Freitag, 07. Juni 2019

Antrag auf Weiterentwicklung der KDS zur Gemeinschaftsschule gescheitert

Betroffene bis aggressive Atmosph├Ąre

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Hirschberg/Heddesheim, 27. September 2013. (red) Der Schulzweckverband entwickelt die Karl-Drais-Haupt und Werkrealschule nicht zu einer Gemeinschaftsschule weiter. Ein entsprechender Antrag ist gestern durch ein Nein aus Hirschberg gescheitert. Die Ablehnung basiert auf dem B├╝rgerentscheid zum Thema, der mit knapper Mehrheit die Weiterentwicklung abgelehnt hat. Dieses Votum der B├╝rger wirkt wie ein Gemeinderatsbeschluss. Im Hirschberger Ratssaal herrschten abwechselnd betroffene Ruhe bis aggressive T├Âne. [Weiterlesen…]

Gastbeitrag: ÔÇ×DagegenÔÇť w├Ąr wohl besser gewesen!


Guten Tag!

10. Februar 2011. Der Heddesheimer Gemeinderat Uli Kettner kommentiert den Beschluss der Landesregierung, den Werkrealschulabschluss nun doch auch f├╝r kleine Hauptschulen m├Âglich zu machen.

Von Ulrich Kettner

Auch kleine Hauptschulen d├╝rfen k├╝nftig den Werkrealschluss anbieten!

Gemeinderat Ulrich Kettner. Foto: privat

So lie├č es Kultusministerin Schick k├╝rzlich verk├╝nden. Bis dahin galt, dass zuk├╝nftig nur noch solche Schulen den WRS- Abschluss anbieten d├╝rfen, die auf Dauer zweiz├╝gige Klassenf├╝hrung gew├Ąhrleisen k├Ânnen.

Dies hat im L├Ąndle f├╝r viel Wirbel gesorgt, CDU und FDP bekamen den Zorn der Betroffenen zu sp├╝ren und haben nun kurz vor der Landtagswahl eingelenkt. Auch weil das Verwaltungsgericht dem Ministerium unklare Formulierung attestiert hat und bei konsequenter Durchf├╝hrung verlorene Prozesse drohen.

Dumm da stehen jetzt all die Kommunen, die es besonders eilig hatten und die Zusammenlegung von Hauptschulen bereits beschlossen und umgesetzt haben.

Dumm da stehen also besonders wir in Heddesheim und Hirschberg.

Vorauseilend und vermeintlich weitsichtig wurde im letzten Jahr die Zusammenlegung der Schulen in Hirschberg und Heddesheim von den Verwaltungen empfohlen und den Gemeinderatsgremien mehrheitlich beschlossen.

Wer wie wir Gr├╝ne dagegen war, musste sich den Vorwurf gefallen lassen, den Schulstandort zu gef├Ąhrden. Da halfen auch gute Argumente nichts.

Unser Antrag auf Bestandschutz wurde im Heddesheimer Gemeinderat mit 15:7 abgelehnt (auch von der SPD) und die Zusammenlegung mit viel Arbeit und Schwierigkeiten f├╝r Schulleitungen und Verwaltungen durchgezogen, damit schon im laufenden Schuljahr die neue Schule an den Start gehen konnte.

Die Namensfindung steht noch aus.

Ob der Zulauf zu der neuen alten Schulform die Erwartungen erf├╝llt, bleibt h├Âchst zweifelhaft. Der Trend zu den anderen weiterf├╝hrenden Schularten ist ungebrochen. Die neue WRS ist und bleibt ein Spar- und Auslaufmodell.

Wozu also die Hektik? Zum Wohle unserer Sch├╝ler? Um das ungeliebte Thema m├Âglichst schnell vom Tisch zu haben und sich anderen, wichtigeren Themen (Pfenning) zuwenden zu k├Ânnen?

Auch da wurden gute Argumente gegen die Ansiedlung ignoriert. Die Folgen wird die Zukunft zeigen.

Die CDU f├Ąhrt ihre Propaganda-Kampagne gegen ÔÇ×Die-Dagegen-ParteiÔÇť mangels eigener Zukunftskonzepte.

Am Beispiel des traurigen Spiels um die WRS zeigt sich, wie wichtig ÔÇ×dagegenÔÇť ist, wenn fragw├╝rdige Entscheidungen voreilig und undurchdacht durch die Gremien gedr├╝ckt werden. Zu ├Ąndern ist daran wohl jetzt nichts mehr.

Es sei denn, der W├Ąhler entscheidet sich im M├Ąrz f├╝r einen l├Ąngst f├Ąlligen Wechsel auch in der Schulpolitik und f├╝r echte Reformen mit l├Ąngerem gemeinsamem Lernen und Investitionen zugunsten individueller F├Ârderung f├╝r alle Sch├╝ler.

Anmerkung der Redaktion: Ulrich Kettner ist Gemeinderat der Fraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen im Heddesheimer Gemeinderat.

Artikel auf dem heddesheimblog zu Werkrealschule
Artikel auf dem hirschbergblog zu Werkrealschule

Entscheidung in Heddesheim: WRS-Hauptsitz f├╝r Hirschberg und Zweckverband f├╝r Heddesheim

Guten Tag!

Hirschberg/Heddesheim, 17. Dezember 2009. Hirschberg soll Sitz einer gemeinsamen Werkrealschule werden. Das hat der Heddesheimer Gemeinderat heute mit 14:7 Stimmen bei einer Enthaltung beschlossen. Im Gegenzug soll in Heddesheim der Sitz eines Schulzweckverbands sein. Trotz eigener Zustimmung kritisierte der Heddesheimer SPD-Fraktionsvorsitzende J├╝rgen Merx die „schlechte Kooperation“.

Von Horst P├Âlitz

„Unvoreingenommen hat Hirschberg den entscheidenderen Vorteil bei sich wegen der zentraleren Lage“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende J├╝rgen Merx w├Ârtlich: „So wie der Hirschberger Gemeinderat und der B├╝rgermeister Just aber vorgeprescht sind, k├Ânnen wir der Lage nach keinen anderen Beschluss fassen. F├╝r mich ist dieses Vorgehen die schlechteste aller Kooperationen.“

Die FDP-Fraktion begr├╝├čte den Antrag. Gemeinder├Ątin Ingrid Kemmet sagte, dass man sich bei dem Antrag von der Landtagsabgeordneten Dr. Birgit Arnold unterst├╝tzt wisse. Der CDU-Fraktionschef Dr. Joseph Doll sagte, er f├╝rchte ohne diese Kooperation eine Schw├Ąchung der Hauptschule.

information

Sch├╝ler informieren sich w├Ąhrend der Berufsinformationsb├Ârse 09 an der Johannes-Kepler-Schule in Heddesheim. Archiv: hblog

Gr├╝nen-Gemeinderat Ulrich Kettner, selbst Lehrer an der Johannes-Kepler-Schule, begr├╝ndete nochmals den aus Sicht seiner Fraktion „falschen Weg“ und „die Einsparpolitik“: „Ob die Errichtung eines Schulzweckverbands wirklich die Aufgabe einer eigenen Schulleitung kompensiert, ist noch v├Âllig offen. Tatsache ist, dass die Schule ohne Leitung geschw├Ącht wird. Wir Gr├╝nen halten die Werkrealschule f├╝r den falschen Weg. Wir sollten lieber als Gemeinden Druck in Stuttgart erzeugen und den Kindern erm├Âglichen, l├Ąnger zusammen zu lernen.“ Das sei aus Sicht der Gr├╝nen der bessere Weg.

Der partei- und fraktionslose Gemeinderat Hardy Prothmann (verantwortlich f├╝r das hirschbergblog, Anm. d. Red.) fragte, ob durch den Verzicht auf die Schulleitung nicht auch ├╝ber die Stelle der von allen Seiten gelobten derzeitigen Rektorin Hiltrud Rudolf entschieden werde. B├╝rgermeister Kessler sagte daraufhin: „Sie haben sich doch eingehend mit dem Thema befasst. Das ist eine Frage der Schulverwaltung, die eine Entscheidung trifft, die sich uns nicht erschlie├čt. Und das wissen Sie.“

Zuvor musste der B├╝rgermeister den zweiten Teil des Antrags zum Schulzweckverband noch m├╝ndlich erweitern, weil die Verwaltung vers├Ąumt hatte, in die Beschlussvorlage hineinzuschreiben, dass der Schulzweckverband in Heddesheim angesiedelt sein soll. Im ersten Teil des Antrags steht: „Die bisherige Martin-St├Âhr-Schule in Hirschberg wird bei Einrichtung einer gemeinsamen Werkrealschule der Gemeinden Heddesheim und Hirschberg und damit Zusammenlegung mit der Johannes-Kepler-Schule Hauptstelle mit Sitz der Schulleitung.“

Der Antrag wurde mit den 14 Stimmen des B├╝rgermeisters, CDU, FDP und SPD bei einer Enthaltung von Gemeinderat Michael Bowien (SPD) gegen 7 Stimmen der Gr├╝nen und Gemeinderat Hardy Prothmann angenommen.

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
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