Samstag, 15. Juni 2019

Initiative fordert BĂŒrgerforum: „Der Sterzwinkel hat nur GrundstĂŒckbesitzern Vorteile verschafft.“

Hirschberg, 16. November 2011. (red/pm) In der Pressemitteilung kritisiert die BĂŒrgerinitiative, dass nur GrundstĂŒckbesitzer Vorteile aus dem Baugebiet hĂ€tte. Weiter moniert die Initiative, dass das Argument, der Kindergarten Großsachsen wĂ€re ohne Sterzwinkel nicht zu halten gewesen, eine Fehlinformation war. Die Schließung des Edeka-Marktes in Großsachsen sehen die BĂŒrger kritisch und befĂŒrchten noch mehr Verkehr auf der B3.

Pressemitteilung der BĂŒrgerinitiative Sterzwinkel

„Beim letzten Treffen der BĂŒrgerinitiative Sterzwinkel wurde u.a. ĂŒber die Entscheidung von Herrn Zeilfelder gesprochen, der nun doch den Markt in der Breitgasse nicht weiter betreiben möchte.

Dies ist wenig verwunderlich, denn es hat eigentlich Jeder erahnt. UnglĂŒcklich ist nur die Art der Information von Seiten Marktleitung und Verwaltung der Gemeinde. So ĂŒberraschend kann die Aussage nicht gekommen sein.

Der von Herrn Zeilfelder in Absprache mit der Gemeinde angebotene Fahrdienst ist daher eher als eine „Beruhigungspille“ anzusehen, es fragt sich, wie lange diese Aussage Bestand hat, vielleicht genau so wie das Versprechen den Markt in der Ortsmitte fĂŒr lĂ€ngere Zeit zu erhalten.

Es ist schon grotesk, wie nun von Seiten der Gemeinde versucht wird, einen nicht fußlĂ€ufigen Markt außerhalb des Ortskerns attraktiv zu gestalten. Es sollen nun Personen ohne Fahrzeug mit „Bussen“ zum Einkaufen an den Ortsrand gefahren werden. HĂ€tten wir nicht ebenso ernsthaft ĂŒber Alternativen fĂŒr einen Markt im alten Ortskern offen und konstruktiv diskutieren und Lösungen finden können, um so dazu beizutragen, dass der alte Ortskern nicht weiter ausblutet? Es ist scheinbar die Frage des „Wollens“, dann gehen auch unkonventionelle Alternativen.

Es zeigt sich, dass die Argumente der BefĂŒrworter des Marktes und des Baugebietes Sterzwinkel wie ein Kartenhaus zusammenfallen.

Eine weiteres Argument, welches sich inzwischen als nicht mehr haltbar erwiesen hat ist, dass ohne den Sterzwinkel der Kindergarten in Großsachsen nicht gehalten werden kann.

Fakt ist allerdings, dass der Kindergarten gerade erweitert wird, weil die Planfehler aller Beteiligten ungenĂŒgende KapazitĂ€ten fĂŒr die derzeit ansĂ€ssigen Kleinkinder bereitgestellt haben.

Im Klartext: der Kindergarten in Großsachsen bricht schon jetzt zusammen, ohne das ein einziges Kleinkind im Sterzwinkel seinen Wohnsitz hat. Wie wird es dann erst aussehen im Kindergarten, wenn noch weitere Kinder angemeldet werden?

Das nĂ€chste Problem wird kommen, denn schon jetzt ist der Verkehrsfluss durch die zusĂ€tzlichen Ampeln der B3 in Großsachsen schleppend geworden. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht zu Lasten der Ampelphasen geht, die schon jetzt meist fĂŒr alte Leute und Kinder unzureichend sind.

Wie wird es weitergehen? Tragen wir nicht letztlich alle in der Gemeinde die Folgen der falschen Entscheidung, die nur den GrundstĂŒcksbesitzern einen finanziellen Vorteil verschafft hat?

Die BĂŒrgerinitiative Sterzwinkel wĂŒrde es begrĂŒĂŸen, wenn in der Gemeinde ein BĂŒrgerforum geschaffen werden könnte, in der interessierte BĂŒrger einmal oder mehrmals im Jahr mit Vertretern aller vertretenden Fraktionen im Gemeinderat und der Verwaltung (evtl. zu vorher fest definierten Themen) offen und konstruktiv diskutieren können.

Wir brauchen die Ideen aller BĂŒrger in der Gemeinde, auch der BĂŒrger und BĂŒrgerinnen, die nicht in Vereinen und Parteien organisiert sind. Nur so können wir erreichen, dass Hirschberg die richtigen Entscheidungen fĂŒr die Zukunft trifft, die auch von der Mehrheit aller BĂŒrger getragen werden kann.

BĂŒrgerinitiative Sterzwinkel
www.sterzwinkel.de
Email: info@sterzwinkel.de“

Aus fĂŒr Edeka in der Breitgasse: Die Stunde der Wahrheit


Kurz vor der Fertigstellung des neuen Edeka-Marktes im Sterzwinkel wir das "Aus" fĂŒr den "nah und gut"-Markt Breitgasse verkĂŒndet.

Guten Tag!

Hirschberg, 27. Oktober 2011. (red) Das Ende des „nah und gut“-Marktes Zeilfelder in der Breitgasse wurde gestern offiziell. In einer Pressekonferenz gaben BĂŒrgermeister Manuel Just und der Edeka-Kaufmann Volker Zeilfelder die Entscheidung bekannt, dass „Zeili“ den alten Markt am 05. November schließt und der neue im Sterzwinkel am 09. November öffnet. Die Kritiker der BĂŒrgerinitiative „Sterzwinkel“ dĂŒrfen sich bestĂ€tigt fĂŒhlen – sie hatten das Ende des Marktes befĂŒrchtet.

Von Hardy Prothmann

„Das ist jetzt nicht so ganz einfach“, beginnt BĂŒrgermeister Manuel Just gestern im Rathaus die Pressekonferenz. Neben ihm sitzt ein bedrĂŒckt wirkender Volker Zeilfelder (51), bislang „nah und gut“-Betreiber des Edeka-Marktes in der Breitgasse und kĂŒnftiger Betreiber des neuen Edeka-Marktes im Sterzwinkel.

Der BĂŒrgermeister nimmt dem Kaufmann die Funktion des Überbringers schlechter Nachrichten ab: „Der neue Markt wird am 09. November öffnen. Der alte Markt in der Breitgasse wird geschlossen. Uns ist bewusst, dass wir uns jetzt dem Vorwurf ausgesetzt sehen, dass der „nah und gut“-Markt durch den neuen Standort geschlossen wird, aber das war zwangslĂ€ufig zu erwarten. Allerdings hĂ€tte ich mir eine Übergangszeit von bis zu eineinhalb Jahren gewĂŒnscht.“ Der Gemeinderat sei ĂŒber die Entscheidung schon informiert.

„Nie eine Überlebenschance“

WĂ€hrend der BĂŒrgermeister spricht, schaut Volker Zeilfelder auf den Notizblock vor sich. Man merkt ihm an, dass ihm der Termin ĂŒberhaupt nicht gefĂ€llt. „Langfristig hatte ich dem Markt in der Breitgasse nie Überlebenschancen eingerĂ€umt“, ergĂ€nzt Manuel Just. Er erlĂ€utert, dass man zwei Varianten geprĂŒft habe, die Umstellung auf abgepackte Produkte als Selbstbedienungsmarkt und eine nur zeitweise Öffnung an bestimmten Tagen zu bestimmten Zeiten. „Beides hat sich als wirtschaftlich nicht tragfĂ€hig herausgestellt.“

Volker Zeilfelder erklĂ€rt, dass ein Umbau „30.000 Euro“ kosten wĂŒrde, die bestehenden Theken seien nicht zu verwenden: „Das hole ich nicht mehr rein.“ Dazu kĂ€men geschĂ€tzte Kosten von 5.000 Euro fĂŒr den „Kassenplatz“: „Das ist wirtschaftlich nicht darstellbar.“ Eine Belastung hat er trotzdem – die Pacht fĂŒr den 320 Quadratmeter großen Laden muss er noch eineinhalb Jahre zahlen, sofern sich kein anderer Mieter findet und der EigentĂŒmer Herrn Zeilfelder aus dem Vertrag lĂ€sst: „Das ist eine feste GrĂ¶ĂŸe, die ich kalkulieren kann, den weiteren Betrieb aber nicht.“

BĂŒrgermeister Just kĂŒndigte an, man wolle sich dafĂŒr einsetzen, den Standort als GeschĂ€ftssitz zu erhalten. Ob ein anderer LebensmittelhĂ€ndler dort einziehe? „Das hĂ€ngt natĂŒrlich auch von der Entscheidung des EigentĂŒmers ab, wie es dort weitergehen soll.“

(Anm. d. Red.: In Heddesheim gab es neben dem Edeka-Markt ein weiteres LebensmittelgeschĂ€ft. Als der Betreiber ausgezogen war, stand der Laden fast zwei Jahre lang leer. Es gab unbestĂ€tigte GerĂŒchte, dass Edeka den Mietzins bezahle, damit dort kein anderer Einzelhandel einzieht. Jetzt ist ein Kleidungsdiscounter dort eingezogen. Der einzige Versorgermarkt im Ort ist und bleibt somit Edeka.)

Kurzfristige Erkenntnis

Auf Nachfrage verneint Herr Zeilfelder, dass diese Entscheidung eigentlich absehbar war: „Ich wollte den Markt, den es seit 1989 gibt, erhalten, erst vor kurzem ist mir klar geworden, dass das nicht geht“, sagt er. Darf man das glauben, dass er jetzt diese Erkenntnis gewonnen worden ist? Laut Herrn Zeilfelder ist das so.

Und jetzt? Mit dem Wechsel gibt es keinen fußlĂ€ufig zu erreichenden Markt mehr im Quartier. Man muss den Berg hinab: „Das können Sie aus zwei Perspektiven sehen. Die anderen mussten den Berg hinauf. Die, die unten wohnen, kommen jetzt unbeschwerlicher zum Markt“, sagt BĂŒrgermeister Just. „Und ich freue mich, dass Herr Zeilfelder fĂŒr Senioren oder behinderte Menschen einen Shuttle-Service anbieten wird.“ Die Kosten fĂŒr den Shuttle-Service will Herr Zeilfelder auf „unbestimmte Zeit“ ĂŒbernehmen.

Geplant ist ein Ruftaxi, das an drei Tage in der Woche Kunden am alten Standort in der Breitgasse und an der katholischen Kirche in der Friedrich-Ebert-Straße abholt, zum Markt und zurĂŒckfĂ€hrt. Die Kunden können einkaufen, ihren Einkauf mitnehmen oder im Markt lassen, von wo aus ein Lieferservice die EinkĂ€ufe dann nach Hause bringt: „Das machen wir heute schon“, sagt Herr Zeilfelder, und: „Man kann sogar telefonisch bestellen, wenn Kunden gar nicht aus dem Haus können.“ Das sei ganz im Sinne des neuen Slogans „Der Service machts“.

Herr Zeilfelder nimmt sein Dutzend Mitarbeiter mit in den neuen Markt – dort werden dann rund 15 „VollkrĂ€fte“ arbeiten. Also durchaus mehr Personen, die insgesamt die Leistung von 15 „ganzen“ ArbeitsplĂ€tzen erbringen. Der neue Markt hat 800 Quadratmeter VerkaufsflĂ€che, theoretisch sind auch 1.200 Quadratmeter möglich, sofern der Gemeinderat den Bebauungsplan Ă€ndert – laut FlĂ€chen- und Regionalplan wĂ€re das zulĂ€ssig. Laut BĂŒrgermeister Just gibt es dafĂŒr aber zur Zeit keine PlĂ€ne.

„Solange die Kunden dort einkaufen“

Am 29. Januar 2010 hatten wir mit dem Sprecher von Edeka SĂŒdwest, Christhard Deutscher, ein Interview gefĂŒhrt:

Wieso aber baut Edeka einen vergleichsweise kleinen Markt, wo sonst FlĂ€chen erst ab 1.200 Quadratmeter aufwĂ€rts interessant sind? “Ihre Information ist korrekt, typischerweise ist das so. In Hirschberg gibt es aber nur diese zulĂ€ssige FlĂ€che, der Standort ist fĂŒr uns attraktiv. Wir mussten das so akzeptieren.-€

Und weiter:

Es wird auch darĂŒber spekuliert, dass der kĂŒnftige Betreiber beider MĂ€rkte, Herr Volker Zeilfelder, den Markt “nah und gut – Markt-€ nicht ĂŒber das Vertragsende im Jahr 2013 hinaus fĂŒhren wird. Ist da was dran? “Das kann ich weder bestĂ€tigen noch dementieren. Es wird sich hier um eine kaufmĂ€nnische Entscheidung handeln. Solange die Kunden dort einkaufen, wird er weiter betrieben werden-€, sagte Deutscher.

„Solange die Kunden dort einkaufen“, hieß es also damals. Diese Aussage erweist sich heute definitiv als falsch. Man darf gespannt sein, ob Edeka tatsĂ€chlich „akzeptiert“, dass es bei der VerkaufsflĂ€che von 800 Quadratmetern bleibt oder nicht „UmstĂ€nde“ dazu „zwingen“, den neuen Markt zu vergrĂ¶ĂŸern. Die Option gibt es.

Illusionen vs. Fakten

Man darf sich keine Illusionen machen und es wĂ€re ehrlicher gewesen, diese auch nicht zu erzeugen: Das Genossenschaftsunternehmen Edeka ist ein knallhart kalkulierender Wirtschaftsbetrieb und kein Wohlfahrtsunternehmen. Der deutschlandweit drittgrĂ¶ĂŸte Handelskonzern steht in heftiger Konkurrenz mit anderen.

Die Regionalgesellschaft Edeka SĂŒdwest machte zuletzt einen Umsatz von rund 65 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite betrug 0,9 Prozent. Um sich das plastisch vorzustellen: Von hundert Euro Umsatz bleiben 90 Cent Gewinn ĂŒbrig. Der Warenumsatz muss gigantisch sein, um ein einigermaßen auskömmliches GeschĂ€ft zu betreiben.

Vor der Entscheidung, ob der Markt vergrĂ¶ĂŸert wird, kommt eine weitere Zeit der Wahrheit. NĂ€mlich zu dieser Aussage von Herrn Deutscher in Sachen Verkehrsbelastung:

“Es wird sicher ein bis zwei Lkw-Anfahrten pro Tag von unserem Heddesheimer Standort zum Hirschberger Markt geben. Beim Pkw-Verkehr gehen wir davon aus, dass viele Leute beim Vorbeifahren auf dem Nachhauseweg von der Arbeit hier ihren Einkaufsabstecher machen. Das heißt, das ist kein zusĂ€tzlicher Verkehr.-€

„Zeili“ macht Edeka-Markt in Großsachsen im November dicht


Guten Tag!

Hirschberg, 26. Oktober 2011. (red) Jetzt ist es raus. Zeitgleich mit der Neueröffnung des Edeka-Marktes im Sterzwinkel wird der Edeka-Markt in der Breitgasse geschlossen. Dies gaben BĂŒrgermeister Manuel Just und der Marktleiter Volker Zeilfelder heute in der Pressekonferenz um 16:00 Uhr bekannt.

FĂŒr Kunden, die nicht „gut zu Fuß sind“, soll drei Mal die Woche ein Fahrservice angeboten werden, den der Marktleiter auf unbestimmte Zeit kostenfrei anbieten will.

DarĂŒber hinaus will Herr Zeilfelder die Heimbelieferung weiter fortfĂŒhren und eventuell auch ausbauen.

Baubeginn des Edeka-Marktes im Sterzwinkel


Guten Tag!

Hirschberg, 21. Januar 2011. Mit dem Spatenstich am Montag, 17. Januar 2011 hat der Bau des zweiten Edeka-Markts in Hirschberg an der Bergstraße begonnen. Die Eröffnung ist fĂŒr das vierte Quartal 2011 geplant. Betreiber des Marktes im Neubaugebiet Sterzwinkel wird der selbststĂ€ndige Edeka-Kaufmann Volker Zeilfelder sein, teilt das Unternehmen in einer Pressemitteilung mit.

Geplant ist auch ein Werbepylon, der zunĂ€chst acht Meter hoch sein sollte, aber in dieser GrĂ¶ĂŸe nicht durch den Ausschuss fĂŒr Technik und Umwelt (ATU) gekommen ist, obwohl CDU und FDP nichts dagegen hatten. Er soll nun sechs Meter hoch sein. Zudem werden wĂ€hrend der Bauphase sieben Werbeschilder aufgestellt, beantragt waren acht.

Auf Nachfrage war Edeka nicht in der Lage, der Redaktion eine aktuelle Planungsskizze zur VerfĂŒgung zu stellen. Wir bebildern den Text deswegen mit Archivmaterial.

Presseinformation der Edeka:

„Die Edeka SĂŒdwest mit Sitz in Offenburg investiert rund 3,7 Millionen Euro in das Projekt. Der Markt erhĂ€lt eine VerkaufsflĂ€che von 800 Quadratmetern und eine NutzflĂ€che von 1350 Quadratmetern. 25 neue ArbeitsplĂ€tze werden entstehen. 78 ParkplĂ€tze garantieren den Kunden einen komfortablen Einkauf. Im Neubaugebiet Sterzwinkel entstehen rund 160 Wohneineinheiten. „Der neue Edeka-Markt garantiert somit eine wohnortnahe Versorgung der Anwohner“, so Hans Zimmermann, Expansionsleiter der Edeka SĂŒdwest.

Zum Spatenstich waren auch Hirschbergs BĂŒrgermeister Manuel Just, Kaufmann Volker Zeilfelder, sowie Vertreter des ArchitekturbĂŒros MĂŒller + Huber und JĂŒrgen Daferner vom BaugeschĂ€ft Harsch.

So oder anders soll der neue Edekamarkt im Sterzwinkel aussehen. Das Unternehmen konnte oder wollte Aufrage keine aktuelle Planungsskizze vorlegen. Diese Skizze statt aus dem Juli 2010. Quelle: Edeka

„In neun Monaten Bauzeit entsteht im Sterzwinkel ein moderner Edeka-Markt mit großem Sortiment, Fischtheke, Fleisch- und Wurstabteilung sowie KĂ€setheke.“, freut sich Zeilfelder anlĂ€sslich des Spatenstichs. Edeka-Spezialisten planen und ĂŒberwachen den Aufbau der zukunftsorientierten EinkaufsstĂ€tte.

Charakteristisch fĂŒr den geplanten Edeka-Markt sind neben dem umfangreichen Sortiment, attraktive Frischeabteilungen sowie eine separate Backwarentheke der BĂ€ckerei Kamp im Eingangsbereich. Fachkundige Bedienung und Beratung gehören in allen Bereichen zum Kundenservice.

„Ein Edeka-Markt am Standort schafft darĂŒber hinaus gute und sichere ArbeitsplĂ€tze mit wirtschaftlicher Ausstrahlung auf die umliegende Nachbarschaft“, betonte Zimmermann.

Zusatzinformation – EDEKA SĂŒdwest

Konzern-Außenumsatz 2009: 6,3 Mrd. Euro
Mitarbeiter gesamt: ĂŒber. 43.500 (inkl. selbstst. Einzelhandel)
Azubis gesamt: 3.130 (inkl. selbstst. Einzelhandel)
Absatzgebiet: Rheinland-Pfalz, Baden-WĂŒrttemberg, Saarland, SĂŒden von Hessen und Teile Bayerns“

Einen schönen Tag wĂŒnscht
Das hirschbergblog

Heringsessen der Freien WĂ€hler – „Überfrachteter Eindruck“

Guten Tag!

Hirschberg, 19. Februar 2010. Das Heringsessen der Freien WĂ€hler Hirschberg (FW) war mit rund 50 GĂ€sten gut besucht – vielleicht auch, weil diese wussten, dass BĂŒrgermeister Just zu Besuch kommen wĂŒrde. Just prĂ€sentierte aktuelle Projekte und musste sich Kritik anhören.

Von Hardy Prothmann

Der FW-Vorsitzende Manfred Kopp begrĂŒĂŸte in der GaststĂ€tte „Zur Bergstraße“ die GĂ€ste, den BĂŒrgermeister und beglĂŒckwĂŒnschte in Abwesenheit den neu gewĂ€hlten Landrat Stefan Dallinger: „Wir sind alle sehr froh, dass Herr Dallinger die Wahl gemacht hat.“

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(von links) BĂŒrgermeister Manuel Just, FW-GemeinderĂ€te Manfred Kopp und Peter Johe. Bild: hblog

BĂŒrgermeister Manuel Just informierte die Freien WĂ€hler und anderen GĂ€ste exklusiv ĂŒber den neuen Antrag in Sachen Werkrealschule (siehe unsere Berichte und unseren Kommentar): „Es ist wichtig fĂŒr die Entwicklung dieser Kinder einen Verbleib in ihrem Umfeld zu ermöglichen. Außerdem ist es eine Werkrealschule am Ort ein Standortvorteil – es ist unsere Schule. DarĂŒber hinaus werden ArbeitsplĂ€tze gesichert.“

Heringe „unterbrechen“ BĂŒrgermeister.

Seine Ansprache musste Just mehrmals unterbrechen – schließlich war er auf einem Heringsessen und die Bedienungen lieferten stĂ€ndig Essen aus. „Der neue Edeka-Markt wird Großsachsen deutlich aufwerten, und dass „unser Zeili“, also Herr Zeilfelder der neue Betreiber wird, freut uns alle. Auch, dass der Markt in der Breitgasse erhalten bleibt. Den egal, welcher Markt dahinter steht: Drauf steht Zeilfelder.“

Dann kam die zweite neue Nachricht: „Uns ist es gelungen, ein weiteres GrundstĂŒck hinzu zu kaufen, sodass das GelĂ€nde fĂŒr das Seniorenzentrum nun gut 6.000 Quadratmeter umfasst. FĂŒr mich gibt es kein positiveres Thema als das Seniorenzentrum. Sicher wird hier noch ĂŒber das Thema Dachneigungen diskutiert werden mĂŒssen.“ Der BĂŒrgermeister wies darauf hin, dass noch kein Bebauungsplan vorliege und sagte: „Ein Problem, dass wir auch in gegenseitigem Einvernehmen lösen mĂŒssen, ist der LĂ€rm durch den Betrieb der benachbarten TennisplĂ€tze und der Bool-Bahn der TVG.“ Man sei mit dem Verein im GesprĂ€ch.

„Überfrachtetet Eindruck.“ Rudi FrĂ¶ĂŸinger

In der anschließenden Fragerunde meldete sich der TVG-Ehrenvorsitzende Rudi FrĂ¶ĂŸinger zu Wort und kritisierte die Planung des Seniorenzentrums: „Das Seniorenzentrum an sich ist ein wirklich gutes Angebot, eines, das ich vielleicht auch bald in Anspruch nehmen muss“, sagte Frösinger: „Aber es macht mir doch einen ĂŒberfrachteten Eindruck. Anfangs dachte man, da entsteht ein Park mit Seniorenzentrum, jetzt muss man sagen, da entsteht ein Seniorenzentrum, vom Park ist nicht viel ĂŒbrig geblieben, stattdessen wird der freie Blick ĂŒber das TVG-GelĂ€nde sicher von den Investoren gegen gutes Geld vermarktet.“

FrĂ¶ĂŸinger kritisierte weiter die PultdĂ€cher: „Das passt nicht. Und es gibt andere Lösungen, als die, die jetzt verfolgt werden soll. Lassen Sie sich das bitte durch den Kopf gehen, Herr BĂŒrgermeister. So, wie das jetzt laufen soll, ist der Streit vorprogrammiert.“

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GĂ€ste beim Heringsessen der Freien WĂ€hler. Bild: hblog

BĂŒrgermeister Just sagte: „Wir sind im GesprĂ€ch mit der TVG und dem Investor FWD. FĂŒr ihre VorschlĂ€ge bin ich aber offen.“

Kinderbetreuung, Gewerbegebiet, Übungshalle.

Der FW-Fraktionschef Peter Johe stellte im Anschluss die Situation der Kinderbetreuung in Hirschberg dar: „Wir haben fĂŒr 293 Kindergartenkinder genau 316 PlĂ€tze. Hier sind wir gut aufgestellt, aber fĂŒr 85 Kinder unter drei Jahren haben wir nur 44 PlĂ€tze durch die Gemeinde.“ Zwar gebe es durch die Kirchen und private TagesmĂŒtter weitere 34 PlĂ€tze, damit fehlten aber immer noch PlĂ€tze fĂŒr die gesetzlich geforderten rund 34 Prozent (von 250 Kindern in Hirschberg unter drei Jahren) ab 2013. Die geplante Kinderkrippe gegenĂŒber dem Seniorenzentrum sei deshalb enorm wichtig.

Weiter sagte Johe: „Nach einem schleppenden Beginn hat sich unser Gewerbegebiet sehr gut entwickelt. Wir wĂŒrden das gerne erweitern, aber der Grundbesitzer will nicht verkaufen. Wir sind der Überzeugung, dass ĂŒberall da, wo es Gewerbe und Industrie gibt, es den Menschen besser geht. Deswegen bleiben wir an dem Thema dran.“ Und: „Wir sind der Überzeugung, dass wir eine dritte Übungshalle brauchen.“

Edeka: „Da ist kein zweiter Markt im Busch.“

Guten Tag!

Hirschberg, 29. Januar 2010. Nach Recherchen des hirschbergblogs plant die Edeka SĂŒdwest GmbH definitiv nur einen neuen Markt mit einer zulĂ€ssigen GesamtflĂ€che von 800 Quadratmetern im Sterzwinkel. Dort werden 15-20 neue ArbeitsplĂ€tze entstehen. Eine wesentliche, zusĂ€tzliche Verkehrsbelastung sieht Edeka nicht.

Von Hardy Prothmann

Nach der Pressemitteilung der Edeka zum geplanten Markt im Sterzwinkel waren aus Sicht der Redaktion noch viele Fragen offen. Auch von Seiten unserer Leserinnen und Leser, die uns mehrere emails mit dem Hinweis geschickt haben, dass bei der gekauften GrundstĂŒcksgrĂ¶ĂŸe von rund 6.000 Quadratmetern vielleicht zwei MĂ€rkte, also eventuell noch ein GetrĂ€nkemarkt geplant sein könnten.

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Edeka-Sprecher Christhard Deutscher: "Wir planen keinen weiteren Markt." Bild: Edeka

„Da ist nichts im Busch“, sagte der Leiter der Unternehmenskommunikation Christhard Deutscher gegenĂŒber dem hirschbergblog: „Wir haben nichts in der Richtung geplant.“ Nicht jetzt geplant, aber vielleicht spĂ€ter? „Auch das nicht. Ich schließe das aus“, sagte Deutscher.

Wieso aber baut Edeka einen vergleichsweise kleinen Markt, wo sonst FlĂ€chen erst ab 1.200 Quadratmeter aufwĂ€rts interessant sind? „Ihre Information ist korrekt, typischerweise ist das so. In Hirschberg gibt es aber nur diese zulĂ€ssige FlĂ€che, der Standort ist fĂŒr uns attraktiv. Wir mussten das so akzeptieren.“

Weiter sagte Deutscher: „Die AußenflĂ€che mit 80 ParkplĂ€tzen wird sehr großzĂŒgig angelegt werden, auch das GebĂ€ude soll ein Blickfang werden.“

Es wird auch darĂŒber spekuliert, dass der kĂŒnftige Betreiber beider MĂ€rkte, Herr Volker Zeilfelder, den Markt „nah und gut – Markt“ nicht ĂŒber das Vertragsende im Jahr 2013 hinaus fĂŒhren wird. Ist da was dran? „Das kann ich weder bestĂ€tigen noch dementieren. Es wird sich hier um eine kaufmĂ€nnische Entscheidung handeln. Solange die Kunden dort einkaufen, wird er weiter betrieben werden“, sagte Deutscher.

Im neuen Markt sollen 15-20 ArbeitsplĂ€tze entstehen. Wird auch ausgebildert? „Definitiv ja, aber ich kann noch nicht sagen, in welchem Umfang“, sagte Deutscher.

Als Einzugsgebiet nannte der Unternehmenssprecher die Gemeinde Hirschberg und Vororte von Weinheim.

Eine wesentliche, zusĂ€tzliche Verkehrsbelastung sieht er nicht: „Es wird sicher ein bis zwei Lkw-Anfahrten pro Tag von unserem Heddesheimer Standort zum Hirschberger Markt geben. Beim Pkw-Verkehr gehen wir davon aus, dass viele Leute beim Vorbeifahren auf dem Nachhauseweg von der Arbeit hier ihren Einkaufsabstecher machen. Das heißt, das ist kein zusĂ€tzlicher Verkehr.“

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