Donnerstag, 29. Oktober 2020

Die SchĂŒlerin Lena Pazinski machte eine Woche BOGY-Praktikum am EuropĂ€ischen Parlament

„Eine einmalige Gelegenheit“

Schriesheim/Rhein-Neckar, 08. Juni 2013. (red/ld) Ihre MitschĂŒler machen BOGY-Praktika bei Arztpraxen, in sozialen Einrichtungen oder bei Dienstleistern. Die 15-JĂ€hrige Lena Pazinski macht ihr Praktikum am EuropĂ€ischen Parlament in Straßburg, genauer im BĂŒro der Abgeordneten Franziska Brantner. Nach dem Abitur am Kurpfalz-Gymnasium-Schriesheim in zwei Jahren will Lena „irgendwas mit Sprachen machen.“ Wie es ist, in Straßburg zu arbeiten, hat sie uns im Interview erzĂ€hlt. Bei den einwöchigen Praktika der Berufs- und Studienorientierung am Gymnasium (BOGY) können SchĂŒlerinnen und SchĂŒler in der zehnten Klasse erste Erfahrungen im Berufsalltag sammeln.
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Ein BĂŒndnis fĂŒr QualitĂ€t im Praktikum


Weinheim/Bergstraße, 24. Mai 2011. (red/pm) Kommune, Wirtschaft und Schulen setzen in der Region Weinheim verbindliche Standards fĂŒr Praktika in Kraft. In der Bildungsregion Weinheim gilt jetzt ein von Kommune, Wirtschaft und Schulen gemeinsam getragener „QualitĂ€tsrahmen Praktikum“ fĂŒr Werkrealschulen. In diesem praxisnahen Leitfaden stimmen sich die ausbildenden Betriebe und die Schulen auf verbindliche QualitĂ€tsstandards fĂŒr Praktika ab.

Information der Stadt Weinheim:

BĂŒndnis fĂŒr QualitĂ€t im Praktikum.

„Dabei werden Kriterien fĂŒr die Vor- und Nachbereitung an den Schulen, sowie fĂŒr die konkrete Umsetzung in den Betrieben festgelegt. Ein BĂŒndnis, bestehend aus den Bildungsakteuren der Kommune, fĂŒnf Werkrealschulen im Bereich der Bildungsregion Weinheim, die IHK Rhein-Neckar, die HWK Rhein-Neckar-Odenwald, der Agentur fĂŒr Arbeit Mannheim, des DGB sowie Vertretern des Staatlichen Schulamtes Mannheim, des RegierungsprĂ€sidiums Karlsruhe und der Stadt Weinheim setzten den „QualitĂ€tsrahmen Praktikum“ am Montag (23. Mai) im Rahmen einer Fachtagung offiziell in Kraft.

Gleichzeitig wurde Bildungs- und Ausbildungsfachleuten der Region der „QualitĂ€tsrahmen“ als 20-seitige gedruckte BroschĂŒre vorgestellt. Entwickelt wurde das Projekt von der Kommunalen Koordinierungsstelle Übergangsmanagement Schule-Beruf unter der Leitung von Dr. Susanne Felger.

Das gemeinsame Projekt hat das Ziel, durch klare QualitĂ€tsleitlinien und Zielvereinbarungen deutlich mehr SchĂŒler fit zu machen fĂŒr eine Berufsausbildung. In allen Phasen des Praktikums-Managements sollen SchĂŒler und Eltern miteinbezogen werden. Der „QualitĂ€tsrahmen“ gibt konkrete Tipps und Hilfestellungen. Umgesetzt wird er an den Werkrealschulen in Weinheim, Hirschberg/Heddesheim, Schriesheim und Hemsbach.

In der Fachtagung, die den Start des „QualitĂ€tsrahmens“ begleitete, wurde die Notwendigkeit fĂŒr einen solchen Schritt deutlich: Einerseits wird auch in der Metropolregion Rhein-Neckar bereits ein FachkrĂ€ftemangel erkennbar, andererseits gibt es immer noch zu viele Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz finden. „Offenbar gibt es hier ein Passungsproblem“, wie es Weinheims OberbĂŒrgermeister Heiner Bernhard in seiner BegrĂŒĂŸung zur Fachtagung ausdrĂŒckte. Der „QualitĂ€tsrahmen“ soll es lösen helfen. Teilnehmer der Tagung im Alten Rathaus am Marktplatz waren auch Vertreter von Weinheimer Firmen.

JĂŒrgen Mohrhardt von der IHK Rhein-Neckar berichtete, dass heute schon jedes dritte ausbildende Unternehmen AusbildungsplĂ€tze aus Mangel an geeigneten Bewerbern unbesetzt lassen muss. 75 Prozent der Betriebe geben „mangelnde Ausbildungsreife“ als Grund an, 60 Prozent beklagen, dass die Jugendlichen zu unklare Vorstellungen von ihrem beruflichen Weg haben. Schon heute fehlen mehr als 300 000 FachkrĂ€fte in Baden-WĂŒrttemberg. Andererseits, so Gerhard Gölz vom Staatlichen Schulamt Mannheim, finden immer noch fast 40 Prozent der HauptschĂŒler nach der Schule keinen direkten Anschluss in eine Berufsausbildung.

OB Bernhard fasste zusammen: „Wir brauchen eine bessere Abstimmung zwischen Schulen, Unternehmen und der Schulpolitik der LĂ€nder darĂŒber, wie Jugendliche auf Ausbildung und Beruf vorbereitet werden mĂŒssen, und wer dabei was tut, um alle optimal zu fördern.“ Der „QualitĂ€tsrahmen“ sei auf diesem Weg eine wichtige Hilfestellung fĂŒr alle Beteiligten. Er biete die Möglichkeit einer „win-win-Situation“ fĂŒr Schule und Betriebe herzustellen und somit eine „neue QualitĂ€t und IntensitĂ€t in der Zusammenarbeit“. Auch in Weinheim haben 60 Prozent von 250 befragten Unternehmen FachkrĂ€ftebedarf, 37 Prozent wollen diesen Mangel durch Ausbildung im eigenen Betrieb decken. Die Unternehmen, so ergĂ€nzte OB Bernhard, brauchen Jugendliche, die sich selbst organisieren, die lernen wollen, die sich engagieren und Verantwortung ĂŒbernehmen.

Gerhard Gölz bekrĂ€ftigte, dass ein gutes Praktikum die Chancen des Jugendlichen auf einen Ausbildungsplatz deutlich verbessere. Der gelernte Lehrer fordert: „Wir sollten mehr auf Kompetenzen achten und nicht nur auf Noten.“

Aus der Praxis heraus berichtete zum Beispiel Thomas Lammer, der Konrektor der Dietrich-Bonhoeffer-Werkrealschule, wie wichtig und zielfĂŒhrend gute Praktika sein können. In seiner Schule absolvieren SchĂŒler in der achten Klasse ein ganzjĂ€hriges Praktikum, indem sie ein ganzes Jahr lang einen Tag im Betrieb sind. Ergebnis: Acht SchĂŒler haben schon jetzt, noch vor der AbschlussprĂŒfung, einen Ausbildungsplatz. Lammer: „Die Noten sind nicht mehr das Wichtigste, wenn der Chef den Jugendlichen ĂŒber eine lange Zeit kennengelernt hat.“ Die Dietrich-Bonhoeffer-Schule gilt bei ihrer Praktikumsarbeit als vorbildlich. Einige ihrer Ideen standen fĂŒr den „QualitĂ€tsrahmen“ Pate.

JĂŒrgen Mohrhardt als Vertreter der Wirtschaft verwies auf das Thema Bildung als Standortfaktor: „Es ist wichtig, dass Kommunen und Unternehmen hier im Gleichklang arbeiten, denn im Zuge des demografischen Wandels mĂŒssen beide gemeinsam um FachkrĂ€fte und um Einwohner kĂ€mpfen.“ Die Inkraftsetzung des QualitĂ€tsrahmens, so Schulrat Gölz, sei der Anfang eines Prozesses, in dem die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben noch intensiver wird.“

Info: Der „QualitĂ€tsrahmen Praktikum an Werkrealschulen“ steht auch auf www.weinheim.de und auf www.uebma-weinheim.de als download zur VerfĂŒgung.

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Das weinheimblog

In eigener Sache: Wir begrĂŒĂŸen Christian MĂŒhlbauer

Guten Tag!

Hirschberg, 23. November 2010. Seit Montag, 22. November 2010, absolviert Christian MĂŒhlbauer ein journalistisches Praktikum bei uns. Der Journalistik-Student bringt eine gute Internet-Vorbildung mit und will die lokale Berichterstattung kennenlernen.

Christian MĂŒhlbauer (22) studiert seit dem Wintersemester 2009/2010 an der Hochschule Ansbach Ressortjournalismus. Dabei handelt es sich um einen neuen Studiengang. Neben einer fundierten journalistischen Ausbildung liegt der Blickpunkt insbesondere auf einer crossmedialen Arbeitsweise. DarĂŒber hinaus mĂŒssen die Studenten einen journalistischen Studienschwerpunkt (Ressort) wĂ€hlen.

Die Hochschule bietet hier die Schwerpunkte Kultur, Sport, Energie und Umwelt, Politik und Wirtschaft, Medizin sowie Medientechnik an: „Ich plane den Schwerpunkt Politik und Wirtschaft zu belegen.“

Seit fast drei Jahren arbeitet Christian MĂŒhlbauer als freier Journalist fĂŒr eines der 100 gröten deutschen Webportale. Sein journalistischer Schwerpunkt liegt dort bei den Themengebieten (IT-)Recht sowie Neue Medien.

Beim DJV-Kongress „Besser online 2010“ besuchte Christian MĂŒhlbauer Anfang Oktober 2010 einen Vortrag von Hardy Prothmann (verantwortlich fĂŒr diese Seite) ĂŒber lokale Berichterstattung im Internet und bewarb sich spontan fĂŒr ein redaktionelles Praktikum, um diese Arbeit vor Ort kennenzulernen.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

Drei Frauen – drei Mal Kunst

Guten Tag!

Hirschberg, 17. Mai 2010. „Frauen in Hirschberg“ prĂ€sentiert Frauen – ihr Leben, ihr Engagement, ihre Arbeit. Am Samstag, den 15. Mai 2010 haben drei Hirschberger KĂŒnstlerinnen zum Besuch in ihre Ateliers eingeladen. Drei Mal Kunst – ganz verschieden und doch gibt es Gemeinsamkeiten.

Von Jule Kuhn-Weidler

Die drei Frauen verbindet die Kunst. Sie sind KĂŒnstlerinnen. Was sie verbindet, unterscheidet sie auch. Die eine bastelt Modelle und braucht diese Vorlage zur Weiterbildung ihrer Skulpturen, die zweite wird vor allem von Natur und RĂ€umlichkeit beeinflusst. Und die dritte? Die möchte in jedem Bild eine Entwicklung sehen und die Gleichheit vermeiden.

Skulptur von Karin Schmiedebach. Bild: jkw

Die drei KĂŒnstlerinnen verbindet der Ursprung ihres Schaffens: Sie finden ihre Inspiration im Inneren, im Unterbewusstsein, um dann ihre gefundene Inspiration auf die Leinwand oder Skulptur zu projektieren.

Elfi Pflumm studierte zwar im Modebereich, arbeitet heute jedoch autodidaktisch bei sich zu Hause. FrĂŒher hatte sie ihr Atelier im Odenwald, wodurch sie merklich beeinflusst wurde.

Elfi Pflumm nimmt den „Weg der Kraft“.

Ihre Kunstwerke sollen Ruhe und Stille ausstrahlen. Kontrastarm, behutsam und bedacht ist ihre Kunst. Trotz einem bewusst einheitlichen Farbenspiel, sagt Elfi Pflumm, dass ihre Werke aus einer Idee entstehen und im Laufe des Schaffens immer neue Ideen miteinfließen.

Sie verwendet in ihren Kunstwerken oft Zeitungspapier, weil es womöglich einfach in greifbarer NÀhe lag oder aber Teebeutel. Als ErklÀrung ergÀnzt sie, dass sie gerade im Winter bei der KÀlte wÀhrend des Arbeitens hÀufig Tee getrunken hat, und deswegen auch jetzt viele Werke Teebeutel enthalten.

GrĂ¶ĂŸere Aktionen, wie in SchwĂ€bisch Hall, wo sie in der Kirche den „Weg der Kraft“ symbolisch dargestellt hat, gehören zu den bereits veröffentlichten Werken. Der Preis fĂŒr Kunst ist immer schwer zu kalkulieren – sie nimmt fĂŒr ihre Naturkunstwerke bis zu 1.000 Euro.

Helga von Jena betreibt ihre Kunst in einem ganz anderen Stil. WĂ€hrend bei Elfi Pflumm die Bilder sich Ă€hneln und ein „roter Faden“ alles verbindet, ist Helga von Jena die Entwicklung und VerĂ€nderung von Bild zu Bild wichtig.

Die seit 1972 in Hirschberg lebende KĂŒnstlerin studierte Bildende Kunst an der freien Kunstschule Rhein-Neckar in Mannheim und hat heute ihr eigenes Atelier in LĂŒtzelsachsen.

Ihre frĂŒheren Staffeleien beschreibt sie als „wild“ und „verflochten“. Damals vermischte sie Farben, Formen und Körper waren besser zu erkennen, Details wurden herausgearbeitet.

Positiv realitÀtsfern: Helga von Jena. Bild: jkw

Heute malt sie sehr zurĂŒckgenommen. Auf mich wirken ihre Arbeiten „realitĂ€tsfern“, aber im positiven Sinne. Sie sagt, dass diese Reduzierung der Bilder, das Einfache und Klare mehr sie selbst sind.

„Mit jedem Strich entsteht etwas Neues.“ Helga von Jena

WĂ€hrend sie spricht, schaut sie eines ihrer Bilder an und sagt: „Das zum Beispiel. Das bin ich!“ Diese VerĂ€nderung von wild zu klar lĂ€sst wohl auf die UnregelmĂ€ĂŸigkeit des Lebens schließen. Kein Lebensabschnitt darf gleich oder Ă€hnlich dargestellt werden. „Ich setzte einen Strich und mit dem nĂ€chsten Strich entsteht etwas Neues“, beschreibt Helga von Jena ihre Vorgehensweise. Ihre Bilder verkaufe sie fĂŒr etwa 2500-‚¬.

Die Dritte im Bunde ist Karin Schmiedebach, die schon seit 1984 in ihrem Haus am Waldrand von Großachsen wohnt. Dort hat sie auch ihre Werkstatt, in der sie Skulpturen aus Holz, bevorzugt Eiche oder Birke, und Stein (Marmor, Traversin, Basalt) anfertigt. Sie arbeitet sehr zeitintensiv an ihren Werken. Die Preise belaufen sich, fĂŒr diese ordentliche, fein ausgearbeitete Handarbeit auf 2-3.000 Euro.

Schon wĂ€hrend ihres Studiums in KunstpĂ€dagogik und Kunsttherapie legte sie den Schwerpunkt bewusst auf Bildhauerei. Heute bietet sie auch Kurse an, in denen mit weichem Kalkstein besondere Werke fĂŒr den Garten entstehen können.

Betrachtet man ihre Skulpturen, so erkennt man deutliche Gemeinsamkeiten. Fast alle Werke sind lÀnglich, etwas verschlungen und es gibt keine abstehenden Formen.

Karin Schmiedebachs Philosophie dahinter ist, dass ihre Skulpturen wie eine Verbindung zwischen Erde und Himmel sein sollen. Außerdem sollen die Werke auf das Wesentliche beschrĂ€nkt sein und eher nach innen gekehrt oder zurĂŒckhaltend wirken.

Dinge des Alltags: Elfi Pflumm. Bild: jkw

Gerade erst hatte sie diese eindrucksvollen Skulpturen in Schwetzingen im Palais Hirsch ausgestellt. Als ich sie frage, ob der herrliche Blick von ihrem Haus aus auf die Rheinebene eine Art Inspiration fĂŒr sie sei, lacht sie und sagt: „Nein, ich könnte ĂŒberall arbeiten. Bei mir kommt die Inspiration von innen und das ĂŒbertrĂ€gt sich dann auf meine Werke“.

Karin Schmiedebach verbindet Himmel und Erde.

So unterschiedlich die Kunst ist, so sehr verbindet die KĂŒnstlerinnen das innere GefĂŒhl, dass sie auf ihre Werke ĂŒbertragen. Und sie haben noch etwas gemeinsam: sie sind gastfreundlich, offen und herzlich, wobei wir wieder beim „Inneren“ wĂ€ren.

Anmerkung der Redaktion:
Wir begrĂŒĂŸen Jule Kuhn-Weidler (17) als Praktikantin in unserer Redaktion. Die Gymnasiastin hat selbst ein hohes kĂŒnstlerisches Interesse und will bei uns ausprobieren, wie man journalistisch arbeitet. Soviel ist sicher: KreativitĂ€t gehört zum Journalismus dazu und Jule bringt eine gehörige Portion Talent mit. Der Rest ist Handwerk – das kann man lernen.
Das Praktikum absolviert sie schulbegleitend. Das heißt, die Schule geht vor – je nach Zeit und Interesse lernen unsere PraktikantInnen praktisch und theoretisch, was man braucht, um journalistisch tĂ€tig zu sein.