Sonntag, 09. Juni 2019

Eltern wünschen sich inklusiven Unterricht, der bisher als Schulversuch läuft

Nele ist ein Kind wie alle anderen – nur gehörlos

Nele und Linn Schüßler besuchen die selbe Grundschule in Heddesheim. Ohne ihre Implantate wäre Nele taub.

Nele und Linn Schüßler besuchen dieselbe Grundschule in Heddesheim. Ohne ihre Implantate wäre Nele (links) aber taub.

Heddesheim/Weinheim/Rhein-Neckar, 16. Oktober 2013. (red/ld) Ihre Taubheit sieht man Ihr nicht an: Sie mag Musik, egal ob laut oder leise. Sie liebt Hip-Hop und Tanzen, Voltigieren und Karate. Nele ist von Geburt an gehörlos. Trotzdem geht die Siebenjährige auf dieselbe Schule wie ihre Schwester. Seit drei Jahren haben Eltern beeinträchtigter Kinder das Recht, ihre Kinder auf eine Regel- und nicht auf die Sonderschule zu schicken. Und das wird sehr gut angenommen – trotz vieler Hürden. [Weiterlesen…]

Erster Erlebnis-Samstag ein voller Erfolg

Trotz Ungewissheit: Bauernhof-Kindergarten stellt sich vor

An der frischen Luft, zwischen Pferden und Stroh, war der Spaß garantiert: (v.l.n.r.) Ellen Kneier-Jost, Ulrike Fulton und Sanja Veres mit den kleinen Besuchern des Marbacher Hofs.

 

Hirschberg, 28. Januar 2013. (red/aw) Die Finanzierung ist längst noch nicht geklärt, die Suche nach Investoren „mühselig“. Trotzdem will der Trägerverein “Bauernhofkindergarten am Marbacher Hof e.V.” Kinder und Eltern auf den Geschmack bringen und ein Bewusstsein für diese Art von Kinderbetreuung schaffen. Beim ersten Erlebnis-Samstag auf dem Marbacher Hof konnte getestet werden, was in Zukunft vielleicht für sechzehn Kinder Alltag wird: Das Leben auf dem Bauernhof.

Von Alexandra Weichbrodt

Ellen Kneier-Jost ist äußert zufrieden mit der Resonanz auf den ersten veranstalteten Erlebnis-Samstag:

Wir haben heute zwölf angemeldete Kinder, die gerne einmal unseren Bauernhof kennenlernen würden.

Eine Resonanz, die etwas überraschend ist. Denn noch weiß man beim Trägerverein überhaupt nicht, wann der Kindergarten tatsächlich eröffnen kann. Das Problem: Die Finanzierung. Nachdem der Gemeinderat die Aufnahme in den Haushaltsplan verweigert hat, sind die Vereinsmitglieder selbstständig auf der Suche nach Förderern und Investoren.

Allerdings ist die Suche sehr mühselig. Wir schreiben viele Stiftungen an, haben schon einige Absagen erhalten, warten aber auch noch auf zahlreiche Rückmeldungen,

so Ellen Kneier-Jost, die Leiterin des Marbacher Hofs und zukünftige Vermieterin des Kindergartens. Sollte er denn eröffnet werden. Dafür kämpft sie mit ihrem Mann Reiner Jost, Landwirt und Pädagoge. Gemeinsam mit drei weiteren Erzieherinnen träumen sie von einem Kindergarten auf dem Bauernhof. Einem Ort, wo der Dialog mit dem Kind im Mittelpunkt steht und individuell herausgefunden werden kann, welche Bedürfnisse das Kind hat.

Dass Eier nicht nur aus dem Supermarkt kommen, ist nur eine Erkentniss von vielen, die die Kinder an diesem Nachmittag machen.

Mit allen Sinnen genießen und erleben

Gepaart mit dem „Erlebnis Bauernhof“ soll den Kindern die Möglichkeit geboten werden, eine eigenständige und gemeinschaftsfähige Persönlichkeit zu entwickeln. Dabei helfen sollen Tiere, Natur und landwirtschaftliche Arbeit.

Auf dem Programm des ersten Erlebnis-Nachmittags stand das „Kennenlernen der Tiere“. Pferde, Kühe, Schafe, Hühner, Schweine, Hunde und Katzen sind auf dem Marbacher Hof zu finden. Da gibt es viel zu gucken für die kleinen Besucher. Der Rundgang beginnt im Stall, mit einer Fühl-Station. Denn auch das gehört an diesem Nachmittag dazu:

Die Kinder sollen mit allen Sinnen genießen und erleben,

sagt Ulrike Fulton. Auch sie ist Mitglied im Trägerverein und Erzieherin und engagiert sich ehrenamtlich, um zukünftig eine alternative Art der Kinderbetreuung auf dem Marbacher Hof anbieten zu können. Mit der Geschichte von den frechen Hühnern „Zick und Zack“ beginnt die Reise durch die Tierwelt auf dem Bauernhof.

Wissen vermitteln und Bewusstsein schaffen

Wie nötig es ist, bei den Kindern ein Bewusstsein für Tiere und Natur zu schaffen, zeigt die Frage: Woher kommen eigentlich die Eier?

Aus dem Einkaufsladen,

ruft der dreijährige Anton. Die Erklärung, dass dies zwar teilweise stimmt, aber irgendwie dann auch wieder nicht, ist Aufgabe der Pädagogen:

Wir sind überzeugt davon, dass Kinder Natur und Tiere brauchen, damit sie zu integrations- und gesellschaftsfähigen Mitmenschen heranwachsen können.

Im Stall dürfen die Kleinen füttern, streicheln und staunen. Hier leben Kühe, Pferde und Schweine. Mit altem Brot nähern sich die ersten Kinder den großen Tieren an. Respektvoll, aber ohne Angst, füttern sie die Hoftiere durch die Gitter.

Paradiesische Rahmenbedingungen

Landwirt Reiner Jost zeigt den Kindern, woher die Eier wirklich kommen.

Die Familie Jost betreibt auf dem Marbacher Hof seit 35 Jahren eine Pferdezucht. 23 Pferde, darunter ein Zuchtbulle und vier Stuten, leben hier. In der Regel werden pro Jahr zwei Fohlen geboren, das nächste kommt im März. Ereignisse, die nicht nur Kinder regelmäßig begeistern. Auch die Eltern bekommen beim Anblick der trächtigen Stute große Augen.

Überhaupt gibt es eine Menge zu gucken auf dem Bauernhof. Der Marbacher Hof liegt an den Weinbergen am Waldrand. Die bewirtschaftete Fläche ist etwa zwölf Hektar groß. Hier wird das Heu für die Tiere selbst erzeugt und das Brennholz für den Winter im Wald geholt.

Rahmenbedingungen, die für die Eltern paradiesisch wirken. Angela aus Schriesheim ist die Mama vom kleinen Anton. Sie ist begeistert von der Anlage und seinen Bewohnern:

Hier hat Anton was zu tun, das ist wichtig. Er langweilt sich schnell und muss immer „arbeiten“.

Beim Schafe füttern, mit Heu und Brot ist er daher ganz vorne mit dabei. Allerdings ist Anton schon drei Jahre alt und geht bereits in einen Kindergarten in Schriesheim. Sollte der Kindergarten auf dem Marbacher Hof eröffnen, wäre diese Form von Kindergarten bestimmt eine Alternative, die man sich durch den Kopf gehen lassen könnte. Doch, würde Mama Angela ihren Anton aus dem jetzigen Kindergarten herausnehmen? Eher nicht.

Da spiele ja viele Faktoren eine Rolle. Ein Wechsel aus der grade erst gewohnt gemachten Umgebung, ist schon schwierig. Hier müsste man dann wirklich abwägen, was einem wichtig ist.

Hier könnte bald der Umbau beginnen: Das Gebäude soll den Bauernhof-Kindergarten in Zukunft beherbergen.

Engagement, trotz Ungewissheit

Eine Tatsache, die auch Ellen Kneier-Jost, bei ihrem Fazit des Nachmittags erkannt hat:

Ursprünglich war der Nachmittag für Kinder von drei bis sechs Jahren, der potenziellen Zielgruppe des Kindergartens. Allerdings haben diese Kinder in der Regel bereits alle einen Kindergarten Platz.

In Zukunft müsse sich also verstärkt auf die noch kleineren Kinder konzentriert werden. Denn diese wären schließlich noch auf der Suche nach einem geeigneten Platz. Doch die Zukunft ist ja nach wie vor ungewiss. So bleibt dieser Erlebnis-Nachmittag zwar eine tolle Sache für Kinder und Eltern, aber konkrete Pläne können weder die Organisatoren noch interessierte Familien damit machen.

Es fehlt nicht mehr an Genehmigungen, es fehlt nur noch das Geld,

sagt auch Reiner Jost. Ihm man anmerkt, wie sehr er gerne loslegen würde mit diesem Projekt. Die Baugenehmigung für den Umbau eines Gebäudes in Kindergarten-Räumlichkeiten ist erfolgt. Den Umbau würde die Familie Jost sogar aus eigener Tasche finanzieren.

Aber es geht um die Deckung der dann laufenden Kosten, rund 107.000 Euro im Jahr. Das Gehalt der Erzieherinnen muss gesichert sein, sonst können wir nicht starten.

Bestätigt auch Sanja Veres. Die Erzieherin würde sofort ihre Anstellung in einem herkömmlichen Kindergarten aufgeben, um auf dem Marbacher Hof zu arbeiten. Sollte sich bis März eine Finanzierung ergeben, könnte im September eröffnet werden.

Doch das ist leider momentan nur Wunschdenken. Wir hoffen einfach, dass wir noch Stiftungen für unser Anliegen begeistern können,

so Hof-Chef Jost. Die Rahmenbedingungen sind gegeben. Allen Beteiligten merkt man die Freude an ihrem Engagement an.

Der Abschluss eines gelungenen Nachmittags: Stockbrot über dem Lagerfeuer.

Vielleicht kennt ja jemand jemanden, der jemanden kennt.

Die Kinder sind begeistert und die Eltern sind es auch. Nach einer ausgiebigen Tour über den Hof, treffen sich alle am Lagerfeuer. Gemeinsam wird jetzt Stockbrot gemacht. Naturverbunden und bodenständig soll die Erziehung auf dem Marbacher Hof sein. So wie an diesem Nachmittag. Und wer weiß, vielleicht kennt ja jemand jemanden, der jemanden kennt, der dem Trägerverein helfen kann.

Die Hoffnung der Verantwortlichen ist noch da. Den Antrieb geben die kleinen zufriedenen Gesichter. Und auch deren Eltern, die bei Stockbrot und Lagerfeuer großes Interesse an einem Platz in der Zukunft bekunden. Wenn auch nicht jetzt gleich, dann aber vielleicht für das Geschwisterchen von Anton und Co.

Die nächsten Erlebnis-Samstage auf dem Marbacher Hof sind am 20.04.2013 und 20.07.2013, jeweils von 14 bis 16 Uhr, geplant. Anmeldungen können über die Homepage des Vereins oder unter 06201-12348 (ab 14.30 Uhr) erfolgen.

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Was Jugendschöffen auszeichnet und erwartet

Mit Menschenkenntnis zum Richter werden

Justitia (Maarten van Heemskerck, 1556). Quelle: Wikipedia


Rhein-Neckar, 15. Januar 2013. (red/pm) Deutschland ist derzeit auf der Suche nach Jugendschöffen, die für eine fünfjährige Amtszeit ab 2014 die rechte Hand des Richters sind. Im ersten Halbjahr 2013 werden neue Jugendschöffen gewählt – bewerben kann man sich bereits jetzt bei den Kommunen des Rhein-Neckar-Kreises.

Von Alina Eisenhardt

Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil…

Dieser Satz ertönt in deutschen Gerichtshöfen, wenn ein Angeklagter sein Urteil erhält. Das Urteil wird nicht allein vom Richter gefällt. An seiner Seite stehen Schöffen, die ihm im Namen der Gerechtigkeit helfen, die richtige Entscheidung zu treffen.

Schöffen sind laut Duden ehrenamtlich eingesetzte Laien, die zusammen mit dem Richter die Tat des Angeklagten beurteilen und das Maß der Strafe festlegen. “Diese Laienrichter gibt es schon seit Jahrhunderten.”, sagt Robert Gunderlach, Vorsitzender der Deutsche Vereinigung der Schöffinnen und Schöffen des Landesverbandes Baden-Württemberg e.V. Er selbst war im Landesgericht Stuttgart von 2000 – 2008 Schöffe.

Jugendschöffen sind spezialisierte Schöffen an einem Jugendgericht. Doch warum braucht man Jugendschöffen, wenn es bereits einen Berufsrichter gibt? Die Aufgabe eines Jugendschöffen ist es, anhand seiner Lebenserfahrung rechtliche Zusammenhänge erkennen und bewerten zu können. Ein Richter hat zwei Schöffen, die gleichberechtigte Stimmen haben. Das Richterteam (1 Berufsrichter, 2 Schöffen) zieht sich am Schluss der Hauptverhandlung zur Beratung zurück. Um ein Urteil auszusprechen ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich.

TÜV-Siegel in Pädagogik

Neben den allgemeinen Voraussetzungen wie Selbstbewusstsein und Unparteilichkeit muss ein Schöffe einen Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Ein hohes Maß an sozialer Kompetenz ist erforderlich. Um die erforderliche Lebenserfahrung und Menschenkenntnis aufbringen zu können, muss ein Schöffe zwischen 25 und 69 Jahre alt sein, wenn er sich für das Ehrenamt bewirbt.

Jugendschöffen sollten darüber hinaus Erfahrung in der Pädagogik aufweisen.

Dabei reicht es nicht, Kinder zu haben. Sie sollten in der Jugenderziehung über eine professionell Erfahrung verfügen, wie zum Beispiel Sozialarbeiter und Lehrer sie besitzen. Man braucht sozusagen ein TÜV-Siegel in Pädagogik,

sagt Robert Gunderlach.

“Man muss definitiv in sich gefestigt sein…”

Wer Interesse hat als Jugendschöffe zu arbeiten, der schickt seine Bewerbung an das zuständige Bürgermeisteramt. Diese leiten die Bewerbung dann an das Jugendamt weiter. Der Jugendhilfeausschuss des Rhein-Neckar-Kreises schlägt dabei beim Amtsgericht mindestens doppelt so viele Kandidaten vor, wie an Schöffen benötigt werden.

Probleme mit der Zahl der Bewerber gibt es dabei selten. “Die Zahl der Bewerber ist konstant. Viele Jugendschöffen bewerben sich auch für eine zweite Periode. Erst dann müssen sie für eine Periode aussetzen.”, erklärt Robert Gunderlach.

Das Ehrenamt kann sehr belastend sein:

Es kommt zwar auch auf den Fall und die Persönlichkeit an, aber man muss definitiv in sich gefestigt sein,

so Herr Gunderlach. Immerhin müsse man auch in schwierigen Fällen, wie einer Vergewaltigung ohne Zeugen, beurteilen können, ob der Vorfall tatsächlich so geschehen ist. Ihn selbst hätten viele Wirtschaftsstrafsachen, die tief in das Leben der Menschen blicken ließen, sehr bewegt.

Mit Menschenkenntnis zum Urteil

Als Schöffe bekommt man in der Regel 12 Gerichtstermine pro Jahr zugeteilt. In fünf Jahren sind das 60 Termine. Diese können nur einige Stunden dauern, aber auch Wochen oder gar Monate.

Wenn man eine Gerichtsverhandlung hat, weiß man erst nicht, worum es geht. Erst vor der Verhandlung klärt der Richter den Jugendschöffen in einer Kurzform über den Fall auf. Vor Gericht erfährt man dann genau, worum es geht. “Als Jugendschöffe soll man unvoreingenommen bleiben. Man soll keine Zeit haben, sich auf einen Fall vorzubereiten, sondern seine Alltagserfahrung und seine Menschenkenntnis nutzen. Immerhin ist man kein ausgebildeter Berufsrichter”, erklärt Robert Gunderlach.

Die Verantwortung, die man als Jugendschöffe eingeht, ist sehr hoch. Man kann im Krankheitsfall nicht einfach aussetzen, oder zurücktreten, wenn man keine Lust mehr hat. In der Regel kann nur ein Umzug zu einer Entlassung aus dem Amt führen. Möchte man das Schöffenamt tatsächlich niederlegen, entscheidet das Gericht, ob die Gründe ausreichend sind. Doch in der Regel passiert das nicht. “Immerhin treibt die Bewerber in der Regel ein gewisser Gerechtigkeitssinn an. Sie wollen sichergehen, dass es in den Fällen gerecht zugeht, das sie ein Teil dieser Gerechtigkeit sein können”, so Gunderlach.

Bauernhof-Kindergarten erhält Baugenehmigung und geht in die Offensive

1. Erlebnis-Tag auf dem Bauernhof

Entsteht hier bald ein Bauernhof-Kindergarten? Foto: Hirschbergblog.de

 

Hirschberg/Großsachsen, 14. Januar 2013. (red/aw) Der Trägerverein des geplanten Bauernhof-Kindergartens am Marbacher Hof hat allen Grund zur Freude. Nach Erteilung der Baugenehmigung durch das Landratsamt Rhein-Neckar kann der Umbau des bestehenden Gebäudes in einen Kindergarten nun bald beginnen. Um ihr Konzept sowie die Gegebenheiten vorzustellen, bietet der Trägerverein in Zukunft „Erlebnis-Samstage“ an. Interessierte Familien können sich bei einer „Ortsbegehung“ ein Bild der Kinderbetreuung auf dem Bauernhof machen. 

Der gemeinnützige Trägerverein „Bauernhofkindergarten am Marbacher Hof e.V.“ musste einige Rückschläge wegstecken. Das „Nein“ zur Teilfinanzierung des Kinderbetreuungsprojekts auf dem Bauernhof vom Gemeinderat im April 2012 war wohl der härteste. (Wir berichteten)  Unterkriegen ließen sich die Initiatoren davon aber nicht und suchen seither alternative Finanzierungsmöglichkeiten.

Eine abschließender Finanzierungsplan steht zwar nach wie vor aus, allerdings hat der Verein mittlerweile immerhin einen Meilenstein in Sachen „Projektrealisierung“ erreicht. Das Landratsamt Rhein-Neckar hat die Baugenehmigung erteilt, ein vorhandenes Bauernhof-Gebäude in eine Kindergarten umzubauen. Die damit verbundenen Einsprüche und Bedenken konnten von verschiedenen Genehmigungsbehörden nach ausreichender Prüfung entkräftet werden.

Füttern, streicheln, ausmisten.

Nun will der Verein Kindern und Familien aus Großsachsen und Umgebung bereits erste Einblicke in das Konzept bieten. Dazu werden in den kommenden Wochen und Monaten drei Erlebnis-Samstage auf dem Marbacher Hof angeboten. Der erste Termin ist am 26. Januar 2013 um 14 Uhr. Rund zwei Stunden dauert die Führung über den Hof. Die Gegebenheiten sowie die Tiere werden vorgestellt und erläutert. Anfassen und mithelfen erlaubt. Diese Veranstaltung soll den Familien mit 3 bis 6 Jahre alten Kindern Orientierung bieten und aufzeigen, wo die Schwerpunkte dieser pädagogischen Erziehung liegen.

Dieser liegt bei dieser Art der Kinderbetreuung in der Landwirtschaft und Natur. Hier können sich Kinder auf spielerische, sinnliche und erlebnisorientierte Weise mit der Umwelt vertraut machen. Die Tätigkeit im Umgang mit Tieren und Pflanzen stärke zudem die Kinder in ihrem Selbstbewusstsein und Urvertrauen, heißt es von Seiten der Trägerschaft. Davon sollen sich die Familien bei diesem Erlebnis-Besuch selbst überzeugen.

Die Anmeldung für diesen Erlebnis-Samstag kann gegen einen Unkostenbeitrag von mindestens 10 Euro erfolgen. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bauernhof-Kindergartens.