Freitag, 07. Juni 2019

Gemeinderat genehmigt Bauvoranfrage

Streitpunkt „Häuslebau“

Hirschberg, 02. August 2014. (red/csk) Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung über eine Bauvoranfrage zu entscheiden. Es ging um ein Einfamilienhaus mit Balkon und Garage – auf einem sehr ungünstig geschnittenem Grundstück. Der Ausschuss für Umwelt und Technik hatte „gestritten“, wie es Bürgermeister Manuel Just ausdrückte. Und die Entscheidung weitergegeben an den Gemeinderat. Am Ende einer langen Diskussion attestierte Manuel Just: „Der Gemeinderat tut sich nicht leichter als der ATU.“ Am Ende gibt es aber doch die Möglichkeite für ein „Häusle“. [Weiterlesen…]

"Autohintern" und Bäume sorgen für Debatte zur Parkfläche Fenchelstraße

„Wir haben gefeilscht wie auf einem Basar“

Hirschberg, 27. März 2014. (red/csk) Die einen gehen, die anderen kommen. Gemeint sind die Parkplätze in der Gemeinde Hirschberg. Das Betreute Wohnen in der Mozartstraße wird mit Ausnahme von elf verbleibenden alle weiteren der 74 Parkplätze auf dem dortigen Gelände schlucken. Diese werden dezentral an der Fenchelstraße und um die Karl-Drais-Schule herum neu entstehen. Ohne Diskussion blieben die Pläne allerdings nicht. Stein des Anstosses waren: Bäume. [Weiterlesen…]

Das Forum für Ortsgestaltung und Ortserhaltung fragte: "Wie sollen sich unsere Ortskerne entwickeln?"

Was Hirschberg von Münchingen lernen kann

Hirschberg, 18. Februar 2014. (red/csk) Das Hirschberger Forum für Ortsgestaltung und Ortserhaltung hatte eingeladen. Und gut 70 Gäste kamen. Die Entwicklung der Hirschberger Ortsteile – wo soll sie hingehen? Wie kann sie geplant und umgesetzt werden? Das waren die Fragen, mit denen sich die Bürger/innen – unter ihnen Gemeinderäte aller Fraktionen – an diesem Abend beschäftigten. Laut Philipp Dechow, einer der Referenten des Abends, sei es wichtig,  für das Thema ein Bewusstsein zu schaffen. Das hat das Forum zweifelsfrei erreicht. So voll wie an diesem Abend war der Anbau der Alten Turnhalle wohl noch nie. [Weiterlesen…]

GLH kritisiert „Riesenhalle“ auf dem Gelände der Haas’schen Mühle


Hirschberg, 11. Oktober 2011. (red) Das Hotel Haas’sche Mühle soll ein Wohnhaus werden. Weiterhin werden eine Reithalle und ein Longierplatz entlang der Talstraße 10 gebaut. Die GLH kritisierte die Veränderung des Landschaftsbild. Die Halle wird 60 mal 20 Meter groß sein und eine mittige Firsthöhe von 8,34 Metern haben. Die Versiegelung steigt von 2.210 auf 2.494 Quadratmeter. Dafür soll ein Grundstück des gegenüberliegenden Kelterberg als Ausgleich zur Verfügung stehen. Als „kritisch“ wird die Höhe der Halle angesehen sowie der Eingriff in die Natur.

Bürgermeister Manuel Just betonte bei der Vorstellung des Antrags, dass es dem Besitzer nicht gelungen sei, einen Pächter oder Käufer für das Anwesen zu finden: „Das Gebäude abzureißen und die Flächen zu renaturieren, ist aus wirtschaftlichen Gründen nicht tragbar.“

Eine zusätzlich beantragte Reitanlage bezeichnete Just als „problematisch“. Mit dem Landratsamt habe es intensive Diskussionen über den Antrag gegeben. Die geplante Reithalle reiche mit einigen Quadratmetern in ein Landschaftsschutzgebiet hinein, hier solle noch eine Lösung erarbeitet werden.

Just zeigte die Möglichkeiten auf: „Bekommen wir hier eine Wohnstätte, eventuell für Saisonarbeiter, eine Bauruine oder einen gewerblichen Betrieb mit einer sinnvollen Nutzung.“

Eine solche Nutzung sei im Randbereich der Gemeinde möglich.

GLH-Gemeinderätin Birgit Knoblauch kritisierte die Reithalle: „Dieser Riesenhalle direkt am Ortseingang ist städtebaulich nicht tragbar, dem können wir nicht zustimmen.“ Weiter wünscht sich die GLH ein Kataster über freie Flächen.

Bürgermeister Just sagte, es gebe kein solches Kataster. Die Kritik an der „Riesenhalle“ wies Just zurück: „Die Halle wird sich in den Hang eingraben.“

Matthias Dallinger (CDU) sagte: „Ich bedaure, dass Hirschberg eine weitere Gastronomie verliert. Ich begrüße die schnelle Umnutzung und dass das große Areal sinnvoll genutzt wird.“ In Richtung GLH sagte er: „Ich glaube, dass das Landschaftsbild gewahrt bleibt und eine größere Versiegelung von zehn Prozent scheint für uns vertretbar.“

Eva-Marie Pfefferle (SPD) schloss sich dem an: „Ich glaube, dass wir schön anzuschauen sein und von der Straße aus gesehen kaum bemerkt werden.“

Thomas Thünker (FW) hatte eine Reihe von Fragen und bezeichnete den Antrag als „hier wurde ein Weg aufgezeichnet“. Weiter kritisierte er die Versiegelung und den „Ausgleich“ durch eine nicht versiegelte Fläche.

Bürgermeister Just betonte, dass „alle Fragen abzuwägen und zu prüfen sind. Die Naturschutzbehörde wird das auf Herz und Nieren prüfen. Diese Aufgaben sind aber lösbar.“ Bürgermeister Just bestätigte: „Im westlichen Teil wird die Halle massiver erscheinen als weiter hinten, wo sie sich in den Berg eingräbt.“

Bauamtsleiter Rolf Pflästerer betonte, die Maße seien noch nicht fix, „es handelt es sich um eine Bauvoranfrage. Konkrete Zahlen haben wir noch nicht, es geht heute darum, ob der Gemeinderat den Umbau des Hauses und den Bau der Reithalle grundsätzlich mitträgt.“

Fritz Bletzer (FW) sagte: „Eigentlich wollte ich mich nicht melden. Aber mal ehrlich, wenn die Halle vorne 8,5 Metter ist, dann ist sie das hinten auch. Vielleicht sieht man da weniger. Insgesamt glaube ich aber, dass das schön werden kann.“

Karl-Heinz Treiber (GLH) sagte: „Warum beschließen wir nicht einfach die private Nutzung, dann bekommen wir auch das.“ Bürgermeister Just sagte: „Es geht nur um eine Anfrage. Und ich werde mich einer Reglementiertung hingeben. Ich weiß gar nicht, warum ich heute über etwas entscheiden soll, was nicht zur Debatte steht und die Zukunft nicht verändert.“

Herr Treiber spielte auf den „Sterzwinkel“ an, wo der Betrieb eines Feinkostladens in der vergangenen Sitzung untersagt worden ist.

CDU-Gemeinderat Karl Schnell: „Ich sehe die Versiegelung als das geringste Problem an, dass Regenwasser lässt sich in den Bach leiten.“

Der Gemeinderat beschloss den Antrag bei einer Enthaltung von Karl-Heinz Treiber und einer Gegenstimme von Birgit Knoblauch, das Hotel zum Einfamilienhaus mit Einliegerwohung umbauen sowie eine Reithalle und einen Longierplatz errichten zu können.

Ortsbegehung oder was ist der Stein des Anstoßes?

Guten Tag!

Hirschberg, 11. Mai 2010. Um 17:45 Uhr trafen sich heute Nachmittag der Bürgermeister, Gemeinderäte, Verwaltungsangestellte und ATU-Mitglieder an der Ecke Hintergasse/Leutershausener Straße. Der Grund: Ortsbegehung, weil die GLH-Gemeinderäte Steinle und Treiber „Stolperecken“ auf der neu gepflasterten Hintergasse ausgemacht und damit die Ausführung der Arbeit kritisiert hatten.

Kommentar: Hardy Prothmann

hintergasse2

Um was gehts hier? Um Stolperfallen oder Pedanterie? Bild: hirschbergblog

Insgesamt zwölf Personen hatten sich eingefunden, um sich die Mängel anzuschauen, die die GLH-Gemeinderäte Jürgen Steinle und Karl-Heinz Treiber ausgemacht zu haben glaubten.

Gleich zu Beginn der Ortsbegehung sagte Treiber: „Ach deswegen sind wir heute hier. Ich weiß gar nicht, ob ich das jetzt noch so exakt finde.“

Die Gruppe setzte sich in Bewegung und lief die ganz Straße ab. Alle suchten Stolpersteine – allen voran Karl-Heinz Treiber.

Auf dem Hinweg wurde man nicht richtig fündig, eine Stelle am Ende der neu gepflasterten Straße könnte mit viel Fantasie so etwas wie eine „Stolperfalle“ sein – nur lag diese im alten Abschnitt der Gasse.

Auf dem Rückweg dann wurde Karl-Heinz Treiber fündig. Wir dokumentieren das im Bild:

[nggallery id=21]

Das einzige, über das ich heute „gestolpert“ bin, war eine künstliche Aufregung über etwas, das es nicht wirklich gibt.

Für diese Pendanterie haben zwölf Personen Arbeits- und Lebenszeit geopfert.

Die Herrn Steinle und Treiber sollten aufpassen, denn mit solchen Aktionen verspielt man unnötigerweise seine Glaubwürdigkeit.

Vielleicht hat Bürgermeister Manuel Just es auch bewusst drauf ankommen lassen – und die Ortsbegehung gemacht, um genau das zu erreichen.

Und wenn das so gewesen sein sollte, was nur eine Vermutung ist, hätte er richtig gehandelt.

Am 04. Dezember 2009 wurden die Bauarbeiten abgenommen, am 23. Februar 2010 wurde die Schlussabrechnung im Gemeinderat behandelt. Ich kann mich noch gut an die Sitzung erinnern.

Hier kritisierten die beiden Gemeinderäte, dass die Arbeit an manchen Stellen nicht in Ordnung sei und präsentierten sich als solche, die genau hingucken. Bürgermeister Just wie Bauamtsleiter Rolf Pflästerer waren diese „Mängel“ unbekannt. Just sicherte zu, dass man dazu eine Ortsbegehung machen werde.

Manfred Kopp (FW) nahms humorig und kommentierte kurz und trocken: „Da haben wir wieder was für die Jahres-Bütt.“

Verkehrte Welt

Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 30. Januar 2010. Als Träger öffentlicher Belange stellt die Gemeinde Hirschberg Forderungen in Sachen geplanter „Pfenning“-Ansiedlung in Heddesheim. „Pfenning“ zeigt sich davon unbeeindruckt und erwartet von Bürgermeister Just, dass er vorstellig wird. Diese Haltung ist mehr als erstaunlich – sie ist arrogant.

Kommentar: Hardy Prothmann

In Heddesheim hat die Unternehmensgruppe „Pfenning“ irgendwann betont, dass sie ein „guter Nachbar“ sein wolle. Irgendwann heißt: Nachdem sie festgestellt hat, dass viele Heddesheimer den neuen Nachbarn nicht wollen.

Plötzlich präsentierten sich „Pfenning“-Vertreter mit einem Stand im Ort und verteilten Flyer. Es wurden Anzeigen geschaltet. Man nahm brav am so genannten Dialogkreis teil und schaltete eine Seite „Pro-Heddesheim“ im Internet frei.

Der Aufwand hatte ein Ziel: Möglichst viel gute Stimmung zu machen, denn die Bürger sollten befragt werden, ob sie den neuen Nachbarn wollen oder nicht. 50,35 Prozent stimmten dafür 49,65 Prozent stimmten dagegen. Diese 0,7 Prozentpunkte oder 40 Stimmen mehr für „Pfenning“ reichen dem Heddesheimer Bürgermeister Michael Kessler und seinen Unterstützern bei CDU, SPD und FDP, um zu argumentieren, die Heddesheimer wollten „Pfenning“.

Die Abstimmung war am 27. September 2009. Seitdem hat man vom guten Nachbarn „Pfenning“ in Heddesheim nichts mehr gesehen. Warum auch? Das Unternehmen hat sein Ziel erreicht, das Bebauungsplanverfahren läuft weiter.

Innerhalb dieses Verfahrens können nun Träger öffentlicher Belange zum Vorentwurf des Bebauungsplans ihre Stellungnahmen abgeben. Hirschberg fordert ein Gutachten, dass der Kreisel im Gewerbegebiet die bis zu 1000 zusätzlichen Lkw-Bewegungen sowie den zusätzlichen Pkw-Berufsverkehr wird aufnehmen können.

Denn der Bauamtschef Rolf Pflästerer sieht Probleme: „Wir bezweifeln, dass der Kreisel ausreichend dimensioniert ist. Eventuell muss hier ein Bypass her“, sagte er dem hirschbergblog.

Darüber hinaus besteht die Gemeinde Hirschberg auf einem „Verkehrslenkungsvertrag„. Der soll sicherstellen, dass keine „Pfenning“-Lkw ab 18 Tonnen über die B3 fahren.

Wer will hier was von wem?

Darüber haben auch der Mannheimer Morgen und die Weinheimer Nachrichten bereits berichtet – mit einem wortgleichen Artikel. Denn die beiden Zeitungen sind sich keine Konkurrenz – sie tauschen ihre Artikel aus.

Und die Hirschberger brauchen von den Zeitungen keine kritische Berichterstattung erwarten. Der Mannheimer Morgen hat es bis heute nicht geschafft, auch nur einmal kritischen Fragen nachzugehen und das Ergebnis einer solchen Recherche zu veröffentlichen.

Die Zeitung informiert klar im Sinne der Befürworter der geplanten Ansiedlung:

„Zur Frage eines Verkehrslenkungsvertrags mit Hirschberg sagte Pfenning-Pressesprecherin Pélagie Mepin, man stehe auch einem Gespräch mit Bürgermeister Just offen gegenüber, wolle aber zunächst abwarten, womit dieser konkret auf das Unternehmen zukomme.“

Wer einen solchen Satz aufschreibt, muss sofort denken: „Moment. Verkehrte Welt. Wer will hier was von wem?“

Doch das fällt den Redaktionen nicht ein. Nicht der Bürgermeister Just muss auf „Pfenning“ zukommen, sondern „Pfenning“ auf Just. „Pfenning“ will sich ansiedeln und „Pfenning“ muss sich deshalb folgerichtig bemühen, um Zweifel und Bedenken auszuräumen.

Immerhin will man angebliche 100 Millionen Euro investieren.

Jeder vernünftige Mensch würde vor einer eventuellen Belästigung den Nachbarn darüber in Kenntnis setzen, um ein gutes Verhältnis zu bewahren. Und nicht warten, bis der Nachbar sich genervt meldet.

Hirschberg profitiert überhaupt nicht von der geplanten Ansiedlung. Im Gegenteil. Mit großer Wahrscheinlichkeit bringt diese Hirschberg weitere Verkehrsbelastungen.

Die Bedenken aus Hirschberg sind dem Unternehmen lästig. Deswegen bemüht man sich auch nicht, diese auszuräumen. Wenn der Just was will, soll er halt einen Termin vereinbaren. Punkt. Aus. Fertig.

Diese arrogante Haltung kennt die kritische Heddesheimer Bevölkerung schon zur Genüge. „Pfenning“ bewegt sich nur, wenn der Druck zu groß wird. Unter Druck ist auch der „Verkehrslenkungsvertrag“ entstanden.

Die Hirschberger sind gut beraten, wenn sie das berücksichtigen. Ohne Druck bewegt sich „Pfenning“ garantiert nicht.