrĂ€umige Klimaeffekte bewirkt. Eine nachhaltige großrĂ€umige AbschwĂ€chung der Be- und DurchlĂŒftung sowie Zunahme der thermischen Belastung sei nicht zu erwarten.

Am 08. Mai hatten die Mitglieder des Hirschberger Gemeinderates bei einer Ortsbegehung die Gelegenheit, sich ein eigenes Bild zu machen und am 18. Juni gab es einen weiterern Vororttermin, bei dem alle Personen zugegen waren, die betreffenden BĂŒrgerinnenen und BĂŒrger, die Mitglieder des Gemeinderates und des Ausschusses fĂŒr Technik und Umwelt sowie die VorhabenstrĂ€gerin. Hier hatte man Gelegenheit, die Planungen zu erörtern und die verschiedenen Meinungen auszutauschen. Bedenken, die nicht ausgerĂ€umt werden konnten, können in einem erneuten Offenlageverfahren wiederholt vorgetragen werden.

Erneute Offenlage fĂŒr 14 Tage

Die Änderungen des Entwurfs des Bebauungsplans gehen zugunsten der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, die EinwĂ€nde geĂ€ußert haben, dennoch soll es eine weitere Möglichkeit der Einsichnahme – diesmal aber auf 14 Tage verkĂŒrzt – geben.

Durch die Erhaltung von Mauer und Hoftor bleibe der Charakter einer geschlossenen Front erhalten, argumentierte der BĂŒrgermeister, bei einer Bebauung direkt an der Straße wĂŒrde eindeutig die WohnqualitĂ€t gemindert und damit auch die Wirtschaftlichkeit des Projekts.

Es handle sich nicht um eine 60prozentige Überbauung, sondern um eine Überbauung von 40 Prozent plus Privatstraße und StellplĂ€tze, also eine Versieglung von 60 Prozent. Und das sei ein durchaus ortsĂŒblicher Wert. Die Kritik, die Bebauung sei zu massiv und zu hoch, konnte die Verwaltung jedoch nachvollziehen und nun seien die GebĂ€ude in der Firsthöhe auf gleichem Niveau.

Just verwies auch darauf, man diskutiere hier zwar um ein „wie“, aber nicht um ein „ob“:

Das Projekt muss wirtschaftlich bleiben.

Die Gemeinde könne zwar Einfluss nehmen, aber man mĂŒsse auch auf den Willen des GrundstuckeigentĂŒmers achten, unterstrich Dr. Jörg Boulanger (CDU). Die Mauer und das Tor, sowie die Überdachung der StellplĂ€tze wĂŒrden das Großsachsener Ortsbild aufnehmen, so Boulanger.

Fritz Bletzer (FW) zeigte zwar VerstĂ€ndnis dafĂŒr, dass sich BĂŒrgerinnen und BĂŒrger zur Wehr setzen, meinte aber auch:

In den Nachbargemeinden sieht man nix und hört man nix.

Eva-Marie Pfefferle (SPD) lobte den Entwurf und die geplante Innenverdichtung, dies sei „zukunftsorientiert“. Auf der einen Seite Wirtschaftlichkeit und auf der anderen Seite Illusion und dazwichen nichts, dieses Bild sei ihm zu einfach, kritisierte Karl Heinz Treiber (GLH). Die SPD zeige hier hier sozialdemokratisches Denken, und an Eva-Marie Pfefferle gewandt, sagte Karl Heinz Treiber:

Aus solchem Denken ist der Emmertsgrund (Heidelberg) entstanden.

Ein Einvernehmen sehe fĂŒr ihn anders aus und er wolle sich mit dem Gutachten befassen, das hĂ€tte als Beratungsgrundlage vorher auf dem Tisch liegen mĂŒssen.

Just entgegenete:

Auch das permanente Wiederholen macht es nicht richtiger.

Und verwies nochmals darauf, man sei lediglich beim Entwurf. Bei drei Gegenstimmen (GLH) und einer Enthaltung von Thomas ThĂŒnker von den Freien WĂ€hlern wurde dem geĂ€nderten Entwurf des vorhabenenbezogenen Bebauungsplans „Breitgasse/Drittelsgasse“ sowie der erneuten Offenlage von 14 Tagen zugestimmt.

Just erklĂ€rt den Riegel, FrĂ¶ĂŸinger mahnt, Kunz versichert – die Grundbuchregelung solls richten

Guten Tag!

Hirschberg, 22. April 2010. Die außerordentliche Mitgliederversammlung des TVG verlief ĂŒberraschend – es gab weniger Kritik als erwartet. Und das lĂ€sst sich sogar mit Zahlen belegen: Bis Dienstag wollten nur zwei BĂŒrger Einblick in den Bebauungsplan Seniorenzentrum nehmen. Rudi FrĂ¶ĂŸinger mahnt – auch nachdem der BĂŒrgermeister eine Lösung „empfohlen“ hatte.

Von Hardy Prothmann

Nur zwei BĂŒrger haben also in den ersten acht Tagen der Offenlage Einblick in den Bebauungsplanentwurf „Seniorenzentrum“ nehmen wollen.

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TVG-Mitglieder bei der außerordentlichen Mitgliedversammlung. Bild: hirschbergblog

Was heißt das? Dass all der Ärger im Vorfeld nur ein vorgeblicher war?

Oder heißt das, dass alle, die es interessiert, schon woanders Einblick genommen haben? Also nicht mehr aufs Rathaus mĂŒssen?

Ich habe lange ĂŒberlegt, wie das Ereignis vom Dienstagabend, den 20. April 2010 im Feuerwehrhaus Großsachsen hier auf dem hirschbergblog berichtet werden sollte? Als Nachricht? Als Bericht?

Außerordentliche AtmosphĂ€re.

Diese Formen sind ungeeignet – sie erlauben keine subjektive Betrachtung. Deshalb schreibe ich szenisch.

Eine Beobachtung ist, die Reaktion und Verfassung des BĂŒrgermeisters Just waren verwirrend. In der Diskussion sagte Just halblaut: „Zwei“, als es um die Zahl derer ging, die schon Einblick in den Plan nehmen wollten. Dabei guckt er erst direkt, wie man das von ihm kennt, dann auf den Tisch vor sich verzieht das Gesicht und sagt nochmal: „Zwei“, dann nickt er schnell – auch das eine bekannte Gestik.

Was aber denkt BĂŒrgermeister Manuel Just in diesem Moment? „Der ganze Ärger und jetzt kommen nur zwei?“, oder: „Mist, nur zwei. Was heißt das? Keinen interessierts oder am Ende kommen die EinwĂ€nde und dann die Klagen?“

Manuel Just hat eine gute Kondition. Die braucht er auch im Moment. Die drei Großprojekte Hilfeleistungszentrum, Seniorenzentrum und Sterzwinkel kosten Kraft – seine und die seiner Mitarbeiter. Heute Abend sieht man ihm an, dass sein Auftritt ihn Kraft gekostet hat. Die hat er ĂŒbrigens optimal genutzt.

Kraftakt.

Und die der TVG-Mitglieder, die nicht wissen, wie ihnen geschieht. Keiner hat ernsthaft etwas gegen das Seniorenzentrum. Viele sind in einem Alter, in dem eine BeschÀftigung mit dem Thema sinnvoll ist. Aber alle hÀngen am Verein und bis zum geplanten Bau des Seniorenzentrums war ihr Leben in Ordnung.

Plötzlich soll das „Plopp“ der BĂ€lle ein Problem sein. Das heißt: „Kein „Plopp“, kein Tennis.“

Nach kurzer Moderation durch die TVG-Vorsitzende Karin Kunz, legte BĂŒrgermeister Just vor: Niemand wolle den TVG schĂ€digen. Beide Interessen werden abgewogen. Der Investor ist nicht nur auf Gewinnmaximierung aus. Behauptungen, Erweiterungen seinen „scheibchenweise“ vorgenommen worden, trĂ€fen so nicht zu. Erst mussten die „Hausaufgaben“ gemacht werden. Eine vorherige Beteiligung der Öffentlichkeit hĂ€tte keinen Sinn gemacht.

Jetzt sei der Plan öffentlich und das sei transparent. Und der heutige Termin in der Mitte der Offenlegungsphase sei so geplant, um Einblick nehmen zu können und dann noch Zeit fĂŒr Einwendungen oder Anregungen zu haben.

Just umarmt seine Kritiker.

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Jede Menge Fakten - nur, wer im Stoff steht, kommt hier noch mit. Bild: hirschbergblog

Im Schweinsgalopp prĂ€sentiert der BĂŒrgermeister nochmals das Projekt – die „eierlegende Wollmilchsau“. Eloquent umarmt er immer wieder die Kritik und damit auch die Kritiker – um dann seine Sicht der Dinge weiter zu prĂ€sentieren.

Um seinem Tempo folgen zu können, muss man schon gut im Stoff stehen – zu dicht, ohne Punkt und Komma.

Die TVG-Mitglieder sind sehr leise. Und gucken, als wĂŒrden sie ein spannendes Finale beobachten. Nur gehen die Köpfe nicht links und rechts, sondern nur nach vorne. Zum BĂŒrgermeister.

SpĂ€ter in der Fragerunde sind es zwei, die im Stoff stehen, die die meisten Fragen unter den 50 GĂ€sten stellen: Regina Beck und Rudi FrĂ¶ĂŸinger. Sie ist ehemalige GemeinderĂ€tin der GLH, er Ehrenvorsitzender der TVG.

Beck bemĂ€ngelt das Konzept und die Informationen darĂŒber, FrĂ¶ĂŸinger mahnt zur Vorsicht und verpflichtet in seiner stoischen Art damit den BĂŒrgermeister.

Just erklĂ€rt den „Riegel“.

Der erklĂ€rte zuvor den „Riegel“: „Das Seniorenzentrum wird kein Einfamilienhaus, sondern ein großes GebĂ€ude fĂŒr 90 Personen plus Personal. Alles andere wĂ€re gelogen.“

Und dann: „Ich sage Ihnen auch, dass ich mit gutem Gewissen kein Eigentum belasten will und dass in der AbwĂ€gung mit dem Betrieb eines Hobbys das zu Lasten der TVG geht.“

Just erklĂ€rt die zwei Hauptkonflikte: Ästhetik des GebĂ€udes und der LĂ€rm. Der setzt sich aus BetriebslĂ€rm TVG und VerkehrslĂ€rm zusammen. Ein LĂ€rmgutachten habe erbracht, dass bei „Vollbetrieb“ des TFG, die zulĂ€ssigen Grenzwerte von 30 Dezibel nicht ĂŒberschritten wĂŒrden. Also quasi einer Riesenparty und einem Sportfest zusammen.

Das Problem ist der VerkehrslÀrm. Oder?

Der VerkehrslĂ€rm hingegen ĂŒberschreitet die Werte, vor allem nachts. Was Just nicht sagt: Das ist aus Sicht des Bauherren das grĂ¶ĂŸte Problem.

Wenn diese Werte nicht unterschritten werden können, kostet das selbst einen „nicht-gewinnmaximierend“ arbeitenden Betrieb wie die FWD eine Stange Geld, um das Problem zu lösen. Bauherr Alex Zimmermann sagt: „Vor jeder Gewinnmaximierung denke ich an unsere 240 Mitarbeitern, die auch was zu beißen wolle.“

Der Mann breitet sich am Tisch aus wie das Seniorenzentrum vor den Toren der TVG. Irgendwann muss Just mit dem Stuhl zurĂŒckrĂŒcken, weil ihm Zimmermann zu nahe kommt, ohne es zu merken. Just nimmts mit Humor, ist aber doch etwas irritiert.

Umlegung Bouleplatz? Kein Problem. ZusÀtzlicher Schallschutz? Kein Problem. Und so gibt er zu und zu und hat mit allem kein Problem.

Null Problemo.

MĂŒssen sich seine 240 Mitarbeiter nun Sorgen „um was zu Beißen“ machen oder heißt das nur, dass trotz aller „Zugaben“ fĂŒr den Investor hier ein ordentliches GeschĂ€ft bleibt?

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TVG-Mitglieder - die meisten ohne Fragen. Bild: hirschbergblog

Diese Frage wird an diesem Abend nicht gestellt und nicht beantwortet.

Auch nicht die Fragen von Rudi FrĂ¶ĂŸinger, der auf Gerichtsurteile verweist, die Ă€hnlich seien „und immer zu Lasten der Vereine gingen“. FrĂ¶ĂŸinger mahnt und mahnt zur Vorsicht.

Frau Beck kritisiert die Ausmaße und den Verlauf der Planung – die Ruhe und Konzentration eines FrĂ¶ĂŸinger bringt sie nicht auf. Frau Beck redet auch ĂŒber etwas anderes als Herr FrĂ¶ĂŸinger: Frau Beck redet ĂŒber mehr Transparenz und Mitsprache – FrĂ¶ĂŸinger ĂŒber die möglicherweise bedrohte Zukunft des TVG.

Die TVG-Vorsitzende Karin Kunz versichert immer wieder, dass der Vorstand alles tue, um diese zu sichern. Ein Anwalt sei eingeschaltet. Der kĂŒmmere sich.

Just liefert Lösung . Fair. Mit Risik0.

BĂŒrgermeister Just stellt die Probleme dar und liefert Lösungen. Eine davon empfiehlt er: „Die Eintragung einer Immissionsduldung zugunsten des TVG ins Grundbuch. Dann wird diese EinschrĂ€nkung fĂŒr jeden KĂ€ufer spĂ€testens beim Notar ersichtlich.“

Und: „Ich sichere Ihnen zu die Belange des TVG fair zu wĂŒrdigen.“

FĂŒr ein TVG-Mitglied ist „mit dieser privatrechtlichen Verankerung das Problem gelöst“. Das Mitglied hat keine Nachfrage und alles verstanden. Und rĂ€t: „Problem gelöst“.

Regina Beck erinnert an andere Überlegungen, Herr Zimmermann sagt: „Ihr Vorschlag wurde diskutiert und verworfen. Das ist Demokratie.“

FrĂ¶ĂŸinger mahnt: „Bewußtsein schĂ€rfen“ und bringt zum LĂ€rm das Licht ins Feld. Zimmermann sagt: „Ich gebe Ihnen Recht, dass Risiken bestehen. Nehmen Sie uns doch ab, dass wir das bereits wissen.“

Gemeinderat noch nicht ĂŒber Grundbuchregelung informiert.

Interessant ist, dass der BĂŒrgermeister den Gemeinderat noch nicht ĂŒber die Lösung mit dem „Grundbucheintrag“ in Kenntnis gesetzt hat: „Der ist noch nicht darĂŒber informiert.“

Herr FrĂ¶ĂŸinger fordert, die „Grunddienstbarkeit“ ins Grundbuch schreiben zu lassen – damit verpflichtet sich ein EigentĂŒmer, einem anderen Rechte, in diesem Fall LĂ€rm, einzugestehen.

Interessant ist, dass, wer Rechte hergibt, dafĂŒr normalerweise entschĂ€digt wird. Wer entschĂ€digt also die FWD fĂŒr all die ZugestĂ€ndnisse? Die TVG? Die Gemeinde? Verzichtet die FWD auf Einnahmen? Was meint der BĂŒrgermeister in diesem Zusammenhang mit „fairer Lösung“ fĂŒr den TVG?

Klingen diese Fragen unangenehm? Sie sind es – auf der außerordentlichen Sitzung der TVG wurden sie nicht gestellt.

Die Tatsache, dass bei einer „Grundbuchregelung“ die Gemeinde aus allen Rechtsverpflichtungen raus ist, wurde nicht beachtet.

BĂŒrgermeister Just hat auch schnell und viel geredet. Danach merkt man ihm an, dass er genug fĂŒr heute hat. So geht es auch den TVG-Mitgliedern.

Die Versammlung löst sich schnell auf.

Alle Fotos: hirschbergblog

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Offenlage Seniorenzentrum: Zwei Einsichtnahmen des Bebauungsplans

Guten Tag!

Hirschberg, 21. April 2010. Bis zum 20. April 2010 gab es bislang lediglich zwei Einsichtsnahmen des Bebauungsplanentwurfs fĂŒr das geplante Seniorenzentrum.

Am Rande der außerordentlichen Hauptversammlung bemerkte BĂŒrgermeister Manuel Just, dass bis zum Dienstagabend lediglich zwei BĂŒrger sich fĂŒr die offengelegten BebauunsplĂ€ne interessierten.

Auf Nachfrage bestĂ€tigte der BĂŒrgermeister diese Zahl.

Die Offenlage hat am 08. April 2010 begonnen. Die BauplĂ€ne können im Rathaus zu den ĂŒblichen Öffnungszeiten eingesehen werden.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das ladenburgblog

Seniorenzentrum nach langer Debatte einen formalen Schritt weiter

Guten Tag!

Hirschberg, 31. MĂ€rz 2010. (red) Die Mehrheit des Gemeinderats hat dem Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans zum Seniorenzentrum und einem Offenlagebeschluss zugestimmt.

Die "+"-Zeichen zeigen den definitiven Umriss des geplanten Seniorenzentrums "SĂŒdlich der Rosengartenstraße". Quelle: Gemeinde Hirschberg

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 30. MĂ€rz 2010 den Aufstellungsbeschluss und die Offenlage des Bebauungsplans im „vereinfachten Verfahren“ nach einer langen Debatte beschlossen.

Der „Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans „SĂŒdlich der Rosengartenstraße“ im beschleunigten Verfahren nach §13a BauGB“ wurde mit 14 Ja- und 4 Nein-Stimmen der GLH beschlossen.

Die „Unterpunkte“, Billigung der „Entwurfsfassung vom 25. MĂ€rz 2010, deren textliche Festsetzung sowie BegrĂŒndung“ sowie der „Entwurf der örtlichen Bauvorschriften“ wurden jeweils mit 14 Ja-Stimmen zu 3 Nein-Stimmen und einer Enthaltung angenommen.

Die Beteiligung der „betroffenen Behörden und TrĂ€ger öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit im Rahmen der Offenlage gemĂ€ĂŸ §4 Abs.2 und §3 Abs. 2 BauGB“ wurde mit 16 zu 2 Stimmen beschlossen.

Die Bekanntgabe des Bebauungsplans fĂŒr das geplante Seniorenzentrum wird auf den 1. April fallen. BĂŒrgermeister Just sagte: „Das ist kein Scherz.“

Veröffentlicht wird der Bebauungsplan ab dem 09. April bis zum 10. Mai 2010.

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Das hirschbergblog

Anmerkung der Redaktion: Wir werden dazu weiter berichten und bitten um Aufmerksamkeit.

Falschmeldung: RNZ meldet „Verabschiedung des Bebauungsplans“

Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 05. MĂ€rz 2010. Die Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ) hat es mit der geplanten Ansiedlung des Logistikunternehmens „Pfenning“ anscheinend sehr eilig. Am 27. Februar 2010 verbreitete die Zeitung eine Falschmeldung, die behauptet, dass „der Bebauungsplan verabschiedet wurde“.

Von Hardy Prothmann

Falschmeldung der RNZ. Quelle: RNZ

Falschmeldung der RNZ. Quelle: RNZ

Die Meldung ist eindeutig… und falsch: „Bebauungsplan verabschiedet“. Glaubt man der Berichterstattung der RNZ, könnte die Unternehmensgruppe „Pfenning“ tatsĂ€chlich sofort mit dem Bauen ihres geplanten Logistikzentrums im Heddesheimer Gewerbegebiet beginnen.

TatsÀchlich wurde in der vergangenen Sitzung des Heddesheimer Gemeinderats vom 25. Februar 2010 die öffentliche Auslage des Bebauungsplanentwurfs beschlossen. Hierzu können Stellungnahmen abgegeben werden.

Diese Stellungnahmen mĂŒssen von der Verwaltung geprĂŒft und bewertet werden. Bei Bedarf wird der Bebauungsplanentwurf dann entsprechend verĂ€ndert.

Ein Einsichtnahme des Bebauungsplanentwurfs ist vom 15. MĂ€rz bis einschließlich 16. April 2010 im Rathaus der Gemeinde Heddesheim wĂ€hrend der Öffnungszeiten der Verwaltung möglich.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

Anmerkung der Redaktion: Verantwortlich fĂŒr das hirschbergblog ist Hardy Prothmann, der in Heddesheim partei- und fraktionsfreier Gemeinderat ist.