Donnerstag, 13. Juni 2019

Von wegen zügig - das Prestigeprojekt lahmt und das auch noch richtig teuer

S-Bahn hat mindestens drei Jahre Verspätung

Rhein-Neckar, 25. September 2014. (red/ld) Die Planfeststellungsverfahren für die neuen S-Bahnhöfe in Laudenbach, Heddesheim/Hirschberg, Ladenburg und Schwetzingen sind derzeit in der Offenlage. In Weinheim fiel der Beschluss im Juli vergangenen Jahres. Bis Ende 2017 will die Deutsche Bahn die Strecke in Betrieb nehmen. Doch weder ist sicher, ob der Zeitplan eingehalten werden kann, noch ob die Kosten sich nicht nochmals steigern. [Weiterlesen…]

Sanierung der Laufbahn und Kleinspielfelder am Sportzentrum

„Schmerzlich aber tolerierbar“

Hirschberg, 02. August 2014. (red/csk) So ganz kommt die Kostenschätzung nicht hin. Gut 40.000 Euro zusätzliche Kosten werden bei der Sanierung der Laufbahn und der Kleinspielfelder auf die Gemeinde zukommen. Die Kostensteigerung sei „schmerzlich aber tolerierbar“, sagte Bürgermeister Manuel Just. Dringlicher war die Diskussion darüber, wie man die neuen Anlagen vor Zerstörung schützt. Und auch hier nochmal: die Kosten. [Weiterlesen…]

Schulentwicklung noch nicht vom Tisch - komplizierte Lage

Gemeinschaftsschule im Alleingang?

Die Hirschberger Bürger wollen keine Gemeinschaftsschule. Heddesheim könnte sie im Alleingang entwickeln.

Die Hirschberger Bürger wollen keine Gemeinschaftsschule. Heddesheim könnte sie im Alleingang entwickeln.

 

Hirschberg/Heddesheim, 11. Oktober 2013. (red/ld) Theoretisch könnte Heddesheim im Alleingang eine Gemeinschaftsschule entwickeln. Nach dem „Nein“ beim Hirschberger Bürgerentscheid muss der Schulzweckverband Wege finden, wie es mit der Karl-Drais-Werkrealschule weitergeht. Denn die Schülerzahlen sind rückläufig. Das Verhältnis zwischen den Gemeinden ist angespannt. Ohne Veränderung und die Kooperation der Gemeinden ist die weiterführende Schule in Gefahr. [Weiterlesen…]

Broschüre liegt dem Mitteilungsblatt bei

Information zum Bürgerentscheid am 16. August

Hirschberg, 08. August 2013. (red) Die Gemeinde bereitet eine Broschüre zum Bürgerentscheid vor, die am 16. August dem Mitteilungsblatt beigelegt wird, wie die Verwaltung heute auf Anfrage bestätigt hat. Das Mitteilungsblatt wird an alle Haushalte verteilt werden. [Weiterlesen…]

Adventskranz verkokelt - starke Rauchentwicklung im Rathaus

„Wir haben Glück gehabt“

 

Hirschberg, 12. Dezember 2012. (red) Ein vor sich hinkokelnder Adventskranz hat drei Räume des Rathauses verraucht und einen Tisch angesengt. Betroffen sind Räume des Grundbuch- und des Standesamts. Die Verwaltung hatte Glück im Unglück: Durch den Rauch ist zwar ein deutlicher Schaden entstanden – im Falle eines Brandes wäre dieser sicherlich größer gewesen. Verletzt wurde niemand. Die Feuerwehr musste das Rathaus entrauchen. Eine Reinigungsfirma ist bereits im Einsatz, um Russpartikel aus den Räumen zu entfernen.

Von Hardy Prothmann

Hauptamtsleiter Ralf Gänshirt sagt:

Natürlich war das ein Riesenschreck. Wir haben klar Glück gehabt, dass sich kein Brand entwickelt hat.

Heute morgen hatten um 07:15 Uhr die Rauchmelder angeschlagen. Im Erdgeschoss hat sich ein Adventskranz entzündet, der nach Aussagen von Mitarbeitern „eigentlich aus“ war. Wieso der Kranz trotzdem kokelte, ist unklar. Fest steht: Ein Feuer ist nicht ausgebrochen, der Kranz aber vollständig verschmorrt und der Tisch, auf dem er stand, ist ebenfalls angeschmorrt. Drei Räume wurden derart verraucht, dass diese renoviert werden müssen.

Zur Zeit reinigt eine Firma die Räumlichkeiten, am Freitag sollen dann die Maler kommen. Der Rathausbetrieb geht weiter, sagt Ralf Gänshirt:

Wir sind etwas eingeschränkt, können aber alle Dienstleistungen anbieten.

Welche Konsequenzen man aus dem Fall zieht, ist noch nicht klar:

Selbstverständlich werden wir intensiv nachdenken, was zu tun ist, damit sich so etwas nicht wiederholt.

Brennende oder schmorrende Adventsgestecke sind in der Weihnachtszeit eine der häufigsten Brandursachen. Am 07. Dezember hatte der Kreisbrandmeister in einer Pressemitteilung des Landratsamts aktuell über die besonderen Gefahren gewarnt.

85 Namensvorschläge für die gemeinsame Werkrealsschule


Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 14. Dezember 2010. (pm) Insgesamt 85 Vorschläge wie die gemeinsame Werkrealschule Hirschberg-Heddesheim heißen soll, sind bei den Gemeinden und der Schule eingegangen. Nun muss eine Auswahl getroffen werden, wie die Schule mitteilt.

Information der Grund- und Werkrealschule Hirschberg/Heddesheim:

„Aus dem Wettbewerb zur Schulnamensfindung sind am Ende 85 Vorschläge eingegangen.
Diese kamen aus Schüler- und Elternkreisen, zum Großteil aber auch aus der Bevölkerung.

Die eingegangen Namensvorschläge sind am 10. Dezember in einer ersten internen Runde (Bürgermeister Just und Kessler, Hauptamtsleiter Christof und Gänshirt, Rektor Drescher) gesichtet worden.

Aus allen Vorschlägen wurden fünf als Empfehlung für die weiteren Gremien präferiert.

Um die weitere Diskussion offen zu halten, bitten wir jedoch um Verständnis, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Namensnennungen erfolgen.
Es wurde in erster Runde großer Wert darauf gelegt, nicht „im stillen Kämmerlein“ über den künftigen Namen zu entscheiden, sondern alle mitzunehmen, damit letztendlich alle Beteiligten hinter dem Namen stehen.

Im weiteren Verlauf werden daher nun SMV, Elternbeirat, Gesamtlehrerkonferenz (GLK) und Schulkonferenz ALLE Vorschläge sichten und über die Empfehlungen entscheiden.

Die Ergebnisse aus den Schulgremien gehen anschliessend in die Gemeinderäte beider Gemeinden, die in nicht öffentlicher Sitzung Ende Januar darüber beraten.
Die abschliessende Beschlussfassung obliegt dem Schulzweckverband (voraussichtlich im Februar).“

Download:
Die Liste mit den 85 Vorschlägen.

Einen schönen Tag wünscht
Das hirschbergblog

Schülerbetreuung in Großsachsen doch flexibler als zunächst angenommen

Guten Tag!

Hirschberg, 14. Juli 2010. In der Gemeinderatssitzung am Montag, den 12. Juli 2010 wurde kontrovers über die neue Regelung zur Kinderbetreuung debattiert. Die Redaktion hat nochmals in der Verwaltung nachgefragt und die Auskunft erhalten, dass die Betreuung flexibler ist, als es zunächst den Eindruck hatte.

Die neue Regelung sieht vor, dass Eltern eine Vollanmeldung für die Kernzeitbetreuung wählen können oder nur drei Tage in der Woche. Dies kostet dann auch nur drei Fünftel der Fünftageskosten. Die Gutscheinregelung entfällt.

Diese Tage können von den Eltern flexibel ausgesucht werden: Anders als in der Sitzung dargestellt, läuft das nicht auf Montag bis Mittwoch hinaus, sondern auf drei individuelle Tage in der Woche. „Die Eltern können uns ihre Tage nennen und dementsprechend wird das eingerichtet“, sagte Hauptamtsleiter Ralf Gänshirt auf Nachfrage. „Diese Auswahl ist aber für das Schuljahr festgelegt.“

Damit ist die Kritik der Gemeinderäte Monika Maul-Vogt (GLH) und Alexander May (FW) beantwortet – die beiden hatten moniert, dass eine Festlegung auf Montag bis Mittwoch zu unflexibel sei.

Monika Maul-Vogt kritisierte darüber hinaus: „Die Festlegung der drei Tage auf ein Jahr im voraus halte ich für viel zu unflexibel.“ Bürgermeister Manuel Just sagte: „Es gibt keine höchstmögliche Qualität zum kleinsten Preis.“ Es nun einmal so, dass eine höhere Flexibilität auf mehr Geld koste, was die meisten Eltern wiederum ablehnen würden. Deshalb sei er zufrieden mit der Lösung, die auch vom Elternbeirat so gewollt und unterstützt worden sei: „Wir orientieren uns an den Bedürfnissen der Eltern.“

Gemeinderätin Birgit Knoblauch sah das anders: „Familienfreundlich ist diese Politik nicht. Es ist bedauerlich, dass dies der Gemeinde nicht ein paar tausend Euro wert ist.“

Im Gegensatz zu Leutershausen gebe es in Großsachsen eben nicht denselben Wunsch einer dauerhaften Betreuung. Ralf Gänshirt sagte auf Nachfrage: „Die exakten Gründe kann ich nur vermuten, aber ich nehme an, dass die familiären Strukturen in Großssachsen fester sind als in Leutershausen.“

Peter Johe (FW) sagte in der Sitzung: „Ich persönlich halte die Ganztagesschule für das beste Modell. Wenn der Wunsch der Mehrheit der Eltern aber anders aussieht, dann ist das so. Sollte sich das ändern, wird der Gemeinderat mit Sicherheit nicht zurückstehen und das Modell anpassen.“

Dies bestätigte auch Ralf Gänshirt, der erkrankungsbedingt an der Sitzung nicht teilgenommen hatte: „Aus unserer Sicht ist das kein Problem. Wir planen das, was die die Mehrheit der Eltern wünschen.“

Bürgermeister Just sagte weiterhin in der Sitzung in Richtung der GLH und SPD: „Ja, es wird durch den Wegfall der Gutscheine für manche Eltern ein Betreuungsvakuum geben. Es wurden aber alle Alternativen diskutiert und unser neues Modell ist die beste Lösung.“

Keine gute Lösung war zuletzt die Gutscheinregelung aus Sicht der Verwaltung: Rund 400 Mal wurden die „Gutscheine“ im Wert von fünf Euro im laufenden Schuljahr eingesetzt: „Da kamen statt ein zwei Kinder, die „notfallbedingt“ betreut werden mussten, plötzlich fünf bis sechs am Tag. Dadurch war eine sinnvolle Betreuung nicht mehr gewährleistet“, sagte Gänshirt der Redaktion.

Gemeinderat Matthias Dallinger (CDU) sagte: „Ich weiß nicht, wo sich die GLH erkundigt hat. Ich habe mit den Frauen gesprochen und habe keine einzige Forderung nach mehr Flexibilität gehört.“

Gemeinderat Dr. Horst Metzler (SPD) sagte: „Wenn die meisten Eltern das so wollen, müssen wir das so akzeptieren. Trotzdem sollte man die Härtefallregelung zu einem kostendeckenden Beitrag weiter anbieten.“ Metzler stellte einen entsprechenden Antrag, Gutscheine für 9,60 Euro anzubieten. Bürgermeister Just sah darin ein zu hohen verwaltungstechnischen Aufwand. SPD und GLH stimmten dafür, der Rest dagegen, womit der Antrag abgelehnt wurde.

Die Beschlussvorlage eine weitere Betreuung an drei Tagen anzubieten, wurde mit einer Gegenstimme von Birgit Knoblauch und drei Enthaltungen der GLH angenommen. Der Antrag, dafür 3/5-Gebühren zu berechnen wurde mit einer Enthaltung von Knoblauch angenommen. Auch der Wegfall der Gutscheinregelung ab dem Schuljahr 2010/11 wurde bestätigt.

Download: Verwaltungsvorlage zur Kinderbetreuung Großsachsen

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Das hirschbergblog

Fragen über Fragen – Gemeinderat diskutiert Fragebogen zu Seniorenzentrum

Guten Tag!

Hirschberg, 20. Mai 2010. Der Hirschberger Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 18. Mai 2010 lebhaft über einen Fragebogen zum Seniorenzentrum diskutiert – obwohl gar nicht darüber entschieden werde konnte.

Von Hardy Prothmann

Der Hirschberger Gemeinderat diskutierte lebhaft den Tagesordnungspunkt (TOP) 4. Darüber sollte aber gar nicht abgestimmt werden – es handelte sich lediglich um eine Information.

Trotzdem wurde abgestimmt, weil Fritz Bletzer den Antrag stellte, den Fragebogen zurückzuziehen – obwohl das der Gemeinderat gar nicht entscheiden kann. Bletzers Antrag wurde vom Gemeinderat nicht angenommen.

Zurück auf Anfang:

Im Herbst 2009 wurde der „Runde Tisch Seniorenzentrum“ aus Vereinen und Organisationen im Bereich der Hirschberger Seniorenarbeit, dem Investor FWD Hausbau, der evangelischen Heimstiftung als Betreiber und dem Familienbüro gegründet. Das Ziel: Eine fachliche Begleitung bei der Planung und Realisierung des Seniorenzentrums.

Hier wurde der Wunsch nach umfassenden Informationen zum Seniorenzentrum entwickelt – FWD Hausbau entwickelte daraufhin mit dem Betreiber und dem „Runden Tisch“ einen Fragebogen, der an alle Hirschberger Bürger ab 58 Jahren versandt werden soll.

Bis zum 20. Juni 2010 soll die ausgefüllten Fragebögen im Rathaus abgegeben worden sein. Die Auswertung soll am 08. Juli 2010 beim Informationsabend Seniorenzentrum präsentiert werden.

„Wieso wird der Grundservice besonders gewichtet?“ Monika Maul-Vogt

Die Diskussion eröffnete Monika Maul-Vogt (GLH): „Wieso sollen die Fragen zum Betreuungskonzept besonders gewichtet werden? Eigentlich soll doch ein Grundservice angeboten werden?“ Sie vermutet, dass der „Grundservice“ eventuell kein Grundservice werden wird. Aus ihrer Sicht ist das nicht in Ordnung.

Peter Johe (FW) sagte: „Mir ist das egal“, und Frau Maul-Vogt hielt dagegen: „Mir ist das absolut nicht egal, Herr Johe.“

Hauptamtsleiter Ralf Gänshirt sah ebenfalls „Plausibilitäsprobleme in Nuancen“, während Bürgermeister Just eher keine Probleme sah: „Daran sehen Sie, dass es durchaus unterschiedliche Standpunkte in der Verwaltung gibt.“

Dr. Horst Metzler (SPD) kritisierte ebenfalls die Methodik des Fragebogens: „Der Fragebogen ist nicht besonders gut gemacht“, und sagte später in der Diskussion, dass es sich nur um eine „Marktumfrage“ handele und die nicht viel bedeute.

„Die Fragen sind unscharf.“ Alexander May

Auch Alexander May (FW) kritisierte den Fragebogen und sagte: „Die Fragen sind unscharf. Außerdem sehe ich Probleme beim Datenschutz.“ Und weiter: „Außerdem wird nicht nach Bedürfnissen zwischen Männern und Frauen unterschieden, wenn Eheleute den Bogen gemeinsam abgeben. Der Fragebogen hat jede Menge handwerkliche Fehler.“

Dem widersprach der Bürgermeister: „Jeder Ehepartner soll einen ausgefüllten Fragebogen abgeben“, sagte Manuel Just.

Daraufhin las ihm Herr May die betreffende Passage vor: „Ehepaare möchten wir bitten, nur einen Fragebogen gemeinsam abzugeben!“, woraufhin der Bürgermeister doch etwas verdutzt guckte.

Karlheinz Treiber (GLH) sagte: „Der Fragebogen ist nicht professionell – bei Grundservideleistungen muss man nichts „gewichten“, und sprang später Herrn Metzler bei und sagte: „Herr Metzler hat Recht – mal sollte den Fragebogen nicht so hoch halten“, woraufhin Gemeinderätin Maul-Vogt (GLH) in Richtung Treiber empört sagte: „Nein“, und den Kopf schüttelte.

Matthias Dallinger (CDU) hatte gar keine Probleme mit dem Fragebogen, Peter Johe sagte: „Weil wir hier einige Sachen nicht verstehen, sollten wir dem Investor die Chance geben, das zu erklären und nicht die Lanze zu brechen.“

Bürgermeister Just sagte: „Mein Vorschlag zur Güte: Ich spreche nochmals mit dem Investor. Man muss nicht vermuten, dass wir über den Tisch gezogen werden.“

Der Fragebogen wird nun leicht verändert an die ab 58-jährigen Hirschberger BürgerInnen verschickt. Beispielsweise entfällt die Frage nach der Altersgruppe 55-58 Jahre.

Dokumentation:
Der Fragebogen vor der „Veränderung in Nuancen“ (PDF, 3,5 MB)