Donnerstag, 20. Juni 2019

Bauantr├Ąge vom Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt genehmigt

Gr├╝nes Licht f├╝r drei Bauvorhaben

Hirschberg, 08. Februar 2013. (red/zef) Am Dienstag, den 05. Februar 2013, genehmigte der Ausschuss f├╝r Technik und Umwelt (ATU) Hirschberg den Ausbau von zwei Zweifamilienh├Ąusern und einem weiteren Wohngeb├Ąude.

Das Zweifamilienhaus in der Birkenstra├če 20 in Gro├čsachsen mit Walmdach wird nun doch nicht mit einem Mansard-Walmdach von 7,70 Meter auf 9,70 Meter aufgestockt, sondern mit einem Flachdach mit einer maximalen H├Âhe von 9,05 Meter. Da f├╝r die Birkenstra├če 20 kein Bebauungsplan vorliegt, musste hierbei neben gesunden Wohn- und Arbeitsverh├Ąltnissen nur gew├Ąhrleistet werden, dass das Gebiet erschlossen und das Erscheinungsbild des Ortes gewahrt wird. Dies ist nach eingehender Pr├╝fung gegeben. Bei einem Mansard-Walmdach w├Ąre ein neues drittes Vollgeschoss entstanden, dies ist jedoch nun nicht der Fall. Daher entsteht auch kein Pr├Ązedenzfall f├╝r k├╝nftige Neuerrichtungen. Der Beschluss wurde vom ATU mehrheitlich bewilligt.

In der Kurpfalzstra├če 26a in Leutershausen soll ein neues Zweifamilienhaus errichtet werden. Dieses weicht jedoch in einigen Punkten vom Bebauungsplan ab: Das Treppenhaus ├╝berschreitet das Baufenster im Osten, das Wohngeb├Ąude, die Terrasse und der Balkon gehen ├╝ber die westliche Baugrenze hinaus. Abweichend vom Bebauungsplan wurde der Geb├Ąudeabstand von 3 Meter auf 2 Meter verringert. Ebenfalls war ein Flachdach nur f├╝r Geb├Ąude mit einem Vollgeschoss vorgesehen, das k├╝nftige Geb├Ąude soll aus zwei Geschossen bestehen. Da der Bebauungsplan aus dem Jahr 1963 stammt und nicht den heutigen Erfordernissen entspricht, erf├╝llen einige Geb├Ąude ihn ohnehin nicht. Der ATU hat dem Antrag daher einstimmig zugestimmt.

Der ATU bewilligte ebenfalls, dass ein Geb├Ąude in der Kurpfalzstra├če mit einem Wintergarten aufgestockt und ein Carport errichtet werden kann. Die zust├Ąndige Geschossfl├Ąchenzahl wird jedoch um 10,53 Prozent ├╝berschritten. ├ťblich waren angesichts des alten Bebauungsplans 10 Prozent. Somit soll diese ├ťberschreitung k├╝nftig als H├Âchstwert dienen. Die ├Âstliche Baugrenze wird k├╝nftig um 1,50 Meter durch das Vordach des Hauses ├╝berschritten. Dies ist in der Kurpfalzstra├če ohnehin ├Âfter der Fall und daher unproblematisch. Obwohl der Carport nicht wie vorgesehen 5 Meter von der Stra├če entfernt, stimmte der Ausschuss trotzdem einstimmig zu, weil der Mindestabstand von 3 bis 4 Metern eingehalten wird.

Keine Walmd├Ącher in Leutershausen

Guten Tag!

Ladenburg, 08. Dezember 2010. Bei der gestrigen Sitzung des Ausschusses f├╝r Technik und Umwelt wurde ├╝ber eine Bauvoranfrage in Leutershausen entschieden. Durch diese wurde die Befreiung von zwei Punkten des Bebauungsplans beantragt.

von Christian M├╝hlbauer

Nachdem B├╝rgermeister Just die anwesenden Ausschussmitglieder begr├╝├čt hatte, wies er knapp in den ersten Tagesordnungspunkt ein. Gemeinderat Fritz Betzler erkl├Ąrte sich bez├╝glich des ersten Tagesordnungspunktes f├╝r befangen und verlie├č den Tisch. Zur Debatte stand eine Bauvoranfrage f├╝r einen Neubau in Leutershausen. Es wurde die Befreiung von zwei Punkten des Bebauungsplans beantragt.

Zum einen war dies die Traufh├Âhe. Diese ist laut Bebauungsplan auf 6,20 Meter festgelegt. Man beantragte die Erh├Âhung auf 7,40 Meter. Zum anderen beantragte man die Errichtung eines Walmdachs mit 12 Grad Neigung.

Wie B├╝rgermeister Just ausf├╝hrte, w├Ąre es nicht das erste Mal, dass man die Traufh├Âhe ├╝berschreite. Im genannten Baugebiet seien Traufh├Âhen von bis zu 8,40 Metern genehmigt worden. Dar├╝ber hinaus sei das Haus so geplant worden, dass es weit innerhalb der vorgeschriebenen Grenzen zum Nachbargrundst├╝ck bleibt. Ein Dach mit 12 Grad Neigung w├Ąre jedoch problematisch.

Dr. Boulanger (CDU) schloss sich den Ausf├╝hrungen des B├╝rgermeisters an. Es gehe ja auch darum, „keinen neuen Pr├Ązedenzfall“ zu schaffen. Dr. Boulanger setzte dies in Verbindung mit einem Verfahren, das gegenw├Ąrtig vor dem Verwaltungsgerichtshof anh├Ąngig ist. Dort klagt ein Bauherr auf die Nutzung andersfarbiger Dachziegel.

Im Bezug auf die Traufh├Âhe sehe man aber kein Problem vom Bebauungsplan abzuweichen.

Es gibt bereits D├Ącher weit unter 35 Grad Neigung?

Ein Einwurf von J├╝rgen Steinle (GLH) f├╝hrte schlie├člich zu angeregten Diskussion. Er erkl├Ąrte, dass es im Gebiet bereits D├Ącher weit unter 35 Grad Neigung geben w├╝rde. Dieser Einwurf blieb unber├╝cksichtigt, bis Peter Johe von den Freien W├Ąhler eine Klarstellung dieser Behauptung durch den B├╝rgermeister forderte.

Die Ausf├╝hrung von Herrn Steinle erwies sich als nicht ganz korrekt.

Die vornehmliche Dachform w├Ąre ein Satteldach mit einer Neigung zwischen 32 und 38 Grad. Auch Flachd├Ącher w├Ąren vorhanden. Walmd├Ącher mit 12 Grad Neigung gibt es nur bei „Vorbauten“. Im Jahr 2001 wurde ein Haus mit einem Walmdach genehmigt.

Aber auch dieses habe keine Neigung von 12 sondern eine von 38 Grad.

Bei der anschlie├čenden Abstimmung wurde die Erh├Âhung der Traufh├Âhe auf 7,40 Meter einstimmig genehmigt. Die Erlaubnis ein Walmdach mit 12 Grad Neigung zu errichten wurde mit zwei Gegenstimmen abgelehnt.

Splittk├Ąsten auff├╝llen, Platanen k├╝rzen

Zum zweiten Tagesordnungspunkt „Verschiedens“ folgten einige Anfragen der Gemeinder├Ąte. So wollte J├╝rgen Steinle wissen, ob die Splittk├Ąsten inzwischen aufgef├╝llt seien. Dies wurde seitens der Verwaltung insofern bejaht, dass man die K├Ąsten gegenw├Ąrtig pr├╝fe und bei Bedarf bef├╝llen w├╝rde.

Dr. Boulanger brachte ein Anliegen der B├╝rger aus der Platanenstra├če vor. Die B├Ąume dort m├╝ssten dringend beschnitten werden, da manche ├äste inzwischen eine Gefahr f├╝r Fu├čg├Ąnger darstellen und in Grundst├╝cke hineinragen.

Die Gemeinde w├╝rde es ja auch nicht dulden, wenn B├Ąume von Privatgrundst├╝cken in ├Âffentliche Fl├Ąchen hineinragen.

Peter Johe erkundigte sich nach dem Notwendigkeit der Warnbarken am OEG Bahnhof. Wie die Verwaltung erkl├Ąrte, seien die Markierungsarbeiten noch nicht abgeschlossen. Dies sei fr├╝hestens im Fr├╝hjahr 2011 der Fall. Bis dahin m├╝ssen die Warnbarken aufgrund der gebotenen Verkehrssicherheit bestehen bleiben. Johe bem├Ąngelte, dass diese dem abbiegenden Verkehr mitunter die Sicht versperren.

Anmerkung der Redaktion:

Christian M├╝hlbauer absolviert ein redaktionelles Praktikum bei uns in der Zeit vom 22. November – 10. Dezember 2010. Herr M├╝hlbauer studiert an der Fachhochschule Ansbach ÔÇťRessortjournalismus.-ÔéČ┬Ł