Montag, 10. Juni 2019

10. bis 16. Februar 2014

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine fĂŒr den 10. bis 16. Februar 2014. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps fĂŒr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im MenĂŒ Nachbarschaft im MenĂŒ “Termine”. [Weiterlesen…]

07. bis 13. Oktober 2013

Diese Woche: Tipps und Termine

Rhein-Neckar, Tipps und Termine fĂŒr den 07. bis 13. Oktober 2013. Montags erscheinen unsere Veranstaltungstipps fĂŒr die laufende Woche. Die Redaktion nimmt gerne weitere Termine und Anregungen auf. Die Kontaktmöglichkeiten finden Sie am Ende der Seite.

Mehr Veranstaltungen vor Ort finden Sie ins unseren Kalendern auf allen Blogseiten im MenĂŒ Nachbarschaft im MenĂŒ “Termine”. [Weiterlesen…]

Langfristig die beste Lösung fĂŒr den barrierefreien Wohnraum

Seniorenwohnungen erhalten Stahlbalkone

Hirschberg, 17. Juli 2013. (red/aw) Die barrierefreien WohnrĂ€ume im Haagackerweg 5 in Großsachsen wurden bei ihrem Bau im Jahr 1988 mit Holzbalkonen versehen. Der Allgemeinzustand dieser Balkone hat sich, trotz Ausbesserungsarbeiten in der Vergangenheit, ĂŒber die Jahre so verschlechtert, dass eine umfangreiche Sanierung oder aber Erneuerung unausweichlich ist. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Dienstagabend daher die Erneuerung durch Stahlbalkone. Auch, wenn dieses Vorhaben deutlich teuerer ist als ursprĂŒnglich vermutet. [Weiterlesen…]

Generation 60+ im Straßenverkehr: Medikamente und körperliche Defizite hĂ€ufig Unfallursache

Senioren sind nicht automatisch ein Verkehrsrisiko

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Archivbild

 

Rhein-Neckar, 30. April 2013. (red/ae/aw) Wer FĂŒhrerschein und Auto besitzt, ist mobil, unabhĂ€ngig – und diese UnabhĂ€ngigkeit wird ungern wieder aufgegeben. Denn MobilitĂ€t bedeutet LebensqualitĂ€t. Dies gilt auch fĂŒr Seniorinnen und Senioren. Doch ab wann ist man zu alt zum Autofahren und sollte die AutoschlĂŒssel lieber liegen lassen? Erst gestern verursachte ein 82-jĂ€hriger Falschfahrer auf der A81 einen Unfall. Er und ein 40 Jahre alter Mann kamen dabei ums Leben. Statistiken zeigen: Es gibt mehr Ă€ltere Teilnehmer im Straßenverkehr, doch ein erhöhtes Risiko fĂŒr UnfĂ€lle gibt es deshalb nicht unbedingt. [Weiterlesen…]

FĂŒr AnfĂ€nger und Fortgeschrittene

PC Treff fĂŒr Senioren an 2 Terminen im Seniorenzentrum am Turm

Hirschberg, 08. November 2012. (red/pm) Die beiden Ortsvereine der AWO bieten in Kooperation mit dem Hirschberger FamilienbĂŒro den PC-Treff fĂŒr Senioren immer dienstags von 15 – 16 Uhr in der Alten Villa in Leutershausen an.

Information der AWO und dem FamilienbĂŒro Hirschberg:

„Am den beiden Dienstagen: 13. November und 11. Dezember, von 15 – 16 Uhr findet der PC Treff fĂŒr Senioren in der Cafeteria im Seniorenzentrum am Turm, Riedweg 2, statt. Wir freuen uns ĂŒber neue interessierte Senioren. Beim PC Treff fĂŒr Senioren ist immer eine Ansprechperson vor Ort fĂŒr alle Fragen „rund um den PC“. Zum Beispiel: FĂŒr PC AnfĂ€nger die noch Fragen haben (z.B. zum E-Mail oder Text schreiben, zur Internetnutzung).

FĂŒr Fortgeschrittene, die Spaß mit dem Computer haben und sich gerne treffen möchten. Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich an: AWO Großsachsen, Herr Metzler, Tel.: 06201/507023| AWO Leutershausen, Frau Scholz, Tel.: 06201/509014| FamilienbĂŒro Hirschberg, Tel.: 06201/598 24| Mail: bernd.lauterbach@hirschberg-bergstrasse.de

AWO Hirschberg Leutershausen bietet Computerkurs an

IT-Aufbaukurs fĂŒr Senioren startet

Hirschberg, 21. September 2012.(red/pm) Die  AWO Hirschberg Leutershausen und Hirschberg Großsachsen bieten den 3. PC-Aufbaukurs fĂŒr Senioren an.

Information des FamilienbĂŒro Hirschberg :

„Was: Es werden viele praktische Übungen zum Alltagsgebrauch des PCs (z.B. Ordnerfunktionen, Bilder) selbst ausprobiert, natĂŒrlich angeleitet.

Wer: Senioren, die die einfachsten PC-Kenntnisse schon beherrschen, z.B. besuchter Grundkurs.

Wann: 4 x donnerstags (4., 11., 18. und 25. Oktober 2012) von 15.30 – 17.30 Uhr

Mindestteilnehmerzahl sind 6 Personen.

Wo: Karl-Drais-Schule (frĂŒher Martin-Stöhr-Schule), Johann-Sebastian-Bach Str. 7 – 9, Hirschberg, 1.OG, PC – Raum

Kursleiter: Herr Schleicher

Kosten: KursgebĂŒhr 40,- €

Anmeldung & Information

Bis spĂ€testens am 1. Oktober 2012 beim FamilienbĂŒro Hirschberg, Rathaus, Großsachsener Str. 14, Tel.: 06201/598, 2469493 Hirschberg oder online familienbuero@hirschberg-bergstrasse.de

Anmeldung bis 21. Mai 2012

PC-Kurs fĂŒr Senioren

Hirschberg, 01. Mai 2012. (red/pm) Die AWO bietet einen PC-Kurs fĂŒr Senioren an. Start ist am 24. Mai 2012. Es ist ein Grundkurs fĂŒr AnfĂ€nger.

Information des FamilienbĂŒros:

„Die AWO Hirschberg-Leutershausen und Hirschberg-Großsachsen bieten einen PC-Kurs fĂŒr Senioren (Grundkurs fĂŒr AnfĂ€nger) an.

Der Kurs richtet sich an Senioren, die selbststÀndig das Internet und den eigenen Computer nutzen wollen.

Die Kursteilnehmer kommen aus dem Kreis der interessierten Senioren, die mit eigenem PC bemĂŒht sind, den Einstieg in das Internet-Zeitalter zu verwirklichen. Sie sollen Interesse haben, mit ihrem Computer vielfĂ€ltige Aufgaben im alltĂ€glichen Leben erledigen zu wollen.

Der Kurs findet an sechs Donnerstagen (24.05., 31.05., 14.06., 21.06., 28.06. und 05.07.2012) von 15:00 bis 17:00 Uhr in der Karl-Drais-Schule (frĂŒher Martin-Stöhr-Schule), Johann-Sebastian-Bach Str. 7–9, Hirschberg, 1.OG, PC-Raum, statt.

Die Mindestteilnehmerzahl sind sieben Personen. Der Kursleiter ist Herr Schleicher

Die KursgebĂŒhr betrĂ€gt 60 Euro. Anmeldung bitte bis spĂ€testens 21. Mai 2012 beim FamilienbĂŒro Hirschberg.

Infos und Anmeldung: FamilienbĂŒro Hirschberg, Rathaus, Großsachsener Str. 14, 69493 Hirschberg, Tel.: 06201/598 24 oder online: www.familienbuero@hirschberg-bergstrasse.de.

Serie: Sex bei Opa und Oma? Lassen Sie uns darĂŒber reden!

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Guten Tag!

Hirschberg, 11. MĂ€rz 2010. Wir starten heute eine neue Serie. Im Fokus steht die SexualitĂ€t… im Alter – die hat aber viel mit der Lebens- und Liebeserfahrung davor zu tun, weswegen auch hierzu Texte veröffentlicht werden. Zum Start der Serie haben wir unsere Autorin, Antonia Scheib-Berten, interviewt. Die Expertin weiß: SexualitĂ€t im Alter ist ein schwieriges Thema – aber eins, ĂŒber das man reden kann und sollte. Dann finden sich auch Antworten.

Von Hardy Prothmann

Frau Scheib-Berten, im neuen „Spiegel Wissen“ beschreibt ein Text eine Frau, die Demenzkranken und Behinderten als Sexualassistentin GesprĂ€che und Massagen anbietet, die auch zum Orgasmus fĂŒhren (sollen). Ihre Kunden sind Ă€lter, einige besucht die Frau im Altenheim. Ist so eine Arbeit anstĂ¶ĂŸig, ist das Prostitution?

Antonia Scherb-Berten: „Die TĂ€tigkeit der Sexualassistentin nichts Neues. In Holland gibt es diese Variante der Assistenz im Rahmen der Arbeit mit jĂŒngeren Behinderten schon seit Jahren. Teilweise wurden, zumindest in der Vergangenheit, die Kosten durch offizielle KostentrĂ€ger ĂŒbernommen.

BegrĂŒndet wurde es damit, dass auf diesem, sozusagen natĂŒrlichen Wege Spannungen abgebaut werden und somit Medikationen zur Beruhigung oder zur Aggressionshemmung ĂŒberflĂŒssig wĂŒrden.

Dass Frauen wie Nina de Vries mit Dementen reden, sie streicheln und massieren, das lĂ€sst sich wohl kaum im Bereich der AnstĂ¶ĂŸigkeit einordnen.

Der Spiegel-Text beschreibt auch eine Frau, deren 80-jĂ€hriger Ehemann Nacht fĂŒr Nacht Sex will. LĂ€sst sich das mit „Sexualassistenz“ beruhigen?

Scherb-Berten: Im benannten Fall der durch den drĂ€ngenden Mann ĂŒberforderten Ehefrau (80) wĂ€re gegebenenfalls eher die Gabe eines Medikaments zur Reduktion des Sexualtriebes fĂŒr den Patienten Ă€rztlich zu prĂŒfen. Die pflegenden Angehörigen mĂŒssen manchmal durch die Ärztin oder den Arzt vor Übergriffen geschĂŒtzt werden. Außerdem ist die ĂŒberbordende Triebhaftigkeit fĂŒr den Patienten sehr belastend und stressend.

Angehörige trauen sich leider zu wenig ĂŒber den
gesteigerten Sexualtrieb beim „Opa“ zu reden.

Leider trauen sich zu wenige Angehörige, das Thema in der Àrztlichen Beratung zu besprechen.

Es gibt FĂ€lle, in denen im Rahmen einer Demenz die SexualitĂ€t plötzlich eine neue, dominierende Rolle bekommt. Manchmal zeigt sich dies in Masturbation. Hier hilft meist schon, dem Patienten einen geschĂŒtzten Rahmen zu schaffen und ihn nicht zu bestrafen oder moralisch zu verurteilen.“

 

Antonia Scheib-Berten berÀt in Sachen Beziehung, Liebe, SexualitÀt. Bild: asb

Antonia Scheib-Berten berÀt in Sachen Beziehung, Liebe, SexualitÀt. Bild: asb

Eine Sexualassistenz dĂŒrfte aber bei vielen Menschen als unmoralisch gelten?

Scheib-Berten: „Was anstĂ¶ĂŸig ist, das liegt im Auge der Betrachterin und des Betrachters. Es gibt hier keine generelle Antwort. Als Sexualberaterin sage ich, durch Assistenz kann kranken Menschen Entspannung und GlĂŒcksgefĂŒhl geboten werden.

Wenn gelebte SexualitĂ€t natĂŒrlich im Rahmen der Paarbeziehung möglich ist, so ist dies auf jeden Fall zu bevorzugen. Liebe kaufen kann man sich natĂŒrlich nicht!“

Im Spiegelbericht werden sowohl Angehörige als auch Seniorenheime und sogar die Prostituiertenorganisation „Hydra“ mit ihren Zweifeln in Sachen „Sexualassistenz“ darstellt. Es steht zwar nicht im Text, aber die Frage ist auch in VorgesprĂ€chen zu diesem Interview aufgekommen: Ist das nicht vielleicht irgendwie „pervers“?

Scheib-Berten: „Was heißt eigentlich „pervers“? Bei Perversionen geht es um die Abgrenzung von in einer Gesellschaft herrschenden Moralvorstellungen. Vielleicht spielen auch unsere eigenen Phantasien im Zusammenhang mit den AktivitĂ€ten von Frauen wie Nina de Vries eine große Rolle. Was stellt sich die BĂŒrgerin, die Altenpflegerin, der Sohn des Patienten oder auch der Pfarrer vor, wenn er den Artikel bei Spiegel-Wissen liest? Vermutlich gehen die eigenen Phantasien weit ĂŒber das hinaus, was letztendlich geschieht.“

Es gibt auch juristische Fragen.

Rein juristisch geht es natĂŒrlich auch um die Persönlichkeitsrechte des Patienten. MĂŒsste, wenn Frau de Vries ganz offiziell zum Einsatz kommen sollte, sogar der gesetzliche Betreuer seine Zustimmung geben? Eine Frage an die Juristinnen!

Sollte keine gesetzliche Betreuung bestehen, so wĂ€re die Inanspruchnahme von Diensten einer Assistenz vielleicht nur das FortfĂŒhren einer lebenslangen Gewohnheit des Dementen. Vielleicht ist er wĂ€hrend seines gesamten erwachsenen Lebens regelmĂ€ĂŸig zu Prostituierten gegangen? WĂ€re es dann nicht sogar ein Entzug von -€ơregelmĂ€ĂŸig wiederkehrenden Diensten-€ℱ, also eine Ungleichbehandlung gegenĂŒber Nicht-Dementen?

Auch Frauen belĂ€stigen MĂ€nner durch Übergriffe.

Geht es eigentlich bei der Frage nur um MĂ€nner?

Scheib-Berten: „Interessant ist, dass bei diesem Thema nie von weiblichen Dementen die Rede ist. Dass auch Frauen ĂŒbergrifflich werden, dass mĂ€nnliche Altenpfleger in der Balintgruppe von BelĂ€stigungen durch Heimbewohnerinnen sprechen, scheint nicht im Bereich des Möglichen – ist jedoch RealitĂ€t.“

Sex und Alter ist oft ein noch grĂ¶ĂŸeres Tabuthema als Alter und Tod. Immer wieder gibt es Umfragen und Statistiken, welches Volk das sexuell aktivste ist, wer in welchem Alter wie oft… Bei gefĂŒhlten 60 oder 65 Jahren gibt es aber keine Informationen mehr. Hört ab diesem Alter das Sexualleben auf?

Scheib-Berten: „Zum einen halte ich absolut nichts von Statistiken, die es vermutlich gibt, die mich persönlich aber nicht interessieren. Wie heißt es so schön: „Traue nur der Statistik, die du selbst gefĂ€lscht hast.“ Also: Keine Konkurrenz zwischen feurigen Italienern, stolzen Spaniern und unseren deutschen MĂ€nnern! Schon gar nicht ausgetragen ĂŒber Zahlen.

In der Tat wird SexualitĂ€t und Liebe, zwei Nomen, die ich gerne auch im Zusammenhang nenne, fast ausschließlich mit Jugend, attraktiven Körpern, FortpflanzungsfĂ€higkeit und VitalitĂ€t in Verbindung gebracht. Ich erinnere mich, dass ich bereits 1993, als ich bei der pro familia in Mannheim als GeschĂ€ftsfĂŒhrerin gearbeitet habe, auf die Dringlichkeit hinwies, dass sich Sexualberater der Generation 50 plus zuwenden mĂŒssen.

SexualitÀt spielt in jedem Alter eine wichtige Rolle.

Seinerzeit wurde ich belĂ€chelt. Mittlerweile merken auch die professionellen Berater, dass SexualpĂ€dagogik ab dem mittleren Lebensalter ein wichtiger Baustein der Arbeit ist. Ich hatte eine Frau in der Beratung, die erst nach Ende der Menopause mit einem neuen Partner orgasmusfĂ€hig wurde. Welche Befreiung, welches GlĂŒck!

Fakt ist, dass die LiebesfĂ€higkeit grundsĂ€tzlich nie aufhört. Hormone beeinflussen unseren Körper und steuern auch unsere Libido. Doch das ist nur eine Seite der Stimulation. Nur in Verbindung mit gĂŒnstigen Rahmenbedingungen wird gespĂŒrte Lust zu gelebter Lust! Ein alleinstehender Mann, der kein Zielobjekt von körperlicher Lust hat, wird möglicherweise versuchen, seine sexuelle Energie umzuleiten. Eine unglĂŒckliche Paarbeziehung ist nicht gerade der richtige Ort fĂŒr körperliche NĂ€he und lebenslustige SexualitĂ€t – egal in welchem Alter.“

Was wĂŒnschen sich Ă€ltere und alte Menschen in Sachen SexualitĂ€t? Sind diese WĂŒnsche anders oder entsprechen sie den „durchschnittlichen“ Vorstellungen?

Scheib-Berten: (lacht) „Was sind die durchschnittlichen Vorstellungen? SelbstverstĂ€ndlich werden im höheren Alter keine anstrengenden Kamasutra-Übungen auf der Tagesordnung stehen, wenn die Arthrose plagt und der RĂŒcken schmerzt. Auch mĂŒssen wir unseren Fokus hinsichtlich SexualitĂ€t erweitern. Das hingebungsvolle Streicheln, das Kuscheln, das innige Sich-nahe-sein – all das subsummiere ich unter dem Begriff SexualitĂ€t.

Im Alter wird gekuschelt – aber auch genitale SexualitĂ€t gewĂŒnscht.

Dass natĂŒrlich auch genitale SexualitĂ€t gewĂŒnscht wird, das ist die Regel. Schade ist, dass Ă€ltere und alte Paare hĂ€ufig nicht ĂŒber ihre WĂŒnsche sprechen. Und tragisch ist, dass EinschrĂ€nkungen klaglos als Gegebenheiten angenommen werden. Manchmal wĂŒrde der Besuch eines kompetenten (!) Urologen ĂŒber Potenzschwierigkeiten hinweghelfen oder ein GesprĂ€ch mit der GynĂ€kologin wĂŒrde Erleichterung bringen.“

Haben alle Ă€lteren Menschen das BedĂŒrfnis nach sexueller Befriedigung?

Scheib-Berten: „Durch die BeschĂ€ftigung mit dem Thema „SexualitĂ€t im Alter“ sollte kein Leistungsdruck aufgebaut werden! Jedes Paar sollte fĂŒr sich selbst entscheiden, ob, wie und wie oft sexuelle AktivitĂ€ten ihre Beziehung bereichern. Wenn beide beschließen, in ihrem Leben einen anderen Fokus zu setzen, so ist das völlig in Ordnung! Wenn allerdings eine oder einer von beiden ein Defizit verspĂŒrt, so sollte man nochmals nĂ€her hinschauen. Interessanterweise ist es nicht immer der Mann, der sich mehr AktivitĂ€ten wĂŒnscht!

„Use it or loose it,“(Benutze es oder verliere es!) ist hier auch eine wichtige Maxime. In der Regel werden Menschen, denen SexualitĂ€t wĂ€hrend des gesamten Lebens nicht so wichtig war, auch im Alter kein Defizit verspĂŒren – falls sich nicht die Rahmenbedingungen Ă€ndern! Eine neue Liebe wirkt hier manchmal Wunder!

Warum erfĂ€hrt man so gut wie nichts zu dem Thema? An den Volkshochschulen gibt es oft sehr viele Kurse – nur das Wort Sex kommt dort meist nicht vor – schon gar nicht in Verbindung mit „Alter“.

Scheib-Berten: Das liegt zum Teil auch daran, dass dieser Begriff in der Ausschreibung möglicherweise Menschen geradezu davon abhĂ€lt, zur Veranstaltung zu kommen! Die Scheu ist hier sehr groß! Ich habe vor ein paar Jahren an der Volkshochschule einen GesprĂ€chskreis „Mut zum GlĂŒck“ angeboten. Wir beschĂ€ftigten uns auch mit dem Thema SexualitĂ€t. Sollte ich wieder angefragt werden, so stehe ich gerne zur VerfĂŒgung!“

„SexualitĂ€t im Alter“ gehört in jeden Lehrplan – alles andere ist ein Defizit.

Muss beispielsweise ein Seniorenheim nicht damit rechnen, als unseriös zu gelten, wenn dort das Thema Sex behandelt wird?

Scheib-Berten: „Ganz im Gegenteil. Ich habe bereits bei einigen TrĂ€gern Fortbildungen fĂŒr PflegekrĂ€fte, auch im ambulanten Bereich angeboten. Das Thema ist latent prĂ€sent und gerade auch jĂŒngere Pflegende sind hĂ€ufig ĂŒberfordert. Im Übrigen steht „SexualitĂ€t im Alter“ mittlerweile auf dem Lehrplan der Ausbildung zur Altenpflegerin/Altenpfleger. Wenn ein BildungstrĂ€ger dies noch nicht anbietet, so bestĂŒnde hier ein Defizit!“

Schauen Sie mal in die Zukunft. Deutschland im Jahr 2050. Wie werden die heute 20- bis 40-jĂ€hrigen dann ĂŒber SexualitĂ€t im Alter sprechen oder diese leben? Ist Sex bei Opa und Oma immer noch ein Tabuthema?

Scheib-Berten: „Ich hoffe, dass das Thema SexualitĂ€t und Alter keinen Sonderstatus mehr benötigt, weil es zur SelbstverstĂ€ndlichkeit geworden ist.“

logo_herzwerkstattZur Person:
„herzwerkstatt“ hat Antonia Scheib-Berten ihre Ehe-, Partner- und Sexualberatung genannt, die sie seit 1995 anbietet. Als erfahrene Fachfrau in Sachen Beziehung und Liebe setzt sie neben Publikationen zum Thema den Schwerpunkt ihrer Arbeit in die Einzel- und Paarberatung von Menschen jeden Lebensalters. Auch Menschen im mittleren Lebensalter, Ältere oder Angehörige finden bei ihr fachliche UnterstĂŒtzung. Die Beratung findet im geschĂŒtzten Rahmen der „herzwerkstatt“ in Weinheim statt. Termine nur nach Vereinbarung!

Weitere Informationen unter: www.herzwerkstatt.com

Termine, Druck, Senioren und wie das alles zusammen passt

Guten Tag!

Hirschberg, 15. Februar 2010. Beim Besuch der AWO Großsachsen warb BĂŒrgermeister Just vor allem fĂŒr das neue Seniorenzentrum. Kein Wunder – waren doch fast ausschließlich Senioren anwesend.

Von Hardy Prothmann

Es geht gemĂŒtlich zu, beim Seniorentreff. Die beiden Vorsitzenden Manfred Wolle und Dr. Horst Metzler (SPD-Gemeinderat) begrĂŒĂŸen die GĂ€ste. Reden, besorgen Dinge. KĂŒmmern sich, wie die Frauen der AWO, die nach dem „Rechten“ schauen.

BĂŒrgermeister Just ist auch pĂŒnktlich da, hat aber wenig Zeit. Umso beeindruckender, wie er die Situation aushĂ€lt.

Denn eigentlich wollte er gerne fĂŒr das Projekt Seniorenzentrum werben und dann gleich weiter.

Das hat er auch getan. Aber immer wieder durch den gemÀchlichen Ablauf des Seniorentreffens der Arbeiterwohlfahrt unterbrochen.

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Senioren beim AWO-Treffen. Bild: hblog

Kaum war die Eröffnungsansprache des AWO-Vorsitzenden Manfred Wolle gehalten und kaum hatte BĂŒrgermeister Just das Wort ergriffen, gings weiter mit dem Sektempfang.

Pause fĂŒr Just.

GemÀchliches Versorgen der Anwesenden.

Eine Dame wirbt in der Ecke des Raumes fĂŒr ein Anliegen. BĂŒrgermeister Just Ă€ußert VerstĂ€ndnis.

Die Anwesenden stoßen auf Herbert Vogelsang an. Der ist vor kurzem 80 Jahre alt geworden und freut sich, will aber deswegen nicht wichtig genommen werden. Der Mann ist bescheiden. Viele der Senioren sind bescheiden. Auch der BĂŒrgermeister Just ist bescheiden und weiß, dass seine sonstige Dynamik hier fehl am Platz wĂ€re.

Trotzdem drĂ€ngt sein Terminkalender. Das bringt er ein paar Mal erklĂ€rend an. Die Senioren erinnern sich und nehmen ihm das nicht ĂŒbel. Aber es ist nicht das, was sie interessiert.

Die Pause fĂŒr BĂŒrgermeister Just ist zu Ende.

Er darf wieder reden und das macht er gut.

FĂŒr jemanden, der qua Amt gewohnt ist, das Wort zu ergreifen und der aus Instinkt weiß, dass er vor dem Alter seine Energie zĂŒgeln muss, aber gleichzeitig vor „Entscheidern“ spricht.

Dass er in BedrĂ€ngnis ist – zwischen Termindruck und VerstĂ€ndnis – erkennt, wer sich seiner Lage bewusst macht.

Die Senioren sind alte Menschen. Sie werden kein Haus mehr bauen, kein GeschĂ€ft mehr grĂŒnden, schon gar keine Familie. Sie leben ihr Leben zu Ende.

So wie alle Senioren vor ihnen und nach ihnen.

Aber diese Senioren haben Familien und GeschĂ€fte gegrĂŒndet, HĂ€user gebaut und niemand kommt an ihnen vorbei, solange sie noch „voll da sind“, mitreden, mitentscheiden.

Und sie haben Kinder, die Familien und GeschĂ€fte gegrĂŒndet haben und „voll mittendrin sind“, im Leben.

Das weiß auch BĂŒrgermeister Just, obwohl ihn 40 bis 50 Jahre Lebenszeit von dieser Gruppe, zu der er spricht, trennen.

Der BĂŒrgermeister Just scheint zu wissen, dass er hier nicht einfach nur vor „Alten“ redet, die ihren „Lebensabend“ genießen. Anscheinend muss und will er sie fĂŒr seine Politik, seine Visionen fĂŒr Hirschberg gewinnen.

BĂŒrgermeister Just redet von den VorzĂŒgen des Projekts Seniorenzentrum. Der „eierlegenden Wollmilchsau“ mit betreutem Wohnen, stationĂ€rer und mobiler Pflege, Tiefgarage und einer neuen „Dorfmitte“.

Er macht das mit viel Begeisterung, mit Energie. Und die Senioren registrieren diese Energie, wĂ€hrend sie Kaffee und Krapfen genießen.

Und voller Energie fordert er die Senioren auf, mitzumachen: „Wir können nicht immer an alles denken. Wir wollen Betroffene zu Beteiligten machen.“

Alles, was der BĂŒrgermeister Just sagt, wĂ€hrend sein Terminplan drĂ€ngt, hat Hand und Fuß. Seine Rede informiert sachlich und umfassend.

Damit hat BĂŒrgermeister Just seine Pflicht erfĂŒllt. Er hat informiert, er hat motiviert.

Und er hat ein Versprechen gegeben: Dass das neue Seniorenzentrum zwischen dem Anspruch der Wirtschaftlichkeit, also dem Preis fĂŒr die Unterbringung und dem Willen zur Inanspruchnahme durch Hirschberger Senioren gegeben sein muss.

Hirschberger Senioren sollen zu einem bezahlbaren Preis bevorzugt ihre AnsprĂŒche anmelden können. An diesem Wort wird BĂŒrgermeister Just gemessen werden: „Es muss ein sozial annehmbares Angebot geben.“

„Wie hoch wird das werden und wie ist das Dach?“, will einer der Senioren wissen.

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BĂŒrgermeister Just mit Manfred Wolle. Bild: hblog

BĂŒrgermeister Just erklĂ€rt, dass das betreute Wohnen mit zwei Vollgeschossen etwa acht Meter ausmachen werde und ein Pultdach geplant sei.

Damit hat er die Frage „technisch“ beantwortet. Ob sie bei den Senioren angekommen ist? Anscheinend schon.

Die Frage war symbolisch. Die alten Menschen wollen wissen, worauf sie sich einstellen mĂŒssen. Ob sie einen „freien Blick“ haben, denn sie sind in ihrer MobilitĂ€t eingeschrĂ€nkt.

Sie wollen wissen, ob sie gut versorgt werden – sich jemand um sie kĂŒmmert, so wie sie sich frĂŒher um andere gekĂŒmmert haben.

Manfred Wolle bewirbt das Projekt, auch wegen der geplanten Kinderkrippe: „Wir wollen doch Leben um uns haben“, sagt er. Und zum Thema LĂ€rmbelĂ€stigung: „Das sollte man nicht so hoch ansetzen.“

BĂŒrgermeister Just, mit seiner „ĂŒberparteilichen“ blauen Blume am Revers muss weg – zur AWO nach Leutershausen und dann nach „Karlsruhe“, wo sicher keine Senioren, sondern Politiker und Beamte und Verhandlungen auf ihn warten.

Die Senioren wissen die Ehre zu schÀtzen. Und einige von ihnen haben Lust auf einen zweiten Krapfen.

Der noch sehr junge BĂŒrgermeister Just hat eine Lektion erhalten und dabei Format bewiesen.

Seine Geschwindigkeit ist nicht die der Senioren. Seinem Aufruf, die „Betroffenen zu Beteiligten zu machen“, muss er folgen.

Denn die Senioren haben keine Möglichkeit, dem drĂ€ngenden Terminkalender eines jungen BĂŒrgermeisters und dessen Geschwindigkeit zu folgen.

Sie wollen sich darauf verlassen können, dass ihr Vertrauen in guten HÀnden ist.

Neues Programm fĂŒr Senioren

Guten Tag!

Region Rhein-Neckar/Hirschberg, 09. Februar 2010. Die Gemeinde Hirschberg hat heute die neue BroschĂŒre „Veranstaltungen und Angebote fĂŒr Senioren in Hirschberg“ vorgestellt. Das Heftchen ist einfach gestaltet und informiert ĂŒber wichtige Kontaktadressen

Die BroschĂŒre informiert ĂŒbersichtlich zu verschieden Themenbereichen, beispielsweise Beratungsangebote, Besucherdienste, Seniorengymnastik oder zu VortrĂ€gen. Das Heft ist kostenlos im Rathaus erhĂ€ltlich und auf der Internetseite der Gemeinde als PDF abrufbar.

Ebenfalls ĂŒber das Internet ist eine BröschĂŒre des Kreisseniorenrats abrufbar.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog