Mittwoch, 12. Juni 2019

Diese Woche: Tipps und Termine

Guten Tag!

Tipps und Termine fĂŒr den 28. Februar bis 6. MĂ€rz 2011. Jeden Montag erscheinen unsere Veranstaltungstipps fĂŒr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Termine finden Sie ins unseren Kalendern fĂŒr Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Weinheim und Rhein-Neckar.

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Montag, 28. Februar, 10 Uhr, Schnawwel

Szenenfoto: Das Kind der Seejungfrau.

Mannheim. Das Schnawwl zeigt die Kinderoper „Das Kind der Seehundfrau“ fĂŒr Kinder ab 8 Jahren.

Zum Inhalt: Hoch oben im Norden, wo es im Sommer nie richtig dunkel und im Winter nie richtig hell wird, lebt Oruk mit seinen Eltern in einer kleinen gemĂŒtlichen HĂŒtte. Manchmal fĂ€hrt er mit seinem Vater im Hundeschlitten ĂŒber das krachende Eis zum Fischen, und abends, wenn draußen der Wind den Schnee vor sich hertreibt und die Wellen des Eismeeres gegen die Klippen in der Bucht schlagen, liegt er in seinem warmen Bett und freut sich am Lachen seiner Eltern.

Doch dann wird seine Mutter krank, und sein Vater kommt nur noch selten nach Hause. Oruk muss hilflos mitansehen, wie es seiner Mutter immer schlechter geht.

Eines Nachts, nachdem die Eltern böse miteinander gestritten haben, hört er draußen eine Stimme, die seinen Namen ruft.

Oruk folgt dem Ruf, der ihn die KĂŒste entlang zu einem Felsen fĂŒhrt. Dort liegt in einer Spalte ein altes Seehundfell, und Oruk spĂŒrt, dass er es seiner Mutter bringen muss.

Das StĂŒck ist eine Kooperation der Jungen Oper mit dem Schnawwl und dem Oldenburgischen Staatstheater.

Ort: Alte Feuerwache am Alten Meßplatz, BrĂŒckenstraße 2, Mannheim.

Karten: Tel.: 0621-1680 150.

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Montag, 28. Februar, 20:30 Uhr, Muddy’s Club

Jem Cooke.

Weinheim. Jem Cooke – The Princess of Hearts spielt im Muddy’s Club in Weinheim.

Jem Cooke wurde in eine Medienfamilie geboren. Ihre Mutter, eine bekannte Fernsehmoderatorin und Schauspielerin mit Fernsehpreis im britischen TV, ihr Vater Musikproduzent und seit Beginn der 80er Gitarrist und musikalischer Leiter von Cliff Richard.

Schon mit drei Jahren sang Jem ihren ersten Radiospot und trat in der Kindersendung „Blue Peter Baby“ im englischen Fernsehen auf.
Noch wĂ€hrend ihres Studiums in der Newcastle University wurde sie von zwei Produzenten entdeckt, die auf der Suche nach einer neuen SĂ€ngerin waren. Das brachte Jem nach New York, wo sie sechs Monate im „Bitter End Club“ in Greenwich Village, aber auch in anderen Clubs in New York, wie auch in den bekannten „Suset Strip Viper Rooms“ in L.A. sang.

Jem ging zurĂŒck nach London, schrieb eigene Titel und produzierte zusammen mit ihrem Vater das erste Album „I am Jem Cooke“, das sie sehr erfolgreich im Ronnie Scott’s, The National Theatre, BBC TV, Big Chill Festival, Brixton Jamm und an vielen anderen StĂ€tten erfolgreich prĂ€sentierte.

Ort: Schulstr. 5, Weinheim.

Eintritt: 15 Euro, 13 Euro ermĂ€ĂŸigt, 12 Euro Mitglieder, 9 Euro SchĂŒler.

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Dienstag, 1. MĂ€rz, 20 Uhr, Stadthalle

Szenenfoto „Fisch zu Viert“.

Weinheim. Die Kulturgemeinde zeigt am Dienstag, 1. MĂ€rz, „Fisch zu Viert“, eine Komödie von W. Kohlhaase/ R. Zimmer mit Judy Winter, Achim Wolff u.a. Die Regie fĂŒhrt Carl-Hermann Risse.

Dreißig Jahre lang hat es Diener Rudolf bei den drei betuchten Berliner Brauerei-Töchtern im hochherrschaftlichen Hause Heckendorf ausgehalten.

Jeden Wunsch las er Charlotte, CĂ€cilie und Clementine von den Augen ab, war ihnen diskret auch nĂ€chtens zu Diensten und nicht abgeneigt, eines Tages eine jede zu beerben. Schließlich will er seiner Domestikenrolle entfliehen und auf Weltreise gehen.

Dazu braucht er die versprochenen Erbschaften. Doch die vereinsamten höheren Töchter wollen sich keinesfalls zu Lebzeiten von ihrem Geld trennen – dann schon eher von Rudolf. Als gegenseitige Erpressungen nicht fruchten, ersinnt man handfestere Methoden, um einander stillschweigend loszuwerden.

Beim sonntÀglichen Fischschmaus nimmt das Schicksal seinen Lauf. Eine schwarze Komödie voller Ironie und Spannung, eine Arsen-und-Spitzenhöschen-FrivolitÀt aus der Welt von Herr und Knecht.

Ort: Birkenauertalstraße 1, Weinheim.

Karten: GeschÀftsstelle der Kulturgemeinde Weinheim, Telefon: 06201/12282, eMail: theater@kulturgemeinde.de.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9-12 und 15-18 Uhr, an Vorstellungstagen 9-12 und 18-19 Uhr. Die Abendkasse ist jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet. Dort erfolgt nur der Verkauf zur jeweiligen Vorstellung. Abo C und freier Verkauf.

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kaffeeehaus

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Donnerstag, 3. MĂ€rz, 20:15 Uhr, Olympia-Kino

Dschungelkind.

Leutershausen. Zwei Wochen nach dem Bundesstart zeigt das Olympia-Kino den Film Dschungelkind. Am Donnerstag, 3. MĂ€rz 2011, gibt es eine Verlosung unter den Besuchern des Films (Preise: das Buch zum Film, CD, Kinogutscheine).

Zum Inhalt: Die achtjĂ€hrige Sabine wandert mit ihrer Familie nach West- Papua aus, wo der Vater als Sprachforscher arbeitet. Dank ihres offenen Wesens gelingt es Sabine schon bald, Kontakt mit gleichaltrigen Eingeborenen zu knĂŒpfen.

Als die Familie jedoch einen verletzten Jungen, der einem feindlichen Stamm angehört, bei sich aufnimmt, gerĂ€t sie zwischen die Fronten. Jahre spĂ€ter, Sabine ist inzwischen 16, muss sich die junge Frau entscheiden: Will sie weiterhin im Dschungel leben oder in eine Zivilisation zurĂŒckkehren, die ihr fremd ist. – Nach dem Beststeller von Sabine Kuegler.

Deutschland 2010 – Regie: Roland Suso Richter – Darsteller: Stella Kunkat, Thomas Kretschmann, Nadja Uhl u.a. – PrĂ€dikat: wertvoll – FSK: ab 12 – LĂ€nge: 132 min.
Ort: Hölderlinstr. 2, Leutershausen.

Karten: Reservierung unter Tel. 06201 / 509195.

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Samstag, 5. MĂ€rz, 20:30 Uhr, Stadthalle

Ball der Vampire in der Stadthalle.

Heidelberg. Der Ball der Vampire der Vampire – der Ball der BĂ€lle in der Heidelberger Stadthalle mit sechs Bands auf drei BĂŒhnen.

Das Fest der Feste steht vor der TĂŒr und das ist, weiß jeder lebenshungrige Vampir, der „Ball mit Biss“ in der altehrwĂŒrdigen Stadthalle Heidelberg.
Alles andere wĂ€re fĂŒr Graf Dracula und seinen Ball der Vampire nicht die angemessene Location, wie es aus der grĂ€flichen Karpatenheimat verlautet.

Ort: Neckarstaden 24, Heidelberg.

Karten: Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen

 

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Bis 8. Mai, Kunsthalle Mannheim

Ré Soupault – KĂŒnstlerin im Zentrum der Avantgarde.

Mannheim. Ré Soupault – KĂŒnstlerin im Zentrum der Avantgarde. FĂŒhrung durch die Sonderausstellung mit Julia Teek, M.A..

Als erstes Museum weltweit wĂŒrdigt die Kunsthalle mit einer umfassenden Retrospektive die deutsch-französische AvantgardekĂŒnstlerin Ré Soupault (1901-1996). Unter Pseudonymen arbeitete sie nicht nur als Fotografin und Journalistin, sondern auch als Filmemacherin und Modeschöpferin. Ihr Transformationskleid fĂŒr die moderne berufstĂ€tige Frau ist eine Wiederentdeckung, neu interpretiert vom Modelabel „Schumacher“.

Die Ausstellung prĂ€sentiert das Multitalent im Netzwerk der europĂ€ischen Avantgarde: von ihrer Ausbildung am Bauhaus Weimar ĂŒber die Begegnung mit dem Berliner Dadaismus bis hin zum KĂŒnstler-Zirkel der Surrealisten in Paris.

Ort: Friedrichsplatz 4, Mannheim.

Ausstellungsdauer: 13. Februar bis 8. Mai 2011.

Öffnungszeiten: Di-So & Feiertage 11.00-18.00 Uhr, Mi 18.00-20.00 Uhr (Eintritt frei!), Mo geschlossen.

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VerlÀngert bis 27. MÀrz 2011, Zimmertheater

Zimmertheater Heidelberg.

Heidelberg. Das Zimmertheater zeigt noch bis zum 27. MĂ€rz das StĂŒck „Wer sind Sie?“ von Michel Lengliney, in einer Inszenierung von Ute Richter.

„Welchen Tag haben wir heute?“ – auch „Wer sind Sie?“ sind keine ungewöhnlichen Fragen. Nur, wenn das Interesse an dem Wochentag in kurzen AbstĂ€nden wiederholt wird oder sich die Frage „Wer sind Sie?“ an die Tochter wendet, ist das irritierend.
„Mutter baut immer mehr ab-€© es ist schrecklich-€© vermutlich hat sie-€©sie hat-€©“

Leichtsinnig, manchmal sogar frivol, gehen wir mit dem Begriff Alzheimer um-۩Lachend kommentieren wir laut „Alzheimer“!, wenn uns etwas zu lange nicht einfĂ€llt; und geben uns beruhigt, wenn das freundliche GegenĂŒber dann sagt: „Nein, nein – das ist nur die ganz normale Verkalkung!“

Aber wie behandeln die Kinder die gestörte Mutter, wenn die Diagnose „Alzheimer“ Wirklichkeit wird?

Michel Lengliney hat ein packendes, anrĂŒhrendes, sensibles StĂŒck ĂŒber ein brisantes Thema geschrieben, unsentimental, tröstlich und traurig, tragisch und komisch-€©“

Ort: Hauptstr. 118, Heidelberg.

Karten: Kassenzeiten: Mo bis Sa: 11 bis 13 Uhr & 18 bis 20 Uhr, So: 16 bis 18 Uhr, telefonische Vorbestellungen sind zu den Kassenzeiten unter der Nummer (06221) 21069 möglich.

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TĂ€glich bis 20. MĂ€rz 2011, Luisenpark

Indoor-Spielplatz im Luisenpark.

Mannheim. Spielen, klettern und toben im Warmen! Der Indoor-Spielplatz im Pflanzenschauhaus Luisenpark ist wieder aufgebaut. Bis 20. MĂ€rz tĂ€glich geöffnet von 10.30 – 17.30 Uhr, ab MĂ€rz bereits ab 10.00 Uhr.

Seit Ende Januar lÀsst der Luisenpark KindertrÀume wahr werden, die eigentlich nur im Sommer möglich sind: Der beliebte Winterspielplatz in der Ausstellungshalle des Pflanzenschauhauses ist wieder da.

Das Indoor-VergnĂŒgen im Luisenpark fĂŒllt schon seit langem eine echte „MarktlĂŒcke“ in Mannheim: In kuschelig-warmer AtmosphĂ€re bietet er einen tollen Service fĂŒr Kinder und Eltern. WĂ€hrend die Kleinen spielen und toben, können die Großen wachsamen Auges, aber völlig entspannt auf einer der vielen SitzbĂ€nke rundherum verweilen. Mit KlettergerĂŒst, Rutschen und Wackelsteg ist fĂŒr alle Kinder zwischen 2 und 8 Jahren trotz KĂ€lte jede Menge Action angesagt.

Ort: Gartenschauweg 12, Mannheim.

Eintritt: TĂ€glich geöffnet von 10.30 – 17.30 Uhr, ab MĂ€rz bereits ab 10.00 Uhr. Nur der Parkeintritt ist zu entrichten, die Ausstellung selbst ist kostenfrei!

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Jeden Montag gibt es Tipps und Termine aus unserem Berichtsgebiet und der Region. Sie möchten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion. Wir ĂŒbernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgewĂ€hlte Termine in unsere Übersicht „Diese Woche“:

Termine Heddesheimblog.de, Termine Hirschbergbog.de, Termine Ladenburgblog.de, Termine Weinheimblog.de. Und fĂŒr Termine aus anderen Gemeinden an: Termine Rheinneckarblog.de.

Unsere Termine erfreuen sich großer Beliebtheit – Sie können hier auch gerne fĂŒr sich oder Ihre Veranstaltungen werben: Kontakt zu unserer Anzeigenabteilung.

Über unsere Blogs erreichen Sie tĂ€glich bis zu 5.000 LeserInnen und Leser. Die Preisjury des Fachblatts MediumMagazin wĂ€hlte uns Ende 2009 auf Platz 3 „Regionales“ unter die „100 Journalisten 2009“.

Eine schöne Woche wĂŒnscht Ihnen

Die Redaktion

Olympia-Kino: Filme und Verlosungen


Guten Tag!

Hirschberg, 16. Februar 2011. (pm) Das Olympia-Kino widmet sich in einer Filmreihe dem Schauspieler Bruno Ganz.

Bruno Ganz. Bild: Olympia

Information des Olympia-Kinos:

Bruno Ganz ist ein ganz Großer unter den deutschsprachigen Schauspielern, und im Dezember 2010 erhielt er den EuropĂ€ischen Filmpreis fĂŒr sein Lebenswerk. Im Januar hat das Olympia-Kino nun eine „Filmreihe zu Ehren von Bruno Ganz“ begonnen, zu der aktuelle Filme wie „Das Ende ist mein Anfang“, aber auch „Brot & Tulpen“ aus dem Jahre 2000 gehören.

Diese wunderbare Komödie zog seinerzeit Millionen von Zuschauern in die Kinos.

Das Olympia-Kino verlost am Freitag, dem 18. Februar um 18 Uhr, passend zum Film-Titel 3 Bund Tulpen an die Besucher des Films. –
Ende MĂ€rz lĂ€uft dann das neueste Werk mit Bruno Ganz: „Satte Farben vor Schwarz“.

Das Buch „Dschungelkind“ von Sabine Kuegler, der Lebensbericht einer außergewöhnlichen Kindheit im Dschungel Papua-Neuguineas, hat seit seinem Erscheinen im Jahre 2005 sehr viele Leser gefunden.

Jetzt kommt die Geschichte als Film in die deutschen Kinos. – Dem Olympia-Kino ist es gelungen, an eine Förderkopie dieses Films zu gelangen, so dass er bereits 14 Tage nach Bundesstart (d.h. ab 3. Februar) in Hirschberg-Leutershausen zu sehen ist.

Deshalb feiern das Kino dies Ereignis mit einer Verlosung an die Besucher des Films. Am Donnerstag, dem 3. MĂ€rz um 20.15 Uhr, kann man Folgendes gewinnen: das Buch „Dschungelkind“, eine CD von „Putomayo World Music“, 2 Kino-Gutscheine.

Highlight: „When You-€ℱre Strange“ im Olympia-Kino


Guten Tag!

Hirschberg, 10. Januar 2011. (pm) Zwischen dem 14. und 18. Januar zeigt das Olympia-Kino in Hirschberg-Leutershausen den Dokumentar-Film „The Doors : When You-€ℱre Strange“ ĂŒber die legendĂ€re Musik-Gruppe „The Doors“.

Information des Olympia-Kino:

„Kaum eine Band hat das Aufbegehren einer jungen Generation so verkörpert wie The Doors. Ihre unverwechselbaren Sounds, ihr Wille zu bedingungsloser kĂŒnstlerischer Freiheit, ihr Hang zu den dunklen Seiten der Seele und Jim Morrisons Exzesse inspirierten Generationen von Jugendlichen: cool, rebellisch, unsterblich.

The Doors. Foto: Olympia-Kino

Fast 40 Jahre nach dem Tod des charismatischen Rock-Poeten Jim Morrison hat die Band nichts von Ihrer Faszination eingebĂŒĂŸt.

Mit den bisher ungezeigten Kurzfilmen von Morrison und noch nie gesehenem Archivmaterial, das die Doors auf der BĂŒhne, hinter der BĂŒhne und in privaten Momenten zeigte, lĂ€sst der preisgekrönte Regisseur Tom DiCillo den Mythos “Doors-€ wieder aufleben. ErzĂ€hler dieser einzigartigen Geschichte der Popkultur ist der Schauspieler Johnny Depp.

„When You’re Strange“ beschreibt die Geschichte der Band, vermittelt aber auch einen Eindruck der politischen Verwerfungen und Wirrnisse der vom Vietnamkrieg gespaltenen US-Nation.

Zu hypnotischen KlĂ€ngen von „When The Music’s Over“ und „The End“ blendet DiCillo Bilder von der Ermordung Martin Luther Kings und Robert Kennedys ein, zusammen bilden sie eine fast unheimliche Einheit. Ein Film ĂŒber eine Zeit, als Rockmusik noch gefĂ€hrlich war.“

Termine:
Freitag, 14.01.2011, 20.15 Uhr: Musikalische Einstimmung mit Songs der Zeit. – Die Musik-Boutique Ladenburg stellt den „DJ“. – Dazu gibt es Bier & Sekt.

Weitere Termine: Sa, 15.01.2011, 20.15 Uhr, So 16.01.2011, 18 Uhr, Di 18.01.2011, 20.15 Uhr.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

Die Stille nach dem „Sturm“

Guten Tag!

Hirschberg, 15. November 2010. „Verletzte Seelen“ stehen bei amnesty international im Vordergrund. Bei der gleichnamigen Ausstellung im Ladenburger Domhof mit Kunstwerken von Bernd Gerstner, genauso wie beim Filmabend am 12. November 2010 im Olympia-Kino, der ebenfalls unter dem Namen „Verletzte Seelen“ stattfand.

Von Anna Ewald

„Ich wĂŒnsche ihnen einen angenehmen, aber auch nachdenklichen Abend.“ So bereitet Reinhard Christmann die rund 50 jungen und alten Besucher des Olympia Kinos in Leutershausen auf den Spielfilm „Sturm“ vor (2009, Buch: Urs Fiechtner, Regie: Hans-Christian Schmid). Der Abend wird nicht angenehm werden – aber sehr nachdenklich machen.


Quelle: homepage „Sturm“.

Am Anfang der Vorstellung sind im Kinoraum noch fröhliche GesprÀche zu hören. Nach dem Film ist es still. Keiner sagt etwas. Zu sehr hat die Handlung die Zuschauer beeindruckt.

„Sturm“- ernst und emotional.

Die Jugoslawienkriege haben Unrecht hinterlassen. In den Jahren dannach gilt es diese zu beseitigen: UngeklÀrte Kriegsverbrechen sollen aufgedeckt und die TÀter verhaftet werden.

Das ist auch der Job von Hannah Maynard (Kerry Fox). Sie ist AnklĂ€gerin im Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Angeklagter ist Ex-General Durič, der in Bosnien zahlreiche Kriegsverbrechen begangen haben soll. Doch nachdem die Richter Hannahs Zeugen Alen nicht glauben wollen, erhĂ€ngt er sich.

Szenbild aus "Sturm". Quelle: "Sturm"

Hannah gelingt es eine neue Zeugin zu finden. Alens Schwester Mira. Doch der Prozess in Den Haag erweist sich als schwierig, denn bosnisch-serbische Nationalisten verfolgen Mira und lassen sie ihre Vergangenheit nicht vergessen: Sie war ein Opfer des Kriegsverbrecher Durič, der Frauen in ein Hotel brachte und von Soldaten vergewaltigen ließ.

Alle Verbrechen könnten aufgeklĂ€rt werden, allerdings lĂ€sst das Gericht nicht zu, dass die Zeugin Mira auch zu ihrem Schicksal im Hotel angehört wird. Sie soll nicht darĂŒber aussagen.

Krieg hinterlÀsst Unrecht.

Beeindruckend war, wie deutlich es wurde, dass Rechtsprechung nicht gleich Gerechtigkeit ist. Mira und sÀmtliche anderen Frauen, die dieses Schicksal ertragen mussten, schaffen es nicht, durch das Gericht auch Gerechtigkeit zu erlangen.

Kriegsopfer vergessen das Erlebte nie wieder. Sie leiden auch nach dem Krieg noch ewig unter ihrem Schicksal. Das zeigte Mira aus dem Film. Doch auch in RealitĂ€t ist das nicht anders. „Verletzte Seelen“ bleiben ĂŒbrig. Auch nach Ende der Folter und des Kriegs.

„Und diese „verletzten Seelen“ leben heute mitten unter uns“, sagte Wiebke Dau-Schmidt von der Kinoförderung Leutershausen.

Auch heute gibt es noch nicht in jedem Land garantierte Menschenrechte. „amnesty international kann helfen, denn der grĂ¶ĂŸte Feind der Menschenrechtsverletzungen ist die Öffentlichkeit“, antwortete Reinhard Christmann auf die Frage eines Besuchers, wie man helfen könne.

Die Stille nach dem „Sturm“.

Nach dem Film sollte eigentlich noch eine Diskussion mit Urs Fiechtner ĂŒber den Film stattfinden. Aber es verlĂ€uft alles ein bisschen anders, denn der Autor ist nicht da. „Ich finde, dieser Film wirkt am besten, wenn man schweigt.“ Das bemerkt jemand aus dem Publikum. Alle anderen sehen das genauso. Sie nicken und schweigen.

Keiner fĂŒhlte sich noch in der Lage zu diskutieren, denn das ernste Thema brachte jeden zum Nachdenken. Und als die Besucher „entlassen“ werden, bleibt es immer noch ruhig. Es fĂ€llt schwer die komplexe und auch emotionale Handlung einfach wieder zu vergessen. Und jeder wird sicher noch lĂ€nger ĂŒber „Verletzte Seelen“ nachdenken.

Über den Autor:
Urs Fiechtner wurde 1955 in Bonn geboren und wuchs in Chile auf, kam allerdings wieder nach Deutschland zurĂŒck. Er hatte sich von Anfang an der Literatur verschrieben.
Fiechtner ist MitbegrĂŒnder des Ulmer Behandlungszentrums fĂŒr Folteropfer, das 1995 auf die Initiative von amnesty international und BĂŒrger aus Ulm gegrĂŒndet wurde. Es bietet professionelle Behandlung fĂŒr Menschen, die Folter und Menschenrechtsverletzungen am eigenen Leibe gespĂŒrt haben.

Tipp:
Der Film lÀuft noch heute und morgen, 15.+16. November 2010 in der Abendvorstellung um 20:15 Uhr im Olympia-Kino.

Lesetipp:
Ausstellung „Verletzte Seelen“ in Ladenburg.

Anmerkung der Redaktion: Anna Ewald (16) ist Gymnasiastin in Schriesheim, interessiert sich sehr fĂŒr Politik und Medien und absolviert ein schulbegleitendes Praktikum bei uns. Dabei lernen junge Menschen bei uns, was Journalismus ist: Handwerk, Öffentlichkeit und verantwortliche Meinung.
Wir legen dabei einen besonderen Wert auf den eigenen Blick dieser jungen Menschen. Sie berichten aus ihrer subjektiven Perspektive, was sie mit wem zu was wie erleben. Wir unterstĂŒtzen sie dabei journalistisch und redaktionell.
Hier finden Sie eine Übersicht aller Texte von Anna Ewald auf dem ladenburgblog.
Wer Interesse an einem Praktikum hat, kann sich gerne formlos bewerben – allerdings sind erst ab April 2011 wieder PlĂ€tze frei.

Diese Woche: Tipps und Termine

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Guten Tag!

Tipps und Termine fĂŒr den 15.-21. November 2010. Jeden Montag erscheinen ab sofort unsere Veranstaltungstipps fĂŒr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Termine finden Sie ins unseren Kalendern fĂŒr Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg.

Bis Samstag, 27. November, Kulturscheune

kulturscheune

Ausstellung in der Kulturscheune. Bild:privat

Viernheim. Die Ausstellung zu den Arbeiten 2003 – 2010 der beiden Heddesheimer KĂŒnstler Bernd Gerstner und Roland Schmitt in der Viernheimer Kulturscheune wurde noch bis Samstag, 27. November 2010 verlĂ€ngert. Zu sehen sind Bilder und Skulpturen aus den Jahren 2003 bis 2010. Die erste gemeinsame Ausstellung fand 2004 statt.

Die Bilder von Bernd Gerstner entstehen aus natĂŒrlichen Materialien wie Erde, Ackerboden, Sand und Marmor. Roland Schmitt schafft Installationen und Skulpturen aus Holz. Ihre gemeinsamen Arbeiten sind wie „aus einem Guß“.

Ort: Kulturscheune Viernheim, Satonévriplatz 1, Viernheim
Öffnungszeiten
: Dienstag 10.00 bis 17.00 Uhr, Mittwoch 14.00 bis 17.00 Uhr, Donnerstag 10.00 bis 13.00 Uhr und 15.00 bis 19.00 Uhr , Freitag 14.00 bis 17.00 Uhr, Samstag 10.00 bis 12.00 Uhr.

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Seit 2. November bis 31. Januar 2011, SeniorenbegegnungsstÀtte

Viernheim. Ausstellung von Heidi Kronauer in der SeniorenbegegnungsstĂ€tte Heddesheim. Sie zeigt Bilder in Acryl. Dem weißen Nichts Leben einzuhauchen, das ist es, was die HobbykĂŒnstlerin an der Malerei liebt.

Sie malt bevorzugt modernes Stillleben, aber auch Trendiges und Irreales.

Ort: SeniorenbegegnungsstÀtte Heddesheim
Öffnungszeiten
: Montag bis Freitag: 14:00 – 17:00.
Eintritt frei

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Montag, 15. November, 20:15 Uhr, Olympia-Kino

Hirschberg. Das Olympia-Kino zeigt den Spielfilm „Sturm“.
Ein bewegender Film ĂŒber die Opfer und TĂ€ter der Jugoslawienkriege, der in der Ausstellungsreihe „Verletzte Seelen“ gezeigt wird. Lesen Sie dazu unseren Artikel auf dem hirschbergblog (Die Stille nach dem „Sturm“) und den Artikel zur Ausstellung in Ladenburg auf dem ladenburgblog (Ausstellung: “Verletzte Seelen-€, Small-Talk und Nachdenken ĂŒber Menschenrechte).

Ort: Olympia-Kino Leutershausen, Hölderlinstr. 2
Karten
Programmansage und Telefon, Tel. 06201-509195

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Montag, 15. November, 20 Uhr, BĂŒrgerhaus

Heddesheim. Theater im BĂŒrgerhaus – Zieh den Stecker raus, das Wasser kocht. Eine Komödie von Ephraim Kishon mit Rainer Delventhal, Nina Selchow u.v.a. Ein „junger, unbekannter Maler“ in Jerusalem, Raphael Schlesinger, ein Verehrer Rembrandts und der gegenstĂ€ndlichen Malerei, malt gerade den wunderschönen RĂŒcken seiner Freundin und Geliebten.

Ein ebenso anmaßender wie einflussreicher Kunstkritiker-Papst besucht zufĂ€llig das Atelier Schlesingers und entdeckt dort die „kosmische mobiliarische Kunst“. Diese besteht aus einem simplen, wackligen Tisch, darauf ein Stuhl, darunter ein Hocker, darauf ein kochender Teekessel, darunter ein wackliger Sessel, -۩

Ort: BĂŒrgerhaus, Unterdorfstr, 2
Karten
nur im Rathaus, BĂŒrgerservice, Tel. 06203-101-200

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Dienstag, 16. November, 20 Uhr, BĂŒcherecke

Heddesheim. Buchvorstellung und Lesung – Siegfried Laux. Der Mannheimer Siegfried Laux liest in der BĂŒcherecke am Rathaus aus seinem Buch „Mannheimer Erinnerungen“. Musikalische Begleitung: Christian Oberbauer.

Ort: BĂŒcherecke, Unterdorfstr. 4, Heddesheim
Eintritt
: 5 Euro.

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Mittwoch, 17. November, 20 Uhr, Alte Synagoge

axel zwingenberger

Boogie Woogie-Spezialist Axel Zwingenberger. Bild: privat

Hirschberg. Axel Zwingenberger spielt Blues und Boogie Woogie. Einzigartiges Konzert in der Region – in der Reihe Jazz & Wein. Es ist dem Förderkreis Olympia-Kino gelungen, den legendĂ€ren Boogie-Woogie-Pianisten Axel Zwingenberger an die Bergstraße zu holen – zu seinem einzigen Konzert. Zwingenberger gibt Konzerte in der ganzen Welt und ist schon mit Jazz-GrĂ¶ĂŸen wie Big Joe Turner, Lionel Hampton, Champion Jack Dupree und Mama Yancey aufgetreten. Das Konzert findet in der Reihe „Jazz & Wein“ statt, bei der feine Weine der Winzergenossenschaft Schriesheim angeboten werden. Der Veranstaltungsort ist ausnahmsweise nicht das Olympia-Kino, sondern die ehemalige Synagoge mit ihrem großen FlĂŒgel.
Ort:
Alte Synagoge, Hauptstraße 27, Leutershausen.
Eintritt:
18 Euro/ Mitglieder des Förderkreises 16 Euro.
Vorverkauf:
Postagentur (Leutershausen), Tel. 06201-590028, Schreibwaren Schuhmann (Großsachsen), Tel, 06201-53012, Opus (Schriesheim), Tel. 06203-937684.

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Donnerstag, 18. November, 19:30 Uhr, Alte Synagoge

Hirschberg. Der Junge Chor des MGV 1850 Hohensachsen prĂ€sentiert sich erstmals in der Alten Synagoge in Hirschberg- Leutershausen. Nach vielen erfolgreichen Auftritten des noch jungen Chors, dessen GrĂŒndung dieser Tage gerade mal sechs Jahre zurĂŒckliegt und zwei bestens gelungenenen Herstkonzerten in der Weinheimer Peterskirche und im a2 Keller, singt der Junge Chor am Donnerstag, den 18. November 2010, in der Alten Synagoge.

Mit viel Freude am Singen und unter der Leitung von Margit Pöhlert proben wöchentlich etwa 45 SĂ€ngerinnen und SĂ€nger im SĂ€ngerheim des MGV 1850 Hohensachsen mit viel Schwung und Elan fĂŒr das bevorstehende Konzert. AufgefĂŒhrt werden internationale Pop-Songs, Jazz- Standards und Film-Titel sowie romantische Lieder, die alle von der Chorleiterin selbst gesetzt und fĂŒr den Chor arrangiert wurden.

Gern gehörte Songs wie „Can you feel the Love tonight“, „For the longest time“ oder „Jetzt oder Nie“ von Udo JĂŒrgens, jazzige Arrangements wie „Moonglow“, „Poinciana“ oder „How high the moon“ sowie Film-Musiken und klassische RaritĂ€ten wie „Les avions en papier“, „Gabriella-ÂŽs Song“ und „Come again“, „Belle, qui te ma vie“ oder Leonard Cohens „Halleluja“, der italienische Klassiker „Un amore cosi grande“ sowie die irische Volksweise „Sally gardens“ versprechen einen erlebnissreichen und genußvollen Konzert- Abend im gediegenen Ambiente der Alten Synagoge in Hirschberg- Leutershausen.

Die SĂ€ngerinnen und SĂ€nger aus Hirschberg, Weinheim hier insbesondere aus Hohensachsen und LĂŒtzelsachsen, Hemsbach und der hessischen Bergstraße laden, zusammnen mit ihrer Chorleiterin Margit Pöhlert, Sie zu diesem Konzert am Donnertag, den 18. November 2010 ganz herzlich ein. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr, die Synagoge öffnet um 18.45 Uhr.

Der Eintritt ist frei, Spenden werden gerne entgegengenommen. Mit Brezeln und Schriesecco oder Orangensaft können sich die Besucher in der Pause
stĂ€rken. Wir freuen uns auf einen netten Abend mit Ihnen – Ihr Junger Chor.

Ort: Alte Synagoge, Hauptstraße 27, Leutershausen
Eintritt frei

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Sonntag, 21. November, 14:30 Uhr, Altes Rathaus

Heddesheim. Seit Sonntag, 14. November 2010 zeigt der Kunstverein Heddesheim die Ausstellung „Hommage an Hilde Domin“ mit Bildern von Veronika Drop zu den Gedichten der Hilde Domin. Die Ausstellung ist geöffnet bis Sonntag, 12. Dezember, immer sonntags von 14 bis 17 Uhr. Begleitende Veranstaltung: „Ich will dich“ – Begegnung mit Hilde Domin. Ein Film von Anna Ditges jeweils sonntags wĂ€hrend der Öffnungszeiten. Sonntag, 21. November. 14:30 Uhr. Vortrag/Lesung mit der Schriftstellerin Marion Tauschwitz, Autorin von „Das ich sein kann, wie ich bin – Hilde Dormin. Die Biografie“, um 14:30 Uhr.

Ort: Altes Rathaus
Eintritt frei

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Sonntag, 21. November, 18 Uhr, Kaiserkeller

Ladenburg. Die Gruppe Blackwater kommt direkt von der GrĂŒnen Insel nach Ladenburg und verwandelt den Keller in einen irischen Pub. Auf ihrer „Home Away from Home“-Tour spielen die sechs Musiker die ganze Irish-Folk-Bandbreite von traditionellen StĂŒcken wie Jigs, Reels und Hornpipes ĂŒber gefĂŒhlvolle Balladen bis hin zu stimmungsvollen gĂ€lischen Songs.

blackwater

Blackwater: Original Irish.

Lieder voller Melancholie und Sehnsucht – aber auch StĂŒcke voller Lebensfreude, zum Mitsingen und Mitmachen. Die Gruppe kommt aus Dungarvan. Die Vielfalt ihrer Darbietungen spiegelt sich in ihren Musikern wieder: Caroline King (Akkordeon und Gesang), Nicky Power (Flöten), Michael „Finnegan“ Flynn (Bodhran, Bones, Gesang), Michael Phil McKavera, Fiddle McKenna (Button-Akkordeon), Christy O’Neill (Gitarre, Gesang).

Ort: Kaiserkeller, Ladenburg
Karten: 12 bze. 8 -‚¬ bei „BĂŒcher am Markt“ und an der Abendkasse

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Jeden Montag gibt es Tipps und Termine aus unserem Berichtsgebiet und der Region. Sie möchten mit Ihrer Veranstaltung auch gerne dabei sein? Dann schreiben Sie uns an die jeweilige Redaktion. Wir ĂŒbernehmen Termine aus unserem Berichtsgebiet in den jeweiligen Terminkalender sowie ausgewĂ€hlte Termine in unsere Übersicht „Diese Woche“:
Termine Heddesheimblog.de
Termine Hirschbergblog.de
Termine Ladenburgblog.de
Termine Weinheimblog.de
Und fĂŒr Termine aus anderen Gemeinden an:
Termine Rheinneckarblog.de

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Das hirschbergblog

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Schnell, virtuos, sympathisch – Trio a grande vitesse im Olympia-Kino

Guten Tag!

Hirschberg, 17. Juni 2010. Grandiose Musik erkennt man woran? Am eigenen Geschmack – fĂŒr Klassikfans sind die Beatles, die Stones, AC/DC nicht einmal existent. Lena mag Deutschland „bewegt“ haben – im Olympia-Kino Leutershausen rauschte am 16. Juni 2010 ein Hochgeschwindigkeitszug durch den Abend. Eine Kritik ohne Ende.

Von Hardy Prothmann

Cathrin Ambach, Joachim Sum und Jochen Seiterle. Bild: hirschbergblog

Al di Meola habe ich noch nie live gesehen – dafĂŒr aber Paco de Lucía. Großartige Gitarristen – genauso wie John McLaughlin.

Und ich habe viele Aufnahmen dieser Ausnahmemusiker. Ich kenne ihre Musik, ihre Kunstfertigkeit. Ich habe sie oft gehört, bin mit ihrer Musik vertraut, wundere mich ĂŒber die Einfachheit ihres Spiels und bin immer wieder erstaunt, wie viel komplexer es wird, umso einfacher man die Musik erleben will.

Heute Abend war ich fĂŒr sechs StĂŒcke Gast bei tegeve – Cathrin Ambach, Joachim Sum und Jochen Seiterle.

Ich konnte nur die ersten sechs von achtzehn StĂŒcken miterleben und bin zutiefst enttĂ€uscht – dass ich nicht mehr Zeit hatte.

Al, Paco und John hĂ€tten ein tiefes Loch in meinen Geldbeutel gerissen, weil diese Ausnahmemusiker zu recht Superstars sind. FĂŒr ein kleines Geld konnten die rund 50 GĂ€ste im Olympia-Kino Leutershausen aber drei absolut herausragende Musiker erleben.

Erleben ist das richtige Wort – es macht einen sehr großen Unterschied, ob man ausgefeilte Musik als „industrielle“, perfekte Produktion von einem DatentrĂ€ger konsumiert oder live, unplugged und vom GefĂŒhl getrieben, wie im Olympia-Kino von diesem spielfreudigen Hochgeschwindigkeitszug „tegeve – trio à grande vitesse“ mitgerissen wird.

Um eins vorab klarzustellen: Wenn ich jetzt Cathrin Ambach lobe, hat das nichts damit zu tun, dass sie eine Frau ist und gleichzeitig genau damit.

Sie war fĂŒr mich der Star des Abends, weil ihr Spiel der Querflöte die beiden wilden MĂ€nner an den Gitarren immer wieder besĂ€nftigt und geordnet hat. Die Querflöte ist ein unglaublich schönes Instrument – besonders, unnachahmlich und verzaubernd im Klang – wenn man sie spielen kann wie Cathrin Ambach.

Klar, raffiniert und prÀsent. Sum und Seiterle, der gerne mal seine Spucke auf der Gitarre quietschen lÀsst, hauen rein, was das Zeug hÀlt, wenn ihnen danach ist.

Eine Querflöte kann das nicht. Sie kann einen nur durch ihren Klang verzaubern. Frau Ambach spielt diesen Klang.

Ihre Kollegen, im Hochgeschwindigkeitsrausch, hauen in die Saiten, was das Zeug hĂ€lt. Seiterle ist eindeutig ein Punker, ein VerrĂŒckter, der zufĂ€llig in einem geordneten Ensemble spielt, dabei aber wie ein Zugsurfer wirkt. Er hat Spaß am Bruch und lebt das auch mit Zustimmung seiner Mitreisenden aus.

Sum ist eindeutig die Mitte dieser grandiosen Formation. Wahrscheinlich ist er der Analytiker, der Arrangeur. Zumindest muss man das glauben, wenn man dieses Trio erlebt. Sum sitzt in der Mitte, Seiterle singt Töne mit, wo es keinen Text gibt, reißt an der Gitarre rum, Ambach holt die „wilden Jungs“ mit mĂ€rchenhaften Tönen wieder in die Gemeinschaft zurĂŒck.

Ich habe das tegeve heute zum ersten Mal erlebt. Und ich bin sicher, dass der Rest des Auftritts grandios war. Mich haben die drei Ausnahmemusiker mitgerissen und fasziniert.

Sie waren schnell und wĂ€re ich ein bornierter Kritiker, wĂŒrde ich den ein oder anderen nicht 100-prozentigen Einsatz kritisieren und auf die Götter im Musiker-Olymp verweisen.

Ich bin aber nur ein Mensch und ein Musikfreund. Dieses Trio, tegeve, hat mir fĂŒr einen kurzen Moment mein Leben sehr bereichert. Ihre Spielfreude, die schöne Auswahl von adaptierten und eigenen StĂŒcken, die humorvollen Moderationen, die hinreißende Performance auf der BĂŒhne haben mir fĂŒr sechs StĂŒcke oder eine knappe Stunde ein wunderbares GefĂŒhl gegeben.

Und ich bin fest entschlossen, mich ganz bald an einem ganzen Konzertabend mit diesem Hochgeschwindigkeitszug „tegeve“ zu berauschen – dann werde ich keine Zeile schreiben, sondern einfach nur genießen. 🙂

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Kleinkunst: tegevé – trio à grande vitesse im Olympia-Kino

Guten Tag!

Hirschberg, 02. Juni 2010. Veranstaltungstipp: Am 16. Juni 2010 wird es rhythmisch im Olympia-Kino. Das „trio à grand vitesse“ (Trio der hohen Geschwindigkeit) wird sĂŒdlĂ€ndische Musik, Flamenco, Latin und Tango prĂ€sentieren.

Mitteilung des Olympia-Kinos:

trio à grande vitesse: packende Rhythmen. Bild: privat

„tegevé – trio à grande vitesse“ spielt hochvirtuosen Akustik-Jazz mit EinflĂŒssen aus dem Flamenco, Balkan, Latin und Tango. Die Musiker von tegevé sind: Cathrin Ambach (Querflöte), Joachim Sum (Gitarre) und Jochen Seiterle (Gitarre).
Neben StĂŒcken des legendĂ€ren „Friday Night in San Francisco“- Albums von John McLaughlin, Al di Meola und Paco de Lucia sind Bearbeitungen der leidenschaftlichen Tangomusik Astor Piazzollas, rasante StĂŒcke von Egberto Gismonti sowie eigene Kompositionen zu hören. Zu packenden Rhythmen entfalten sich fesselnde Improvisationen, auf mediterrane GitarrenklĂ€nge folgen atemberaubende LĂ€ufe. Mitreißende Musik auf höchstem Niveau.
Pressestimmen:
„Rhythmisch packend, lyrisch meditativ, metrisch vertrackt und balladesk vertrĂ€umt – selten hat man solch vielseitige, leidenschaftliche, hinreißend gespielte und gleichzeitig technisch perfekte Musik quer durch die Klangwelten gehört.“ –
„Dass tegevé bei aller solistischen Freiheit durch einen kompakten und vollendet harmonischen Gleichklang hervorsticht, machte das Konzert zu einer fesselnden Überraschungstour durch feinsinnig komponierte Tonlandschaften“

Zeit: Mittwoch, 16. Juni 2010, 20 Uhr
Ort: Olympia-Kino, Hölderlinstr. 2, 69493 Hirschberg-Leutershausen
Eintritt: 13 Euro / Förderkreis-Mitglieder 11 Euro

Vorverkauf:
Postagentur (Leutershausen) Tel. 06201 – 590028
Schreibwaren Schuhmann (Großsachsen) Tel. 06201 – 53012
Opus (Schriesheim) Tel. 06203 – 937684

Vorbestellung möglich unter: foerderkreis@olympia-leutershausen.de oder Tel. 06201 – 53600″

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

Ernst Lubitsch und Jens Schlichting im „Olympia Kino“

Guten Tag!

Hirschberg, 05. Mai 2010. Der große Stummfilmabend im Olympia-Kino ist ein Event – eines der Bilder und eines der Musik. Heute Abend trafen sich Ernst Lubitsch und Jens Schlichting im Olympia-Kino zu einem Experiment.

Von Hardy Prothmann

Was passiert, wenn ein „junger“ Film auf einen erfahrenen Musiker trifft? Die Improvisation des Moments.

Der „junge“ Film „Die Austernprinzessin“ wurde 1919 uraufgefĂŒhrt und fiel der Zensur zum Opfer. Zu komisch. Zu kritisch?

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Jens Schlichting - spielt das "Stumme" des Films am Klavier weg in Sprache und Emotionen. Bild: hirschberglog

Jens Schlichting sitzt im Olympia Kino, ĂŒber 90 Jahre spĂ€ter und tut etwas, was er tun darf und niemand zensiert: Er improvisiert.

In einer Ecke vor der Leinwand ist auf einem Podest ein Klavier aufgestellt. Der Klangkörper nach vorne offen. Davor sitzt Jens Schlichting.

Der schaut auf die Leinwand und lÀsst die Finger spielen, was ihm und ihnen einfallen.

Das Kino ist mĂ€ĂŸig, aber interessiert gefĂŒllt. Rund 70 GĂ€ste wollen sich zwei Filme von Ernst Lubitsch anschauen: „Die Austernprinzessin“ und „Ich möchte kein Mann sein“.

Beide Filme sind selbst improvisiert. Aber mit großem gestalterischem Können. Lubitsch hat sich auch im kritischen Fach probiert – und scheiterte.

Sein Weg, Komödien zu produzieren, traf den Geschmack des Publikums. So gut, dass selbst Komödien der Zensur in Deutschland unterlagen. Die Austernprinzessin wurde mit einem „Jugendverbot“ belegt.

Warum? Weil die Menschen im Kopf das Kino weiterdrehten, dass Lubitsch 1919 nur andeutete.

Ob Jens Schlichting damals so frei hĂ€tte improvisieren dĂŒrfen? Wohl kaum.

Der Pianist spielt frech und frei zu dem, was er sieht.

Die Augen sind auf den Film gerichtet, die HĂ€nde und Finger tun, was sie tun mĂŒssen: Das, was er sieht, in Musik umzuwandeln.

Mehr als zehn Jahre spielt Schlichting schon zu Stummfilmen im Olympia Kino. FĂŒr Honorar, aber zu einem „Freundschaftspreis“.

Das Spiel zum Stummfilm ist gekonnt. Schlichting ist ein erfahrener Pianist, der weiß und fĂŒhlt, was er spielt.

Ein Mal hat er sich den Film vorher angeschaut.

Gibt es eine feste Musik zum Film? „Das weiß ich nicht. Und wenn, ich improvisiere.“

Wie geht die Improvisation? „Ich gucke und dann spiele ich.“

Das können nicht viele Pianisten – einfach spielen. Die meisten brauchen eine klare Notierung.

Wenn Jens Schlichting Stummfilme musikalisch interpretiert, ist das jedes Mal eine „UrauffĂŒhrung“, die niemals wieder so gespielt werden wird.

Das ist ein großartiges Geschenk an die Kinobesucher. Sie erleben etwas Einmaliges.

Einen Ernst Lubitsch, der als deutsch-jĂŒdischer Regisseur die Filmgeschichte mitbestimmt hat.

Eine Ossi Oswalda als VorkÀmpferin der Emanzipation, lange bevor Alice Schwarzer geboren wurde.

Und einen zeitgenössischen KĂŒnstler, der an diesem Abend frank und frei in die Tasten greift – in Hirschberg aber schon lange die musikalische Gemeinde mitgestaltet.

Jens Schlichting ist ein herausragender Pianist.

Und er kann improvisieren – was außergewöhnlich ist.

WÀhrend die stummen Bilder laufen, erzÀhlt er sie auf den Tasten weiter.

Es gibt BrĂŒche. Im Film und in seiner Interpretation: „Ich kann fĂŒr nichts garantieren.“

Manchmal sucht sein Spiel den Ton. Es wird geheiratet, der Hochzeitsmarsch erklingt und Sekunden spÀter ist all die Begeisterung vorbei.

Wie soll man so etwas umsetzen?

Die Antwort ist: Man weiß vorher, was passiert und stellt sich darauf ein.

Oder man spielt und ist offen und frei. Versucht den „Flow“ zu finden. Lubitsch hatte den „Flow“. Schlichting hat ihn meistens auch.

Der Film ist Geschichte. Die AuffĂŒhrung ist real. Die Musik ist intuitiv.

Alles zusammen ist ein Ereignis.

Eines, das locker mit den „Blockbustern“ konkurrieren kann.

Denn die zeigen immer nur dasselbe.

Ernst Lubitsch und Jens Schlichting sind im Olympia Kino exklusiv.

Einmalig, nicht wiederholbar.

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Das unglamouröse Leben dreier unglamouröser Frauen

Guten Tag!

Hirschberg, 09. MĂ€rz 2010. Das Olympia Kino zeigte am 08. MĂ€rz 2010 zum Weltfrauentag die Dokumentation „Wasser und Seife“. Das Leben dreier Waschfrauen ist hart, eintönig und eindeutig nicht schön. Die Frauen tragen es mit WĂŒrde und reden sich ihr Leben zufrieden. Was sollen sie auch sonst tun?

Von Sabine Prothmann

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FrĂŒher WĂ€scherin - heute Rentnerin: Monika SchĂŒckher. Bild: hblog

Monika SchĂŒckher ist von Hamburg nach Hirschberg gereist. Sie ist ĂŒber 60 Jahre. Ihr Begleiter ist ihr Hund Bonnie. Monika SchĂŒckher ist WĂ€scherin und sie ist Protagonistin des Films „Wasser und Seife“, der anlĂ€sslich des Weltfrauentags im Leutershausener Kino „Olympia“ gezeigt wurde.

Nur gut die HĂ€lfte des kleinen Kinos ist gefĂŒllt, der Film ist kein Hollywood Blockbuster und Monika SchĂŒckher ist keine Angelina Jolie. Der Film zeigt auch keine Seifenoper, sondern das unglamouröse Leben von drei unglamourösen Frauen, die in Hamburg in einer Reinigung arbeiten.

Gerti Franzen, Tatjana Beth und Monika SchĂŒckher sind die drei Protagonistinnen in dem Film von Susan Gluth, der 2009 mit dem Norddeutschen Filmpreis im Bereich „Beste Dokumentation“ ausgezeichnet wurde.

Kein Stoff, aus dem die TrÀume sind.

Es ist nicht der Stoff aus dem TrĂ€ume gemacht werden, was Susan Gluth in ihrer Dokumentation zeigt. Die Frauen sind nicht schön. Ihre Wohnungen sind nicht schön. Ihre Arbeit ist nicht spannend. Ihre Freizeit ist nicht spannend. 85 Minuten Film fĂŒhlen sich beim Zuschauen wie 20 Jahre „Wasser und Seife“ an.

Der Film zeigt das Leben dreier Frauen, die in unserer Mitte leben. Nichts an ihren Leben ist außergewöhnlich. Sie sind weder besonders mutig, noch haben sie Besonderes erlebt. Nichts unterscheidet sie von vielen anderen Frauen, die ein Leben lang hart arbeiten mĂŒssen – aber sie tun es mit WĂŒrde, wie viele andere auch.

Susan Gluth hat die Geschichte der drei Hamburger WÀscherinnen mit ruhigen Bildern eingefangen. Sie hÀlt drauf, ohne distanzlos zu werden.

Der Zuschauer erlebt deren Alltag in fortlaufender Wiederkehr, zur Arbeit fahren, WĂ€sche sortieren, WĂ€schetrommeln fĂŒllen, glĂ€tten, mangeln, bĂŒgeln, falten. Nach Hause fahren, einkaufen, kochen, Fernsehen schauen, Familie treffen, mit dem Hund spazieren gehen.

Aus drei Wochen wurden 20 Jahre.

FrĂŒh aufstehen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit, um 7 Uhr anfangen und dann WĂ€sche sortieren, WĂ€schetrommeln fĂŒllen, glatt streichen, mangeln, bĂŒgeln, falten, sortieren, glĂ€tten, bĂŒgeln, mangeln, falten – unspektakulĂ€r, unaufgeregt, immer wieder die gleichen Handgriffe.

Jeden Tag. Jede Woche. Jeden Monat. Jedes Jahr. Jahre,- jahrzehntelang.

„Ich sollte drei Wochen als Aushilfe vor Weihnachten dort arbeiten“, sagt Monika SchĂŒckher im Film und auch spĂ€ter im GesprĂ€ch, daraus sind ĂŒber 20 Jahre geworden.

Es zischt, es dampft, es schĂ€umt, es ist laut, es ist heiß, es ist stressig. Die WĂ€sche ist schwer, vor allem, wenn sie nass ist. Es ist eine Knochenarbeit.

Zwischen die immer wieder kehrenden Bildern der gleichförmigen Arbeit mischt der Film Informationen ĂŒber das Leben der drei Frauen.

Nicht viel Schönes.

Gerti lebt allein. Sie ist schon lange geschieden – doch das Hochzeitsbild hĂ€ngt noch immer an der Wand. „Warum sollte ich es abhĂ€ngen, wir haben uns ja im Guten getrennt, ich habe von ihm immer alles bekommen, aber dann hat er mich zwei Jahre lang betrogen, da bin ich gegangen“, erzĂ€hlt sie. An die Geburt der einzigen Tochter denkt sie gerne: „Sonst war nicht viel Schönes“, sagt Gerti.

Jetzt muss sie jeden Cent umdrehen, sie muss sparen und ans Alter denken. Der Job wird schlecht bezahlt.

Tatjana lebt mit ihrem Mann, der Konditor ist, in einer Wohnsiedlung, sie leben weit oben, sie schwĂ€rmt vom Ausblick. Die Nachbarn kennt sie nicht, „hier lebt jeder nur fĂŒr sich, hier werden die TĂŒren geschlossen, wenn man auf den Flur tritt.“ FĂŒnf Minuten weiter wohnt die Schwester und gleich dahinter die Mutter, die Familie ist ihr ganz wichtig: „Wir sehen uns und telefonieren tĂ€glich.“

„Es gibt keine Mittelschicht mehr, nur ganz oben oder ganz unten, wir sind der Arsch“, sagt der Mann.

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Zuschauer im Olympia-Kino. Bild: hblog

„Ganz klar Mittelschicht“, sagt Monika. Sie ist zufrieden mit ihrem Leben. Jeden Tag fĂ€hrt sie eineinhalb Stunden zur Arbeit. Wenn sie den Anschluss-Bus verpasst, gönnt sie sich eine Tasse Kaffee: „Das muss sein“, sagt sie.

Mit 16 fingt Monika in der „Großen Freiheit“ an.

Ihr Leben war nicht immer so gut. Mit 16 hat sie in der „Großen Freiheit“ in der KĂŒche angefangen zu arbeiten. Sie war auch mal verheiratet und hatte vier Kinder. Der Mann hat gesoffen, sagt sie: „Das konnte ich nicht mehr aushalten, dann bin ich abgehauen nach Berlin.“ Auch die Kinder hat sie bei ihm gelassen. Zu ihnen hat sie keinen Kontakt, erfĂ€hrt der Zuschauer. Das sagt sie lakonisch, fast unemotional. Das ist hart, nicht nachvollziehbar.

Nach der Arbeit geht Monika einkaufen, Bohnen, Kartoffeln: „Ich mache oft Eintopf.“ Sie geht mit dem Hund spazieren, zum Geburtstag bekommt Hund Bonnie Schweinebraten und ein neues Halsband. Sie kĂŒmmert sich gut um ihn – als wĂ€re er ein Kind.

Hoffen auf den großen Bingo-Gewinn.

Sie hofft beim Bingo irgendwann mal zu gewinnen, vielleicht 1000 Euro: „Dann mache ich eine Weltreise.“ Reisen tut sie gern, meist fĂ€hrt sie in den Schwarzwald, aber sie war schon mal drei Tage am Lago Maggiore und möchte unbedingt mal nach Sylt.

„Die letzten 30 Jahre war mein Leben gut“, sagt Monika. Sie arbeitet gern.

„Schön ist das hier nicht, wie ein GefĂ€ngnis“, sagt Gerti. Ihr Arbeitsplatz ist bei den großen WĂ€schetrommeln. Hier ist es heiß, laut und einsam. „Es fehlen nur noch die Gitter“.

Sie verdienen zu wenig. Das Geld gibt es noch in der LohntĂŒte. „Wir wĂŒrden aber auch jede andere Arbeit machen“, sagen Tatjana und ihr Mann. Auch fĂŒr weniger.

Manchmal arbeitet auch Tatjanas Schwester mit in der WĂ€scherei. Das gefĂ€llt Tatjana, denn sie ist ja Familienmensch. Die Nichte Julia ist wiederholt durch die FĂŒhrerscheinprĂŒfung gefallen. Das Ă€rgert sie, denn die Julia solls mal besser haben.

85 Minuten sind lang – 20 Jahre „Wasser und Seife“ sind lĂ€nger.

85 Minuten zuschauen beim WĂ€sche sortieren, WĂ€schetrommeln fĂŒllen, glĂ€tten, bĂŒgeln, falten. 20 Jahre sind lĂ€nger.

Die Filmemacherin und Kamerafrau Susan Gluth wurde 1968 in Hamburg geboren. Ihr Stiefvater ist der Besitzer der WĂ€scherei Utecht, in der Monika, Gerti und Tatjana arbeiten.

„Ich kenne die Susan schon seit 1978“, erzĂ€hlt Monika auf die Frage, wie das sei, so nah gefilmt zu werden. „Sonst hĂ€tte ich da auch nicht mitgemacht. Ich habe die Kamera völlig vergessen.“

interview

"Ich hatte ein gutes Leben", sagt Monika SchĂŒckher (rechts im Bild: Wiebke Dau-Schmidt). Bild: hblog

100 Stunden hat Susan Gluth in und um die WĂ€scherei gedreht. Eine intensive Arbeit. Übrig blieben 85 Minuten ĂŒber das Leben der drei Protagonistinnen.

Als der Vorhang fĂ€llt, wird geklatscht. Dann kommt Monika SchĂŒckher mit ihrem Hund Bonnie und bekommt großen Applaus.

Sie steht fĂŒr Fragen bereit. Inzwischen ist sie in Rente, aber die WĂ€scherei ruft öfter an: „Kannst du nicht mal kommen“, sagt Monika und strahlt dabei.

Ob sich ihr Leben verĂ€ndert hat, will eine Zuschauerin wissen. „Nö, eigentlich nicht“, sagt Monika. Aber sie ist jetzt doch öfter unterwegs in Deutschland, war in Freiburg und Halle und in anderen StĂ€dten, in denen der Film gezeigt wurde. „Das ist manchmal stressiger als acht Stunden arbeiten.“

Frauen am Rande der Gesellschaft.

„Sind sie inzwischen auch nach Sylt gefahren“, wird Monika gefragt. Ja, die Fahrkarte bekam sie vom Filmteam geschenkt. Dort hat die sie eine Rundfahrt gemacht und zum ersten Mal in ihrem Leben Fisch gegessen. „Da musste ich aufpassen, dass ich nicht wĂŒrge“, sagt die Hamburgerin. „Ich esse nicht gern, was fleucht und kreucht.“

Der Film wurde sogar auf einem Filmfestival in Korea gezeigt. Da wollte sie aber nicht mit: „Ich steig in kein Flugzeug.“

Susan Gluth ist mit „Wasser und Seife“ ein leiser, einfĂŒhlsamer Film gelungen, auch, wenn die Maschinen in der WĂ€scherei zischen und dampfen.

Susan Gluth dreht Filme ĂŒber Menschen am Rande der Gesellschaft, sagt Wiebke Dau-Schmidt, 1. Vorsitzende des Fördervereins des Olympia Kinos, in ihrer EinfĂŒhrung.

Monika, Gerti und Tatjana sind Frauen am Rande. Und doch mittendrin.

Tipp: „Zwei wie Bonnie und Clyde“

Hinweis: Die Veranstaltung fÀllt wegen Krankheit aus!

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„Zwei wie Bonnie und Clyde“
Eine Gauner-Komödie im Olympia-Kino

bc

"Zwei wie Bonnie & Clyde"

Das badische Tourneetheater „Kleine Komödie Thespiskarren“ – gegrĂŒndet von Isabella und Ferdinand von Prondzynski – zeigt seit 10 Jahren mit großem Erfolg seine Theaterproduktionen in Gastspielen auf professionellen BĂŒhnen in Karlsruhe, Mannheim und Heidelberg, aber auch in vielen kleinen StĂ€dten und Gemeinden SĂŒddeutschlands. Das ohne staatliche ZuschĂŒsse oder Subventionen arbeitende Theater hat sich als heitere BĂŒhne zur Aufgabe gemacht, die Menschen zum Lachen zu bringen, und ihnen damit die Möglichkeit zu geben, fĂŒr zwei, drei Stunden dem Alltag zu entfliehen.

„Zwei wie Bonnie und Clyde“ ist eine von viel Situationskomik geprĂ€gte Gaunerkomödie ĂŒber den immerwĂ€hrenden Wunsch der Menschen „reich“ zu sein.
Sie ist aber auch eine pointenreiche „Beziehungsschlacht“ voller Witz, Spannung und ĂŒberraschender Wendungen, eine Herausforderung fĂŒr die Lachmuskeln der Zuschauer. Zwei herrliche Stunden liebevoll inszeniertes Komödientheater.

Pressestimmen: „Sie erheiterten das Publikum mit großem schauspielerischem Können, viel Wortwitz und herrlicher Situationskomik… zwei vergnĂŒgliche Stunden lang amĂŒsierte sich das Publikum-  köstlich..“
„Es war ein Ă€ußerst vergnĂŒglicher Abend, das ungleiche GaunerpĂ€rchen zu beobachten und deren eigener „Markenzeichenkombination“ Badisch/Hochdeutsch fĂŒr sich allein betrachtet bereits Garant fĂŒr Lachsalven des Publikums ist …“

Mittwoch, 17. MĂ€rz 2010, 20 Uhr
Olympia-Kino 69493 Hirschberg-Leutershausen, Hölderlinstr. 2

Eintritt: 14 Euro / Förderkreis-Mitglieder 12 Euro

Vorverkauf ab sofort:
Postagentur Leutershausen (Tel. 06201/590028), Schreibwaren Schuhmann in Großsachsen (Tel. 06201/53012), Opus in Schriesheim (Tel. 06203/937684)

Kartenreservierung ist möglich unter:
foerderkreis@olympia-leutershausen.de oder Tel. 06201 / 53600