Montag, 10. Juni 2019

25.000 Euro Sachschaden nach Verkehrsunfall

Streifenwagen der Polizei zerstört

Hirschberg, 07. Oktober 2013. (red/pol) Ein Sachschaden von rund 25.000 Euro, zwei nicht mehr fahrbereite Pkws – darunter ein Streifenwagen der Polizei – sowie drei leicht verletzte Personen sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls, der sich am Samstagabend gegen 23:15 Uhr in Leutershausen ereignete. [Weiterlesen…]

Sechs NPD-Kundgebungen- vier Gegendemos - keine Zwischenfälle

Engagement gegen Nazis – aber auch Ignoranz und Lethargie

Laut und friedlich demonstrierten die Menschen heute auf der NPD-Wahlkampftour. In Weinheim mussten sie von ihrem angemeldeten Platz weichen.

Laut, aber friedlich demonstrierten die Menschen gegen die NPD auf Wahlkampftour – bis auf Angelbachtal und Rauenberg, wo die Rechtsextremen auf keinen Widerstand durch Gegendemonstranten gesto√üen sind. In Weinheim hingegen sogar erreichten sie noch nicht mal den angemeldeten Platz bei der „Reiterin“.

 

Ladenburg/Weinheim/Hemsbach/Rhein-Neckar, 01. September 2013. (red/ld/zef/pro/local4u) Es herrscht Wahlkampf in Deutschland – auch f√ľr die rechtsextreme NPD. In sechs Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises hielt die verfassungsfeindliche Partei am Samstag Kundgebungen ab: In Rauenberg, Angelbachtal, Schwetzingen, Ladenburg, Weinheim und Hemsbach. Zwischen 100 und 150 Menschen stellten sich jeweils in Schwetzingen, Ladenburg und Weinheim mit Demonstrationen gegen die rechtsextreme Partei. In Rauenberg, Angelbachtal und Hemsbach waren keine Gegendemonstrationen angemeldet. In Hemsbach kamen trotz „Lethargie“ wenigstens knapp 60 Anwohner und Passanten zu einer spontanen Gegenkundgebung zusammen. [Weiterlesen…]

Doppelmord von Dossenheim heizt Debatte an

Schärfere Waffengesetze?

Blumen f√ľr die Opfer.

Blumen f√ľr die Opfer. W√§re der Doppelmord von Dossenheim mit einem sch√§rferen Waffengesetz m√∂glicherweise nicht geschehen?

 

Rhein-Neckar/Dossenheim, 22. August. (red) Der Schock √ľber den Doppelmord von Dossenheim sitzt tief. Ein 71-j√§hriger Sportsch√ľtze hat mit einer gro√ükalibrigen halbautomatischen Pistole zwei Menschen get√∂tet, f√ľnf weitere schwer verletzt und sich dann selbst erschossen. Die Verletzten hatten Gl√ľck – sie k√∂nnten genauso tot sein, denn der T√§ter hatte nach Einsch√§tzung der Polizei einen absoluten T√∂tungsdrang. Erst Anfang des Jahres t√∂tete ein Sportsch√ľtze seine fr√ľhere Freundin und deren Partner in Eberbach. Soll man nun die Waffengesetze versch√§rfen oder ist das sinnlos, weil sich solche Trag√∂dien auch mit sch√§rferen Gesetzen nicht verhindern lassen? [Weiterlesen…]

Gegenseitiges Abschreiben und Agenturhörigkeit sind kein Journalismus

Wenn die Medien Amok laufen

amoklauf

Der Sender RNF war schnell mit „Amoklauf“ bei der Hand.

Dossenheim/Weinheim/Heidelberg/Rhein-Neckar, 21. August 2013. (red) Das Drama von Dossenheim ersch√ľttert die Menschen in der Region. Ein 71-j√§hriger Mann hatte zwei M√§nner erschossen, f√ľnf weitere Personen verletzt und sich dann selbst get√∂tet. Angeblich sollen die Feuerwehren von einem „Amoklauf“ sprechen. Doch das ist falsch. [Weiterlesen…]

12.000 Euro Sachschaden

Motorradfahrer schwer verletzt

Hirschberg, 19. Augsut 2013. (red/pol) Am Freitag, gegen 17:00 Uhr, √ľbersah der 69 Jahre alte Fahrer eines Opel Astra beim Einbiegen auf die L541 einen Motorradfahrer aus Birkenau.

Information der Polizei:

„Der 69-J√§hrige hatte zuvor die Autobahn verlassen. Durch den Zusammensto√ü wurde der Motorradfahrer schwer verletzt. Er wurde mit einem Rettungswagen ins Klinikum nach Mannheim verbracht. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Sachschaden von rund 12.000,00 Euro.“

Ein Unfallbeteiligter fl√ľchtig, Zeugen gesucht

Schwerer Verkehrsunfall auf der K 4133

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Weinheim/Heddesheim, 26. Juli 2013. (red/pol) Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Freitagabend auf der Kreisstra√üe 4133 bei Muckensturm. Gegen 18:20 Uhr wollte der bislang unbekannte Fahrer eines Pkw, der auf der K 4133 vom Kreisel Muckensturm kommend in Richtung Weinheim unterwegs war, an einem kreuzenden Feldweg einem Fahrradfahrer das Passieren der Kreisstra√üe erm√∂glichen. Hierzu hielt der Unbekannte sein Auto an sowie ein weiteres Fahrzeug. Danach √ľberholte ein weiteres Fahrzeug, rammte den Fahrradfahrer und kollidierte mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. [Weiterlesen…]

Geprothmannt: Von "Schau mal die Rehe" √ľber "Hey, das ist mein Auto" bis zu "Das war ein tolles Gef√ľhl"

Hochwasser: Wenn die Schaulust den Verstand wegsp√ľlt

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Ist das nur „romantisch“ oder einfach nur dumm? Ein Mensch watet bei Sonnenuntergang durchs Hochwasser am Stephanienufer und wird hinterher sagen: „Das war ein tolles Gef√ľhl.“

 

Rhein-Neckar, 03. Juni 2013. (red) Das Hochwasser ist das Thema aktuell. Vor allem in Bayern und Baden-W√ľrttemberg hat das Wasser enorme Sch√§den angerichtet. Unz√§hlige ehrenamtliche Helfer setzen sich ein, um anderen Menschen zu helfen. Die beste erste Hilfe jedoch w√§re, wenn man sich des eigenen Verstandes bem√ľhte. [Weiterlesen…]

Schriesheimer Talstra√üe ab Montagfr√ľh wieder befahrbar

Schriesheim/Rhein-Neckar, 02. Juni 2013. (red/pol) Wie die Polizei mitteilt, wird nach einer erneuten Begutachtung der Situation vor Ort die L536/Talstra√üe in Schriesheim ab Montag, 03.06.13, 06.00 Uhr, f√ľr den Verkehr wieder freigegeben werden. Die Stra√üe war wegen mehrerer unwetterbedingter Erdrutsche gesperrt worden. Ob auch die Sperrung der L596 zwischen Hirschberg-Gro√üsachsen und Rippenweier am Montag wieder aufgehoben werden kann, ist bislang noch unklar.

„Verkehrliche Herausforderung“

Das Parkleitkonzept zum Xavier-Naidoo-Konzert. Quelle: Stadt Ladenburg

Das Parkleitkonzept zum Xavier-Naidoo-Konzert. Quelle: Stadt Ladenburg

Ladenburg/Rhein-Neckar, 30. Mai 2013. (red/pro) Das Polizeirevier Ladenburg ist auf den Besucherverkehr zum Open-Air-Konzert von Xavier Naidoo gut vorbereitet – trotzdem rechnet man mit Behinderungen, weil die Stadt „verkehrlich“ nicht auf einen solchen Andrang eingerichtet ist. Vor allem in der Zeit zwischen 16:00-19:00 Uhr und bei der Abreise zwischen 23:00 Uhr bis Mitternacht wird es am Freitag zu Behinderungen kommen. [Weiterlesen…]

Recherchen zur körperlicher Attacke gegen Rettungssanitäter dauern an

Zwei Tatverdächtige ermittelt

polizei_feature_auto_tnHirschberg, 10. Mai 2013. (red/pol) Die Polizeidirektion Heidelberg meldet einen Fahndungserfolg: Zwei junge M√§nner im Alter von 19 und 22 Jahren stehen im dringenden Verdacht, am Abend des 22. M√§rz 2013 einen Rettungssanit√§ter durch Schl√§ge schwer verletzt zu haben. Die beiden mutma√ülichen T√§ter schweigen zu den Vorw√ľrfen. [Weiterlesen…]

Die Polizeidirektion Heidelberg nutzt die Social Media jetzt dauerhaft

„Facebook ersetzt keinen Notruf“

Bild: Facebookseite der Polizeidirektion Heidelberg

Bild: Facebookseite der Polizeidirektion Heidelberg

 

Heidelberg/Rhein-Neckar, 10. Mai 2013. (red/ld) Die Facebook-Seite der Polizeidirektion Heidelberg hat sich bew√§hrt. Seit Montag betreut die Pressestelle den Social Media-Auftritt dauerhaft. Im Februar war die Seite gestartet worden, um besondere Polizeieins√§tze wie Fu√üballspiele oder Abschlussfeiern von Sch√ľlern zu begleiten. Die Beamten wollen Facebook ab sofort zur Vorbeugung gegen Straftaten und zur Zeugensuche nutzen. Den Notruf 110 oder die pers√∂nliche Anzeigenerstattung ersetzt die Seite aber nicht. [Weiterlesen…]

Drei Tatverdächtige festgenommen - Fahndung läuft - Zeugen gesucht

F√ľnfk√∂pfige Bande √ľberf√§llt 53-j√§hrigen Mann

polizei_feature11Weinheim/Viernheim/Rhein-Neckar, 06. Mai 2013. (red/pol) Die Polizei hat in der Nacht zum Sonntag zwei Viernheimer und einen Spanier festgenommen, die im Verdacht stehen, gemeinschaftlich einen bewaffneten Raub√ľberfall begangen zu haben. In Weinheim beraubten sie einen 53-j√§hrigen Mann und erbeuteten einen geringen Bargeldbetrag. Ein 18- und ein 21-J√§hriger sind bereits einschl√§gig polizeilich bekannt. [Weiterlesen…]

Ermittlungserfolg der Polizei

Mordfall Birkenau: Zwei tatverdächtige Weinheimer festgenommen

polizeisuedhessenlogoRhein-Neckar/Birkenau/Mannheim/Darmstadt, 03. Mai 2013. (red) Aktualisiert. Das Opfer ist möglicherweise während der Fahrt im Auto erschossen worden. Zwei tatverdächtige Männer aus Weinheim sind gestern im Zusammenhang mit dem Mord an einem 56-jährigen Mannheimer festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden. Das Opfer war vergangenen Freitag im hessischen Birkenau tot aufgefunden worden. Aktualisierung 03. Mai 11:00 Uhr

Nach Kenntnisstand der Staatsanwaltschaft wurde das Opfer auf der Fahrt von Weinheim nach Birkenau mit mehreren Sch√ľssen get√∂tet. Wie der leitende Oberstaatsanwalt Sebastian Zwiebel auf Nachfrage mitteilte, besteht die Vermutung, dass das Opfer w√§hrend der Fahrt erschossen worden ist. Sicher ist, dass der 56 Jahre alte Familienvater aus Mannheim nicht am Steuer des Autos sa√ü. Zum Tathergang wollte die Staatsanwaltschaft noch keine n√§heren Angaben machen. Die Tatwaffe wird noch gesucht. [Weiterlesen…]

Tatverdächtige vorläufig festgenommen

Polizei klärt Raubtat vom Rosenmontag

Hirschberg, 27. M√§rz 2013. (red/pol) Aufgekl√§rt ist der √úberfall auf einen 16-J√§hrigen am Rande einer Faschingsveranstaltung am fr√ľhen Morgen des 12.02.2013. Der Gesch√§digte hatte beim Rosenmontagsball in der Sachsenhalle einen der sp√§teren T√§ter kennengelernt und war von diesem unter einem Vorwand aus der Halle gelockt worden. [Weiterlesen…]

Unbekannte erbeuten Handy und Bargeld, Opfer wird durch Schläge verletzt

Jugendlicher nach Faschingsveranstaltung ausgeraubt

Hirschberg, 15. Februar 2013. (red/pol) F√ľr einen 16-J√§hrigen war sp√§testens am Dienstagmorgen um 02:30 Uhr der n√§rrische Spa√ü vorbei: Unbekannte lockten ihn von dem Rosenmontagsball in der Sachsenhalle weg, schlugen ihn nieder und raubten ihn aus.

Information der Polizeidirektion Heidelberg:

„Opfer eines √úberfalls wurde ein 16-J√§hriger am Rande einer Faschingsveranstaltung¬†am fr√ľhen Dienstagmorgen gegen 2:30 Uhr.¬†Der Gesch√§digte hatte beim Rosenmontagsball in der Sachsenhalle einen der sp√§teren¬†T√§ter kennengelernt. Dieser hatte sich ihm als ‚ÄěArmir‚Äú vorgestellt.¬†Auf Vorschlag dieses ‚ÄěArmir‚Äú verlie√üen die Beiden unter einem Vorwand kurz nach 2¬†Uhr die Halle und begaben sich in ein angrenzendes Wohngebiet.¬†Hier trafen sie an der Kreuzung Lessingstra√üe/Friedrich-Ebert-Stra√üe auf zwei weitere¬†unbekannte Jugendliche.

Pl√∂tzlich und unvermittelt schlug das Trio dann auf ihr¬†Opfer ein, so dass dieser zu Boden ging. Anschlie√üend raubten die T√§ter dem hilflosen¬†16-J√§hrigen sein Samsung Handy und den Geldbeutel und fl√ľchteten unerkannt.¬†Durch den √úberfall wurde der Gesch√§digte leicht verletzt.

Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Tat, aber insbesondere¬†auch zur Person dieses ‚ÄěArmir‚Äú machen, k√∂nnen sich bei der Kriminalpolizei Weinheim¬†(06201/10030) zu melden.¬†Der Gesuchte wird wie folgt beschrieben:¬†Ca. 16-18 Jahre alt, etwa 180-185cm gro√ü, schlank, dunkle Hautfarbe, kurze¬†Kraushaarfrisur, sprach deutsch.“

Auch bei uns verschreiben katholische Krankenhäuser keine Pille danach

Beratung ja – Pille nein

Beratung ja – Pille nein. Frauen, die die Pille danach brauchen – auch welchen Gr√ľnden auch immer – bekommen in katholischen Krankenh√§usern wie dem Theresienkrankenhaus in Mannheim kein Rezept.

Rhein-Neckar, 05. Februar 2013. (red/ld) Es muss keine Vergewaltigung sein. Das sind die seltensten F√§lle, in denen Frauen sich die „Pille danach“ verschreiben lassen. Eine wilde Nacht, ein gerissenes Kondom oder die Pille vergessen sind die h√§ufigsten Gr√ľnde f√ľr Frauen, die gyn√§kologische Notfallberatung der Krankenh√§user und Frauen√§rzte in Anspruch zu nehmen. Eile ist in jedem Fall geboten und auch in der Metropolregion verschreiben katholische Krankenh√§user die „Pille danach“ nicht.

Von Lydia Dartsch

Die „Pille danach“ ist keine Abtreibungspille,

sagt Dr. Kay Goerke, Chefarzt der Gynäkologie der GRN-Klinik Schwetzingen. Sie verhindere, dass sich eine befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einnisten kann. Von einer Abtreibung sprechen Mediziner erst, wenn sich die Eizelle eingenistet hat, wenn bereits Leben entstanden ist. Genau das wird durch die Pille verhindert: Die Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen, wie zur normalen Monatsblutung. Es kommt zu Zwischenblutungen und die befruchtete Eizelle wird mit der Schleimhaut ausgeschwemmt. Aus medizinischer Sicht kommt es zu keiner Schwangerschaft.

Nur 72 Stunden Zeit

Nach dem Sex rennt die Zeit: Ist das Kondom geplatzt und die „Pille davor“ vergessen, hat die Frau knapp 72 Stunden Zeit, die „Pille danach“ einzunehmen, also drei Tage danach. Um die Pille danach verschrieben zu bekommen, braucht es aufkl√§rendes Gespr√§ch mit einem Arzt, die sogenannte „Notfallberatung“. Darin wird die Patientin befragt – zu ihrer Vorgeschichte, ihrer Periode und ihrem Sexualverhalten. Anschlie√üend f√ľhrt der Arzt eine gyn√§kologische Untersuchung durch und macht einen Ultraschall.

Damit soll ausgeschlossen werden, dass die Patientin bereits schwanger ist.

sagt Dr. Goerke. Denn liegt bereits eine Schwangerschaft vor, darf die Pille danach nicht verschrieben werden. Die Gefahr, das ungeborene Kind zu sch√§digen, ist sonst zu gro√ü. Au√üerdem darf die Pille nicht verschrieben werden, wenn die Pille im aktuellen Zyklus bereits einmal verschrieben worden ist. Dann ist die Wahrscheinlichkeit zu gering, dass sie wirkt. Au√üerdem sind die Risiken f√ľr den K√∂rper zu hoch.

Die Patientin bezahlt die Pille selbst

Die Pille wird nur an einem speziellen Punkt im Zyklus verschrieben: Etwa drei Tage vor bis f√ľnf Tage nach dem Eisprung. Dieser findet bei den meisten Frauen zwei Wochen nach ihrer Periode statt.

Wo kein Ei ist, kann keins befruchtet werden.

sagt Dr. Goerke. Nach der Notfallberatung und der Aufkl√§rung √ľber die Pille danach sowie zu sexuell √ľbertragbaren Krankheiten, erh√§lt die Patientin auf ihren Wunsch ein Rezept f√ľr die Pille danach, das sie bei der Apotheke einl√∂sen kann. Das Medikament kostet zwischen 20 und 35 Euro und wird in der Regel nicht von der Krankenkasse √ľbernommen. Ob die Pille gewirkt hat oder nicht, verr√§t ein Schwangerschaftstest, den die Frauen zwei Wochen sp√§ter durchf√ľhren sollten. Minderj√§hrige ben√∂tigen f√ľr die Verschreibung der Pille danach in der Regel die Zustimmung ihrer Eltern.

Nach drei Tagen hilft keine Pille mehr. Das Risiko, dass sich die befruchtete Eizelle eingenistet hat, ist dann zu groß. Es gilt, sich zu entscheiden: Kind ja oder nein? Steht eine Schwangerschaft und der Nachwuchs im Konflikt mit der aktuellen Lebenssituation oder Lebensplanung, helfen Beratungsstellen wie ProFamilia, oder die Caritas und die Diakonie weiter.

Kein Rezept von katholischen Kliniken

Notfallberatungen k√∂nnen alle √Ąrzte durchf√ľhren. In der Regel sind es niedergelassene Frauen√§rzte sowie Kliniken mit einer gyn√§kologischen Ambulanz. Rund 100 Patientinnen im Jahr nehmen die Notfallberatung beispielsweise in der GRN-Klinik Schwetzingen in Anspruch. Auch katholische Krankenh√§user f√ľhren sie durch, inklusive dem Hinweis auf die Pille danach. M√∂chte die Patientin ein Rezept daf√ľr, wird dies nicht nur in K√∂ln, sondern auch hier von katholischen Krankenh√§user abgelehnt. Die Frau werden fortgeschickt:

Das St. Josefskrankenhaus weist keine hilfesuchenden Menschen zur√ľck, gleich ihrer medizinischen Indikation. Die √Ąrzte behandeln und beraten jeden Patienten nach bestem Wissen und Gewissen. Falls sich eine Frau dazu entscheidet, sich die Pille danach verschreiben zu lassen, so wird diese an einen niedergelassenen Arzt √ľberwiesen.

sagt Christian Klehr, Pressesprecher des katholischen St. Josephkrankenhaus Heidelberg und Theresienkrankenhaus Mannheim. Doch was, wenn Wochenende ist und die Frau schon Zeit hat verstreichen lassen mit der Frage, ob sie oder ob sie nicht diese Pille m√∂chte? Was „nach bestem Wissen und Gewissen“ klingt, kann f√ľr die Frau fatal sein. Die Zeit l√§uft. Und die Frage, ob eine „Beratung“ objektiv l√§uft, darf man getrost dahingestellt sein lassen. Die Haltung der katholische Kirche ist unmissverst√§ndlich.

Aus katholischer Sicht ist das Abtreibung

Nach der katholischen Auffassung beginnt die Schwangerschaft bereits mit der Befruchtung einer Eizelle. Also noch bevor √Ąrzte von einer Schwangerschaft sprechen. Wird nach der Befruchtung also eine Notfallkontrazeption, wie die Pille danach auch genannt wird, verabreicht und die Eizelle wird ausgeschwemmt, kommt das nach katholischen Gesichtspunkten einer Abtreibung gleich. Leben wird zerst√∂rt.

Diese unterschiedlichen Ansichten f√ľhren zu Konflikten, vor allem, weil es Aufgabe der √Ąrzte ist, Leben zu erhalten: In der Gyn√§kologischen Notfallberatung k√∂nnen sich Frauen nach einer Untersuchung durch den Frauenarzt die Pille danach verschreiben lassen.

Wenig Erfahrung mit Vergewaltigungsopfern

Opfer von Vergewaltigungen werden gleichfalls von katholischen Krankenhäusern behandelt, wie von allen anderen. Bei dieser Behandlung steht vor allem die Anonyme Spurensicherung (ASS) im Mittelpunkt. Allerdings haben nur wenige Gynäkologen Erfahrung mit der Behandlung von Vergewaltigungsopfern. Meist erstatten die Opfer zuerst Anzeige bei der Polizei, die dann mit ihnen einen Spezialisten aufsuchen, der die Untersuchung, die Spurensicherung sowie die Notfallberatung vornimmt.

Die Beamten wissen eigentlich, wohin sie sich mit den Opfern wenden m√ľssen.

sagt Dr. Goerke von der GRN-Klinik Schwetzingen. Die Polizei in Mannheim wendet sich in solchen Fällen an die Universitätzsmedizin Mannheim (UMM):

Je nachdem, wie lange die Tat her ist, nimmt die gynäkologische Ambulanz die ärztliche Versorgung und gynäkologische Untersuchung vor. In besonderen Fällen rufen wir auch die Rechtsmedizin dazu, wenn beispielsweise besondere Verletzungsmuster vorliegen.

sagt Erster Kriminalhauptkommissar Otto Steinbrenner, Leiter Dezernat f√ľr Sexualdelikte, in Mannheim. In der UMM erhalten die Opfer auf Wunsch auch die Pille danach.

In manchen F√§llen kommen die Frauen zuerst ins Krankenhaus. In Schwetzingen kommt das im Schnitt drei Mal im Jahr vor, sagt Dr. Goerke. Dann nimmt der diensthabende Gyn√§kologe die Untersuchung und Spurensicherung vor. Anschlie√üend werden die sichergestellten Spuren und Proben drei Monate lang aufbewahrt f√ľr den Fall, dass sich das Opfer erst nachtr√§glich zu einer Strafanzeige entschlie√üt.

Den Kommentar unserer Autorin Lydia Dartsch (29) zum Verhalten der katholischen Kirche lesen Sie hier.

Facebook-Ger√ľchtek√ľche - keine Hilfe, sondern Spam

Der vermisste Robin C. ist tot

Ladenburg/Mannheim/Mainz/Rhein-Neckar, 28. Januar 2013. (red/pro) Aktualisiert. Die Polizei hat heute mitgeteilt, dass die Identität der bei Nackenheim gefundenen Wasserleiche feststeht. Es handelt sich um den seit dem 20. Dezember 2012 vermissten 24-jährigen Ladenburger Robin C. Nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Untersuchungen gibt es keine Hinweise auf Fremdverschulden.

Urspr√ľnglicher Artikel:

Ladenburg/Mannheim/Mainz/Rhein-Neckar, 26. Januar 2013. (red/pro) √úber email, Kommentare und Facebook wurde uns in der Nacht und am Mittag mitgeteilt, dass der vermisste 24-j√§hrige Ladenburger Robin C. tot in einem Wald in der N√§he von Mainz aufgefunden worden sei. Unsere Recherche ergibt, dass die Ger√ľchtek√ľche auf Facebook und im Internet tobt. Wieder einmal zeigt sich, dass Menschen, die es vermeintlich „gut“ meinen, Schaden und Leid meistens nur noch verschlimmern. Die Polizei best√§tigt auf unsere Nachfrage, dass es sich bei einer bei Oppenheim gefundene Wasserleiche vermutlich um den vermissten Robin C. handelt. Sicherheit wird allerdings erst ein DNA-Abgleich in der kommenden Woche bringen.

Von Hardy Prothmann

In Facebook gibt es eine Seite „VermisstRobinC“, die 318 „Fans“ hat, am 29. Dezember 2012 erstellt worden ist und auf der heute folgender Eintrag zu lesen ist:

„Leider erreichte uns heute eine schmerzliche Nachricht. Robin ist nicht mehr am Leben. Er wurde in der N√§he von Mainz gefunden.

Er hinterl√§sst eine L√ľcke, die wir mit unseren Erinnerungen und Gedanken f√ľllen, aber niemals schlie√üen werden k√∂nnen.

Zur√ľck bleiben Trauer, Verzweiflung, Tr√§nen und die Fragen nach dem Warum.

In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Robin.

Wir danken euch allen herzlich f√ľr eure Mitarbeit und Unterst√ľtzung.“

Rund 40 Kommentatoren dr√ľcken bislang ihr Beileid aus.

Hinweise, falsche „Tatsachen“, Ger√ľchte

Uns wurde mitgeteilt, dass die Seite vom Vater des vermissten jungen Mannes erstellt worden sei. Wir k√∂nnen uns das nicht vorstellen – zu sachlich ist der Tonfall der Nachrichten auf dieser Seite. Die Information stellt sich als falsch heraus. Tats√§chlich erfahren wir aus einer zuverl√§ssigen Quelle, dass Bekannte von Robin die Seite eingerichtet haben, angeblich, um die Suche zu unterst√ľtzen. Tats√§chlich l√§sst der anonyme Seitenbetreiber Kommentare zu wie „vermutlich Schwulenszene oder Organhandel“. Wieso solche Eintr√§ge nicht sofort gel√∂scht werden kann man diese anonyme Person nicht fragen.

√úber Facebook teilt uns ein angeblicher Freund der Familie mit, dass der Vater ihn √ľber den Tod des Vermissten informiert habe. Dieser habe ihm via Telefon und Facebook mitgeteilt, dass der vermisste Sohn tot „in einem Waldst√ľck bei Mainz“ aufgefunden worden sei. Als wir nachfragen, sperrt uns dieser „Kontakt“. Ein anderer Kommentator will „indirekt“ √ľber die Familie beziehungsweise einen „Freund“ schon gestern Abend √ľber den Tod des Vermissten informiert worden sein.

Auch auf Google+ wurde ebenfalls am 29. Dezember eine Seite erstellt. Auch dort kommentiert ein „Marcus H.“, dass „uns eine traurige Nachricht“ erreicht hat. Der Seitenbetreiber kommentiert das mit „Ich wei√ü..“

Recherche und Tatsachen

Nat√ľrlich gehen wir Hinweisen nach. Noch in der Nacht teilt uns die Polizei in Mainz auf Nachfrage mit, dass es definitiv weder in der N√§he von Mainz noch in einem Wald einen Leichenfund gibt. Tats√§chlich wurde in Nackenheim eine Wasserleiche gefunden, deren Identit√§t nach Auskunft der Polizeien in Mainz und Mannheim noch nicht feststeht, da die Obduktion noch erfolgen wird.

Aus einer anderen Quelle erhalten wir die Information, dass die Obduktion bereits gestern stattgefunden habe. Ein Kriminalbeamter habe die Mutter am Telefon dar√ľber informiert, dass es sich mit „hoher Wahrscheinlichkeit“ um den vermissten Robin handelt. Es fehle nur noch der DNA-Abgleich.

Der Kriminaldauerdienst in Mannheim wei√ü nach Aktenlage noch nichts von einer Obduktion. Hier ist der Fall immer noch offen, der junge Mann weiter als „vermisst“ registriert. Hinweise, dass es sich bei der Wasserleiche um den gesuchten Mann handeln k√∂nnte, liegen nach Auskunft der Polizei nicht vor.

Wir bleiben dran, am fr√ľhen Abend informiert uns dann der Polizeisprecher Holger Ohm dann, dass es sich bei der Leiche „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ um den gesuchten Robin C. handelt. Eine Obduktion habe stattgefunden. Mit Sicherheit lasse sich dies aber erst nach einem DNA-Abgleich feststellen. Dieser werde Anfang der Woche vorgenommen. Die Polizei agiert in solchen F√§llen normalerweise mit gro√üer Zur√ľckhaltung und Sorgfalt gegen√ľber den beteiligten Personen. Verwunderlich ist, dass die Kriminalpolizei nach unseren Informationen am Freitagnachmittag die Eltern „telefonisch“ √ľber den Ermittlungsstand informiert haben soll. √úberbringt man eine solche Nachricht, zumal, wenn sie noch nicht sicher feststeht, nicht eher pers√∂nlich? Die Polizei wird unsere Hinweise auf den Vorgang pr√ľfen, wie uns mitgeteilt wird.

Was die Polizei nun, nachdem der Leichenfund öffentlich kommentiert wird, weiter mitteilt, ist, dass es keine Hinweis auf ein Fremdverschulden gibt.

Falsche „Freunde“, falsche „Hilfe“

Obwohl wir als Internetzeitung selbst sehr intensiv und selbstverst√§ndlich soziale Netzwerke nutzen, sehen wir solche Aktionen wie Facebook-Suchseiten, exzessives Teilen von Fotos und vermeintlichen „Informationen“ sehr kritisch. Was haben Eintr√§ge wie „vermutlich Schwulenszene oder Organhandel“ auf solchen Seiten verloren? Denkt jemand √ľberhaupt nicht nach, ob das die Person besch√§digen kann? Oder ist gerade das gewollt? Ist es nur Dummheit oder nur Sensationsgeilheit, solche Eintr√§ge vorzunehmen? Wieso sollten viele aus dem Internet zusammengeklaubte Fotos die Suche mehr unterst√ľtzen als ein eindeutiges Profilbild, das von der Polizei zur Vermisstenmeldung herausgegeben worden ist? Was sollen Informationen bringen, wo sich Robin gerne aufgehalten hat, wo er studiert hat? W√§ren das wichtige Informationen, die die polizeiliche Suche unterst√ľtzen k√∂nnten, w√ľrde die Polizei so etwas mitteilen. Auf privaten Seiten ist das nichts anderes als Klatsch.

Umgekehrt k√∂nnte man fragen, wo denn der Unterschied zu unserer Berichterstattung ist? Ist das eine nicht wie das andere √∂ffentlich? Beides ist √∂ffentlich, das trifft zu. Der gro√üe Unterschied liegt in den Details. Wir pr√ľfen Informationen sorgf√§ltig und bereiten diese professionell auf. So ist die Aussage, dass der gesuchte Robin tot ist, solange nicht zutreffend, solange dies nicht sicher festgestellt ist. Die Aussage, man habe ihn in der N√§he von Mainz gefunden, ist nach unserer Recherche falsch. Ebenso der Hinweis auf einen Wald.

√Ėffentliches Interesse vs. privat

Privatpersonen anonymisieren wir im Anschluss, wenn diese tot oder lebendig gefunden worden sind. Aus Achtung vor den Pers√∂nlichkeitsrechten – die auch ein toter Mensch hat. Und aus R√ľcksicht auf die Angeh√∂rigen, die insbesondere, wenn es sich um Privatleute handelt, selbst entscheiden sollen, ob und welche √Ėffentlichkeit sie herstellen m√∂chten. Dabei w√§gen wir immer ab, welche Informationen einem „√∂ffentlichen Interesse“ dienen und welche in der √Ėffentlichkeit nichts zu suchen haben. Dass die Suchseite auf Facebook immer noch die Bilder des vermissten Robin C. zeigt, hat nichts mehr mit „√∂ffentlichem Interesse“ zu tun – hier wird nur noch Voyeurismus bedient. Die Angeh√∂rigen aber brauchen Ruhe und Kraft, um trauern zu k√∂nnen.

Verhindern k√∂nnen h√∂chstens Angeh√∂rige selbst solche Seiten, indem sie nach Kenntnis juristisch dagegen vorgehen oder die Polizei, wenn Straftatbest√§nde vorliegen. Muss man jemandem zumuten, dass er sich auch noch wehren muss, wenn er schon so sehr verletzt worden ist? Das Argument, wann wolle doch helfen, setzt die Frage voraus, ob man das auch verantworten kann: Ob eine solche Hilfe gew√ľnscht ist oder ob eine solche Hilfe sich nicht eher ins Gegenteil verkehrt? √úber diese Verantwortung sollte man vorher nachdenken.

Wir raten in solchen F√§llen Betroffenen immer, auf keinen Fall Informationen oder Fotos an Dritte herauszugeben, deren Gebrauch sie nicht mehr kontrollieren k√∂nnen. Professionelle Redaktionen achten auf einen sorgsamen Umgang mit solchen Informationen im Gegensatz zu anderen, die die Tragweite nicht √ľberblicken oder unter Umst√§nden sogar „niedere Ziele“ verfolgen.

Und Internetnutzer sollten sich immer im klaren dar√ľber sein, ob sie eine vertrauensw√ľrdige Quelle vor sich haben und was man wie teilt und kommentiert. Die einfache Frage: „Wie w√§re das f√ľr mich, wenn ich betroffen w√§re“, kann immer helfen, nicht alles mitzumachen, nur weil man es „einfach“ machen kann.

 

 

Während RNV große Probleme mit Schnee und Eis hat, bleibt das Chaos bei den Autofahrern aus

Straßenbahnen stehen still РStraßenverkehr rollt normal

 

Rhein-Neckar, 21. Januar 2013. (red/aw/pm) Der Winter trifft die Metropolregion h√§rter als erwartet. Seit gestern herrscht vielerorts Stillstand. Besonders bei den Stra√üenbahnen. Die RNV hat in Mannheim und Heidelberg teilweise Stadtbusse abgezogen, um den Schienersatzverkehr zu gew√§hrleisten und hofft auf einen 20-Minuten-Takt. Ganz anders hingegen die Verkehrslage auf den Stra√üen. Die Polizei in Heidelberg und auch in Mannheim vermeldet keine besonderen Vorkommnisse. Die Autofahrer verhalten sich „sehr besonnen“ und ein „Chaos ist ausgeblieben“. Lediglich vereinzelte Unf√§lle mit Blechsch√§den wurden gemeldet.¬†

Information der RNV: 

„Seit Sonntag, 20. Januar, kommt es im gesamten Verkehrsgebiet der RheinNeckar-Verkehr GmbH (RNV) witterungsbedingt zu massiven Versp√§tungen und Fahrtausf√§llen. Der Stra√üenbahnverkehr in Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg und an der Bergstra√üe ist bis auf Weiteres vollst√§ndig eingestellt.

Auch die Buslinien sind von starken Verspätungen und Fahrtausfällen betroffen. Ursachen sind der extreme Eisregen und die daraus resultierende Vereisung von Oberleitungen, Fahrzeugen und Teilen der Fahrbahn. Im Bereich der Oberleitungen besteht außerdem Gefahr durch herabfallende Eiszapfen.

Wegen des extremen Grades der Vereisung sind keine Eisfahrten m√∂glich, um die Oberleitungen vom Eis zu befreien oder eisfrei zu halten. Aufgrund der Witterungsverh√§ltnisse kann der Stra√üenbahnbetrieb zum morgendlichen Berufsverkehr nicht wieder aufgenommen werden. Berufpendler und Sch√ľler m√ľssen sich in den Morgenstunden auf jeden Fall auf massive Verkehrsbehinderungen, Fahrtausf√§lle und Verp√§tungen einstellen. Ein Fahrplanm√§√üiger Verkehr ist nicht m√∂glich.
Ein Ersatzverkehr mit Bussen wird eingerichtet. Allerdings wird dieser den Ausfall der Straßenbahnen nicht kompensieren und nur in unregelmäßigen Abständen verkehren können. Derzeit sind die Straßen, vor allem in Mannheim und Ludiwigshafen, jedoch so glatt, dass auch viele der Ersatzbusse nicht fahren können.

In Mannheim werden die meisten Buslinien eingestellt, um einen Schienenersatzverkehr f√ľr die Stra√üenbahnlinien einzurichten. Die Bahnlinien 1, 3 und 4 werden etwa im 20-Minutentakt durch Busse ersetzt. Zus√§tzlich verkehren durchgehend die Nachtbusse der Linien 6 und 7, ebenfalls alle 20-Minuten. In Ludwigshafen werden die Stadtbuslinien regul√§r bedient. Die Bahnlinien 6 und und 7 werden im 20-Minutentakt durch Januar 13 die Nachtbuslinien 96 und 97 ersetzt. Auch in Heidelberg werden teilweise
Busse von den regulären Buslinien abgezogen, um den Straßenbahnverkehr zu ergänzen. Somit soll sowohl auf den- Bus als auch auf den Bahnlinien ein 20-Minutentakt gewährleistet werden.

Derzeit sind hunderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Bereichen der RNV im Einsatz, um die St√∂rung zu beheben und die Fahrg√§ste trotzdem an ihr Ziel zu bringen. An vielen Haltestellen sind Infoposten im Einsatz, um √ľber die derzeitige Lage zu informieren. Gleichzeitig wird versucht, die Oberleitungen manuell vom Eis zu befreien, da eine chemische Enteisung aus Sicherheitsgr√ľnden nicht m√∂glich ist.“

Polizei bittet Zeugen um Hinweise

72-Jähriger Heddesheimer seit Samstagnacht vermisst

Vermisst: Der 72-jährige Walter Flicker wird seit Samstagnacht gesucht. Zeugen werden gebeten, sich dringend mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Der Rentner ist auf Medikamente angewiesen und vermutlich in einer hilflosen Lage. Bild: Polizei

Heddesheim/Rhein-Neckar, 14. Januar 2013. (red/pol/pro) Aktualisiert. Seit Samstagabend wird der 72 Jahre alte Walter Flicker aus Heddesheim vermisst. Der Rentner ist auf Medikamente angewiesen. Die Polizei hatte bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag mit der Suche per Hubschrauber, Einsatzkräften und Mantrailer-Hund des THW begonnen und diese gestern und heute fortgesetzt. Der Vermisste konnte bislang nicht gefunden werden.

Urspr√ľngliche Meldungen:

Heddesheim/Rhein-Neckar, 13. Januar 2013. (red/pol/pro) Aktualisiert. Seit gestern Abend wird ein 72 Jahre alter Mann aus Heddesheim vermisst. Der Rentner ist auf Medikamente angewiesen. Die Polizei hatte bereits heute Nacht mit der Suche per Hubschrauber, Einsatzkräften und Mantrailer-Hund des THW begonnen und diese heute fortgesetzt.

Aktuell (11:20 Uhr, Update: 15:30 Uhr, 18:40 Uhr, 14. Januar 06:00 Uhr) fehlt noch jede Spur des Vermissten. Der Rentner hat oft mehrst√ľndige Spazierg√§nge unternommen, dementsprechend gro√ü ist der Radius des Gebiets, in dem der Mann sich aufhalten k√∂nnte. Heute Nacht war ein Hubschrauber der hessischen Landesregierung mit W√§rmebildkamera im Einsatz. Die Polizei sucht aktuell gro√üfl√§chig per Hubschrauber vor allem im Gebiet Heddesheim, Mannheim-Vogelstand und Mannheim Wallstadt – auch heute wieder mit vielen Einsatzkr√§ften und Mantrailer-Hund.

Die Polizei geht nach den bisherigen Erkenntnissen davon aus, dass der Mann sich im Freien befindet. Eine routinemäßige Kontrolle bei Krankenhäusern und im privaten Umfeld des Mannes hat keine Erkenntnisse auf seinen Aufenthaltsort gebracht.

Das Problem: Da es bislang keine Hinweise auf ein Gebiet gibt, kann die Polizei auch nicht mit starken Kräften zielgerichtet nach dem Mann suchen. Die Polizei bittet um Zeugenhinweise nach der Beschreibung im Polizeibericht:

Der 72-Jährige ist ca. 174 cm groß, schlank und hat braune, dunkle Haare, an den Seiten grau mit einem Seitenscheitel rechts. Er ist bekleidet mit Jeans, weinroten Poloshirt, beigen Strickjacke, blauer Funktionsjacke und braunen Wanderschuhen.

Trauriger Ausgang trotz Großaufgebot an Kräften und zunächst erfolgreicher Suche

77-jährige Dossenheimerin verstirbt im Krankenwagen

Dossenheim/Schriesheim/Hirschberg, 08. Januar 2013. (red/pro) Die 77-j√§hrige Seniorin aus Dossenheim ist im Krankenwagen auf dem Weg ins Krankenhaus verstorben. Seit gestern Mittag gegen 14:00 Uhr galt die Frau italienischer Abstammung als vermisst. Bereits gestern suchten starke Einsatzkr√§fte nach der Frau. Seit heute morgen um 09:00 waren √ľber 200 Personen im Einsatz, um die alte Dame zu finden. Das ist auch gelungen – gegen 16:30 Uhr wurde die Frau lebend gefunden. Aber die Strapazen waren offensichtlich zu gro√ü.

Nachdem die Frau gestern Mittag nach 14:00 Uhr als vermisst gemeldet worden ist, hat die Polizei die Suche mit starken Kr√§ften aufgenommen. Die Rentnerin war verschwunden, nachdem sie mit ihrem Hund, einem kleinen wei√üen „Malteser“, „Gassi“ war und nicht in ihre Wohnung in der Dossenheimer Uhlandstra√üe zur√ľckkehrte. Der Ehemann verst√§ndigte die Polizei. Am Abend wurden Mantrailer-Hunde und auch ein Hubschrauber mit W√§rmebildkamera eingesetzt, der rund vier Stunden lang √ľber Schriesheim und Hirschberg schwebte, nachdem es Hinweise gegeben hatte, dass die Frau sich dort aufhalten k√∂nnte. Am Abend hatte man den Hund der Frau in Hirschberg Leutershausen aufgefunden. Gegen 23 Uhr wurde die Suche abgebrochen, weil keine Spur von ihr zu finden war.

Heute Vormittag wurde die Suche ab etwa 09:00 Uhr in Hirschberg-Leutershausen fortgesetzt. Zunächst mit rund 50 Einsatzkräften, die vom Hirschberger Rathaus in der Großsachsener Straße aus die weitere Suche starteten. Sechs Mantrailer-Hunder kamen zum Einsatz, konnten immer wieder die Witterung aufnehmen, verloren sie aber auch immer wieder. Die Familie der Frau beteiligte sich an der Suche, die Söhne verteilen Zettel mit der Personenbeschreibung und einem Foto der Mutter: Ca. 160 cm groß, schlank, kurze braungefärbte Haare (Haaransatz grau). Schwarz gekleidet, weiße Hausschuhe. Brille, Goldkette, Goldohrringe.

Nach und nach wurden die Kr√§fte √ľber 200 Personen verst√§rkt, denn die Zeit dr√§ngte. Die Temperaturen waren zwar vergleichsweise mild, aber die Rentnerin nur mit normaler K√∂rperkleidung und Hausschuhen „unterwegs“. Die Polizei hatte Hinweise, dass die alte Frau dement sein k√∂nnte. Zudem war sie auf Medikamente angewiesen und nun bereits fast 24 Stunden √ľber die Nacht ohne Verpflegung au√üer Haus.

Ein J√§ger gab der Polizei am Nachmittag den entscheidenden Hinweis. Er hatte eine einzelne Person aus der Ferne bemerkt und gegen 16 Uhr diese Beobachtung der Polizei mitgeteilt. Die Einsatzkr√§fte konzentrierten die Suche oberhalb der Ortsbebauung auf das Gebiet am „verl√§ngerten Burgweg“ und fanden die vollkommen ersch√∂pfte Frau in dem steilen und unwegsamen Gel√§nde „noch“ lebend in schlechter Verfassung. Sie wurde umgehend not√§rztlich versorgt, konnte aber zun√§chst nicht transportiert werden, weil die normalen Einsatzfahrzeuge die unwegsame Stelle nicht erreichen konnten. Schlie√ülich konnte man mit einem gel√§ndeg√§ngigen Fahrzeug die Frau vom Fundort zu einem Krankenwagen transportieren. Auf dem Weg ins Krankenhaus ist die Rentnerin dann trotz intensiver medizinischer Versorgung leider verstorben.

Die Polizei hatte Beamte der Bereitschaftspolizeien aus Bruchsal, aus B√∂blingen und Lahr im Einsatz sowie von den ‚ÄěEinsatzz√ľgen‚Äú (BAO Einsatz) Mannheim und Heidelberg, aber auch alle verf√ľgbaren Beamten aus dem Regeldienst, die von einem Polizeihubschrauber aus der Luft unterst√ľtzt werden.

An der großflächigen Suche beteiligen sich auch 50 Mann des DRK und des THW mit bislang insgesamt 21 Mantrailer- und Flächensuchhunden. Weitere Mantrailer-Hunde von der Landespolizei Rheinland-Pfalz waren angefordert. Die Suchmannschaften deckten das gesamte nördliche Gebiet von Hirschberg-Leutershausen bis nach Weinheim ab.