Samstag, 23. Februar 2019

Gleitschirmflieger fliegt bis nach Mittelfranken


Mit einem Gleitschirm flog Martin Laible 150 km weit. Beispielfoto: Tom Eisele

Guten Tag!
Rhein-Neckar, 17. März 2011 (red) Eine außergewöhnliche Flugleistung gelang einem Gleitschirmflieger des Bergsträßler Drachen- und Gleitschirmfliegerclubs am vergangenen Samstag. Nach dem Start vom Ölberg in Schriesheim flog er in 4,5 Stunden 150 Kilometer weit bis nach Ansbach in Mittelfranken. Auf seinem Flug stieg er dabei bis auf 2390 Meter Höhe.

Von Christiane Eisele

Gestartet war Martin Laible um 12:19 Uhr bei Westwind vom Ölberg im Schriesheim, dem 370 Meter hoch liegenden Startplatz der Bergsträßler Drachen- und Gleitschirmflieger. Kurz nach 13:40 Uhr konnte er sich in der Nähe von Eberbach/Waldbrun auf 2200 m Höhe kurbeln. Als er gegen 14:20 Uhr Osterburken und Buchen überflog, erreichte er mit der aufsteigenden Warmluft die höchste Höhe mit 2390 m.

Über die Taubertalroute flog er weiter über Bad Mergentheim nach Creglingen, das er um 15:25 erreichte. Um 16:00 Uhr flog er rechts an Rothenburg ob der Tauber vorbei und landete schließlich um 16:53 Uhr südlich von Ansbach in Herrenried.

Mittels eines GPS-Empfängers, den jeder Flieger während des Flugs mitführt, werden die zurückgelegte Strecke und weitere Informationen über den Flug, wie zum Beispiel die erreichte Höhe und die zurückgelegte Distanz in einem sogenannten „Tack Log“ beim Deutschen Hängegleiterverband e.V. (DHV) aufgezeichnet.

Für Clubkollegen und andere interessierte Flieger sind diese Tracks zudem ein wichtiges Informationsmittel um die eigene Technik zu verbessern und aus den Flügen zu lernen. Martin Laibles Tack Log können Sie sich hier anschauen.

Einige Gleitschirmflieger filmen ihre Flüge zusätzlich mit Kameras wie z.B. einer „Gopro“, einer speziellen Sportkamera. Diese Filme vermitteln eher bodenständigen Zuschauern in eindrucksvollen Bildern etwas von der ungeheuren Faszination des Gleitschirmfliegens, von der Leichtigkeit und dem vogelgleichen Schweben, das die Gleitschirmflieger in ihren Flügen suchen und finden.

Die Kameras sind gegen das Herunterfallen gesichert (schon um unbeteiligte Passanten vor Verletzungen zu schützen) und werden in der Regel auf Helmen oder an der Ausrüstung befestigt.

Einige Flieger, wie Georg Rombach, ein erfahrender Gleitschirmflieger aus Ladenburg, filmen aber auch aus der Hand. Einen seiner Filme, entstanden am 13. Mai auf einem Flug über Schriesheim – Ladenburg – Dossenheim – Heidelberg, hat er uns zur Verfügung gestellt.

Viel Freude mit dem Film!