Freitag, 27. Juli 2018

Gemeinderat stimmt Sanierung und ParkplĂ€tzen in Rosengartenstraße zu

Straßenkomfort und 17 ParkplĂ€tze am Seniorenzentrum

Hirschberg, 19. Juli 2014. (csk) Die Seniorenresidenz in der Rosengartenstraße kommt. Und mit ihr eine Straßensanierung. Die Baumaßnahme ist aber kein Luxus. Schließlich ist die Straße derzeit unzureichend ausgebaut. Mit der Straßensanierung erfolgt zugleich die Ausbesserung der Wasserversorgung. Und: 17 neue ParkplĂ€tze kommen auch. [Weiterlesen…]

GesprÀchsrunde bei Kaffee und Kuchen

Informationen zur Tagespflege beim AWO-Treff

Hirschberg, 07. Juli 2014. (red/pm) Der AWO-Treff am Mittwoch dem 09. Juli um 14:00 Uhr in der Cafeteria des Seniorenzentrums am Turm in Hirschberg-Großsachsen bietet nicht nur eine gemĂŒtliche GesprĂ€chsrunde bei Kaffee und Kuchen. Frau Kirsten Ahrens wird ĂŒber die Möglichkeiten der Tagespflege der AWO Rhein-Neckar informieren. Nach ihrem Referat können die GĂ€ste Fragen stellen. Der Treff ist öffentlich neben den AWO Mitgliedern sind interessierte GĂ€ste herzlich eingeladen.

Bauarbeiten beginnen im FrĂŒhjahr 2014

2015 öffnet das Ärztehaus in Großsachsen

aerztehaus

Ungewöhnliche Form – modernster Umbau. So wird das neue Ärztehaus am Riedweg aussehen. Quelle: Gebert & Mack

 

Hirschberg/Großsachsen, 13. Januar 2014. (red/pro) BĂŒrgermeister Manuel Just lud kurzfristig zum PressegesprĂ€ch ein – warum auch nicht. Er konnte das Jahr schließlich mit einer guten Nachricht starten. Ab Februar/MĂ€rz sollen das frĂŒhere Feuerwehrhaus in Großsachsen zum Ärztehaus umgebaut werden. Die VertrĂ€ge mit dem ProjektbĂŒro Gebert & Mack sind unter Dach und Fach. FĂŒr den Ortsteil bedeutet die Ansiedlung eine deutliche Aufwertung, auch wenn Verkehrsfragen ein Problem bleiben. [Weiterlesen…]

Darlehen von 1,1 Millionen fĂŒr 2013

Heringsessen bei den Freien WĂ€hlern Hirschberg

Hirschberg, 18. Februar 2013. (red/pm) Am 13. Februar war es mal wieder so weit: Das alljĂ€hrliche Heringsessen der Freien WĂ€hler Hirschberg fand statt. Über 40 Besucher trafen sich im Gasthaus „Zur Bergstraße“ in Leutershausen. Sie hörten Peter Johe zu, wie er ĂŒber die wichtigen Ereignisse des Jahres 2012 und ĂŒber kommende Ereignisse in 2013 sprach.

Information der Freien WĂ€hler Hirschberg:

„Das diesjĂ€hrige Heringsessen der Freien WĂ€hler Hirschberg am Aschermittwoch im Gasthaus „ Zur Bergstraße“ in Leutershausen war wieder sehr gut besucht. [Weiterlesen…]

FĂŒr AnfĂ€nger und Fortgeschrittene

PC Treff fĂŒr Senioren an 2 Terminen im Seniorenzentrum am Turm

Hirschberg, 08. November 2012. (red/pm) Die beiden Ortsvereine der AWO bieten in Kooperation mit dem Hirschberger FamilienbĂŒro den PC-Treff fĂŒr Senioren immer dienstags von 15 – 16 Uhr in der Alten Villa in Leutershausen an.

Information der AWO und dem FamilienbĂŒro Hirschberg:

„Am den beiden Dienstagen: 13. November und 11. Dezember, von 15 – 16 Uhr findet der PC Treff fĂŒr Senioren in der Cafeteria im Seniorenzentrum am Turm, Riedweg 2, statt. Wir freuen uns ĂŒber neue interessierte Senioren. Beim PC Treff fĂŒr Senioren ist immer eine Ansprechperson vor Ort fĂŒr alle Fragen „rund um den PC“. Zum Beispiel: FĂŒr PC AnfĂ€nger die noch Fragen haben (z.B. zum E-Mail oder Text schreiben, zur Internetnutzung).

FĂŒr Fortgeschrittene, die Spaß mit dem Computer haben und sich gerne treffen möchten. Wenn Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich an: AWO Großsachsen, Herr Metzler, Tel.: 06201/507023| AWO Leutershausen, Frau Scholz, Tel.: 06201/509014| FamilienbĂŒro Hirschberg, Tel.: 06201/598 24| Mail: bernd.lauterbach@hirschberg-bergstrasse.de

JahresrĂŒckblick und Jahresplanung 2013

Vorstandssitzung bei den Freien WĂ€hlern

Hirschberg, 31. Oktober 2012. (red/pm) In einer gut besuchten Vorstandssitzung am 25.10.2012 befassten sich die Freien WĂ€hler Hirschberg mit durchgefĂŒhrten und kĂŒnftigen Veranstaltungen, mit den Ereignissen im Gemeinderat und mit der Jahresplanung fĂŒr 2013. Die LĂ€rmentwicklung in der Heddesheimer Straße nahm daneben einen breiten Raum ein.

Information der Freien WĂ€hler Hirschberg:

„Alexander May – 1. Vorsitzender – ging nach der BegrĂŒĂŸung der erschienen Vorstandsmitglieder auf die Veranstaltung „Neuer Wein und Zwiebelkuchen“ ein. Die Besucherresonanz sei sehr gut gewesen, auf diesem Weg könne fortgefahren werden. Ein Highlight war nach May der Vortrag von Landrat Stefan Dallinger. Auch hier war eine hohe Besucherzahl zu verzeichnen. Die erhaltenen Informationen seien sehr interessant gewesen. Beispielsweise nannte May die ErlĂ€uterungen zu der Ampelsituation in beiden Ortsteilen, daneben sei die Darlegung der von der Landesregierung vorgegebenen Vorgehensweise bei Windkraftanlagen aufschlussreich gewesen. May erwĂ€hnte auch die gelungene Übergabe von 4 restaurierten BĂ€nken an die Gemeinde. Die an der Grundschule Großsachsen – gegenĂŒber dem Spielplatz – aufgestellte Bank werde sehr gut genutzt, es sei zu ĂŒberlegen, dort eine weitere Bank anzubieten.

Fraktionssprecher Peter Johe erlĂ€uterte bei seinem Bericht aus dem Gemeinderat das Änderungsbebauungsplanverfahren fĂŒr das ehem. Feuerwehrhaus Großsachsen. Bekanntlich soll dort ein Ärztehaus installiert werden. Trotz vorgesehener Aufstockung bleibe es baurechtlich ein dreigeschossiges GebĂ€ude, die GrundflĂ€chenzahl bleibe unverĂ€ndert, die GeschossflĂ€chenzahl liege bei 1,2.

Das Hauptproblem sei der kĂŒnftige ruhende Verkehr. Im Zusammenhang mit der Tiefgarage des Seniorenzentrums, der Nutzung der Tabakverwiegehalle und der Ampelschaltung wolle die Verwaltung eine zufrieden stellende Lösung ausarbeiten. Neben der Nutzung des GebĂ€udes als Ärztezentrum soll eine Apotheke untergebracht werden. – Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung des Baugebiets Sterzwinkel habe ein sehr gutes Ergebnis gebracht. Es sei fĂŒr 700 Personen konzipiert, im Juli 2012 seien 40 Baugesuche eingereicht gewesen. Der Gutachter empfehle, rd. 170.000 € pro Jahr fĂŒr die Folgekosten des Gebiets zu reservieren.

Auf der Einnahmeseite sehe allein das Kommunale Finanzausgleichsgesetz 1000 € pro Einwohner als Zuschuss an die Gemeinde vor. Schon bei einer angenommenen Belegung mit 420 Einwohnern wĂŒrden dadurch der Gemeinde 420.000 € pro Jahr zufließen. Von den gemeindeeigenen BauplĂ€tzen sei die HĂ€lfte bereits verkauft, der Erlös belaufe sich auf 2,8 Mio €. Bei den Infrastruktureinrichtungen der Gemeinde sei eine Erweiterung durch den Sterzwinkel nicht erforderlich.

Bebauungsplanverfahren Breitgasse/Drittelsgasse

Johe behandelte nochmals kurz das Bebauungsplanverfahren Breitgasse/Drittelsgasse und Ă€ußerte erneut UnverstĂ€ndnis ĂŒber das Verhalten der Einwender. Der Bauherr habe sich in seinen Vorstellungen an die geltende Baunutzungsverordnung (von der grĂŒnroten Landesregierung nicht geĂ€ndertes Landesrecht) gehalten, der als schĂŒtzenswert genannte Gewölbekeller sei von der Denkmalbehörde als solcher nicht eingestuft worden und die Frischluftschneise werde durch das Vorhaben nur unwesentlich beeintrĂ€chtigt, der Einfluss der Neubauten werde nur im engsten Umkreis wirksam.

Die geplanten GebĂ€ude fĂŒgten sich gut in die Umgebungsbebauung ein. Johe kritisierte abschließend die GrĂŒne Liste, sie wehre sich gegen Neubaugebiete im Außenbereich, eine Innenverdichtung wolle sie jedoch auch dann nicht, wenn Bauherren sich an rechtliche Vorgaben hielten. – Die Aufstockung des Kindergartens Großsachsen(Evang. Kirchengemeinde) werde den notwendigen weiteren Bedarf abdecken. Er sei entstanden durch eine Zunahme der Ganztagsgruppen und durch neue Vorschriften(Raummehrbedarf). Die Kosten fĂŒr die 2013 durchzufĂŒhrende Maßnahme beliefen sich auf 680.000 €, die politische Gemeinde ĂŒbernehme davon 90 %. In diesem Zusammenhang wurde vom Gremium nochmals bekrĂ€ftigt, dass fĂŒr den Bauernkindergarten bei der Entscheidung kein Bedarf bestanden habe und nach wie vor nicht bestehe.

Das in Umrissen bestehende Jahresprogramm 2013 wurde von Volker Ehret vorgestellt. Es sind – wie in den vergangenen Jahren auch – 4 Vorstandssitzungen, eine Mitgliederversammlung, das Heringsessen am Aschermittwoch, die Teilnahme an der Versammlung des Landesverbandes in Baden-Baden und an den Ferienspielen der Gemeinde, die Veranstaltung „Neuer Wein und Zwiebelkuchen“ auf dem Obsthof Volk und das Martinsgansessen vorgesehen. Daneben wird in Vorbereitung der im Herbst 2013 stattfindenden Bundestagswahl eine Podiumsdiskussion mit Kandidaten eingeplant. Außerdem stehen verschiedene weitere Infoveranstaltungen auf der Agenda, Einzelheiten hierzu werden rechtzeitig bei der jeweiligen Einladung bekannt gegeben.

Die Tagesordnung fĂŒr die Mitgliederversammlung am 22.11.2012 wurde schnell verabschiedet. Die Versammlung wird die notwendigen Berichte und Regularien zum Inhalt haben, Neuwahlen stehen nicht an. Auch das Jahresprogramm 2013 wird vorgestellt werden.

Auch in dieser Vorstandssitzung wurde die LĂ€rmentwicklung in der Heddesheimer Straße behandelt. Die LĂ€rmbelastung fĂŒr die Anwohner sei nach wie vor aktuell, wurde aus dem Gremium vorgetragen. Der von BM Just vorgeschlagene Weg(GesprĂ€che mit den Vereinen und dem Jugendzentrum sowie weitere Maßnahmen) sei fortzufĂŒhren. Da sich das Problem zum Dauerbrenner entwickle, seien Ruhestörungen und SachbeschĂ€digungen auf jeden Fall bei der Polizei anzuzeigen und auf dem Rathaus zu melden. Bei entsprechender HĂ€ufung der FĂ€lle werde die Polizei sicher aktiv werden. – Veranlasst durch die EinbrĂŒche im Rathaus und im Sportzentrum wurde unter Verschiedenes angeregt, die öffentlichen Einrichtungen mit entsprechenden Sicherungen zu versehen. Es werde dabei auch an das neue Hilfeleistungszentrum gedacht.

Aus der Mitte des Gremiums wurde erneut die Frage gestellt, ob die Galgenstraße von Anliegern und die Zufahrten zu den BauernlĂ€den in Großsachsen und Leutershausen von Kunden aufgrund der bestehenden Beschilderung mit dem PKW befahren werden dĂŒrfen. Eine KlĂ€rung soll mit der Verwaltung herbeigefĂŒhrt werden. Abschließend wurden zwei AufnahmeantrĂ€ge einstimmig genehmigt. Alexander May dankte fĂŒr die rege Teilnahme an der Sitzung.“

Das Seniorenzentrum am Turm wurde eingeweiht

„Keine geschlossene Gesellschaft, sondern ein Teil von Hirschberg“

Das Seniorenzentrum am Turm wurde eingeweiht. Foto: Hirschbergblog.

Hirschberg, 03. Juni 2012. (red/sap) Am Freitag, 01. Juni, wurde das Seniorenzentrum am Turm in Großsachsen eingeweiht und der Hausdirektor Ingo Pregartner in sein Amt eingefĂŒhrt. Ein Tag der offenen TĂŒr ermöglichte den Besuchern die RĂ€umlichkeiten des Pfelegeheims anzuschauen und ein Festakt bot RĂŒck- und Ausblick auf ein spannendes Projekt: 27 barrierefreie Zwei- bis Drei-Zimmerwohnungen mit 52 bis 81 Quadratmetern, 49 Pflegezimmer, ein Mobiler Pflegedienst und eine Kinderbetreuungseinrichtung mit 20 PlĂ€tzen fĂŒr Kinder zwischen einem und drei Jahren sind entstanden. In weißen Zelten lud die Evangelische Heimstiftung zum Essen.

Von Sabine Prothmann

Es ist hĂŒbsch geworden, das Seniorenzentrum am Turm, neben dem Marktplatz, im Herzen von Großsachsen. Die GebĂ€ude sind hell und freundlich, im Pflegeheim herrscht eine moderne und doch gemĂŒtliche AtmosphĂ€re.

Und eigentlich ist es auch mehr ein „Generationenzentrum“, wie Thomas Becker, Regionaldirektor der Evangelischen Heimstiftung, sagte.

47 Prozent der Betten sind im Pflegeheim belegt, das heißt 23 Bewohner sind schon zehn Wochen nach der Eröffnung eingezogen.

„Das ist ein Wahnsinn, das heißt, wir wurden ausgezeichnet angenommen“, so Becker.

Und auch die Wohnungen wurden schon alle verkauft und vermietet und ein Großteils wurde bereits bezogen.

Die Bewohner der Betreuten Wohnanlage seien eingeladen, an den kulturellen Veranstaltungen und am Essen im Pflegeheim teilzunehmen und der Mobile Pflegedienst, der ebenfalls im Hause angesiedelt sei, könne in Anspruch genommen werden, erklÀrte Thomas Becker.

Bernhard Schneider fĂŒhrt Ingo Pregartner (links) ins Amt des Hausdirektors ein. Foto: Hirschbergblog.

Gleichzeitig mit der Einweihung des Hauses wurde Ingo Pregartner als Hausdirektor eingefĂŒhrt.

Denn, „man sei schließlich sparsam“, wie Bernhard Schneider, HauptgeschaftsfĂŒher der Evangelischen Heimstiftung, und aus Stuttgart angereist, erklĂ€rte und dabei lachte:

Ich komme gerne an die Bergstraße, Sie leben hier in einem gesegneten Landstrich.

Bei der evangelischen Heimstiftung sei es ĂŒblich, einen Festakt mit der Tageslosung und Lehrtext zu eröffnen und so zitierte Schneider:

Wer den Herrn fĂŒrchtet, hat eine sichere Festung.

Und dieses Motto gab er Pregartner mit auf den Weg, als Orientierung und Kompass:

Seien Sie fest im Glauben, das wird Ihnen eine innere Orientierung geben.

„Offene TĂŒren, offene Arme!“

Doch, wenn es um die Einrichtung gehe, die Menschen, Bewohner, Angehörige, dann sei genau das gegenteilige Bild einer Festung gefragt:

Offene TĂŒren, offene Arme!

Dieses Haus solle Sicherheit und Geborgenheit geben und es solle den Bewohnern eine Heimat sein.

An BĂŒrgermeister Just gewandt, sagte Schneider:

Sie haben mit dieser Einrichtung, die eigentlich Generationenzentrum am Turm heißen mĂŒsste, etwas Wunderbares geschaffen, hier begegnen sich Jung und Alt und bilden eine Gemeinschaft.

Das Zusammenkommen von Pflegeheim, betreuter Wohnanlage und Kinderbetreuung bezeichnete Schneider als innovativ.

Die Evangelische Heimstiftung habe in das Seniorenzentrum rund 4,5 Millionen Euro investiert und entstanden sei ein modernes Pflegeheim mit 49 PlÀtzen in drei Wohngruppen. Und auch ein Mobiler Dienst habe hier Heimat gefunden.

„WohlfĂŒhlen schaffen wir nicht durch Mauern und ein Haus, sondern das schaffen die Menschen“, sagte Schneider bei der AmtseinfĂŒhrung zu Ingo Pregartner. Man brauche Mitarbeiter und ein gutes Team, um starten zu können.

Ingo Pregartner ist seit Anfang 2009 bei der Evangelischen Heimstiftung tÀtig, bislang arbeitete er als Pflegedienstleiter in Heddesheim, ab vergangenen Freitag ist er nun offiziell Hausdirektor des Seniorenzentrums am Turm.

FĂ€ngt ein gesegnetes Alters erst mit 99 Jahren an, fragte Pfarrerin Ute Haizmann von der Weinheimer Peterskirche und sagte:

Hallo, wir haben alle ein gesegnetes Alter, heute und hier.

Es komme darauf an, dass „ich nicht alleine gelassen bin, dass es Menschen gibt, die mir gut tun, denen ich gut tue, egal wie alt wir sind“, so Haizmann.

Der Turm - ein markantes Wahrzeichen fĂŒr Großsachsen. Foto: Hirschbergblog.

Mit dem Seniorenzentrum am Turm verwirkliche die Gemeinde den Wunsch, eine Alternative fĂŒr den Alterswohnsitz zu geben. Und zwar fĂŒr diejenigen, die es sich vorstellen können, ihre bisherige Wohnung aufgeben zu können, sagte BĂŒrgermeister Manuel Just bei seinen Gußworten.

Ein langer und  steiniger Weg bis zur Realisierung

Just erinnerte an den langen und steinigen Weg bis zur Realisierung des Seniorenzentrum: (Lesen Sie hier unsere chronologische Dokumentation: „Wie aus Ideen und WĂŒnschen ein Plan wurde, der anders ist als geplant„)

Die Eröffnung feiern wir rund ein Jahr spÀter als geplant.

Bereits 2006 habe es aus der Mitte des Gemeinderates den Antrag auf Erstellung eines Konzepts gegeben. 2007 folgte die PrĂŒfung und die Sichtung eines geeigneten GrundstĂŒcks. 2009 habe man sich fĂŒr die Evangelische Heimstiftung und die FWD als Baufirma und Investor entschieden.

Im selben Jahr gab es auch den ersten Hirschberger Seniorentag und im April 2009 wurde der Runde Tisch gegrĂŒndet. An diesem Tisch trafen sich die Evangelische Heimstiftung, die FWD, die Gemeinde Hirschberg und auch Vertreter der AWO und der Kirchengemeinden. Unter neuem Namen werde dieser runde Tisch auch weiter existieren.

BĂŒrgermeister Just ist stolz darauf, was entstanden ist: 27 barrierefreie Zwei- bis Drei-Zimmerwohnungen mit 52 bis 81 Quadratmetern, 49 Pflegezimmer, ein Mobiler Pflegedienst und eine Kinderbetreuungseinrichtung mit 20 PlĂ€tzen fĂŒr Kinder zwischen einem und drei Jahren.

Mit dem Turm habe man ein markantes Wahrzeichen Großsachsens einbinden können. Er hoffe auf eine hohe Frequentierung des Areals. Durch die Lage direkt am Marktplatz, die verbindenden Wege, das große Schachbrett in der Mitte, habe die Gemeinde Hirschberg alles dafĂŒr getan, dass hier gelebt werden könne.

Die Lebenserwartung sei deutlich gestiegen, „diesen Ă€lteren Menschen und ihren BedĂŒrfnissen mĂŒssen wir Rechnung tragen“, sagte Just. Bis zum Jahr 2030 werde sich die Zahl der Über-65-JĂ€hrigen um 4,2 Prozent erhöhen, also um 150 Menschen. Davon wĂŒrden sicher einige im Seniorenzentrum in ihren letzten Lebensphase eine Heimat finden.

„Wir haben viel gelernt hier in Hirschberg“, sagte Gustav Bylow, BevollmĂ€chtigte der FWD Haubau Dossenheim. Bylow lobte Hirschberg als Musterbeispiel, vor allem auch durch das Wirken der Arbeitskreise:

Alles, was zu lange geschwÀtzt wurde, haben wir durch schnelles Bauen wieder eingeholt.

Es wurde eine Heiterkeit ausstrahlende Architektur geschaffen, so Bylow, und die Menschen sollen denken:

Hier ist es schön, hier will ich sein und bleiben.

Doch er sagte auch:

Bauen ist wichtig, aber noch wichtiger ist, was in den HĂ€usern geschieht.

Martina Wagner vom Konvent der Evangelischen Heimstiftung lobte das Seniorenzentrum und wĂŒnschte Ingo Pregartner, „Balance zu halten und das eigene Maß zu finden.“

Seinen Ausblick begann Ingo Pregartner mit dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse. Und zitierte:

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschĂŒtzt und der uns hilft, zu leben.

Hier im Seniorenzentrum vereine sich Jung mit Alt, das sei eine optimale Begegnung. FĂŒr die Ă€lteren Menschen biete man verschiedene Lebensformen an: Vollstationierung, Kurzeitpflege und betreute Wohnanlage.

Wir wollen keine geschlossene Gesellschaft, sondern ein Teil von Hirschberg bleiben.

Den Bewohnern möchte er ein heimeliges GefĂŒhl und die Sicherheit, gut betreut im Alter zu sein, vermitteln. Pregartner dankte den Angehörigen und Mitarbeitern fĂŒr das ungewöhnliche Engagement.

Der „Manuel-Just-GedĂ€chnisplatz“

„Hier in Hirschberg ist ein Wort noch ein Wort“, lobte Thomas Becker, Regionaldirektor der Evangelischen Heimstiftung, die Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

BĂŒrgermeister Just habe sich stets positiv eingemischt, auch architektonisch. So mĂŒsste eigentlich die Loggia „Manuel-Just-GedĂ€chnisplatz“ genannt werden, denn auf seine Idee hin sei sie umgesetzt worden.

Es sei ein kleines, soziales Generationenzentrum entstanden. Noch befinde sich das Seniorenzentrum in der „PubertĂ€t“ und muss sich entwicklen, aber mit einer Belegung von 47 Prozent nehmen die Menschen das Seniorenzentrum an.

Neben den fachlichen lobte Becker auch die menschlichen FĂ€higkeiten:

Dies ist hier ein Vorzeigeobjekt.

Wenn eine Einrichtung gut lĂ€uft, bekommt der Hausdirketor Lob, lĂ€uft sie schlecht, bekommt der Regionaldirektor Ärger. Deshalb wĂŒnsche er Pregartner viel Lob.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Franz Josef Siegel am E-Piano und am Bass GĂŒnter Stalter mit drei gut gewĂ€hlten und hervorragend gespielten und gesungenen StĂŒcken.

Das E-Piano, das kĂŒnftig in der Cafeteria des Pflegeheims stehen soll, ist ein Geschenk des Hirschbergers Michael Joswig. Anstelle von Geschenken hatte er sich zu seinem Geburtstag Geld gewĂŒnscht und das Musikinstrument gespendet.

„Ich wurde in meinem Leben mit einer schönen Stimme gesegnet“, sagte Joswig. Die Freude an der Musik möchte er gerne weitergeben.  Das E-Piano soll viel gespielt und angefasst werden, „das wĂŒnsche ich mir“.

[nggallery id=61]

BĂŒrgermeister Just: „Das Hilfeleistungszentrum ist das signifikanteste und teuerste Bauprojekt der Gemeinde“.


richtfest_hlz-1011

Der Schlauchturm - sein Nutzen ist umstritten.

Hirschberg, 11. Oktober 2011. (red) Gestern lud BĂŒrgermeister Manuel Just sechs Monate nach der Grundsteinlegung zum Richtfest des Kommunalen Hilfeleistungszentrum im Leutershausener Sportzentrum. Im Herbst 2012 soll die Einweihung stattfinden und die gemeinsame Feuerwehr Hirschberg, das DRK und der Bauhof sollen hier einziehen. In seiner Rede sprach BĂŒrgermeister Manuel Just ĂŒber die BeweggrĂŒnde fĂŒr das Bauprojekt.

Von Sabine Prothmann

Zeitgleich mit dem Seniorenzentrum in Großsachsen, das von privaten Investoren finanziert wird, entsteht in Leutershausen das Kommunale Hilfeleistungszentrum, das mit 7,7 Millionen Euro das „signifikanteste und teuerste Bauprojekt der Gemeinde ist“, wie BĂŒrgermeister Manuel Just in seiner Ansprache betonte.

(Anm. d. Red.: Der BĂŒrgermeister hatte immer eine „6“ vor dem Komma anvisiert, letztlich aber nicht halten können. Siehe „Hilfeleistungszentrum: Die “6-€³ vorne ist Geschichte. 7,7 Millionen Euro solls kosten„)

Das Projekt „schreite mit großen Schritten seiner Fertigstellung entgegen“, betonte Just und sagte, dass man schon heute sehen könne, wie gut sich das GebĂ€ude stĂ€dtebaulich einfĂŒge: „Wir haben den lĂ€ngsten Teil der Wegstrecke hinter uns“.

richtfest_hlz-1005

Lobt die "geleckte Baustelle" - BĂŒrgermeister Manuel Just beim Richtfest.

Eine Umsetzung eines solchen Vorhabens sei ohne Probleme unmöglich und deshalb Just dankte dem PlanungsbĂŒro Dasch, ZĂŒrn und von Scholley und den ĂŒbrigen Baufirmen, die immer schnell, unproblematisch und unbĂŒrokratisch reagiert hĂ€tten, „die Auswahl unserer Partner hat sich wieder einmal bestĂ€tigt“.

Auf der Baustelle werde sauber und organisiert gearbeitet, „salopp gesagt, ich habe selten so eine geleckte Baustelle gesehen“, so Just.

Weiter ging der BĂŒrgermeister auf die Kernfrage des „Warums“ ein. Der Bau des Hilfeleistungszentrum sei „nicht notwendig im Sinne einer Not, aber alternativlos gewesen, um die Gemeinde und die Wehren weiter zu entwickeln“.

Vor sechs Jahren hatten die beiden Wehren, Großsachsen und Leutershausen, den Gemeinderat darĂŒber informiert, dass sie ein großes Potential hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit in einem gemeinschaftlichen Feuerwehrprojekt sehen wĂŒrden. Eine Fusion könne die SchlagfĂ€higkeit der Wehr fĂŒr die rund 9.500 Einwohner zĂ€hlende Gemeinde in der Zeit von 7 bis 18 Uhr so eher gewĂ€hrleisten, wenn man nur einen Standort hĂ€tte, von dem aus „man breit ausrĂŒcken“ könne.

Aber es seien nicht nur feuerwehrtechnische Belange gewesen, die zu dem Bau des Kommunalen Hilfeleistungszentrum gefĂŒhrt hĂ€tten, sondern auch die beiden Bauhofstandorte, die in beiden Ortsteilen „unglĂŒcklich“ in Wohngebieten liegen.

Ohne dieses SchlĂŒsselobjekt wĂ€ren die Entwicklung dieser Gemeinde kaum möglich. Kein Investor war bereit gewesen gegenĂŒber der Großsachsener Wehr ein Seniorenzentrum zu errichten, deshalb war die Umsiedlung notwendig, sagte BĂŒrgermeister Just.

Das Freiwerden des Leutershausener FeuerwehrgebĂ€udes ermögliche die Neugestaltung der neuen Ortsmitte Leutershausen und die Aussiedlung des Bauhofes berechtige zur Hoffnung fĂŒr Betreutes Wohnen in der Fenchelstraße. „Nur die Verlegung ermöglicht uns, darĂŒber nachzudenken“, erklĂ€rte Just.

Der Gemeinderat habe die richtige Entscheidung getroffen, unterstrich Just. Er bedankte sich auch bei dem baubegleitenden Ausschuss. In zehn Sitzungen habe man viel diskutiert „und manchmal haben wir uns auch gestritten, aber wir haben immer das Ziel verfolgt“.

Just bedankte sich auch bei den beiden Kommandanten der Wehren, Heiner Mayer und Tobias Rell, und dem Leiter des örtlichen DRK, Michael Frank, fĂŒr die Zusammenarbeit.

Den Richtspruch sprach Bauleiter Thomas Börsig von der Baufirma Bold aus Achern.

[nggallery id=54]

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

Platzgestaltung Seniorenzentrum, MĂŒlleimerbeauftragter – EntschlĂŒsse des Gemeinderats


Hirschberg, 2. Oktober 2011. (red) Neben der Erhöhung des Hebesatzes der Gewerbesteuer – wir berichteten – standen noch weitere Themen auf der Tagesordnung des Hirschberger Gemeinderates am 27. September 2011.

Nach den Vorschriften des Kommunalabgabegesetzes (KAG) sind bei kostenrechnenden Einrichtungen, wie zum Beispiel der Abwasserbeseitigung (TOP 3 der vergangenen Gemeinderatssitzung), „KostenĂŒberdeckungen“, die sich am Ende eines Bemessungszeitraumes ergeben, zwingend innerhalb der folgenden fĂŒnf Jahre auszugleichen. „Kostenunterdeckungen“ können im selben Zeitraum ausgeglichen werden.

Einstimmig entschied der Hirschberger Gemeinderat die Überdeckungen des Jahres 2010 in Höhe von insgesamt 93.411 Euro auf die restliche Unterdeckung des Jahres 2007 in Höhe von 37.380 Euro und die Unterdeckung des Jahres 2008 in Höhe von 38.091 Euro zu verrechnen.

Die dann noch verbleibende restliche Überdeckung aus dem Jahr 2010 in Höhe von 17.940 Euro wird spĂ€testens einschließlich 2015 ausgeglichen.

„Vielleicht schaffen wir doch eine GebĂŒhrensenkung“, warf Gemeinderat Alexander May (FW) ein. Dagegen riet Gemeinderat Dr. Horst Metzler (SPD) abzuwarten und es sei gut „einen kleinen Puffer zu haben“. Und auch Ferdinand Graf von Wiser (CDU) mahnte, es handle sich hierbei um keinen erwirtschafteten Überschuss, sondern um eine Senkung des Zinssatzes von 6 auf 4,5 Prozent.

Ebenfalls einstimmig wurde der Beschlussvorschlag der Verwaltung zur Auftragsvergabe zur Erneuerung der Fenster und TĂŒranlagen in der Großsachsener Grundschule beschlossen.

In der Juli-Sitzung hatte der Gemeinderat MĂ€ngel an der AusfĂŒhrung der Fenstererneuerung der Karl-Drais-Schule beanstandet.
Hierzu wurde ein Ortstermin vereinbart sowie eine nicht-öffentliche Beratung. Der Gemeinderat lehnte gegen den Willen des BĂŒrgermeisters ab, dieselbe Firma auch fĂŒr die Grundschule Großsachsen zu beauftragen. (Siehe auch diesen Text zur Ausschreibung.)

Der Auftrag wurde an die Firma R. u. U. Winkenbach GmbH aus Viernheim, zum Angebotspreis von 179.291 Euro brutto vergeben.

GemeinderĂ€tin Eva-Marie Pfefferle (SPD) freute sich, dass allen BefĂŒrchtungen zum Trotz, die Erneuerung der Fenster und TĂŒranlagen jetzt doch nicht teuerer werde. „Die Eile ist des Teufels“, merkte Hartmut Kowalinski (FDP) an. Es sei schön, dass sich der Gemeinderat durchsetzen konnte.

„Ich hĂ€tte nicht gedacht, dass wir das noch in diesem Jahr umsetzen können“, so BĂŒrgermeister Just.

Der Gemeinderat hatte in seiner Juli-Sitzung dem Entwurf zur Gestaltung des Platzes am Seniorenzentrum und der Kleinkinderkrippe in Großsachsen zugestimmt und den Baubeschluss zur Herstellung des Platzes gefasst. Die Kosten wurden auf 120.000 Euro geschĂ€tzt, im Haushaltsplan wurden 240.000 Euro bereit gestellt.

BĂŒrgermeister Just stellte in der Gemeinderatssitzung eine Auswahl an BĂ€nken, Lichtern, Pollern und MĂŒlleimern den Ratsmitgliedern vor und informierte ĂŒber die PrĂ€ferenzen der Verwaltung. Im Großen und Ganzen wurde die Vorauswahl vom Gemeinderat begrĂŒĂŸt, nur bezĂŒglich der MĂŒlleimer versprach Just noch nach weiteren Alternativen zu suchen. Er fĂŒhle sich jetzt als „MĂŒlleimerbeauftragter“, erklĂ€rte Just.

Anschließend wurde der Beschlussvorschlag der Verwaltung, die Garten- und Landschaftsarbeiten an die Firma Becker zum Angebotspreis von rund 127.000 Euro und die Schlosserarbeiten an die Firma Bender zum Angebotspreis von rund 6000 Euro zu vergeben, einstimmig angenommen.

Dokumentation: Die Platzgestaltung des Seniorenzentrums


platzgestaltung-seniorenzentrum-3

Die Firma FWD hat eine "unverbindliche Illustration" prÀsentiert.

Hirschberg, 26. Juli 2011. (red) Die Platzgestaltung zwischen Seniorenzentrum und Kleinkindgrippe ist heute im Gemeinderat vorgestellt worden – wir dokumentieren die Entwurfsplanung des PlanungsbĂŒros FWD GmbH, Dossenheim.

Die PrĂ€sentation wurde durch Herrn Zimmerman vorgenommen. Im Anschluss wurde im Gemeinderat viel ĂŒber Details disktuiert – siehe Bericht von heute.

Wir dokumentieren die Powerpoint-PrĂ€sentation – CDU-Gemeinderat Karl Schnell hat uns freundlicherweise seine ausgedruckte Kopie ĂŒberlassen, die wir eingescant haben.

-Anzeige-

[nggallery id=52]

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog.de

Gemeinderat fasst Grundsatzbeschluss zur Platzgestaltung Seniorenzentrum


Planentwurf fĂŒr den Platz zwischen Seniorenzentrum und Kinderkrippe. Klicken Sie auf die Grafik fĂŒr eine grĂ¶ĂŸe Darstellung

Hirschberg, 26. Juli 2011. (red) Der Baubeschluss zur Platzgestaltung zwischen Seniorenzentrum und Kleinkindkrippe sorgte heute fĂŒr Diskussionen. Vor allem GLH und SPD hatten viele Anregungen. Letztlich wurde der Verwaltungsantrag von der Mehrheit angenommen.

WĂ€hrend sich die Freien WĂ€hler und die FDP rundherum zufrieden zeigten, monierte vor allem die GrĂŒne Liste Hirschberg verschiedene Details der Planung.

BĂŒrgermeister Manuel Just nahm die Kritik auf sich und die Verwaltung, vor allem, was die Zeitplanung angeht. Den verschiedene GemeinderĂ€te können an dem Begehungstermin in den Ferien am 16. August 2011 nicht teilnehmen: „Ich habe vorher keinen Termin mehr frei. Aber ichh bitte darum, die heutige Beratung dient nur der grunsĂ€tzlichen Beschlussfassung, nicht den Details, die beschließen wir am 27. September 2011. Bis dahin muss die Planung aber vorankommen.“

Auch die SPD hatte verschiedene VerbesserungsvorschlĂ€ge, beispielsweise keine FahrradstĂ€nder vor dem Erdgeschoss des Seniorenzentrums anzubringen: „So sinnvoll die auch sind, so unschön ist es fĂŒr die Bewohner, da dauernd draufschauen zu mĂŒssen“, sagt Dr. Horst Metzler.

Birgit Knoblauch (GLH) regte wie Karl Heinz Treiber einen Verzicht der Mauer zum TVG-GelĂ€nde an. Karin Kunz (CDU) sagte: „Wir haben so viel Aufregung gehabt und solche Kosten fĂŒr Gutachten. Jetzt will ein Teil des Gemeinderats an diesem Kompromiss rĂŒtteln? Es ist genug.“ Bei der „Mauer“ handelt es sich um eine Wand in einer Höhe von 70 Zentimeter bis einen Meter, weshalb Gemeinderat Treiber meinte: „Die hat doch keine Funktion, dann kann man sie auch weglassen.“

Weiter wurde intensiv ĂŒber den Standort der Sitzgruppe fĂŒr die Außenbewirtschaftung, SonnenstĂ€nder und BĂ€nke diskutiert.

In der Sitzung war auch der Planer Zimmermann, FWD GmbH Dossenheim, anwesend und sagte: „Machen Sie sich die Möglichkeiten nicht kaputt, je mehr Sie auf dem Platz installieren, desto mehr schrĂ€nken Sie sich ein.“

Dieser Aussage schloss sich FDP-Gemeinderat Hartmut Kowalinski an: „Je mehr da ist, umso mehr wird der Wert der Wohnungen gemindert.“

Der Gemeinderat stimmte der Vorlage der Verwaltung zu. Die GLH-RĂ€te Birgit Knoblauch, Monika Maul-Vogt und Karl Heinz Treiber enthielten sich, GLH-Sprecher JĂŒrgen Steinle stimmte zu.

Anmerkung der Redaktion:
Wir haben die Sitzung auf unserer Facebook-Seite mit den wichtigsten Aussagen protokolliert. Das können Sie natĂŒrlich nachlesen.

Halbzeit: Vortrag von BĂŒrgermeister Manuel Just bei den Freien WĂ€hlern


Hirschberg, 06. Juli 2011. (red/pm) Am Donnerstagabend wird BĂŒrgermeister Manuel Just eine Zwischenbilanz ziehen – er ist vier von acht Jahren im Amt.

Information der Freien WĂ€hler:

BĂŒrgermeister Just hat Halbzeit - vier von acht Jahren ist er im Amt. Am Donnerstag zieht er eine Zwischenbilanz - ob auch kritische Fragen gestellt werden dĂŒrfen? Fot: hirschbergblog.de

„Nach vier Jahren als BĂŒrgermeister will Manuel Just eine Halbzeitbilanz ziehen und gleichzeitig einen Blick auf die nĂ€chsten Jahre werfen. Am Donnerstag, dem 07. Juli 2011 um 20:00 Uhr im Feuerwehrhaus Großsachsen spricht er bei den Freien WĂ€hlern Hirschberg zu dem Thema: „Was konnte realisiert werden und welche Projekte sind in den nĂ€chsten Jahren machbar?“

Dabei wird Just auch aktuelle Themen wie z.B. Zustand der Ortsstraßen und Stand des OEG – Ausbaus behandeln. Seine Vorstellungen fĂŒr die nĂ€chsten Jahre will er in gleicher Weise darlegen. Dabei dĂŒrfen Themen wie z.B. Verwendung der FeuerwehrhĂ€user (Verkauf oder Eigennutzung?), Hallenplanung und Seniorenzentrum Leutershausen nicht fehlen. Die Finanzentwicklung der Gemeinde wird bei der zeitlichen Machbarkeit von Vorhaben eine wichtige Rolle spielen.

Die Einwohnerinnen und Einwohner von Hirschberg sind herzlich eingeladen, an dem Vortrag von BĂŒrgermeister Manuel Just teilzunehmen.“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

ÜberplanmĂ€ĂŸige Ausgaben einstimmig beschlossen

Guten Tag!

Hirschberg, 25. Februar 2011. (red) Bei der Gemeinderatssitzung am 22. Feburar 2011 mussten die ĂŒber- und außerplanmĂ€ĂŸigen Ausgaben fĂŒr das Haushaltsjahr 2010 genehmigt werden. FĂŒr den vom Gemeinderat beschlossenen nachtrĂ€glichen Erwerb des GrundstĂŒcks fĂŒr den Neubau einer Kinderkrippe beim Seniorenzentrum in Großsachsen und fĂŒr die Neuvermessung des gesamten Bereichs entstand beispielsweise eine weitere außerplanmĂ€ĂŸige Ausgabe von 96.700 Euro

Im Deckungsring GeschĂ€ftsausgaben (BĂŒrobedarf, BĂŒcher, Post- und FernmeldegebĂŒhren) entstanden ĂŒberplanmĂ€ĂŸige Ausgaben in Höhe von 6600 Euro.

Gedeckt werden können diese durch ĂŒberplanmĂ€ĂŸige Einnahmen durch GebĂŒhren beim Ordnungsamt.

Weitere ĂŒberplanmĂ€ĂŸige Ausgaben der Feuerwehr

Die ĂŒberplanmĂ€ĂŸigen Ausgaben der Freiwilligen Feuerwehr in Höhe von rund 6000 Euro seien vor allem durch Ausstattung sowie Aus- und Fortbildungsmaßnahmen entstanden, so Just. Schon im September waren fĂŒr die Anschaffung von zehn zusĂ€tzlichen Einsatzjacken rund 4000 Euro Mehrausgaben entstanden. Das summiert sich auf rund 10.000 Euro. Die Deckung erfolge durch Mehreinnahmen bei KostenerĂ€tze und der Konzessionsabgabe Gas.

Im Abschnitt Forst entstanden ĂŒberplanmĂ€ĂŸige Ausgaben in Höhe von rund 12.000 Euro. Dies sei im verursacht worden durch höhere Holzhauereikosten, die entstanden seien durch einen lĂ€ngeren Ausfall eines Forstwirtes aufgrund eines Arbeitsunfalls und durch höhere Kosten bei der Fahrzeugunterhaltung.

Erfreuleicherweise seien diese Mehrausgaben teilweise durch Mehreinnahmen bei den Holzverkaufserlösen gedeckt, der Rest fließe durch Mehreinnahmen bei der Grundsteuer B ein, so Just.

Die Umlageabrechnung der AbwasserzweckverbĂ€nde ergebe eine Erhöhung von fast 27.000 Euro, die durch Mehreinnahmen in gleicher Höhe beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer gedeckt wĂŒrden.

FĂŒr den vom Gemeinderat beschlossenen nachtrĂ€glichen Erwerb des GrundstĂŒcks fĂŒr den Neubau einer Kinderkrippe beim Seniorenzentrum in Großsachsen und fĂŒr die Neuvermessung des gesamten Bereichs entstand eine weitere außerplanmĂ€ĂŸige Ausgabe von 96.700 Euro.

Die Deckung erfolgt durch außerplanmĂ€ĂŸigen Einnahmen (Förderung LSP) sowie durch Wenigerausgaben im Bereich Grunderwerb.

FĂŒr die Bauvorbereitung Seniorenzentrum Großsachsen, speziell Parkbuchten, entstanden außerplanmĂ€ĂŸige Ausgaben von 43.600 Euro. Diese können gedeckt werden durch außerplanmĂ€ĂŸige Einnahmen (Förderung aus LSP) und Wenigerausgaben beim Grunderwerb.

Die erfolgte Endabrechnung der Baumaßnahme Heddesheimer Straße ergab eine ĂŒberplanmĂ€ĂŸige Ausgabe von 24.800 Euro, die wiederum durch Wenigerausgaben beim Grunderwerb gedeckt werde.

Diskutiert wurden die außerplanmĂ€ĂŸigen Ausgaben bei der Feuerwehr. Gemeinderat Matthias Dallinger (CDU) verwies nochmals darauf, dass die Feuerwehr Leutershausen die Fusion der beiden Wehren im Auge behalten und dies bei den Ausgaben auch beachten sollte.

Treiber: „Die wollen sie nicht, sondern mĂŒssen sie.“

Karl Heinz Treiber (GLH) entgegnete, die Anschaffungen und Schulungen seien notwendig, „die wollen sie nicht, sondern mĂŒssen sie“. Zudem seien die Mehrausgaben in den anderen Bereichen weitaus höher und nicht unbedingt nachvollziehbar.

Vor allem die ĂŒberplanmĂ€ĂŸigen Ausgaben des Abwasserzweckverbandes Bergstraße mit knapp 28.000 Euro wurde von mehreren Seiten hinterfragt.

„Ich bin interessiert daran, wie sich dieser Betrag zusammensetzt“, sagte Gemeinderat Alexander May (FW).

„Die Zahl kann ich im Moment nicht begrĂŒnden“, sagte BĂŒrgermeister Just.

Hier werde noch eine genaue PrĂŒfung stattfinden, erklĂ€rte KĂ€mmerer Erich Schröder.

Die Genehmigung der ĂŒber- und außerplanmĂ€ĂŸigen Ausgaben erfolgte einstimmig.

Auch die JahresvertragsverlĂ€ngerung fĂŒr Tiefbauarbeiten mit der Firma Josef Schnell GmbH erfolgte einstimmig.

Gemeinderat Manfred Kopp merkte an, es sei erfreulich, dass das Preisniveau gehalten werden konnte.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

BĂŒrgertag nur mĂ€ĂŸig besucht – neue homepage der Gemeinde

Guten Tag!

Hirschberg, 22. November 2010. Der BĂŒrgertag 2010 war leider nicht so gut besucht, wie sich das die Gemeinde sicherlich gewĂŒnscht hatte. In Zukunft kann man sich zur Gemeinde auf der neuen hompeage informieren.

Am Sonntag, den 21. November 2010, hat von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr in der Aula der Martin-Stöhr-Schule der BĂŒrgertag der Gemeinde Hirschberg stattgefunden.

21112010_buergertag-1

BĂŒrgertag 2010 in der Martin-Stöhr-Schule.

Über folgende Themen konnte man sich informieren:
Kleinkindbetreuung
– Umweltmobil -€ℱExpedition-€ℱ
Seniorenzentrum Hirschberg; Bau und Betrieb
– Neue Homepage der Gemeinde
Verkehrsleitsystem
– Planung und Stand des Ausbaus der S-Bahn incl. der örtlichen Planung fĂŒr die Zugangswege

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde informierten zu den einzelnen Themen und beantworteten Fragen der interessierten BĂŒrgerinnen und BĂŒrger. BĂŒrgermeister Manuel Just sagte: „Ich bin zufrieden, hĂ€tte mir aber mehr Ressonanz gewĂŒnscht.“

SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der Martin-Stöhr-Schule haben GetrĂ€nke sowie Kaffee und Kuchen angeboten.

Die neue homepage der Gemeinde werden wir noch ausfĂŒhrlich besprechen.

Viel Freude mit den Fotos:
[nggallery id=36]

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

Weniger RĂŒcklage – neue Schulden – keine Halle. Großprojekte drĂŒcken den Haushalt

Guten Tag!

Hirschberg, 29. Oktober 2010. BĂŒrgermeister Just informierte in der Gemeinderatssitzung vom 26. Oktober 2010 ĂŒber seinen vorlĂ€ufigen Haushaltsplan, zu dem die Fraktionen im November AntrĂ€ge einreichen können, im Dezember folgt der Antrag. Die Gemeinde will nochmals 1,8 Millionen Euro Schulden aufnehmen. Im Jahr 2011 wĂŒrde der Schuldenstand von 1,632 Millionen Euro auf 5 Millionen Euro anwachsen. Die RĂŒcklage schrumpft um zwei Millionen Euro auf nur noch 2,9 Millionen Euro.

Von Hardy Prothmann

BĂŒrgermeister Just hĂ€lt sich eng an das Redemanuskrip als er seine Haushaltsrede vortrĂ€gt und beginnt erst einmal positiv.

Das Zahlenwerk sei „unspektakulĂ€r“ sagt er. Der Haushaltsplan fĂŒr 2011 schrumpfe ein wenig auf 21,47 Millionen Euro (Vorjahr: 21,74 Millionen Euro). Davon seinen im Verwaltungshaushalt 15,625 Millionen Euro (Vorjahr: 15,81 Millionen Euro) vorgesehen. Der Vermögenshaushalt hat ein Volumen von 5,845 Millionen Euro (Vorjahr: 5,93 Millionen Euro).

Leicht wachsende Steuereinnahmen.

Die Grundsteuer werde leicht steigen und 860.000 Euro an Einnahmen bringen, die Gewerbesteuereinnahmen werden um 200.000 Euro höher vermutet und mit 2,4 Millionen Euro angenommen. Der Anteil an der Einkommensteuer wird geringfĂŒgig auf 4,18 Millionen Euro wachsen.

Dann kommt die erste schlechte Nachricht – fĂŒr Hundebesitzer. Die Hundesteuer soll von 75 auf 96 Euro steigen und fĂŒr jeden weiteren Hund von 150 auf 196 Euro. FĂŒr Hundebesitzer ist das eine mehr als deutliche Steigerung von fast 25 Prozent – in der Summe bringt es nicht viel, die Einnahmen werden von 21.500 auf 28.000 Euro verbessert.

Obwohl sich die Einnahmen aus Steuern, Zuweisungen und Umlagen (siehe oben) insgesamt um 831.000 auf 4,01 Millionen Euro verbessern, muss dieses Geld sofort wieder fĂŒr steigende Kosten ausgegeben werden: Rund 170.000 Euro im ÖPNV, 104.000 Euro bei der Kleinkindbetreuung und Kanalsanierungsarbeiten von rund 100.000 Euro „fressen“ den Überschuss auf. Unterm Strich können gerade mal 219.000 Euro an den Vermögenshaushalt ĂŒberfĂŒhrt werden, anstelle von geplant gut einer Million Euro.

„Planwerk nicht zufriedenstellend“

„Das Planwerk erholt sich zwar, ist aber auch an dieser Stelle keineswegs zufriedenstellend“, sagte Just. Dabei kritisierte er Bund und Land: „Wer bestellt, der sollte auch zahlen. Leider bestellen Bund und LĂ€nder, lassen jedoch die Gemeinden im ĂŒberwiegenden Teil die dafĂŒr notwendigen Ausgaben tragen.“

Die Kritik ist sicher richtig – sie trifft aber auch auf die Gemeinde Hirschberg zu. Die muss ihre neue teure Feuerwehr selbst bezahlen. 2011 sind das 2,675 Millionen Euro, die die „leere“ Kasse belasten.

Insgesamt fehlen 3,8 Millionen Euro – zwei Millionen Euro werden der RĂŒcklage entnommen, die auf 2,9 Millionen Euro sinkt und es muss ein zusĂ€tzlicher Kredit von 1,8 Millionen Euro aufgenommen werden.

Die „Renovierung“ des Wasserturms kostet 75.000 Euro, 240.000 Euro werden fĂŒr die Platzgestaltung und 260.000 Euro fĂŒr den Erwerb von StellplĂ€tzen in der Tiefgarage Seniorenzentrum aufgewendet werden.

Schuldenstand Ende 2011: 5 Millionen Euro.

Anfang 2010 hatte die Gemeinde 1,69 Millionen Euro Schulden, Ende 2011 werden es gut 5 Millionen Euro sein. Hinzu kommen Schulden auf „Sondervermögen“ von 1,5 Millionen Euro.

Daher werde deutlich, so Just, „dass wir den bereits begonnenen Maßnahmen finanzwirtschaftliche ZwĂ€nge haben, die uns Projekte wie beispielsweiese die dritte Sporthalte oder auch eine Übungshalle schlicht und ergreifend unmöglich machen.“

Mehreinnahmen im Haushalt – ein Lichtblick, aber kein Grund zum Jubel

Guten Tag

Hirschberg, 30. September 2010. In der Gemeinderatssitzung am 28. September 2010 sagte BĂŒrgermeister Manuel Just, dass sich der Haushalt der Gemeinde besser entwickelt habe, als geplant. Die insgesamt 510.000 Euro Mehreinnahmen im Verwaltungshaushalt plus Mehrausgaben in der Gewerbesteuerumlage ergeben 450.000 Euro weniger an negativer ZufĂŒhrung.

Von Sabine Prothmann

Just erlĂ€uterte in seinem Bericht, dass die Mehreinnahmen vor allem durch ein Plus bei der Gewerbesteuer, die Jahr fĂŒr Jahr schwer zu planen sei, sowie durch den Gemeindeanteil an der Einkommensteuer und durch den Familienleistungsausgleich zustanden gekommen sei. Dies sei jedoch ein bundespolitischer Trend und nicht auf die Gemeinde zurĂŒckzufĂŒhren.

Peter Johe von den Freien WĂ€hlern war mit dem Ergebnis zufrieden: „Diese Zwischenbilanz gibt Hoffnung und wir werden weniger geschoren als erwartet“. Die Entwicklung sehe gut aus, denn zu den besseren Einnahmen kommen weniger Ausgaben. Dies resultiere in aus der Verzögerung beim Baubeginn des Hilfeleistungszentrum sowie bei der Kostenbeteiligung am zweigleisigen OEG-Anschluss, Projekte, die in diesem Jahr nicht mehr begonnen werden. Deshalb sollte man ĂŒberlegen, ob es besser sei, schon in diesem Jahr ein Darlehen aufzunehmen.

Dem Vorwurf der GrĂŒne Liste Hirschbergs, man hĂ€tte mit den Mehreinnahmen kleinere Projekte wie das Umweltförderprogramm unterstĂŒtzen können, hielt Johe entgegen, dass man bei Haushaltsbeschluss 2009 noch in der Krise steckte und dass eine Erholung der Wirtschaft nicht vorhersehbar war.

Gemeinderat Ferdinand Graf von Wiser (CDU) bezeichnete die Mehreinnahmen als Lichtblick, der mit Vorsicht zu genießen sei: „Wir brauchen nicht jubilieren.“ An die GLH gewandt, meinte Graf von Wiser, man dĂŒrfe nicht so naiv sein, zu glauben, man hĂ€tte das auch anders einplanen können: „Man soll nichts verteilen, bevor der BĂ€r erlegt ist“, aber die CDU freue sich ĂŒber die Situation, auch wenn sie noch nicht komfortabel sei.

„Auch wir können uns freuen“, antwortete JĂŒrgen Steinle (GLH), „wir wollen nicht die Kasse der Gemeinde plĂŒndern“, sondern man wolle kleine Maßnahmen wie das Umweltförderprogramm realisieren. Das normale GeschĂ€ft sollte auch laufen.

Just gab zu Bedenken, auch bei dem positiven Ergebnis handle es sich immer noch um ein Minus von gut einer halben Million, da mĂŒsse man sich fragen, „was können wir uns erlauben“.

Auch Hartmut Kowalinski (FDP) unterstrich, „wir haben nicht gespart, sondern weniger ausgegeben“, denn die Ausgaben wurden nur verschoben. Die Gewerbesteuer bezeichnete er als „zickige Braut“.

„Diese Zahlen sind erfreulich, aber nicht beruhigend“, kommentierte Dr. Horst Metzler (SPD) den Bericht des BĂŒrgermeisters. Das Umweltförderprogramm der Gemeinde Hirschberg mĂŒsse zunĂ€chst ĂŒberarbeitet werden.

An Metzler gewandt fragte Kowalinski, ob er meine, man solle Kredite aufnehmen. „Dazu habe ich keine Meinung, das muss man rechnen“, entgegnete der SPD-Gemeinderat.

NatĂŒrlich prĂŒfe die Gemeinde schon zu diesem Zeitpunkt Darlehen und Zinssicherung, erklĂ€rte Just.

Ortskernsanierung jetzt auch vermehrt fĂŒr PrivateigentĂŒmer

Ein Punkt auf der Tagessordnung des Gemeinderates am 28. September 2010 war der Aufstockungsantrag fĂŒr die Ortskernsanierung in Großsachsen II. Der Förderrahmen soll um 143.000 Euro erhöht werden.

Einstimmig wurde beschlossen, dass die Gemeinde einen Antrag beim RegierungsprÀsidium auf Erhöhung der Landesbeihilfe um 85.600 Euro stellt. Bei einem Fördersatz von 60 Prozent durch das Land errechnet sich ein bei der Gemeinde verbleibender Eigenanteil von rund 57.400 Euro.

„Wir brauchen noch 215.000 Euro zur Förderung privater Maßnahmen“, erlĂ€uterte Just.

Die CDU könne dem nur zustimmen, so Karin Kunz. Die Sanierungsmöglichkeiten seien gut und viel genutzt worden.

Auch Eva-Marie Pfefferle (SPD) hielt es fĂŒr sinnvoll, dass die Ortskernsanierung durch einen Aufstockungsantrag erweitert wird. Vor allem, um dadurch die Nutzung durch Private zu ermöglichen. Wenn die Sanierung gefördert werde, wĂŒrde auch das Kaufinteresse steigen.

Johe unterstrich ebenfalls, dass die Gemeinde bislang großen Nutzen aus den Fördermitteln ziehen konnte und sieht jetzt auch fĂŒr Private eine große Chance mit kleineren AntrĂ€gen.

„Wir haben den PrivateigentĂŒmern nichts weggenommen fĂŒr eigene Maßnahmen“, stellte Just klar. Auch mit den Privaten seien VorgesprĂ€che gefĂŒhrt worden.

Den Nutzen im Sinne des Gemeindewohls halte er fĂŒr mindestens genauso wertvoll wie den Nutzen von PrivateigentĂŒmern, betonte Metzler.

Kein Spielraum mehr fĂŒr weitere Investitionen

ÜberplanmĂ€ĂŸige Ausgaben von gut 4000 Euro fĂŒr die Feuerwehr in Leutershausen standen als nĂ€chster Punkt auf der Tagesordnung. Im Verwaltungshaushalt 2010 stehen fĂŒr die Anschaffung von zehn Einsatzjacken fĂŒr die Freiwillige Feuerwehr Leutershausen 4500 Euro zur VerfĂŒgung. Durch einen Kommunikationsfehler, wie sich Just „vorsichtig“ ausdrĂŒckte, wurden 20 bestellt und geliefert.

„Bei der Feuerwehr gibt es jetzt kein Spielraum mehr fĂŒr Investitionen“, betonte der BĂŒrgermeister und ließ anklingen, dass er bei den Verantwortlichen seinen Unmut ĂŒber die zuviel bestellten Jacken geĂ€ußert habe.

Die Feuerwehr denke weit voraus, nach dem Motto: „Was ich hab-€ℱ, das hab-€ℱ ich“, kommentierte Gemeinderat Fritz Bletzer (FW) ironisch das Verhalten der Leutershausener Wehr.

Matthias Dallinger (CDU) wollte wissen, ob bei der Anschaffung der Jacken auch berĂŒcksichtigt wurde, dass sich die beiden Wehren, Leutershausen und Großsachen, auf dem Weg einer Vereinigung befĂ€nden. Er hoffe nicht, dass die Jacken dann nicht mehr zu gebrauchen seien.

Mit „die beiden Wehren nĂ€hern sich mit großen Schritten an, es wird an einem Strang gezogen“, beruhigte BĂŒrgermeister Just die Bedenken des Gemeinderats Dallinger.

Der Beschlussvorschlag einer ĂŒberplanmĂ€ĂŸigen Ausgabe in Höhe von 4095,89 Euro wurde einstimmig angenommen. Gedeckt werden soll die Mehrausgabe durch Einsparung im Vermögenshaushalt in gleicher Höhe.

„Unsere KanĂ€le werden immer Ă€lter, genau wie wir“

Aufgrund des lang anhaltenden Winters 2009/2010 und der immer öfter auftretenden ExtremniederschlĂ€gen waren im Bereich Abwasserbeseitigung (Kanalnetzunterhaltung) vermehrt Reparaturen notwenig geworden. Die ĂŒberplanmĂ€ĂŸigen Ausgaben beliefen sich auf 39.000 Euro, so Just. Einstimmig wurden diese Ausgaben genehmigt. Die Finanzierung wird durch weniger Ausgaben im Bereich Straßen- und GebĂ€udeunterhaltung gedeckt.

„Diese Ausgaben sind wie das Wetter, nĂ€mlich unvorhersehbar“, sagte Dr. Jörg Boulanger (CDU).

„Unsere KanĂ€le werden immer Ă€lter, genau wie wir“, deshalb sollte man von vorneherein einen grĂ¶ĂŸeren Betrag im Haushalt einplanen, so Eva-Marie Pfefferle. Und erntete mit diesem Einwurf Lacher, aber auch Zustimmung.

Aus der nicht-öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 27. Juli 2010 gab BĂŒrgermeister Just bekannt, dass dem Erbbauvertrag mit den Partnern FWD Dossenheim, Evangelische Heimstiftung und dem Verein Postillon e.V. fĂŒr das Seniorenzentrum und die Kinderkrippe zugestimmt wurde.

Neben dem Antrag der GLH (wir berichteten) stellten die Freien WĂ€hler einen Antrag zur Errichtung einer weiteren Trainingshalle. Diese AntrĂ€ge nahm der BĂŒrgermeister zur Kenntnis.

Einvernehmlich fĂŒr Kinderkrippe

//

 

Guten Tag!

Hirschberg, 03. August 2010. Auch der Bauantrag fĂŒr die Kinderkrippe, die vom Verein „Postillon e. V.“ (Wilhelmsfeld), betrieben werden wird, ist einstimmig durch den Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt beschlossen worden.

Am 23. Juli 2010 war der Bauantrag fĂŒr die Kinderkrippe fĂŒr Kleinkinder im Alter von acht Wochen bis drei Jahre eingegangen.

Ausnahmen wurden nicht beantragt. Insgesamt betrĂ€gt der Anteil der bebauten FlĂ€che damit GRZ 0,57 (57 Prozent Bebauung). CDU-Gemeinderat Dr. Jörg Boulanger hatte bei der Verhandlung in Richtung der GLH noch davon gesprochen, dass diese sich 0,4 wĂŒnschte, 0,6 befĂŒrchtete und jetzt 0,5 erhalte. TatsĂ€chlich ist dies also nicht zutreffend.

Siehe auch: Das Seniorenzentrum kann ab Oktober gebaut werden.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

Das Seniorenzentrum kann ab Oktober gebaut werden

Guten Tag!

Hirschberg, 03. August 2010. Der Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt (ATU) hat einstimmig den Bauantrag fĂŒr das Pflegeheim beschlossen. FĂŒr den Bau des „Betreuten Wohnens“ war dies nicht notwengig, weil es sich um einen Wohnbau handelt.

Der Bauantrag des Investors FWD Hausbau- und GrunstĂŒcks GmbH (Dossenheim) vom 22. Juli 2010 hĂ€lt sich an die örtlichen Bauvorschriften und enthĂ€lt keine AntrĂ€ge auf Ausnahmen oder Befreiungen. Insgesamt wird ein Komplex mit 48 PlĂ€tzen entstehen.

Statt der bislang angenommen GrundflĂ€chenzahl (GRZ) von 0,6 (60 Prozent des GrundstĂŒcks werden bebaut), sind es laut Verwaltungsvorlage nur noch 0,5 GRZ. Das Pflegeheim wird auf einer FlĂ€che von 1437 Quadratmetern entstehen, das Betreute Wohnen auf 867,5 Quadratmeter, der bestehende Turm hat eine FlĂ€che von 22,45 Quadratmetern und die Nebenanlangen werden 508,9 Quadratmeter einnehmen. Zusammen sind das 2836 Quadratmeter des insgesamt 5678 Quadratmeter großen Areals zwischen Riedweg und Rosengartenstraße in Großsachsen.

img_2979

Modell: Hier ist das "Betreute Wohnen" zu sehen.

Unterhalb des Pflegeheims befindet sich eine Tiefgarage mit 35 StellplĂ€tzen. Notwenig waren je ein Stellplatz fĂŒr 12 Pflegeheimbewohner, also insgesamt vier.

Im Fall des Betreuten Wohnens musste kein Antrag genehmigt werden. HIer entstehen 27 Wohnungen. Nach Vorgabe der Verwaltung (Landesbauordnung § 51, Abs. 1, Nr. 1) wurde das Kenntnisgabeverfahren gewĂ€hlt, da „Betreutes Wohnen“ als „WohngebĂ€ude“ anzusehen sei. Da das Bauvorhaben keine AusnahmeantrĂ€ge stellte und der Antrag im Rahmen der Festsetzungen des Bebaunungsplans erstellt wurde.

WĂ€hrend sich Freie WĂ€hler, CDU und FDP grundsĂ€tzlich einverstanden erklĂ€rten, sagte Birgit Knoblauch (GLH): „Wir wollten ein Wohnen im GrĂŒnen und bedauern, dass unsere ökologischen Ideen nicht umgesetzt werden. Wir stimmen trotzdem zu, weil wir uns auf das Seniorenzentrum und die Kinderkrippe freuen.“

Eva-Marie Pfefferle (SPD) sagte: „Ganz besonders hervorzuheben ist fĂŒr uns die gute Kooperation zwischen FWD, TVG und Gemeinde.“

Im Vorfeld hatte es immer wieder Bedenken gegeben, dass der Spielbetrieb des TVG, dessen GrundstĂŒck gegenĂŒber dem neuen GebĂ€ude fĂŒr das „Betreute Wohnen“ liegt, zu Klagen seitens der kĂŒnftigen Mieter fĂŒhren könnte. Dieses Klagerisiko soll durch den Eintrag zulĂ€ssiger Dezibelwerte ins Grundbuch aus der Welt geschafft sein.

Jetzt wird der Antrag noch vom Baurechtsamt geprĂŒft. BĂŒrgermeister Just rechnet bis Mitte September mit einer Genehmigung. Baubeginn könnte dann im Oktober sein. Zwischen November 2011 und Februar 2012 sollen dann das Seniorenzentrum und eine Kinderkrippe errichtet sein.

Die Fotos zeigen das Modell, das FWD in der Sitzung ausgestellt hat.
[nggallery id=23]

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

Seniorenzentrum: Schlechter Stil

Guten Tag!

Hirschberg, 27. Juli 2010. Die Beschwerde einer BĂŒrgerin ĂŒber die bereits „vergebenen“ Wohnungen im geplanten Seniorenzentrum wirf Fragen auf.

Kommentar: Hardy Prothmann

Auf der Informationsveranstaltung zum Seniorenzentrum Ă€ußerte sich BĂŒrgermeister Manuel Just laut Berichterstattung der Weinheimer Nachrichten (WN) vergangene Woche, dass die Vermarktung in dieser Woche losgehe.

Das war eine Fehlinformation. BĂŒrgermeister Just sagte heute in öffentlicher Gemeinderatssitzung, dass ihm nicht bekannt gewesen sei, dass sich KĂ€ufer aus eigenem Antrieb bereits mit dem Bauherrn FWD in Verbindung gesetzt hĂ€tten, um eine der 27 Wohnungen zu erwerben.

Das ist, mit Verlaub, beides schlecht. Es ist ein schlechter Stil, wenn unter der Hand bereits Zusagen gemacht werden, bevor ĂŒberhaupt die Informations- und Verkaufsveranstaltung abgehalten wird. Statt von einem „Erfolg“ zu sprechen, wie Herr Just dies in der Gemeinderatssitzung getan hat, hĂ€tte man erwarten können, dass er der FWD eine klare Ansage gemacht hĂ€tte, dass dies ĂŒberhaupt nicht in Ordnung ist. Sonst fĂŒhlen sich BĂŒrgerInnen, die nicht mal die Chance auf eine Chance hatten, zu recht verĂ€ppelt.

Die FWD hat noch nicht einmal bislang den Bauantrag beim Landratsamt laut BĂŒrgermeister Just abgegeben, berichten die WN und trotzdem sind alle Wohnungen schon weg.

Wie BĂŒrgermeister Just in der Sitzung sagte, seien dies nur Zusagen, KaufvertrĂ€ge seien noch nicht unterschrieben und alle Wohnung seien an Hirschberger BĂŒrgerInnen gegangen.

Die Wohnungen kosten zwischen 122.000 und 194.000 Euro. Bildet man hier einen Mittelwert von knapp 160.000 Euro sind also die Objekte im Gesamtwert von 4,2 Millionen Euro vor Bauantrag, Bau und Verkaufsveranstaltung schon weggegangen wie geschnitten Brot.

Da muss man sich fragen, ob hier gewisse Leute sich ein sicheres GeschĂ€ft versprechen oder versprochen bekommen haben. FWD bewirbt die Wohnungen jedenfalls fĂŒr Kapitalanleger.

Das Hirschberger Rentnerpaar, das gerne zum Zug gekommen wĂ€re, wollte fĂŒr sich kaufen. Und bislang konnte man das auch so verstehen, dass Hirschberger Rentner bevorzugt wĂŒrden. Jetzt muss man vermuten, dass Hirschberger Kapitalanleger bevorzugt wurden. Und die nĂ€chste Frage ist, ob jeder der Kaufwilligen nur ein Objekt erhĂ€lt oder mehrere?

Wenn die Wohnungen des betreuten Wohnens nicht in den freien Markt gegangen sein sollten, sondern vorab als ImmobiliengeschÀft vermittelt wurden, bekommt das mindestens ein GeschmÀckle.

Entsprechende Fragen haben wir bereits an die Gemeindeverwaltung gestellt.

Seniorenzentrum: „Auf uns wirkte der Informationsabend wie eine Alibiveranstaltung.“

Guten Tag!

Hirschberg, 27. Juli 2010. Eine BĂŒrgerin hat sich ĂŒber die Vergabepraxis der Wohnungen im geplanten Seniorenzentrum in der heutigen Gemeinderatssitzung beschwert. BĂŒrgermeister Manuel Just sagte, dass auch die Verwaltung ĂŒberrascht wurde.

Alle Wohnungen des geplanten Seniorenzentrums seien ausschließlich von Hirschberger BĂŒrgerInnen bereits „vorreserviert“, bestĂ€tigte BĂŒrgermeister Just die Frage eines Renternehepaars. Die hatten sich auf einer Veranstaltung zum Seniorenzentrum erkundigen wollen und sahen sich getĂ€uscht, da die Wohnungen bereits „vergeben“ seien: „Wir haben nichts mehr bekommen. FĂŒr uns war das kein Informationsabend, sondern eine Alibi-Veranstaltung.“

BĂŒrgermeister Just wies darauf hin, dass noch keine KaufvertrĂ€ge abgeschlossen worden seien und sich „zahlreiche Interessenten aus eigenem Antrieb“ ohne Wissen der Verwaltung „mit der FWD Kontakt aufgenommen haben“.

Just kĂŒndigte an, dass man sich bald um einen zweiten Standort bemĂŒhen wolle: „Wir werden ĂŒberlegen, wo ein zweites betreutes Wohnen enstehen kann.“ Ansonsten freue man sich ĂŒber den „Erfolg“.

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog