Mittwoch, 19. Juni 2019

Trotz noch nicht ganz abgeschlossener Bauarbeiten kann die Krippe geplant eröffnen

Kinderkrippe in der Karlsruher-Straße: „Es kann losgehen“

Hirschberg, 28. Februar 2013. (red/aw) In Sachen Kinderbetreuung hat die Gemeinde Hirschberg in den vergangenen Monaten einiges in Bewegung gesetzt. Um die gesetzlichen Vorgaben des Betreuungsangebotes einhalten zu können, wurde unter anderem eine neue Kinderkrippe in der Karlsruher Straße 8, in Leutershausen errichtet. Der Neubau wurde innerhalb von fĂŒnf Monaten realisiert. Am Montag kommen die ersten Kinder. Auch, wenn noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen sind. [Weiterlesen…]

Örtliche Bedarfsplanung nach Umfrage dargestellt und vom Gemeinderat verabschiedet

Hirschberg in Sachen Kindertagesbetreuungsgesetz gut aufgestellt

Hirschberg, 27. Februar 2013. (red/aw) Die örtliche Bedarfsplanung gemĂ€ĂŸ des Kindertagesbetreuungsgesetzes in Hirschberg ist aktuell analysiert und dokumentiert. Ermittelt wurden dabei nicht nur quantitative, sondern auch qualitative Aspekte. Die Bedarfsplanung zeigt, dass derzeit in Hirschberg allen Kindern einen Kindergartenplatz zur VerfĂŒgung stellen könnte. Die vorgelegte Bedarfsplanung wurde im Gemeinderat einstimmig beschlossen.

Von Alexandra Weichbrodt

Bei der örtlichen Bedarfsplanung zur Ermittlung der Einhaltung der Richtlinien zum Kindertagesbetreuungsgesetzes, wurde im vergangenen Jahr festgestellt, dass unter BerĂŒcksichtigung der statistischen Zahlen bis ins Jahr 2014 zwei weitere Gruppen zur ErfĂŒllung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz erforderlich sind. [Weiterlesen…]

Kinderkrippe in der Karlsruher Straße

Postillion erhÀlt Zuschlag

Hirschberg, 31. Juli 2012. (red/pro) Der Hirschberger Gemeinderat hat heute beschlossen, dass der Verein Postillion der TrĂ€ger der neuen Kinderkrippe in der Karlsruher Straße.

Der Postillion e.V. errichtet in der Karlsruher Straße 8 in Leutershausen eine Kleinkindkrippe mit 30 PlĂ€tzen.

Das GrundstĂŒck steht im Eigentum der Gemeinde und wird im Wege der Erbpacht an den Verein Postillion e.V. abgegeben.

Die Einrichtung wird nach Fertigstellung des GebÀudes in Betrieb genommen, geplant ist der 1. MÀrz 2013.

Die Einrichtung wird mit in Krft treten des Vertrages in die Bedarfsplanung der Gemeinde Hirschberg aufgenommen und mit dem nach dem Kindertagesbetreuungsgesetz gesetzlich vorgeschriebenen Zuschuss in Höhe von 68 Prozent bezuschusst. Der Der Vertrag tritt voraussichtlich am 1. MÀrz 2013 in Kraft.

Die Vertragsgestaltung wurde analog zu den abgeschlossenen VertrĂ€gen zwischen dem Postillion e.V. und der Gemeinde Hirschberg fĂŒr den Betrieb und die Förderung der Kinderkrippe in der Bahnhofstraße 16 in Leutershausen und dem Riedweg 2 B in Großsachsen ausgearbeitet.

Die im Erbbaurechtsvertrag noch zu treffenden Vereinbarungen zwischen der Gemeinde und Postillion e.V. wurden bei der Vertragsgestaltung zusĂ€tzlich berĂŒcksichtigt.

Dem Abschluss des Betriebskostenvertrages mit dem Postillion e.V. als TrĂ€ger der Kleinkindkrippe in Leutershausen, Karlsruher Straße 8, wurde einstimmig zugestimmt.

Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt tagte am 12. Juni 2012

Schmetterlingsdach fĂŒr die neue Kinderkrippe

Hirschberg, 15. Juni 2012. (red/sap) Sechs Bauvorhaben standen am Dienstag, 12. Juni 2012, auf der Tagesordnung des Technischen Ausschusses in Hirschberg. Der ATU entschied sich fĂŒr ein Schmetterlingsdach fĂŒr den Neubau der Kinderkrippe in Leutershausen. Ein Passivhausstandard wurde aus „ZeitgrĂŒnden“ abgelehnt.

Von Sabine Prothmann

Am 04. Juni 2012 wurde beim BĂŒrgermeisteramt der Bauantrag zum Neubau einer Kinderkrippe fĂŒr 30 Kinder in der Karlsruher Straße 8 in Leutershausen gestellt. Der Gemeinderat hatte in seiner Januar-Sitzung beschlossen, dass im Ortsteil Leutershausen der Bau einer Kinderkrippe mit 20 bis 30 BetreuungsplĂ€tzen realisiert werden soll. Die Gemeinde wird das GebĂ€ude nicht in Eigenregie als Bauherrin und auch nicht auf eigene Kosten errichten.

Inzwischen hat der Postillion e.V. die TrĂ€gerschaft ĂŒbernommen und nun soll die Bauplanung fĂŒr das Vorhaben – Kinderkrippe mit insgesamt 30 BetreuungsplĂ€tzen – realisiert werden.

FĂŒr die Art der baulichen Nutzung – Kinderkrippe statt Schule – ist eine Befreiung notwendig. Auch fĂŒr die Dachform, geneigtes Dach statt Flachdach, ist es notwendig eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans zu erteilen. Ebenso fĂŒr die Überschreitung der GrundflĂ€chenzahl um rund 4,6 Prozent ist eine Befreiung erforderlich.

Aus Sicht der Gemeinde stellt eine Kinderkrippe, ebenso wie eine Schule, durchaus eine BildungsstÀtte dar. Dennoch ist es erforderlich, eine Befreiung von der Art der baulichen Nutzung zu erteilen. Auch die Abweichung von der Dachform ist stÀdtebaulich vertretbar, zumal in Hirschberg die Dachform geneigter DÀcher vorherrschend ist.

Es wurden drei Varianten vorgestellt: ein Schmetterlingdach, zwei parallele PultdĂ€cher und zwei von der Mitte nach außen geneigte PultdĂ€cher. Die Verwaltung prĂ€ferierte, wie der Bauherr, das Schmetterlingsdach, als harmonisches Erscheinungsbild.

Vor dem Hintergrund der angestrebten Nutzung als Kinderkrippe ist es nach Meinung der Verwaltung durchaus vertretbar und angemessen eine innovative und im Ort eher seltenere Dachform vorzusehen, die zusĂ€tzlich dem ursprĂŒnglichen Wunsch des Bauherrn entspricht. Aus zeitlichen GrĂŒnden mĂŒsse auf eine Umsetzung als Passivhaus verzichtet werden.

Das PfadfindergundstĂŒck soll nicht kleiner werden

Mit der Überschreitung der GrundflĂ€chenzahl um 4,6 Prozent hatten die Ausschussmitglieder keine Probleme. Es herrschte Einigkeit, dass das Areal der Pfadfinder nicht noch kleiner werden sollte.

Der ATU war sich auch ĂŒber die Anordung der StellplĂ€tze schnell einig, die senkrecht zum GebĂ€ude und nicht schrĂ€g im 30 Grad-Winkel zur Straße realisiert werden sollen, denn nur dann, so BĂŒrgermeister Just, seien sie von beiden Seiten anfahrbar.

Das Schmetterlingsdach komme in Hirschberg eigentlich gar nicht vor, meinte Just, „aber wir können hier etwas mutiger und innovativer sein“.

Eva-Marie Pfefferle (SPD) entgegnete, „die Belichtung spricht gegen diese Variante“, deswegen bevorzuge sie die Variante mit den beiden parallelen PultdĂ€chern.

Karl Schnell (CDU) prĂ€ferierte die dritte Variante, die zwei von der Mitte nach außen geneigte PultdĂ€cher, denn schließlich laufe das Wasser immer nach unten.

Passivhausstandard zu „leichtfertig vom Tisch gefegt“

Karl Heinz Treiber (GLH) kritisierte, dass das Thema Passivhausstandard zu „leichtfertig vom Tisch gefegt wurde“. Der Faktor Zeit dĂŒrfe kein Grund sein auf den Standard zu verzichten.

„Wir haben uns zu frĂŒh von einer Gestaltungsmöglichkeit verabschiedet“, so Treiber.

Just entgegnete, es sei unfair, Ignoranz zu unterstellen:

Wenn wir das Vorhaben nicht bis zum 01. MĂ€rz 2013 realisieren, haben wir die ZuschĂŒsse verwirkt.

Der Bauherr habe EnEV (Energieeinsparverordnung) plus zugesichert, „diesen Weg können wir mitgehen“, zumal der Antragsteller damit mehr tue als verlangt wĂŒrde.

„EnEV ist gut, aber es gibt noch mehr“, konterte Treiber.

Oliver Reisig (FDP) meinte: „EnEV plus reicht mir.“

Thomas Herdner (GLH) erinnerte an die Idee der DachbegrĂŒnung und stellte dazu einen weitergehenden Antrag (der natĂŒrlich mit Mehrkosten verbunden wĂ€re).

Einstimmigkeit herrschte zur Überschreitung der GRZ um 4,6 Prozent und ĂŒber die Anordnung der StellplĂ€tze. FĂŒr das Schmetterlingsdach stimmten sechs Ausschussmitglieder, fĂŒr die parallelen PultdĂ€cher drei und fĂŒr die dritte Variante stimmte Gemeinderat Karl Schnell.

Der weitergehende Antrag zur BegrĂŒnung der DachflĂ€chen wĂŒrde mit sechs Gegenstimmen abgewiesen.

Erweiterung der Kinderkrippe in der Bahnhofstraße

Der nĂ€chste Antrag behandelte die NutzungsĂ€nderung einer Wohnung zur Erweiterung der bestehenden Kinderkrippe in der Bahnhofstraße 16 in Leutershausen.

Der Postillion e.V. betreibt die Kinderkrippe in der Bahnhofstraße 16 mit zehn PlĂ€tzen. Durch das Freiwerden einer zusĂ€tzlichen Wohnung im 1. Obergeschoss des GebĂ€udes soll das Angebot auf 20 PlĂ€tze erweitert werden.

Da der Betrieb der Kinderkrippe bereits zugelassen wurde, stehen auch der Erweiterung aus bauplanungsrechtlicher Sicht keine GrĂŒnde entgegen, sodass das Einvernehmen der Gemeinde zu erteilen ist.

ZusĂ€tzliche StellplĂ€tze sind nicht erforderlich, durch das Freiwerden der Wohnung auf dem GrundstĂŒck wird jedoch ein Stellplatz frei.

Im Mai 2012 wurde beim BĂŒrgermeisteramt ein Antrag auf Baugenehmigung im vereinfachten Verfahren fĂŒr den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit drei Wohneinheiten und insgesamt fĂŒnf StellplĂ€tzen auf dem GrundstĂŒck Hölderlinstraße 29 in Leutershausen gestellt.

Das Vorhaben liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans, so dass sich die ZulÀssigkeit nach dem Baugesetzbuch richtet.

Das GrundstĂŒck in der Hölderlinstraße war bereits mehrfach Bestandteil von Bauvoranfragen.

Auch der jetzt beantragte Neubau war bereits Inhalt einer Bauvoranfrage.

Beide Bauvoranfragen kamen jedoch nicht zum Abschluss, so dass fĂŒr das GrundstĂŒck bislang kein gĂŒltiger Bauvorbescheid vorliegt, auf den sich die Bauherren berufen könnten.

Es gab laut Vorlage keinen Grund, das Einvernehmen dazu jetzt zu verweigern. Dem Antrag wurde einstimmig entsprochen.

Neubau in der Fenchelstraße

In einem weiteren Antrag ging es um einen Abbruch und den Bauantrag zum Neubau eines Zwei-Familienhauses an gleicher Stelle, in der Fenchelstraße 29 in Leutershausen.

Das Vorhaben liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans.

Das FlurstĂŒck hat eine GrĂ¶ĂŸe von 287 Quadratmetern. Auf dem GrundstĂŒck befinden sich ein WohngebĂ€ude und zwei NebengebĂ€ude, die an der östlichen GrundstĂŒcksgrenze angeordnet sind. Die Bauherren beabsichtigen, sĂ€mtliche baulichen Anlagen abzureißen. Stattdessen ist ein Wohnhaus mit zwei Wohneinheiten geplant, das auch wieder an die östliche Nachbargrenze anschließt. Die Flucht der Bebauung direkt an der Straße bleibt ebenso gewahrt.

Die Überbauung des GrundstĂŒcks belĂ€uft sich auf 47 Prozent. Zum Teil sind deutlich höhere Überbauungen vorhanden. Die Höhe des geplanten GebĂ€udes fĂŒgt sich in die Gegebenheiten der nĂ€heren Umgebung ein. Die Dachneigung mit 40 Grad entspricht der ĂŒblichen Dachgestaltung im Ortskern. Es entstehen zwei StellplĂ€tze im nördlichen Teil des GrundstĂŒcks, was den Vorgaben der Landesbauordnung entspricht. Nach Meinung der Verwaltung fĂŒgt sich das Vorhaben in die nĂ€here Umgebung ein. Auch diesem Antrag wurde einstimmig zugestimmt.

„Akropolis“ bekommt zusĂ€tzlichen Gastraum

Im nĂ€chsten Bauantrag ging es um die Erweiterung des Gastraumes des TVG-Vereinsheimes, der GaststĂ€tte „Akropolis“, im Riedweg 4 in Großsachsen. Das GebĂ€ude befindet sich außerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile und somit im Außenbereich. Dort sind Bauvorhaben zulĂ€ssig als priviligierte Vorhaben, was nicht der Fall ist oder als sonstige Vorhaben, wenn keine öffentlichen Belange entgegenstehen und die Erschließung gesichert ist.

Bei dem geplanten Vorhaben handelt es um eine Erweiterung der bestehenden VereinsgaststĂ€tte um rund 19,4 Quadratmeter. Bei der Erweiterung handelt es sich nicht um einen Anbau, sondern lediglich um die Schließung des schon vorhandenen ĂŒberdachten Freisitzes mit Fensterelementen, wĂ€hrend zwei der bisherigen Außenmauern entfernt werden.

Es wird hierbei keine zusÀtzliche FlÀche verbraucht oder versiegelt. Eine BeeintrÀchtigung öffentlicher Belange kann somit ausgeschlossen werden. Auch hierzu gab der ATU sein Einvernehmen.

Bei der letzten Bausache ging es um die Bauvoranfrage zum Neubau eines Zwei-Familienhauses in zweiter Reihe in der Hintergasse 7 in Großsachsen.

Der vorliegende Antrag auf Bauvorbescheid sieht den Bau eines GebÀudes mit maximal 10 mal 12 Meter GrundflÀche und zwei Vollgeschosse vor.

GeklÀrt werden soll, ob dem Bauvorhaben in zweiter Reihe zugestimmt werden soll. Das Vorhaben liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans.

Das FlurgrundstĂŒck Hintergasse 7 hat eine GrĂ¶ĂŸe von 1.108 Quadratmetern. Das bestehende Wohnhaus befindet sich in einem Abstand von zehn Metern von der Straße. An der östlichen GrundstĂŒcksgrenze befindet sich ein NebengebĂ€ude. Das GrundstĂŒck soll geteilt werden, damit eine separate Zufahrt zum nordöstlichen Bereich entsteht, in dem ein Zwei-Familienhaus in zweiter Reihe geplant ist.

Das Gebiet der Hintergasse ist geprĂ€gt von verwinkelten, oft langgezogenen GrundstĂŒcken, die mit WohnhĂ€usern und ehemaligen Wirtschafts- und sonstigen NebengebĂ€uden bebaut sind. Im Sinne einer geordneten Innenverdichtung und Innenentwicklung ist es wĂŒnchenswert, mögliche WohnbauflĂ€chen im Ortskern selbst zu nutzen, um einen weiteren FlĂ€chenverbrauch an den Ortsrandlagen entgegenzuwirken.

Das geplante GebĂ€ude bleibt vom Umfang her im Rahmen schon bestehender Bebauung und wirkt durch seine Lage im nordöstlichen GrundstĂŒcksbereich eher unauffĂ€llig, da es sich nach Norden hin an die bestehenden GebĂ€ude anpasst.

Der ATU stimmte der Bauvoranfrage einstimmig zu.

 

Gemeinderatssitzung am 22. Mai 2012

Zehn weitere PlĂ€tze fĂŒr die Kleinkindbetreuung

Hirschberg, 23. Mai 2012. (red/sap) Monika Maul-Vogt ist neue Vertreterin der Gemeinde Hirschberg im Vorstand des Vereins Volkshochschule und Musikschule Badische Bergstraße. Der Postilliion e.V. erweitert sein Krippenangebot in Leutershausen.

Martin Stöhrer war seit 1977 Mitglied im Vorstand des Vereins Volkshochschule und Musikschule Badische Bergstraße und seit 1995 dessen Vorsitzender. Martin Stöhrer bat nun aus AltersgrĂŒnden ihn von diesem Ehrenamt zu entbinden.

Die Verwaltung der Gemeinde Hirschberg schlug nun vor die GemeinderÀtin Monika Maul-Vogt GLH) als Vertreterin der Gemeinde in den Vorstand des Vereins zu bestellen.

Als 3. Vorsitzende des Hirschberger Kulturförderveins sei Monika Maul-Vogt besonders fĂŒr diese Aufgabe geeignet, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Manuel Just.

Dem Beschlussvorschlag wurde einstimmig zugestimmt.

Krippenangebot in Hirschberg wird erweitert

In der Bahnhofstraße 16 in Leutershausen werden kĂŒnftig zehn weitere Kinder betreut. Foto: Hirschbergblog.

Als nĂ€chster Punkt stand die Erweiterung des Krippenangebots in Leutershausen in der Bahnhofstraße auf der Tagesordnung.

Seit Oktober 2007 betreibt der Postillion e.V. die Kinderkrippe in der Bahnhofstraße 16 mit 10 PlĂ€tzen. Dzrch das Freiwerden einer zusĂ€tzlichen Wohnung im ersten Stock des GebĂ€udes soll das Platzangebot auf 20 PlĂ€tze erweitert werden.

Diese zehn PlĂ€tze sollen zusĂ€tzlich zu den 30 geplanten PlĂ€tzen an der Rheinstraße das Hirschberger Krippenangebot, voraussichtlich zum 01. November 2012, erweitern und sind insbesondere durch ihre zentrale Lage im Ortsmittelpunkt von Leutershausen von besonderer Bedeutung.

Der mit dem Postillion e.V. abgeschlossene Betriebskostenvertrag vom 01. Januar 2011 wird durch einen neu abzuschließenden Betriebskostenvertrag ĂŒber zwei Krippengruppen ersetzt.

Der Mietvertrag zwischen Vermieter und Postillion wird fĂŒr die Dauer von 25 Jahren abgeschlossen – dies ist Voraussetzung fĂŒr die ZuschussfĂ€higkeit ĂŒber das RegierungsprĂ€sidium Karlsruhe.

ZusĂ€tztlich soll ein Zusatzvertrag mit der Gemeinde Hirschberg abgeschlossen werden, dieser ist zur KlĂ€rung eventueller AnsprĂŒche bei vorzeitiger Beendigung des MietverhĂ€ltnisses notwendig. Die erfolgt im nichtöffentlichen Teil und ist Voraussetzung fĂŒr die Umsetzung der hier zu fassenden BeschlĂŒsse.

Im Ausschuss fĂŒr Kinderbetreuung am 15. MĂ€rz 2012 und in der Sitzung des Verwaltungsausschusses am 09. Mai wurde die Erweiterubg der Krippe um 10 PlĂ€tze befĂŒrwortet.

BĂŒrgermeister Manuel Just erklĂ€rte, mit diesen zehn weiteren PlĂ€tzen in der Bahnhofstraße und den 30 PlĂ€tzen in der Rheinstraße liege Hirschberg mit kĂŒnftig 103 PlĂ€tzen  bei einer Versorgungsquote von 40,4 Prozent.

Der Gemeinderat stimmte einstimmig dem Beschlussvorschlag zu.

Vereinsförderung

Der Gemeinderat legte fĂŒr das Haushaltsjahr 2012 fĂŒr die Vereine Oldtimerclub Leutershausen e.V. und ebenfalls fĂŒr den Förderverein der Katholischen öffentlichen BĂŒcherei einen Grundzuschuss von 105 Euro fest.

Nach der Anregung durch Gemeinderat Dr. Horst Metzler (SPD) erklĂ€rte der BĂŒrgermeister, dass man besonders bei Fördervereinen auch zukĂŒnftig darauf achten werde, dass die Vereine am öffentliche Leben teilnehmen.

Der Grundzuschuss wurde einstimmig beschlossen.

Weitere Berichte folgen.

Gemeinderatssitzung vom 27. MĂ€rz 2012

Just: „Das Thema Kinderbetreuung zieht sich wie ein roter Faden durch die Sitzung“

Hirschberg, 29. MĂ€rz 2012. (red/sap) Das Thema Kinderbetreuung zog sich wie ein roter Faden durch die Tagesordnungspunkte der Gemeinderatssitzung. Zudem wurde ein „historischer Haushalt“, so Just, verabschiedet und die Fraktionen hielten ihre Haushaltsreden.

Von Sabine Prothmann

Auf dem Marbacher Hof im Ortsteil Großsachsen ist die Einrichtung eines Bauernhof-Kindergartens im Herbst 2012 geplant. Dort möchten zwei berufstĂ€tige Erzieherinnen ihre Idee von dieser speziellen Einrichtungsart durch Anmietung von RĂ€umlichkeiten und UnterstĂŒtzung der Familie Kneier-Jost realisieren.

Offensichtlich waren auch viele Zuschauer gekommen, die sich fĂŒr dieses Thema interessierten.

Doch wie BĂŒrgermeister Just gleich eingangs der Gemeinderatssitzung betonte: „Der Gemeinderat hat noch erheblichen Beratungsbedarf“, so dass dieser Punkt von der Tagesordnung genommen wurde. In einer der nĂ€chsten Sitzungen wird sich der Gemeinderat mit dem Bauernhof-Kindergarten beschĂ€ftigen, kĂŒndigte Just an.

Auch im nÀchsten Tagesordnungspunkt ging es um die Kinderbetreuung.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 31. Januar 2012 beschlossen, dass in der Rheinstraße, Ecke Karlsruherstraße, Ortsteil Leutershausen, der Bau einer Kinderkrippe mit 20 bis 30 BetreuungsplĂ€tzen realisiert werden soll.

Bis zum Bewerbungsschluss am 27. Februar 2012 waren vier Bewerbungen eingegangen, die der BĂŒrgermeister vorstellte.

Beim ersten Bewerber handelte es sich, wie nicht schwer zu erkennen war, um den Postillion e.V., der jetzt schon Kinderkrippen in Großsachsen und Leutershausen betreibt.

„Eine TrĂ€gervielfalt ist damit nicht gegeben.“

Die Erfahrung und die einheitliche Struktur, vor allem bei den ElternbeitrĂ€gen, sprĂ€chen eindeutig fĂŒr diesen Bewerber, so Just. Auch gĂ€be es hier wenig Unsicherheit bei den Betriebskosten. Nachteilig sei jedoch die Gefahr eines Monopols: „Eine TrĂ€gervielfalt ist damit nicht gegeben.“

Beim zweiten Bewerber handelt es sich um die Hirschbergerin Manuela Weiskircher. Sie hatte die GemeinderĂ€te nicht nur mit ihrem ansprechenden pĂ€dagogischen Konzept ĂŒberzeugt, sondern auch durch ihre Identifikation mit Hirschberg.

Als Nachteil wurden jedoch die hohen Verwaltungskosten, resultierend aus GeschĂ€ftsfĂŒhrung plus Leitung, gesehen, die dann zu Lasten der GemeindezuschĂŒsse und der ElternbeitrĂ€ge gehen wĂŒrden.

Dem dritten Bewerber, das Heidelberger Kinderzentrum Kunterbunt, fehle die Identifikation mit Hirschberg sowie ein Ansprechpartner – neben der Leitung – vor Ort. Zudem waren die veranschlagten Baukosten sehr hoch.

Der vierte Bewerber zeige große Unsicherheitsfaktoren bezĂŒglich der Bau- und Personalkosten, er habe nur SchĂ€tzwerte vorgelegt. Das spreche fĂŒr keine große VerlĂ€sslichkeit, so Just.

Deshalb schlug die Verwaltung vor, den Zuschlag an Manuela Weiskircher aus Großsachsen zu vergeben, unter der Voraussetzung, dass sie die Verwaltungskosten reduziere. Die private TrĂ€gerin plante mit 30 Prozent, nun sollen die Verwaltungskosten aber 15 Prozent des Anteils am Bruttoarbeitslohn nicht ĂŒbersteigen. Damit könnte auch der Gemeindezuschuss und die ElternbeitrĂ€ge niedriger ausfallen.

Der zweite Teil des Beschlussvorschlags sieht vor, falls die Hirschberger Bewerberin die genannten Voraussetzung nicht erfĂŒlle, sollte der Zuschlag an den ersten Bewerber, also an den Postillion e.V. gehen.

Seine Fraktion sei sich nicht einig, erklĂ€rte Peter Johe (FW). Ein Teil sei fĂŒr Manuela Weiskircher – und da nur mit 10-prozentigem Anteil am Bruttoarbeitslohn anstelle vo 15 Prozent – ein anderer Teil fĂŒr den Postillion e.V.. Ferdinand Graf von Wieser (CDU) erklĂ€rte hingegen die Einigkeit seiner Fraktion und sagte, „wir wollen die Angebotsvielfalt“, die fehlende Erfahrung mache die Bewerberin mit ihrer guten PrĂ€sentation Wett.

Auch fĂŒr die SPD-Fraktion ist die Notwendigkeit einer Vielfalt oberstes Gebot, sagte Dr. Horst Metzler. Deswegen habe sich die SPD auch fĂŒr den dritten Bewerber entschieden, falls Manuela Weiskircher die Voraussetzungen nicht erfĂŒlle. Metzler forderte folglich eine getrennte Abstimmung.

Ähnlich argumentierte auch Monika Maul-Vogt fĂŒr die GLH. Die TrĂ€gervielfalt, aber auch die QualitĂ€t, Öffnungszeiten, Sozialstaffelung, Schließtage, gesplittete BetreuungsplĂ€tze waren Kriterien an denen ihre Fraktion die Entscheidung fest machte und deshalb auch den dritten Bewerber an die zweite Stelle setzte. Bei dem dritten Bewerber handle es sich um ein großen, erfahrenen und zuverlĂ€ssigen Partner, so Maul-Vogt.

Eingeschossige Bauweise und 30 PlÀtze wurden fixiert

„Ich möchte zunĂ€chst die eingeschossige Bauweise und die 30 PlĂ€tze fixieren“, erklĂ€rte Just und bekam dafĂŒr einstimmige Zustimmung.

Die Freien WĂ€hler wollten als Erstes ĂŒber die Reduktion der Verwaltungskosten von 15 Prozent auf 10 Prozent abstimmen, konnten damit aber die anderen Fraktionen nicht ĂŒberzogen und so blieb es bei vier (FW) Ja-Stimmen.

Bei drei Gegenstimmen (ebenfalls FW) wurde der erste Teil des Beschlussvorschlags der Verwaltung, den Zuschlag, unter den genannten Voraussetzungen, an Frau Weiskirche zu vergeben, beschlossen.

Im zweiten Teil stimmten elf Ratsmitglieder fĂŒr die Alternative Postillion e.V. und sieben (SPD, GLH und Oliver Reisig) fĂŒr den dritten Bewerber, das Kinderzentrum Kunterbunt aus Heidelberg.

Thomas Herdner (GLH) wĂŒnschte sich fĂŒr die neue Kinderkrippe ein Passivhaus und Metzler (SPD) meinte, diesen Rat könne man sicherlich dem Bewerber mitgeben.

„Wir haben innerhalb von fĂŒnf Jahren viele PlĂ€tze geschaffen“

Im nĂ€chsten Tagesordnungspunkt ging es um den qualitĂ€tsorientierten und bedarfsgerechten Ausbau der Tagesbetreuung fĂŒr Kinder.

Durch die Einrichtung der Kinderkrippe Postillion e.V. in Leutershausen und Großsachsen, der teilweise Aufnahme von Kindern unter drei Jahren in den KindergĂ€rten und der Kindertagespflege, die seit dem 01. Januar 2010 von der Kommune gefördert wird, werden unterschiedliche Betreuungsmöglichkeiten in Hirschberg angeboten, erklĂ€rte der BĂŒrgermeister.

Die Regelung der Zuschusshöhe in der Tagespflege von 30.000 Euro pro Jahr wurde zunĂ€chst fĂŒr die Jahre 2010 und 2011 getroffen. FĂŒr die Tagespflegepersonen wurde im Jahr 2010 ein Zuschuss in Höhe von 2,05 Euro pro Betreuungsstunde gezahlt, im Jahr 2011 reduzierte sich dieser auf Grund einer höheren Summe der Gesamtbetreuungsstunden auf 1,49 Euro pro Betreuungsstunde. Seit dem 01. Januar 2012 wird pauschal ein Zuschuss in Höhe von 1,50 Euro bezahlt.

Unter BerĂŒcksichtigung der gesetzlichen Vorgaben ist zu prĂŒfen, ob der voraussichtliche Bedarf (42 Prozent der unter DreijĂ€hrigen) noch gedeckt werden kann.

Dies ist in Hirschberg nach Schaffung der Voraussetzung zur Errichtung einer weiteren Krippe in Leuterhausen mittelfristig zu bejahen.

Denn spÀtestens zur JahreshÀlfte des kommenden Jahres ist von einem nachhaltigen Angebot von mehr als 100 PlÀtzen bei gegenwÀrtig 255 Kindern unter drei Jahren auszugehen.

„Wir haben innerhalb von fĂŒnf Jahren viele PlĂ€tze geschaffen“, sagte Ferdinand Graf von Wiser (CDU). Und Peter Johe (FW) meinte: „Die Tendenz zur Anspruchsnahme von KrippenplĂ€tzen wird steigen, wir haben ein hervorragendes Ergebnis.“

Insgesamt war den Ratsmitgliedern klar, dass sich die Kinderbetreuung Ă€ndern muss und wird. Der Wunsch nach GanztagesplĂ€tzen und Betreuung fĂŒr Kinder unter drei Jahren nimmt stetig zu.

Der Bestandsaufnahme und den geplanten Ausbaustufen fĂŒr Kinder unter drei Jahren wurde einstimmig zugestimmt.