Freitag, 07. Juni 2019

"Ent"tÀuschende "Berichterstattung"

Geprothmannt: Bagatell- vs. Kollateralschaden

Bleiben am Ende nur noch TrĂŒmmer? Journalismus war mal ein angesehener Beruf - heute ist das Image beschĂ€digt. Archivbild

 

Mannheim/Viernheim/Rhein-Neckar, 18. Juni 2012. (red) Es gibt einen Brand, die Feuerwehr löscht diesen schnell. Der Schaden bleibt eigentlich ĂŒberschaubar und doch nicht. Das „Opfer“ ist das „Scheck In-Center“ in Viernheim. Aber es kommt noch ein weiteres hinzu, dass mit allem gar nichts zu tun hat: Die Bevölkerung. Der Schadensverursacher: Journalisten. Der Schaden: GlaubwĂŒrdigkeitsverlust in unbekanntem Ausmaß.

Von Hardy Prothmann

Der Ruf von Journalisten ist nicht der beste. Vollkommen zurecht. Sie fragen sich jetzt, wieso ein Journalist dem eigenen Berufsstand ein schlechts Zeugnis ausstellt? Die Antwort ist ganz einfach: Nur wenn man sich nach vorne verteidigt, kann man hoffen, weitere SchĂ€den zu verhindern. Das ist durchaus egoistisch gedacht. Denn ich und meine Mitarbeiter achten sehr auf bestmögliche QualitĂ€t unserer Informationen – egal, ob wir ĂŒber leichte Themen wie Feste und AktivitĂ€ten berichten oder ĂŒber anspruchsvolle wie Kultur und Wirtschaft oder Politik und Sport.

Ganz klar machen auch seriöse Journalisten Fehler. Wenn diese passieren, sollten die Leserinnen und Leser aber darĂŒber informiert werden. Doch das tun die meisten Medien nicht. Auch klar: Wenn wir einen Rechtschreibfehler entdecken oder auf Fehler hingewiesen werden, verbessern wir den auch ohne eine Korrekturmeldung, wenn es sich um eine Bagatelle handelt. Berichte mit kapitalen Fehlern legen wir in der Kategorie „Korrektur“ ab, damit Leserinnen und Leser sofort und ohne lange Suche eine zunĂ€chst fehlerhafte Berichterstattung sowie die Korrektur finden können. Auf dem Heddesheimblog sind dort seit dem Start vor drei Jahren „nur“ acht von ĂŒber 2.500 Berichten als fehlerhaft gekennzeichnet. Wir Ă€rgern uns ĂŒber jeden Fehler und haben diese korrigiert.

Falscher Eindruck vermittelt

Der Mannheimer Morgen hat aktuell ĂŒber einen Brand im Viernheimer Scheck In-Center „berichtet“. Der „Bericht“ ist mit dem KĂŒrzel „bhr“ gekennzeichnet. Der unbedarfte Leser denkt jetzt: „Ok, jemand, dessen Namen mit bhr abgekĂŒrzt wird, war vor Ort oder nach sich zumindest telefonisch oder auf anderem Weg die Informationen besorgt, geprĂŒft und dann seinen Bericht verfasst.“ Doch dieser naheliegende Gedanke ist in diesem Fall und leider viel zu oft ein Fehler. Denn kein Journalist des MM war vor Ort und es wurde auch sonst nichts recherchiert.

TatsĂ€chlich wurde also keine „journalistische Leistung“ erbracht. Durch das geschickte Setzen von An- und AbfĂŒhrungszeichen liest sich der Text, als habe „bhr“ mit dem Pressesprecher der Feuerwehr Viernheim gesprochen, denn er zitiert ihn ja „wörtlich“. TatsĂ€chlich ist dieser Eindruck aber eine TĂ€uschung. Auf Nachfrage bestĂ€tigte uns der Pressesprecher Andreas Schmidt, dass er mit niemandem vom MM in dieser Sache gesprochen hat:

Die haben automatisch eine email mit dem Pressetext bekommen, wie alle Redaktionen, die das wollen.

Ist die Nachricht aber falsch? Ja und nein. Sie erweckt den falschen Eindruck, als habe der Journalist mit dem Pressesprecher gesprochen. Und sie erweckt den Eindruck, der Journalist habe selbstĂ€ndig recherchiert und den Bericht selbst verfasst. Die Fakten sind aus Sicht der Feuerwehr sicher zutreffend. Die Mutmaßung ĂŒber die Schadenshöhe ist es nicht.

Die Originalmeldung der Feuerwehr. Quelle: FFW Viernheim

 

Die geguttenbergte Version im Mannheimer Morgen. Quelle: SHM

Geguttenbergter Journalismus ist Betrug am Leser

Diese Form „journalistischer“ Arbeit ist gĂ€ngig in vielen Redaktionen: Bei Zeitungen, Magazinen, im Radio und Fernsehen und im Internet. Man nimmt frei zugĂ€ngliche Informationen, „etikettiert“ sie ein wenig um und schon hat man einen „eigenen“ redaktionellen Bericht. Das ist und bleibt Betrug am Leser.

Sie fragen sich, warum das passiert? Warum andere Redaktionen so verfahren? Warum es nicht alle ehrlich und transparent wie wir mit unseren Blogs berichten? Fragen Sie die Redaktion Ihres Vertrauens. Ich versichere Ihnen, man wird Sie nicht sonderlich ernst nehmen. Erst, wenn Sie das Abo kĂŒndigen wollen.

Wir tun das, was eigentlich eigentlich selbstverstĂ€ndlich sein sollte. Wir benennen nĂ€mlich immer deutlich die Quelle, wie auch in diesem Fall ist der Text mit „Information der Feuerwehr Viernheim“ klar gekennzeichnet worden. Das hat mehrere GrĂŒnde. Der wichtigste: Wir respektieren die Arbeit von anderen. Wir schmĂŒcken uns nicht mit „fremden Federn“. Der nĂ€chste Grund ist: Wo bei uns „Redaktion“ draufsteht, ist auch Redaktion drin. DafĂŒr sind wir verantwortlich. Und ein ebenfalls sehr wichtiger Grund ist: Wir können nur dafĂŒr einstehen, was wir selbst recherchiert haben. Wir wollen uns weder fremde Inhalte aneignen, noch darin enthaltene Fehler.

Der Einsatzbericht der Feuerwehr beispielsweise ist ĂŒberwiegend korrekt – hat aber den Eindruck eines großen Schadens hinterlassen. Viele Kunden blieben heute deswegen dem Markt fern. Wir haben die Meldung ebenso gebracht, waren aber bis 14:00 Uhr das einzige Medium, das einen Reporter vor Ort hatte, um sich ein Bild zu machen und haben danach umgehend berichtet, dass es fĂŒr Kunden keine EinschrĂ€nkungen gibt und der Schaden eher ĂŒberschaubar ist.

Außerdem konnten wir recherchieren, dass in diesem Fall wohl eine „Klarstellung“ in der morgigen Ausgabe der Zeitung folgen soll – man darf gespannt sein. Denn die Scheck In-LĂ€den gehören zur Edeka-Gruppe. Und dort ist man „not amused“ ĂŒber den scheinbar redaktionellen Bericht im Mannheimer Morgen. Die Edeka selbst ist ein sehr großer Kunde der Zeitung und dĂŒrfte pro Jahr Anzeigen im Wert von einigen Millionen Euro bei der Zeitung schalten. Ich versichere Ihnen, dass man bei der Zeitung in diesem Fall den Ärger sehr ernst nimmt. Aber nicht, weil man „journalistisch“ besser oder wenigstens „korrekt“ arbeiten will, sondern um den Umsatz nicht zu gefĂ€hrden.

Bagatell- vs. Kollateralschaden

Nach dem Brand ist im Scheck In – anders als im Feuerwehrbericht gemutmaßt – nur ein „Bagatellschaden“ entstanden. Dieser Schaden wurde unnötig durch UmsatzausfĂ€lle fĂŒr das Unternehmen vergrĂ¶ĂŸert. Der große Kollateralschaden entsteht aber durch den alltĂ€glichen Guttenberg-Journalismus, bei dem nach Lust und Laune geklaut und abgekupfert, umetikettiert und abgeschrieben wird. Sie halten diesen „Fall“ fĂŒr eine Bagatelle? Ist er nicht, weil er nur ein Beispiel fĂŒr eine systematische TĂ€uschung vieler Mediennutzer ist. (Haben Sie die „Jogi“-FĂ€lschung bei der EM mitbekommen? Das ZDF zeigte eine „Live-Berichterstattung“, in die Aufnahmen hineingeschnitten wurden, die vor dem Spiel, also nicht „live“ entstanden sind. Das hat zu heftiger Kritik gefĂŒhrt. FAZ: „Die Regie spielt falsch„)

Einen Brandschaden kann man beseitigen – eine beschĂ€digte GlaubwĂŒrdigkeit ist nur schwer wieder zu bereinigen.

Darunter leiden aber nicht nur die Schummler, sondern auch alle, die sich grĂ¶ĂŸte MĂŒhe geben, einen herausragende oder zumindest ehrlichen Journalismus zu bieten. Leider tun das immer weniger und der fĂŒr die Gesellschaft und Demokratie so wichtige Journalismus verliert weiter an Ansehen. Da können sich Politiker und Journalisten die Hand geben – aber es gibt auch in der Politik „anstĂ€ndige“ Leute.

Die Leserinnen und Leser können ebenso wie Unternehmen aber deutlich machen, ob sie QualitÀt wollen oder nicht.

Bei einer Wahl macht macht das mit einer Stimme. Im Markt hat man auch Macht: Minderwertige Produkte kann man abbestellen oder muss sie nicht kaufen. Und Werbung kann man im glaubwĂŒrdigen Umfeld schalten, wo sie auch am besten wirkt.

Weitere Informationen:

Wie aus einer gemeindlichen Pressemitteilung ein Redakteursbericht wird, lesen Sie hier: „Ist der Mannheimer Morgen ein Sanierungsfall?

Wie die RNZ einen PR-Text eines Politikers zu einem Redakteursbericht macht, lesen Sie hier: „Nachgefragt: Wie wird aus einer politischen PR-Meldung ein redaktioneller Text in der RNZ?

In Sachen Guttenberg war die mediale Empörung groß. Dabei sind viele Medien selbst sehr erfahren in Plagiaten. „Plagiator-Formel: Dreist, dreister, Journalist – wie Tageszeitungen tagtĂ€glich “bescheißen”

Ein unabhĂ€ngiger Reporter berichtet ĂŒber eine SPD-Hauptversammlung. Weit gefehlt. Der Reporter ist selbst Mitglied im Ortsverein. „Was von der Berichterstattung der RNZ unter dem KĂŒrzel “stu” zu halten ist

Auch wir machen Fehler – und reagieren angemessen: „Urheberrecht vermutlich missachtet

 

Anm. d. Red.: Um MissverstĂ€ndnissen vorzubeugen: Die Freiwillige Feuerwehr wird ausdrĂŒcklich nicht kritisiert. Die hat wie so oft ihren Job gemacht und einen grĂ¶ĂŸeren Schaden verhindert.

Warum Spenden und Sponsoring Transparenz brauchen

Geprothmannt: UneigennĂŒtzige WohltĂ€tigkeit? Von wegen! Spenden und Sponsoring sind Werbung

100 Euro sind viel Geld - manche zahlen das aber aus der "Porto-Kasse" und machen daraus ein Vielfaches an "Image"-Gewinn. Quelle: 100-Euro-Schein

Rhein-Neckar, 12. Dezember 2011. (red) Zur Zeit jagt eine SpendenĂŒbergabe die nĂ€chste – so wie vergangenes Jahr auch und nĂ€chstes Jahr wieder. Besonders in der Vorweihnachtszeit laden viele Firmen und Gemeinden ein, ĂŒber mildtĂ€tige Spenden fĂŒr den guten Zweck zu „berichten“. Klares Ziel dieser Aktionen: Die Spender und Sponsoren wollen sich damit ein gutes Image verschaffen – dabei ist das nichts anderes als Werbung.

Von Hardy Prothmann

Die Redaktion fĂŒr die Lokalblogs in Nordbaden hat eine strikte Regel: Wir berichten nicht ĂŒber Spenden, egal wie großzĂŒgig diese sind. Denn hinter fast jeder Spende steckt immer ein „KalkĂŒl“, ein Hintergedanke und der ist nicht „mildtĂ€tig“, sondern egoistisch: Die spendende Firma oder Institution will sich damit ein gutes Image verschaffen.

Das ist auch absolut erlaubt – nur machen wir uns nicht zum Handlanger und zur erweiterten Pressestelle der Spender und Sponsoren. Wer aus Überzeugung spendet oder unterstĂŒtzt, braucht seine Haltung nicht an die „große Glocke“ zu hĂ€ngen.

Millionen von privaten Spendern halten das so – sie geben Geld fĂŒr alle möglichen Hilfsorganisationen und hoffen, dass damit anderen geholfen wird. Die allermeisten Spenderinnen und Spender bleiben „anonym“ – es geht ihnen um die Hilfe und nicht um eine öffentliche Nennung.

Wer hingegen der „Öffentlichkeit“ seine „GroßzĂŒgigkeit“ mitteilen möchte, kann eine Anzeige schalten. Das ist, wie gesagt, absolut erlaubt.

Hirschberg: Bericht ĂŒber eine Spende? Ja, gerne. Schleichwerbung? Nein, danke.

Aktuell haben wir ĂŒber die Spende einer Interessengemeinschaft „Storchenkerwe“ in Hirschberg berichtet: Die Einladung erschien frei von „Firmenwerbung“ – denn die Initiative des Ortsfestes spendete Geld fĂŒr gemeinnĂŒtzige Zwecke. Deshalb haben wir den Termin wahrgenommen.

Vor Ort prĂ€sentierte man aber Spendenschecks mit Logo und Schriftzug einer regionalen Bank. Diese Werbung haben wir aus dem Foto herausretuschiert (weiße FlĂ€che).

Das ist die einzige „saubere“ Lösung – alles andere ist eine Form von Schleichwerbung, untergrĂ€bt die GlaubwĂŒrdigkeit von Journalismus (sofern die bei gewissen Medien nicht sowieso schon „six feed under“ ist) und schadet letztlich auch dem „Werbekunden“ – muss der doch ganz besonders an einem glaubwĂŒrdigen Umfeld interessiert sein.

Penetrant wird es – und das ist zunehmend der Fall – wenn die Sponsoren und Spender sogar die Berichterstattung vorschreiben wollen. Dagegen hilft nur konsequente AufklĂ€rung und konsequente „Nicht-Berichterstattung“ bei „HĂ€rtefĂ€llen“.

Penetrantes Sportsponsoring

Selbst in der Provinz treibt dieses Sponsorenunwesen nicht nur seltsame, sondern völlig inaktzeptable „BlĂŒten“. Ein lokaler Tennisverein wollte uns beispielsweise nur Fotos gestatten, wenn das Sponsorlogo mit im Bild ist.

Das Ergebnis kann man hier nachlesen: „Kein Gruppenfoto ohne Sponsor“

Sehr krass ist dieses Beispiel: Eine Apotheke wird von einem „Marketing-Verband“ ausgezeichnet, nicht etwa weil die Apotheke am meisten Geld gespendet hat, sondern deren Kunden. Wir wollten darĂŒber berichten – und wurden vermutlich (aus Sorge) wegen unserer bekannten, kritischen Haltung nicht eingeladen. Wir haben trotzdem berichtet: Kein Kinderlachen fĂŒr das Heddesheimblog.

taz verpixelt Sportfotos und stellt die Aktion anscheinend klammheimlich wieder ein.

Die taz hatte im August angekĂŒndigt, ab sofort alle Sportfotos zu verpixeln. Die BegrĂŒndung:

Die Werbung im Fußball, Biathlon oder Handball ist mit den Jahren der Kommerzialisierung einfach zu aufdringlich, zu omniprĂ€sent geworden. Da mĂŒssen intelligentere Lösungen her. Zum Beispiel: Weg mit dieser Flimmerbande.

Und:

Wir sind nicht mehr bereit, Eure Werbebotschaft auf Trikots und Werbebanden zu verbreiten. Es kann ja auch nicht Aufgabe einer Zeitung sein, die mit kritischer Distanz ĂŒber Sport berichtet, tĂ€glich kostenlose Werbung von Vereinen und deren Sponsoren ins Blatt zu heben. Wir wollen durch die Verpixelung journalistisch noch unabhĂ€ngiger werden.

Guter Ansatz – leider scheint die taz das nicht durchgehalten zu haben. Vielleicht wars auch nur ne Sommerloch-Saure-Gurken-Zeit-Meldung. Eine ErklĂ€rung, warum nicht mehr verpixelt wird, konnte ich nicht finden (Anfrage ist gestellt, der Artikel wird gerne nach einem Hinweis ergĂ€nzt).

Wir werden das in Zukunft weiter so halten: Wenn Spender und Sponsoren mit Ihren Logos genannt und abgebildet werden wollen, erhalten Sie ein Angebot zum Schalten einer gewerblichen Anzeige. Solche „Berichte“ werden wir entsprechend als Anzeige kennzeichnen.

Andernfalls werden wir konsequent Spender und Logos aus Texten und Bildern entfernen – denn es  geht doch um MildtĂ€tigkeit? Oder geht es doch um etwas anderes? Sollten wir deshalb nicht mehr zu solchen AnlĂ€ssen eingeladen werden, können wir gerne darauf verzichten.

Trennungsgebot

Gut und richtig wĂ€re, wenn vor allem Zeitungen diesem Beispiel folgen wĂŒrden – das aber darf man tatsĂ€chlich bezweifeln, denn dort gibt es schon lĂ€ngst kein Trennungsgebot zwischen Redaktion und Anzeigen mehr, sondern nur noch die Haltung, dass man Anzeigenkunden nicht „verprellen“ will.

Die Masse der Leserinnen und Leser zahlt zwar insgesamt viel und bedeutendes Geld fĂŒrs „Abo“ – unterm Strich sind das aber knapp 30 Euro und was bedeutet so ein Betrag, wenn an anderen „AuftrĂ€gen“ ein paar mehr Nullen dranhĂ€ngen, also 3.000, 30.000 oder gar 3.000.000 Euro? Es wird anhand der „Nullen“ schnell klar, auf wen man „RĂŒcksicht“ nimmt und fĂŒr welche „Nullen-Informationen“ man sich entscheidet.

"Redaktionelles" Foto ab Spendenhöhe von 500 Euro - bitte Text mitschicken.

Allerdings gibt es auch hier „Regeln“ – die hĂ€ngen von der Höhe der Spende ab. Der Mannheimer Morgen macht zum Beispiel „grundsĂ€tzlich“ erst ab 500 Euro Spendensumme ein Foto. Warum, wieso, weshalb? DarĂŒber gibt es keine uns bekannten Informationen.

Ethisches Handeln

Ganz grundsĂ€tzlich verantwortet jedes Medium die eigenen redaktionelle Ethik und die Art seiner „Informationen“ im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten selbst – und auch die daraus resultierende GlaubwĂŒrdigkeit.

Mal schauen, wie Spender und Sponsoren mit unserer transparenten Haltung umgehen – dazu wird es, sofern interessant, einen Nachbericht geben.

Soviel sei noch angemerkt: Unternehmen, die mindestens zehn Prozent ihres Gewinns spenden, werden wir sofort lobend erwĂ€hnen, weil das tatsĂ€chlich Spenden sind, die „bemerkenswert“ sind. Keine Sorge – es gibt vermutlich kein einziges Unternehmen, das so verfĂ€hrt.

Vereine sollten sich nicht zu jedem Preis „kaufen“ lassen

Vereine, die sich fĂŒr ein paar Euro „Spendengeld“ oder „Sponsoring“ als VermarktungsflĂ€che missbrauchen lassen, sollten tatsĂ€chlich darĂŒber nachdenken, worum es geht.

Um Förderung von Kultur, Jugend oder Sport oder darum, dass die ehrenamtlichen Helfer wirklich sehr viel Arbeit aufbringen und sich von Firmen durch im Vergleich minimale „Förderung“ dann die hier „erwirtschaftete“ Aufmerksamkeit abkaufen lassen? Das kann nicht im Sinne von Kultur, Jugend und Sport sein – und auch nicht im Sinne der Unternehmen.

Und ein besonders GeschmĂ€ckle bekommen solche Spenden dann, wenn die Spenderfirmen nicht nur beim Image die Nutznießer sind, sondern durch AuftrĂ€ge und GeschĂ€fte mit den Vereinen wiederum einen ganz klaren geschĂ€ftlichen Vorteil suchen.

Dann haben Spenden sogar eher die Funktion einer Bestechung und sind vollends pervertiert. Und auch das ist leider oft schon fast „ĂŒblich“.

Spendenziele mĂŒssen transparent sein

Gemeinden mĂŒssen Spenden beispielsweise lĂ€ngst öffentlich machen und transparent darstellen – das sieht das GeldwĂ€schegesetz so vor. Und dafĂŒr gibt es ganz sicher GrĂŒnde.

Damit Sie mich richtig verstehen: Spenden sind gut und wichtig. Und jeder Euro hat seinen Wert.

Spenden sollten aber das sein, was sie sein sollen: Ein Beitrag zu einer besseren Welt. Ganz privat, ganz individuell nach den Möglichkeiten.

Wer Spenden und „Sponsoring“ auch nur im Ansatz fĂŒr eigene „Zwecke“ einsetzt, muss sich moralisch selbst verpflichten, seinen Anteil an Eigennutz klar darzustellen – damit keine „MissverstĂ€ndnisse“ aufkommen.

Wenn ein Großkonzern beispielsweise 1 Million Euro spendet, ist das vielen Medien eine Nachricht wert. Zeitungen wie der MM berichten mit Bild erst ab 500 Euro. FĂŒr den Konzern bedeutet 1 Million vielleicht nur einen 0,000-irgendwas Anteil an seinen Möglichkeiten. FĂŒr eine Initiative sind 500 oder 1.000 Euro hingegen alles, was man „aufbieten“ kann.

Wer ist nun „großzĂŒgiger“? Wer verdient mehr Aufmerksamkeit? WorĂŒber sollte man dankbarer sein? WorĂŒber berichten?

Denken Sie mal drĂŒber nach – eine Meinung zu dem Thema ist gar nicht so einfach zu finden.

Ist halt alles immer „relativ“ – dafĂŒr muss man kein Einstein sein.

Ihr

Anmerkung: Wir haben anfĂ€nglich auch ĂŒber Spenden berichtet und vor kurzem noch im Weinheimblog ĂŒber eine Aktion zu Defibrilatoren in der Stadt. Dabei wurde auch eine spendende Bank genannt. KĂŒnftig werden wir das kompromisslos handhaben.

Klems RĂŒckblick: Das Internet vor zehn Jahren – was man damals schon so alles wusste…


Wie war das vor zehn Jahren? Datenbankprofi Michael Klems informiert uns bis Weihnachten ĂŒber "wichtige" Schlagzeilen zum Internet aus der Vergangenheit. Bild: infobroker.de

Rhein-Neckar, 22. Oktober 2011. (red/infobroker.de) Der renommierte Datenexperte Michael Klems hat es sich zur Aufgabe gemacht, einfach mal Schlagzeilen von vor zehn Jahren zu recherchieren. Teils sind die Ergebnisse urkomisch, teils stimmen sie, teilweise haben sich Ansichten und Meinungen nach heutiger Sicht widerlegt.

Recherche: Michael Klems – infobroker.de

16.10.2001
Internet wird hörbar – Das Internet kann hörbar werden. Dies verspricht eine Voice-Portal-Plattform, der Clarity AG – Handelsblatt

16.10.2001
Grimmas OrdnungshĂŒter nutzen Internet fĂŒr ihren PrĂ€ventionskatalog im Kampf gegen Kinder- und JugendkriminalitĂ€t – Polizei geht fĂŒr Partnerschaft mit Schulen neue Wege – Leipziger Volkszeitung

16.10.2001
Prince nur im Net: Das neue Album „The Rainbow Children“ ist fertig, wird aber nur im Internet veröffentlicht. – Hamburger Morgenpost

17.10.2001
B2B-Plattform im Hafen von Barcelona – Warenumschlag wird per Internet kontrolliert – Handelbslatt

17.10.2001
T-Online beteiligt sich mit 50 Prozent an Interactive Media des Axel Springer Verlages – DIE WELT

17.10.2001
StĂ€dtische Ausschreibungen via Internet – Mainz akzeptiert Angebote mit digitaler Signatur – Der Postweg bleibt weiterhin im Angebot – Rhein Main Zeitung

18.10.2001
AOL Time Warner ĂŒbertrifft reduzierte Prognosen – Zuwachs bei Abonnentenzahlen / Kabelfernsehen und Internet gleichen flauen Werbemarkt aus – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

18.10.2001
Internet-Magazin erhielt den OnlineStar 2001 – Sparkasse.de ist die beste Finanz-Webseite des Jahres – Nur sechs Monate nach ihrem Start wurde die Web-Seite „Sparkasse.de“ von ĂŒber 800 000 Nutzern… – DIE WELT

18.10.2001
Macht das Surfen im Internet sĂŒchtig? – Tagung befasste sich mit den Gefahren der digitalen Welt fĂŒr Kinder – Frankfurter Rundschau

19.10.2001
AusdrĂŒcklich verbieten. Privates Surfen im Internet ist im BĂŒro nicht automatisch untersagt. Ein Chef muss das private Internetsurfen am Arbeitsplatz ausdrĂŒcklich verbieten. – Der Tagesspiegel

19.10.2001
Wireless LAN – EuropĂ€ischer Markt fĂŒr öffentliche Internet-ZugĂ€nge – Die Service-UmsĂ€tze mit öffentlichen Wireless LAN-InternetzugĂ€ngen werden in Europa in diesem Jahr 4,1 Millionen Dollar erreichen. – FAZ.NET

19.10.2001
Internet: Bald nicht mehr alles kostenlos? Verlage drĂ€ngen auf gebĂŒhrenpflichtige Inhalte – „Keine Gefahr fĂŒr Zeitungen“ – Passauer Neue Presse

20.10.2001
E-Bay – Rekorde auf dem Internet-Marktplatz – Das Online-Auktionshaus E-Bay wĂ€chst rasant weiter. – Frankfurter Rundschau

20.10.2001
Wettstreit um Internet-Kunden entbrannt – Vom Wettbewerb auf dem Multimedia-Markt in Köln und Bonn wird vor allem der Kunde profitieren. – Kölner Stadtanzeiger

20.10.2001
Kinder fragten Bundesfamilienministerin Bergmann per Internet – Gibt es den Dritten Weltkrieg? – Berliner Morgenpost

21.10.2001
Brite befreit sich per Internet – Ein in einer GartenhĂŒtte eingesperrter Brite hat sich mit einem Hilferuf ĂŒber das Internet befreit – WELT AM SONNTAG

21.10.2001
Internet-News gegen Geld?. Viele Leser, wenig Geld – – DER TAGESSPIEGEL

21.10.2001
Tricksen im Internet wird schwieriger – FRANKFURT. Eine sichere Methode: Alle Wege fĂŒhrten zu DocMorris, einer niederlĂ€ndischen Internet-Apotheke – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

22.10.2001
Bekanntheit der Handy-Portale im Internet steigt – Fast die HĂ€lfte der Mobilfunknutzer kennt die Angebote – Herunterladen von Logos und Klingeltönen – Das Mobiltelefon wird zur Informations- und Unterhaltungszentrale fĂŒr unterwegs. – FAZ – Frankfurter Allgemeine Zeitung

22.10.2001
US-Moratorium fĂŒr Internet-Steuern lĂ€uft aus – Der US-Kongress hat es versĂ€umt, ein Moratorium fĂŒr Internet-Steuern zu verlĂ€ngern, das gestern abgelaufen ist. – DIE WELT

22.10.2001
Internet keine Konkurrenz fĂŒr Tageszeitungen – MÜNCHEN. Das Internet wird den Tageszeitungen nach Ansicht der bayerischen Verleger auch in Zukunft keine… – Berliner Zeitung

23.10.2001
China blockiert Nachrichtenseiten im Internet – Die chinesische Regierung hat erneut auslĂ€ndische Nachrichtenangebote im Internet blockiert – Handelsblatt

23.10.2001
Internet-Zugang/Telekom stellt kĂŒnftig/kein DSL-Modem mehr – Vor dem schnellen Weg ins Internet wird vom kommenden Jahr an eine zusĂ€tzliche Investition stehen – Frankfurter Rundschau

23.10.2001
Markt mit Internet – Studentinnen testen eine bislang in Deutschland einmalige InternetsĂ€ule auf dem Marktplatz in Leipzig. – Leipziger Volkszeitung

Michael Klems ist Informationsprofi und recherchiert weltweit in elektronischen Datenbanken. Als Betreiber des Informationsdienstes infobroker.de ist er seit 1991 am Markt.

Internet: Infobroker.de
Facebook: http://www.facebook.com/infobrokerklems
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Klems RĂŒckblick: Das Internet vor zehn Jahren – was man damals schon so alles wusste…


Wie war das vor zehn Jahren? Datenbankprofi Michael Klems informiert uns bis Weihnachten ĂŒber "wichtige" Schlagzeilen zum Internet aus der Vergangenheit. Bild: infobroker.de

Rhein-Neckar, 15. Oktober 2011. (red/infobroker.de) Der renommierte Datenexperte Michael Klems hat es sich zur Aufgabe gemacht, einfach mal Schlagzeilen von vor zehn Jahren zu recherchieren. Teils sind die Ergebnisse urkomisch, teils stimmen sie, teilweise haben sich Ansichten und Meinungen nach heutiger Sicht widerlegt.

Recherche: Michael Klems – infobroker.de

09.10.2001
Deutsche zahlen Internet-EinkĂ€ufe selten per Karte – Beim Einkaufsbummel im Internet zahlen die Deutschen einer Studie zufolge wesentlich seltener per Kreditkarte – Handelsblatt

09.10.2001
Der Weg ist frei fĂŒr Musik aus dem Internet – Die Musikwelt ordnet sich, der Weg ist frei – DIE WELT

09.10.2001
INTERNET/“Home-Banking bleibt unsicher“ Das Risiko, beim Home-Banking Opfer einer Hackerattacke zu werden, ist offenbar nach wie vor groß. – Hamburger Abendblatt

10.10.2001
Kein Lesefehler: Kabel NRW heißt nun Ish Unter einem Phantasienamen will der Kabelnetzbetreiber der Telekom Kunden abjagen / Breitband-Internet und Telefonie ĂŒber das Fernsehkabel – F.A.Z. – Frankfurter Allgemeine Zeitung

10.10.2001
IP-Anonymisierung verschleiert das Nutzerverhalten – Unerkannt im Internet surfen – Mit einer neuen Software ist es möglich, im Internet zu surfen, ohne Spuren zu hinterlassen. – Handelsblatt

10.10.2001
Ergo grĂŒndet im Januar neuen Internet-Versicherer – Traditioneller Außendienst soll Hauptvertrieb bleiben. – Financial Times Deutschland

11.10.2001
Internet-Magazine in Schwierigkeiten – „Red Herring“ und „Salon“ leiden unter der BranchenschwĂ€che – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

11.10.2001
Kaufhof nimmt neuen Anlauf im Internet/Handelskonzern gibt Online-Phantasiemarke Zebralino auf – Financial Times Deutschland

11.10.2001
Die Angst vor dem Computer-Terror / Die USA rĂŒsten sich gegen Angriffe via Internet – Allgemeine Zeitung Mainz

12.10.2001
USA prĂŒfen den Bau eines sicheren Regierungsnetzes/Neues Internet fĂŒr Behörden soll mehr Schutz bieten. – Financial Times Deutschland

12.10.2001
Browserspaß nur mit Nummer und Reisepass/Cybercafé in Havanna – Allgemeine Zeitung Mainz

12.10.2001
Immobilien im Netz Bei der Objektsuche und der Finanzierung der eigenen vier WĂ€nde leistet das Internet gute Dienste – Handelsblatt

13.10.2001
Lastwagen im Internet finden – TruckScout24 vermittelt das Nutzfahrzeug – Der MĂŒnchner Internetanbieter AutoScout24 erweitert mit TruckScout24 sein Angebot um Lastwagen, Transporter, SattelzĂŒge, Busse und Baumaschinen. F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

13.10.2001
Spar gibt Verkauf ĂŒber das Internet auf – Der Handelskonzern Spar zieht sich aus dem GeschĂ€ft mit der Bestellung von Lebensmitteln zurĂŒck – Stuttgarter Zeitung

13.10.2001
BĂŒcher beliebteste Ware im Internet – BĂŒcher sind die beliebteste Ware im Internethandel. – DarmstĂ€dter Echo

14.10.2001
Internet-Verkauf von Lebensmitteln lohnte sich nicht – Aus fĂŒr Spar 24 – Berliner Morgenpost

14.10.2001
Urteil gegen T-Online – Hamburg/tj/- Bislang hieß es in der Werbung des Telekom-Onlinedienstes: „T-Online ist der grĂ¶ĂŸte Internet-Provider – WELT AM SONNTAG

14.10.2001
Systems 2001 – IT-Branche sucht Wege aus der Krise – Rund 15 Prozent weniger Teilnehmer werden auf der diesjĂ€hrigen Systems erwartet, die am Montag in MĂŒnchen ihre Toren öffnet. FAZ.NET

15.10.2001
Beratungsfirma Gartner stellt IT-Trends vor – Internet-Dienste bleiben Top-Thema fĂŒr Unternehmen – DIE WELT

15.10.2001
Das mobile Internet bleibt vorerst eine Vision – Financial Times Deutschland

15.10.2001
ARD erweitert Internet-Angebot. Die ARD wird das Internet-Angebot der „Tagesschau“ erweitern. – Der Tagesspiegel

16.10.2001
Internet wird hörbar – Das Internet kann hörbar werden. Dies verspricht eine Voice-Portal-Plattform, der Clarity AG – Handelsblatt

16.10.2001
Grimmas OrdnungshĂŒter nutzen Internet fĂŒr ihren PrĂ€ventionskatalog im Kampf gegen Kinder- und JugendkriminalitĂ€t – Polizei geht fĂŒr Partnerschaft mit Schulen neue Wege – Leipziger Volkszeitung

16.10.2001
Prince nur im Net: Das neue Album „The Rainbow Children“ ist fertig, wird aber nur im Internet veröffentlicht. – Hamburger Morgenpost

Michael Klems ist Informationsprofi und recherchiert weltweit in elektronischen Datenbanken. Als Betreiber des Informationsdienstes infobroker.de ist er seit 1991 am Markt.

Internet: Infobroker.de
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Klems RĂŒckblick: Das Internet vor zehn Jahren – was man damals schon so alles wusste…


Wie war das vor zehn Jahren? Datenbankprofi Michael Klems informiert uns bis Weihnachten ĂŒber "wichtige" Schlagzeilen zum Internet aus der Vergangenheit. Bild: infobroker.de

Rhein-Neckar, 8. Oktober 2011. (red/infobroker.de) Der renommierte Datenexperte Michael Klems hat es sich zur Aufgabe gemacht, einfach mal Schlagzeilen von vor zehn Jahren zu recherchieren. Teils sind die Ergebnisse urkomisch, teils stimmen sie, teilweise haben sich Ansichten und Meinungen nach heutiger Sicht widerlegt.

Recherche: Michael Klems – infobroker.de

01.10.2001
Telekom baut VideoĂŒbertragung per Internet aus/Kooperation mit Servecast zielt auf Unternehmenskunden. – Financial Times Deutschland

01.10.2001
Internet-SupermĂ€rkte liefern hĂ€ufig falsche Ware – DIE WELT

01.10.2001
Intershop schlĂ€gt nach Umsatzwarnung Sparkurs ein – Das E-Commerce-Unternehmen Intershop reduziert seine Belegschaft um 25 Prozent auf 790 Mitarbeiter. – FAZ.NET

02.10.2001
1&1 Internet AG startet neue DSL-Flatrate – Die 1&1 Internet AG bietet seit Montag eine neue DSL-Flatrate ohne Zeit oder VolumenbeschrĂ€nkung – Handelsblatt

02.10.2001
Internet als Patent – nein danke – Das W3C will kĂŒnftig patentierte Internet-Technologien zulassen. – netzeitung.de

02.10.2001
Besserer Verbraucherschutz im Internet – EU-Kommission kritisiert geringen Anteil des E-Commerce / GrĂŒnbuch – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

03.10.2001
Streit um .biz-Domains sorgt fĂŒr Verzögerungen – Zwei neue Internet-Adressendungen, .biz und .info, ergĂ€nzen ab diesem Monat den Namensraum im Netz. – FAZ.NET

03.10.2001
Internet-Apotheken in den Startlöchern – Deutscher Markt ist sehr interessant fĂŒr Medikamenten-Versand – DarmstĂ€dter Echo

03.10.2001
SchĂŒler-Projekt/Internet bringt Ost und West zusammen/BundesprĂ€sident Rau startet Initiative – Mitteldeutsche Zeitung

04.10.2001
Edu-Commerce: Wie Unternehmen die Kunden im Internet einfangen – Weiterbildung als Instrument der Kundenbindung im Internet / Edu-Commerce wird zum Geheimtip fĂŒr erfolgreiches Marketing – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

04.10.2001
Hamburg bleibt trotz Pleiten starker Internet-Standort – Hamburg wird trotz der jĂŒngsten Pleiten von Internet-Firmen wie PopNet und Kabel New Media ein wichtiger Standort – DIE WELT

04.10.2001
Stunde der Sieger/Internet. Trotz Krisenstimmung setzen die meisten Unternehmen weiter auf/E-Commerce. – CAPITAL

05.10.2001
Attacken aus dem Internet/Der digitale Krieg besteht in erster Linie aus Desinformation – DIE WELT

05.10.2001
Hohe Schulden zwingen KPN zum Verkauf der Internet-Tochter – Financial Times Deutschland

05.10.2001
Hamburg: Lotto auch per Internet – Hamburger Lottospieler können ihre Tipps von sofort an auch im Internet abgeben. – Hamburger Abendblatt

06.10.2001
VerbĂ€nde kritisieren Internet-Gesetz „Herkunftslandprinzip verankern“ / Verstoß gegen EU-Recht – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

06.10.2001
Dresdner Bank bĂŒndelt ihre Internet-AktivitĂ€ten Bis 2006 Zahl der Online-Nutzer verdoppeln – Börsen-Zeitung

06.10.2001
Kienbaum erwartet keine Rezession – Bewerber-Suche im Internet soll ausgebaut werden – DIE WELT

Aus aktuellem Anlass eine RĂŒckschau. Steve Jobs vor 10 Jahren im Jahr 2001

19.06.2001
Die neue Geradlinigkeit – Wenn man der Nase von Apple-Chef Steve Jobs trauen kann, ist Purismus der neue Trend im Computerdesign. – Berliner Zeitung

26.05.2001
Steve Jobs verkĂŒndet QualitĂ€tssprung – Steve Jobs verkĂŒndet dies am 21. Mai auf einer Entwickler-Konferenz in San Jose (Kalif.) – Mitteldeutsche Zeitung

23.03.2001
Firmen-GrĂŒnder Steve Jobs ruft das „Dritte goldene Zeitalter“ des PC aus – Apple bringt neues Betriebssystem gegen Windows XP in Stellung – Handelsblatt

13.01.2001
Apple geht in die Offensive/Mac OS X endlich fertig – Einmal hat Steve Jobs den Computerhersteller Apple schon gerettet. – Mitteldeutsche Zeitung

12.01.2001
Ein goldenes Zeitalter im Zeichen von Titan /Apple zeigt schnellere Desktop-Rechner und ein schlankes Notebook – Steve Jobs – Neue ZĂŒricher Zeitung

07.10.2001
Billiger Pauschaltarif auf Mallorca – Bald können auch Deutsche auf einen gĂŒnstigen Pauschaltarif (Flatrate) fĂŒr den Zugang ins Internet hoffen. Allerdings mĂŒssen sie dazu nach Spanien – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

07.10.2001
„Ich wĂŒrde sehr gern in Hamburg bleiben“ – Der scheidende Wirtschaftssenator Thomas Mirow, SPD, ĂŒber die Krise der Hamburger Internet- Wirtschaft – DIE WELT AM SONNTAG

07.10.2001
Nasebohren mit Harald Schmidt. Hunderte Geschichten der „höflichen Paparazzi“ sammeln sich im Internet. – Der Tagesspiegel

Michael Klems ist Informationsprofi und recherchiert weltweit in elektronischen Datenbanken. Als Betreiber des Informationsdienstes infobroker.de ist er seit 1991 am Markt.

Internet: Infobroker.de
Facebook: http://www.facebook.com/infobrokerklems
Google Plus: http://gplus.to/infobroker

Klems RĂŒckblick: Das Internet vor zehn Jahren – was man damals schon so alles wusste…


Wie war das vor zehn Jahren? Datenbankprofi Michael Klems informiert uns bis Weihnachten ĂŒber "wichtige" Schlagzeilen zum Internet aus der Vergangenheit. Bild: infobroker.de

Rhein-Neckar, 24. September 2011. (red/infobroker.de) Der renommierte Datenexperte Michael Klems hat es sich zur Aufgabe gemacht, einfach mal Schlagzeilen von vor zehn Jahren zu recherchieren. Teils sind die Ergebnisse urkomisch, teils stimmen sie, teilweise haben sich Ansichten und Meinungen nach heutiger Sicht widerlegt.

Recherche: Michael Klems – infobroker.de

26.09.2001
DocMorris baut sein Angebot deutlich aus/Internet-Apotheke kann nur mit breiterem Sortiment bestehen. – Financial Times Deutschland

26.09.2001
Schreiben fĂŒr das Internet – Der Bereich „Neue Medien“ boomt in jeder Hinsicht. Unternehmen, VerbĂ€nde, Agenturen, Zeitschriften… – Kölner Stadtanzeiger

26.09.2001
mailto:president-žwhitehouse.gov. Tausende von deutschen Internet-Nutzern mahnen George W. Bush zu Besonnenheit – Der Tagesspiegel

27.09.2001
Öffentlich-rechtliche Internet-Auftritte bleiben umstritten – Wissenschaftler sehen aber Notwendigkeit fĂŒr Förderung nichtkommerzieller Internet-Angebote / Neue Studie – F.A.Z. – Frankfurter Allgemeine Zeitung

27.09.2001
Popnet meldet Insolvenz an – Commerzbank kĂŒndigte Kredite des Internet-Dienstleisters – F.A.Z. – Frankfurter Allgemeine Zeitung

27.09.2001
Bund versteigert öffentliche AuftrĂ€ge im Internet -In Zukunft sollen AuftrĂ€ge der Öffentlichen Hand auch per Internet vergeben werden. – netzeitung.de

28.09.2001
EU-Regierungen einigen sich ĂŒber Richtlinie zum Fernabsatz von Finanzdienstleistungen – Mehr Verbraucherschutz fĂŒr FinanzgeschĂ€fte im Internet
– Handelsblatt

28.09.2001
Die Geschicke von Bertelsmann werden immer stĂ€rker vom Internet bestimmt – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

28.09.2001
Millionen neue Internet-Nutzer. „Bild“ startet Web-Offensive. – „Jeden Tag lesen elf Millionen Menschen die ,Bild‘-Zeitung, aber zu wenige davon nutzen bereits das Internet“ – Der Tagesspiegel

29.09.2001
Stellenabbau bei Handelsblatt-Gruppe – Rund 150 Stellen in Gefahr / Schwierige Lage der Wirtschaftspresse – F.A.Z. Frankfurter Allgemeine Zeitung

29.09.2001
Michael Jackson fehlt/Internet-Vertrieb MusicNet will in sechs Wochen online gehen / StĂŒcke nicht kopierbar – Berliner Zeitung

29.09.2001
Moorhuhn 3 kommt ins Internet – Bochum – Bald können Moorhuhn-Fans wieder das virtuelle Federtier am Bildschirm erlegen – Hamburger Abendblatt

30.09.2001
Popnet Internet bricht nach Insolvenzantrag ein – Mit sofortiger Wirkung hat die Commerzbank der Popnet Internet AG den Geldhahn zugedreht – WELT AM SONNTAG

30.09.2001
Internet-Pionier Excite vor Insolvenz – Excite@home, der fĂŒhrende Anbieter breitbandiger Internet-AnschlĂŒsse in den Vereinigten Staaten, stellt Antrag auf GlĂ€ubigerschutz nach Kapitel 11 – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

30.09.2001
Der Staat surft mit. Terroristen mĂŒssen auch im Internet gejagt werden. Darin sind alle sich einig. – Der Tagesspiegel

Michael Klems ist Informationsprofi und recherchiert weltweit in elektronischen Datenbanken. Als Betreiber des Informationsdienstes infobroker.de ist er seit 1991 am Markt.

Internet: Infobroker.de
Facebook: http://www.facebook.com/infobrokerklems
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Es sieht böse aus mit dem „Journalismus“


Journalismus? Haha. Quelle: Kontext

Rhein-Neckar/Stuttgart, 08. Juni 2011 (red) In Stuttgart erscheint seit ein paar Wochen die kostenlose Zeitung „Kontext„. 200.000 Euro haben private Spender bereit gestellt, um das Projekt mindestens ein Jahr zu finanzieren. Einer der Spender ist Edzard Reuter. FĂŒr Kontext arbeiten „altgediente“ Zeitungsjournalisten. Aktuell rechnet Bruno Bienzle, bis 2007 Lokalchef der Stuttgarter Nachrichten, mit dem „Pressewesen“ ab.

Der Artikel im „Kontext“ ist eigentlich weit weg – in Stuttgart. Aber er ist fĂŒr unsere Region sehr wichtig, weil er ein systematisches Problem beschreibt.

Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt werden ĂŒber Medien transportiert. Soweit die Theorie.

In den klassischen Medien findet zur Zeit ein radikaler Umbruch statt – als Leserin und Leser, als Abonnentin und Abonnent einer Tageszeitung sollten Sie wissen, wie „pannenanfĂ€llig“ das Produkt ist, dass Sie teuer bezahlen.

Journalismus ist nicht „gottgegeben“, sondern basiert auf unserem Grundgesetz. Auf Artikel 5 ĂŒber die Meinungsfreiheit. Professionell betriebener Journalismus ist aber auch ein GeschĂ€ft. Der Journalismus liefert „interessante“ Inhalte – die Werbung nutzt das fĂŒr sich.

Jeder, der ein Zeitungsabo fĂŒr rund 30 Euro im Monat hat, muss das eigentlich wissen. Nachrichten bekommt man ĂŒber die Zeitung nicht „umsonst“. Man zahlt das Abo und wird mit Werbung „zugeballert“ – ganz kostenlos. Scheinbar. Die Verlage halten dafĂŒr aber die Hand auf.

Im Internet sind viele Nachrichten „kostenlos“ – die Frage ist, wie viel diese Nachrichten wert sind. Die Frage ist, wieviel die Menschen bereit sind, fĂŒr solche Nachrichten zu zahlen. SĂ€mtliche Modelle fĂŒr „beliebige“ Nachrichten konnten sich nicht „durchsetzen“.

Die „Nachrichten“, also das lokale Zeitungswesen, sind per Lizenz vor rund 60 Jahren vergeben worden. Die Lizenzverlage haben daraus Traumrenditen erwirtschaften können.

Das Internet bedroht dieses „GeschĂ€ftsmodell“. Denn was frĂŒher nur im „Abo“ erhĂ€ltlich war, gibt es jetzt „for free“.

Unsere Angebote fĂŒr Heddesheim, Hirschberg, Ladenburg, Weinheim, Viernheim und Rhein-Neckar sind frei zugĂ€nglich – mit hohem Einsatz aller Mitarbeiter und zunĂ€chst geringer Erwartung von Einnahmen. Ganz in der Tradition der Marktwirtschaft – wir bieten ein Produkt an und hoffen, dass es gefĂ€llt.

Ob wir es verkaufen können, muss der Markt zeigen. Wie wir es verkaufen können, wissen wir noch nicht. Aber wir hoffen darauf, dass es genug Menschen gibt, die unsere Leistung „honorieren“. Dazu werden wir bald ein Angebot machen.

Der alte Markt gerĂ€t zunehmend unter Druck – die gewohnten Gewinnerwartungen und keineswegs das Ideal eines guten Journalismus geraten unter Druck.

DarĂŒber schreiben „alte Hasen“ in Kontext – und die erfahrenen Journalisten wissen, dass es ernst ist. Mit dem GeschĂ€ft und mit der Meinungsfreiheit.

Wir empfehlen deshalb gerne und dringlich diesen Text.

Herren im Haus

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das rheinneckarblog.de

Von außen betrachtet hat die DRK-„Fusion“ noch nicht stattgefunden


Guten Tag!

Hirschberg, 15. April 2011. (red) Die DRK-Ortsvereine Großsachsen und Leutershausen „haben“ demnĂ€chst fusioniert. Im Ort hat der Termin bereits stattgefunden, der Kreisvorstand muss das noch am 09. Juni 2011 bestĂ€tigen. Reine Formsache. Rhein-Neckar-Zeitung und Weinheimer Nachrichten haben wie ĂŒblich gleichtönend ĂŒber „Harmonie“ und „alles bestens“ berichtet. So muss das sein, in der Zeitungswelt und aus Sicht von „VorstĂ€nden“. Die große Frage bleibt: Wann ist es mal mit „sektseeligen Sichtweisen“ vorbei? Antwort: SpĂ€testens dann, wenn man nĂŒchtern hinguckt. Und dann gibt es auch unangehme Fragen.

Von Hardy Prothmann

„Um 21.35 Uhr war dann letztendlich alles in trockenen TĂŒchern, der neue Vorstand gewĂ€hlt, die Satzung bestĂ€tigt und der Sekt in den GlĂ€sern. Einstimmig wurden dabei alle Entscheidungen gefasst – „ein Zeichen fĂŒr die hervorragende Vorarbeit.“

Das klingt doch super. Alles „easy“. Keine Probleme. Hoch die Tassen.

Das klingt alles super, bis man ein wenig nachdenkt.

Laut Tabelle hat das fusionierte DRK Hirschberg nun 685 Mitglieder. Laut WN und RNZ sind gerade mal 33 stimmberechtige Mitglieder anwesend – gerade mal fĂŒnf Prozent. Die wĂ€hlen den Vorstand, Michael Frank, einstimmig. Darauf „hoch die Tassen“ – eine solch dramatisch schlechte Wahlbeteiligung von unter fĂŒnf Prozent kann man sich nur wegsaufen. Oder, wie Herr Frank zitiert wird: „Pack ma-€ℱs an!“

Die Frage, was es „anzupacken“ gilt, stellen weder die Weinheimer Nachrichten, noch die Rhein-Neckar-Zeitung. Wenn es nach deren Berichten geht, war alles immer in Ordnung und harmonisch undsoweiter. Sowohl beim DRK Großsachsen als auch beim DRK Leutershausen.

Wozu also die Aufregung? Was ist eigentlich aufregend? Dass aus zwei VorstĂ€nden einer wird? Dass die Fusion geplant worden ist? Dass gekommen ist, was „gewollt“ wurde?

Kam das von Heut auf Morgen? Irgendwie braschend? Dschuldischung, der Sekt, ĂŒ-b-e-r-raschend?

Wohl kaum.

Überraschend ist hingegen die „Öffentlichkeitsarbeit“ der DRK-Ortsvereine und des neuen „Gesamtortsvereins“. Eingeladen wurden nur die „Hausmedien“.

Und im Internet gibt es immer noch das DRK Leutershausen und das DRK Großsachsen mit eigenen Auftritten. Welcher von beiden öder, schlechter, langweiliger ist – der Wettbewerb ist kaum zu entscheiden, weil beide Angebote miserabel, nicht aktuell und wenig informativ sind.

(Die Behandlung des DRK Leutershausen zur „Geschichte“ des DRK unter Hitler hĂ€tte eine eigene Betrachtung verdient.)

Angeblich soll es demnĂ€chst unter „DRK-Hirschberg.de“ einen gemeinsamen Auftritt im Internet geben. Mal abgesehen davon, dass mit der Adresse „drk-hirschberg.de“ kein Geld zu machen ist, bleibt trotzdem die Frage, wieso sich das DRK Hirschberg diese Adresse trotz AnkĂŒndigung noch nicht gesichert hat?

Vermutlich aus dilletantischen GrĂŒnden. So mies, wie die bisherigen Internetauftritte gestaltet und „befĂŒllt“ sind, darf man vermuten, dass hier nur Dilletanten am Werk sind.

Die nennen sich intern wahrscheinlich „Beauftragte“ – nach außen liefern sie eine unterirdische Leistung ab.

Die Kritik geht nicht gegen das „Design“ – das ist schlecht. Letztlich kommt es aber auf die Inhalte an.

Und die sind… Ja, wie sagt man da, um nicht das „sch“-Wort zu benutzen?

"Aktuell", "attraktiv" - wohl kaum. Quelle: DRK Leutershausen

Also, die Inhalte sind bescheiden, veraltet und man fragt sich, ob sich jemand fĂŒr diese „Visitenkarte“ im Netz ĂŒberhaupt interessiert, wenn im April 2011 im „Nachrichtenticker“ immer noch Termine vom-  29. Januar 2010 durchlaufen…

Verantwortlich fĂŒr den „29. Januar 2010“ am 15. April 2011 ist Michael Frank – der neue Vorstand des fusionierten DRK Hirschberg. Der stellvertretende Hauptamtsleiter der Gemeinde Hirschberg ist der dortige „Internet-Experte“, der auch fĂŒr das neue Internet-Angebot der Gemeinde verantwortlich zeichnet.

Unsere Nachfrage, zum desolten Zustand dieser „PrĂ€sentation“ hat der Vorstand des DRK Hirschberg als „UnverschĂ€mtheit“ zurĂŒckgewiesen.

Fragt sich nur, wer sich fĂŒr was zu „schĂ€men“ hat.

Oder anders gefragt:

Wie kann es sein, dass zwei Ortsvereine des DRK fusionieren und das neue Medium Internet, ĂŒber das man junge Menschen und potenzielle Mitglieder ansprechen kann, strĂ€flich vernachlĂ€ssigt wird?

Wie kann es sein, dass das DRK Hirschberg offiziell verkĂŒndet, „demnĂ€chst“ unter drk-hirschberg.de auftreten zu wollen und noch nicht einmal die Adresse gesichert hat?

Wer ist dafĂŒr verantwortlich, dass das entscheidende Medium Internet – vor allem, was die Jugend angeht – so strĂ€flich vernachlĂ€ssigt wird?

Ist ein „Vorstand“ tragbar, der aktiv und unmissverstĂ€ndlich klar macht, dass „man“ auf eine Berichterstattung „bewusst verzichtet“?

Ist einem „Vorstand“, der sich so „bewusst“ Ă€ußert, ein „Bewusstsein“ zu attestieren?

Und wenn ja, fĂŒr was? FĂŒr die „eigene Wichtigkeit“ oder fĂŒr die „Sache“?

Herr Thomas Kurz und der „Vorstand“ sollten sich dringend die Frage stellen lassen, ob sie im Dienste der Idee des Deutschen Roten Kreuzes auch nur im Ansatz tragbar sind oder nicht sofort und kompromisslos ihre Ämter niederlegen sollten.

Und wem die „Relevanz“ nicht klar ist: Heute wird der Spatenstich des neuen Hilfeleistungszentrums getĂ€tigt. Ein Termin, der nicht nur das DRK betrifft – aber auch.

Wir berichten darĂŒber: Sollen wir „wunschgemĂ€ĂŸ“ das DRK ausklammern?

Wenn es nach Thomas Kurz und dem „Vorstand“ geht…

Geprothmannt: GrĂŒn-Rot hat gewonnen – und zwar einen Haufen Probleme


Rhein-Neckar/Stuttgart, 28. MĂ€rz 2011. (red) Noch im Abgang haben verschiedene CDU- und FDP-Vertreter demonstriert, warum sie abgewĂ€hlt worden sind. Wer WĂ€hlerinnen und WĂ€hler als „emotionalisiert“ verunglimpft, zeigt, dass er nicht mehr ganz bei Verstand ist und zu recht in eine fĂŒnfjĂ€hrige Nachdenkpause geschickt wird.

Von Hardy Prothmann

Die Arroganz der Macht hat die Wahl entschieden.

Mit pauschalen Urteilen ist das immer so eine Sache – man tut garantiert jemandem Unrecht. Denn es gibt sie nicht, die homogene Gruppe, in der alle gleich sind. Genausowenig wie es „die“ Lösung gibt, die alle Probleme beseitigt.

Wo Du auch hingehst, ist schon ein Schwarzer da

Doch das haben CDU und FDP den Menschen lange vorgegaukelt. Sie haben gelogen und betrogen, was das Zeug hÀlt. Heute gesagt, was morgen nicht mehr gilt. Interessen bedient, die selten die der ganz allgemeinen WÀhlerinnen und WÀhler waren, so wie Du und ich.

Sondern die von mĂ€chtigen Konzernen. Und natĂŒrlich die des einzigartigen Netzwerkes, das sie gestrickt haben. „Wo Du auch hingehst, ist schon ein Schwarzer da“, heißt ein geflĂŒgeltes Wort.

Wichtige Ämter und Posten sind mit strategischen Parteibuchinhabern besetzt, „damit’s lĂ€uft in Baden-WĂŒrttemberg“. NatĂŒrlich gibt es nur ein richtiges Parteibauch, naja und eins, das man auch akzeptiert. Rot oder grĂŒn durfte es auf keinen Fall sein.

Parteibuch-Karrieren

So entschied oft nicht die Kompetenz, wer einen Job erhÀhlt, sondern die Parteifarbe und der Wille, sich in dieses System einzugliedern.

Mit der Zeit degeniert so ein System. Bis die Menschen das merken, dauert es. Aber irgendwann merken sie es. „Alles super im LĂ€ndle“, hat schon lĂ€ngst niemand mehr wirklich geglaubt.

Wem da der Glaube abhanden gekommen ist, der wurde mit der Angst bei der Stange gehalten. Die Kommunisten-Angstmache geht immer. Gleich darauf folgt die Verarmungs-Angstmache. Dann die Bedeutungs-Angstmache. Dann die Bedrohungs-Angstmache.

Diffamierungsbrauchtum

Als Argument war jedes Mittel recht. Noch der hohlste Vergleich wurde als Beweis herangezogen. Und die grundanstÀndigen CDU-ler waren sich niemals zu fein, um zu diffamieren, was das Zeug hÀlt.

Die Diffamierung der GrĂŒnen als „Dagegen-Partei“ war so etwas wie die Quintessenz des Schmutzwerfens.

Und sicher glauben die „AnstandstrĂ€ger“ qua Parteibuch noch nach der Wahlschlappe, dass das irgendwas mit der „UnanstĂ€ndigkeit“ der anderen zu tun hat. Und wenn die es nicht waren, dann sind es eben die WĂ€hler.

Zu doof zum Denken

Und die waren angeblich „emotionalisiert“ – sprich: Zu doof zum Denken und nur ihren temporĂ€ren GefĂŒhlswallungen unterworfen, heißt das. Wer so ĂŒber Menschen redet, die nicht mit dem einverstanden sind, was man tut, der will diese Menschen auch nicht regieren und gehört – richtig: abgewĂ€hlt.

Die Alternative hat Winfried Kretschmann geboten: Er hat sich dazu bekannt, wo gegen er ist. Und er hat den Spieß einfach umgedreht und auch gesagt „wofĂŒr er ist“. Und der Ausstieg aus der Kernkraft ist das, was die Mehrheit im Land will.

Geradezu ekelerregend ist das „Argument“, Fukushima sei den GrĂŒnen doch „gerade recht gekommen“: „Des hawwe die doch schamlos ausgenutzt“, hat man nicht von wenigen gehört. Wer so schamlos solch dumme Behauptungen aufstellt, hat lĂ€ngst jedes SchamgefĂŒhl verloren.

GrĂŒner GlaubwĂŒrdigkeitsvorteil

Die GrĂŒnen haben einen absoluten GlaubwĂŒrdigkeitsvorteil – sie fordern den Ausstieg schon seit 30 Jahren. Jetzt sind sie gewĂ€hlt und mĂŒssen sich ihrer Verantwortung stellen.

Und das wird eine schwere Aufgabe. Denn sie mĂŒssen den Dreck wegrĂ€umen, den andere ihnen hinterlassen haben. Das wird dauern und derweil werden die, die den Dreck verursacht haben, wieder ihre HĂ€me ausschĂŒtten, weil die, die den Dreck nicht haben wollten, ihn nicht schnell genug beseitigen können.

Ein Haufen Drecksprobleme

Da sind zum einen die Atomkraftwerke von EnBW, die Baden-WĂŒrttemberg „gehören“. Der EnBW-AktienrĂŒckkauf ist ĂŒber Schulden finanziert, die Atomenergie ist eine Cash-Cow fĂŒr EnBW. Werden sie abgeschaltet, fehlen gut 400 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Das drĂŒckt die Dividende empfindlich – mit der sollten aber die Schulden abgebaut werden. Wie man aus diesem Dilemma rauskommt, hat noch keiner nachvollziehbar erklĂ€ren können.

Die GrĂŒnen haben nun einen Haufen Probleme zu beseitigen, sagt Hardy Prothmann. Bild: sap

Da ist Stuttgart21. Die GrĂŒnen wollen das Volk entscheiden lassen. So paradox es klingt. Das könnte fĂŒr die GrĂŒnen eine „saubere Lösung“ sein. Sollte es stimmen, dass mittlerweile eine Mehrheit dafĂŒr ist, machen die GrĂŒnen mit der SPD zusammen den Volksentscheid, das Volk sagt ja und man ist fein raus. BĂŒrgerbeteiligung versprochen, gehalten, akzeptiert.

Doch was, wenn es anders kommt? Dann drohen wieder enorme SchÀden, durch bereits ausgegebene Gelder und Prozesse. Dann gibt es das Projekt nicht, kosten wird es aber trotzdem.

Die Schulreform ist ein Murks – die Reform zu reformieren wird wieder Geld kosten. Und die schon arg strapazierten Nerven aller Beteiligten. Und die Kommunen mĂŒssen dringend entlastet werden – das wird ein ganz enorme Kraftanstrengung.

Und ob es mit der Wirtschaft in nĂ€chster Zeit gut lĂ€uft – wer weiß? Fukushima hat Japan gelĂ€hmt, die Auswirkungen sind immer noch nicht ganz klar.

Und als wĂ€re das alles noch nicht genug, wird viel im gut geschmierten Baden-WĂŒrttemberg nicht mehr „laufen“ – denn ĂŒberall, wo „Schwarze“ sitzen, wird es Widerstand geben. Außer, man legt den Sumpf trocken. Auch das wird kosten.

Die grĂŒn-rote Regierung wird dabei enormen Gegenwind bekommen. Denn die vierte öffentliche Macht, die Presse, ist eindeutig Teil des schwarzen Systems und muss Angst haben, als nĂ€chstes „dran zu sein“. NĂ€mlich dann, wenn die Menschen im Land erkennen, wie sie ĂŒber Jahrzehnte Informationen vorenthalten bekommen haben und an der Nase herumgefĂŒhrt wurden.

Mehr Transparenz muss her

Deshalb muss nicht nur die Energieversorgung verĂ€ndert werden – auch die Infrastruktur der Meinungsbildung braucht einen Umbau. Hin zu mehr Transparenz und Ehrlichkeit. Und BĂŒrgerbeteiligung.

Unsere Blogs bieten das. Aber nicht, um ein „grĂŒnes System“ mit denselben Methoden zu stĂŒtzen, wie das vorher „im schwarzen System“ gelaufen ist. Wir bleiben kritisch, freuen uns aber auf eine Zusammenarbeit. Denn eigentlich kann es nur besser werden.

Unsere Redaktion wird den GrĂŒnen genauso auf die Finger schauen, wie wir das mit allen Parteien machen. Es gibt allerdings einen Vorteil – bislang haben die GrĂŒnen sich sehr transparent und gesprĂ€chsbereit gezeigt. Auch kritikbereit. Mal schauen, ob das so bleibt.

Denn die Arroganz der Macht kann jeden ĂŒberwĂ€ltigen, der nicht aufpasst.

Tödlicher Stich ins Herz – weitere Waffen gefunden

Guten Tag!

Region Rhein-Neckar/Ludwigshafen, 19. Februar 2010. Gegen den 23-jĂ€hrigen Mann, der gestern in Ludwigshafen einen 58-jĂ€hrigen Lehrer niedergestochen hatte, erging heute Haftbefehl wegen Mordes aus niedrigen BeweggrĂŒnden. In der Wohnung des Mannes fanden die Ermittler weitere Waffen und Chemikalien, die eventuell fĂŒr einen Bombenbau vorgesehen waren.

Gemeinsame PresseerklÀrung der Staatsanwaltschaft Frankenthal und des PolizeiprÀsidiums Rheinpfalz:

„Nach der noch gestern durchgefĂŒhrten Obduktion bei der Rechtsmedizin in Mainz liegt das vorlĂ€ufige Obduktionsergebnis vor. Danach fĂŒgte der 23-jĂ€hrige ehemalige SchĂŒler der BBS II seinem Opfer mehreren Messerstiche zu. Tödlich verletzt wurde der 58-JĂ€hrige durch einen Stich in die Brust, der das Herz verletzte.

Der 23-JĂ€hrige wurde heute um 11.30 Uhr dem Haftrichter vorgefĂŒhrt. Die VorfĂŒhrung erfolgte beim PolizeiprĂ€sidium Rheinpfalz in Ludwigshafen. Auf Antrag der zustĂ€ndigen Staatsanwaltschaft Frankenthal erging Haftbefehl wegen Mordes aus niedrigen BeweggrĂŒnden.
Im Rahmen seiner richterlichen Vernehmung machte der Beschuldigte keine weiteren Angaben.

Bei der zwischenzeitlich erfolgten Durchsuchung seiner Wohnung in Ludwigshafen wurden 16 Schusswaffen, darunter Schreckschuss-, Luftdruck- und Gotcha-Waffen sichergestellt. Weiterhin entdeckte der EntschĂ€rfungsdienst des Landeskriminalamtes Chemikalien, die zum Bau von SprengsĂ€tzen geeignet sein können. Sie werden zurzeit beim LKA untersucht. ZusĂ€tzlich wertet die Polizei derzeit schriftliche und elektronische Aufzeichnungen des TatverdĂ€chtigen aus. Diese deuten darauf hin, dass er sich mit vorangegangen Amoktaten befasst und möglicherweise bereits vor einiger Zeit mit der Planung einer eigenen Gewalttat begonnen hat.“

Mord aus niedrigen BeweggrĂŒnden – Ex-SchĂŒler tötet Lehrer mit Messer

Guten Tag!

Region Rhein-Neckar/Ludwigshafen, 18. Februar 2010. An der Ludwigshafener Berufsfachschule Technik II in Mundenheim ist heute ein Lehrer von einem ehemaligen SchĂŒler getötet worden. Als Tatmotiv hat der 23-jĂ€hrige mutmaßliche TĂ€ter „Wut“ angegeben.

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Die rheinland-pfÀlzische Wissenschaftsministerin Doris Ahnen (SPD) und der leitende Oberstaatsanwalt Lothar Liebig. Bild: hblog

Die Teilnehmer der Pressekonferenz im Ludwigshafener PolizeiprĂ€sidium waren sichtlich erschĂŒttert ĂŒber die Tat: „Wir gehen von einer Tat aus niedrigen BeweggrĂŒnden aus“, sagte der leitende Oberstaatsanwalt Lothar Liebig gegenĂŒber der Presse.

Rund 70 Reporter filmten, fotografierten und schrieben mit. Noch gibt es wenige Details: Alles deutet darauf hin, dass es kein Amoklauf war, sondern eine gezielte Attacke auf den getöteten 58 Jahre alten Lehrer, der seinen Wohnsitz in Hessen hat.

Verletzt wurden ein weiterer Lehrer und der Schulleiter Walter Lautwein. Beide konnten sich aber in Sicherheit bringen. Die Schule wurde umgehend gerÀumt, SpezialkrÀfte der Polizei verhafteten kurz darauf den TatverdÀchtigen.

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Die Berufsbildende Schule Technik II in Ludwigshafen. Bild: hblog

Dieser soll strafrechtlich bislang nicht auffĂ€llig gewesen sein und habe nach eigenen Angaben die Schule bereits 2004 verlassen. „Wut“ ĂŒber die schlechte Benotung sei angeblich das Tatmotiv gewesen.

Hinweis:
Der fĂŒr dieses blog verantwortliche Journalist Hardy Prothmann auf Focus online: Trostlose Lebenssituation

Redaktion

Amoklauf an Berufsschule in Ludwigshafen? Lehrer getötet

Guten Tag!

Region Rhein-Neckar, 18. Februar 2010. An der Ludwigshafener Berufsfachschule Technik II in Mundenheim soll es am Vormittag zu einem Amoklauf gekommen sein. Dabei wurde ein Lehrer getötet. Der mutmaßliche TĂ€ter soll gefasst sein.

Die Nachrichtenlage ist dĂŒnn. Laut Polizei soll sich die Tat gegen 10:00 Uhr ereignet haben. Angeblich soll ein bereits gefasster 23-jĂ€hriger der mutmaßliche TĂ€ter sein, der mehrere Personen angegriffen haben soll. Ein Lehrer starb an seinen Verletzungen.

Welche Waffe der TĂ€ter benutzte, ist auch noch nicht klar. Vermutlich ein Messer.

Die Schule ist nach Angaben der Polizei durch ein Großaufgebot der Polizei schnell gerĂ€umt worden. Eltern und SchĂŒler werden nach Angaben der Behörden psychologisch betreut.

Die Berufsbildende Schule Technik II im Ludwigshafener Stadtteil Mundenheim hat 3.200 SchĂŒler und 130 Lehrer.

Redaktion