Freitag, 07. Juni 2019

Am 24. November 2013, zwischen 14 - 18 Uhr in der Alten Turnhalle in Großsachsen

Windkraftanlagen werden Thema beim BĂŒrgertag

Hirschberg, 17. Juli 2013. (red/aw) Die Gemeindeordnung schreibt vor, dass die Gemeinde mindestens einmal jĂ€hrlich die Einwohnerinnen und Einwohner ĂŒber wichtige Angelegenheiten der Gemeinde unterrichten soll. In der Sitzung des Gemeinderats am 16. Juli legte man den Termin fĂŒr dieses Jahr auf den Totensonntag, am 24. November 2013. Zwischen 14:00 und 18:00 Uhr wird der BĂŒrgertag in der Alten Turnhalle in Großsachsen stattfinden. Er gibt Hirschberger BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern die Gelegenheit, sich gezielt und ohne Hemmschwelle ĂŒber thematisch gegliederte Inhalte zu informieren. [Weiterlesen…]

JahresrĂŒckblick und Jahresplanung 2013

Vorstandssitzung bei den Freien WĂ€hlern

Hirschberg, 31. Oktober 2012. (red/pm) In einer gut besuchten Vorstandssitzung am 25.10.2012 befassten sich die Freien WĂ€hler Hirschberg mit durchgefĂŒhrten und kĂŒnftigen Veranstaltungen, mit den Ereignissen im Gemeinderat und mit der Jahresplanung fĂŒr 2013. Die LĂ€rmentwicklung in der Heddesheimer Straße nahm daneben einen breiten Raum ein.

Information der Freien WĂ€hler Hirschberg:

„Alexander May – 1. Vorsitzender – ging nach der BegrĂŒĂŸung der erschienen Vorstandsmitglieder auf die Veranstaltung „Neuer Wein und Zwiebelkuchen“ ein. Die Besucherresonanz sei sehr gut gewesen, auf diesem Weg könne fortgefahren werden. Ein Highlight war nach May der Vortrag von Landrat Stefan Dallinger. Auch hier war eine hohe Besucherzahl zu verzeichnen. Die erhaltenen Informationen seien sehr interessant gewesen. Beispielsweise nannte May die ErlĂ€uterungen zu der Ampelsituation in beiden Ortsteilen, daneben sei die Darlegung der von der Landesregierung vorgegebenen Vorgehensweise bei Windkraftanlagen aufschlussreich gewesen. May erwĂ€hnte auch die gelungene Übergabe von 4 restaurierten BĂ€nken an die Gemeinde. Die an der Grundschule Großsachsen – gegenĂŒber dem Spielplatz – aufgestellte Bank werde sehr gut genutzt, es sei zu ĂŒberlegen, dort eine weitere Bank anzubieten.

Fraktionssprecher Peter Johe erlĂ€uterte bei seinem Bericht aus dem Gemeinderat das Änderungsbebauungsplanverfahren fĂŒr das ehem. Feuerwehrhaus Großsachsen. Bekanntlich soll dort ein Ärztehaus installiert werden. Trotz vorgesehener Aufstockung bleibe es baurechtlich ein dreigeschossiges GebĂ€ude, die GrundflĂ€chenzahl bleibe unverĂ€ndert, die GeschossflĂ€chenzahl liege bei 1,2.

Das Hauptproblem sei der kĂŒnftige ruhende Verkehr. Im Zusammenhang mit der Tiefgarage des Seniorenzentrums, der Nutzung der Tabakverwiegehalle und der Ampelschaltung wolle die Verwaltung eine zufrieden stellende Lösung ausarbeiten. Neben der Nutzung des GebĂ€udes als Ärztezentrum soll eine Apotheke untergebracht werden. – Die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung des Baugebiets Sterzwinkel habe ein sehr gutes Ergebnis gebracht. Es sei fĂŒr 700 Personen konzipiert, im Juli 2012 seien 40 Baugesuche eingereicht gewesen. Der Gutachter empfehle, rd. 170.000 € pro Jahr fĂŒr die Folgekosten des Gebiets zu reservieren.

Auf der Einnahmeseite sehe allein das Kommunale Finanzausgleichsgesetz 1000 € pro Einwohner als Zuschuss an die Gemeinde vor. Schon bei einer angenommenen Belegung mit 420 Einwohnern wĂŒrden dadurch der Gemeinde 420.000 € pro Jahr zufließen. Von den gemeindeeigenen BauplĂ€tzen sei die HĂ€lfte bereits verkauft, der Erlös belaufe sich auf 2,8 Mio €. Bei den Infrastruktureinrichtungen der Gemeinde sei eine Erweiterung durch den Sterzwinkel nicht erforderlich.

Bebauungsplanverfahren Breitgasse/Drittelsgasse

Johe behandelte nochmals kurz das Bebauungsplanverfahren Breitgasse/Drittelsgasse und Ă€ußerte erneut UnverstĂ€ndnis ĂŒber das Verhalten der Einwender. Der Bauherr habe sich in seinen Vorstellungen an die geltende Baunutzungsverordnung (von der grĂŒnroten Landesregierung nicht geĂ€ndertes Landesrecht) gehalten, der als schĂŒtzenswert genannte Gewölbekeller sei von der Denkmalbehörde als solcher nicht eingestuft worden und die Frischluftschneise werde durch das Vorhaben nur unwesentlich beeintrĂ€chtigt, der Einfluss der Neubauten werde nur im engsten Umkreis wirksam.

Die geplanten GebĂ€ude fĂŒgten sich gut in die Umgebungsbebauung ein. Johe kritisierte abschließend die GrĂŒne Liste, sie wehre sich gegen Neubaugebiete im Außenbereich, eine Innenverdichtung wolle sie jedoch auch dann nicht, wenn Bauherren sich an rechtliche Vorgaben hielten. – Die Aufstockung des Kindergartens Großsachsen(Evang. Kirchengemeinde) werde den notwendigen weiteren Bedarf abdecken. Er sei entstanden durch eine Zunahme der Ganztagsgruppen und durch neue Vorschriften(Raummehrbedarf). Die Kosten fĂŒr die 2013 durchzufĂŒhrende Maßnahme beliefen sich auf 680.000 €, die politische Gemeinde ĂŒbernehme davon 90 %. In diesem Zusammenhang wurde vom Gremium nochmals bekrĂ€ftigt, dass fĂŒr den Bauernkindergarten bei der Entscheidung kein Bedarf bestanden habe und nach wie vor nicht bestehe.

Das in Umrissen bestehende Jahresprogramm 2013 wurde von Volker Ehret vorgestellt. Es sind – wie in den vergangenen Jahren auch – 4 Vorstandssitzungen, eine Mitgliederversammlung, das Heringsessen am Aschermittwoch, die Teilnahme an der Versammlung des Landesverbandes in Baden-Baden und an den Ferienspielen der Gemeinde, die Veranstaltung „Neuer Wein und Zwiebelkuchen“ auf dem Obsthof Volk und das Martinsgansessen vorgesehen. Daneben wird in Vorbereitung der im Herbst 2013 stattfindenden Bundestagswahl eine Podiumsdiskussion mit Kandidaten eingeplant. Außerdem stehen verschiedene weitere Infoveranstaltungen auf der Agenda, Einzelheiten hierzu werden rechtzeitig bei der jeweiligen Einladung bekannt gegeben.

Die Tagesordnung fĂŒr die Mitgliederversammlung am 22.11.2012 wurde schnell verabschiedet. Die Versammlung wird die notwendigen Berichte und Regularien zum Inhalt haben, Neuwahlen stehen nicht an. Auch das Jahresprogramm 2013 wird vorgestellt werden.

Auch in dieser Vorstandssitzung wurde die LĂ€rmentwicklung in der Heddesheimer Straße behandelt. Die LĂ€rmbelastung fĂŒr die Anwohner sei nach wie vor aktuell, wurde aus dem Gremium vorgetragen. Der von BM Just vorgeschlagene Weg(GesprĂ€che mit den Vereinen und dem Jugendzentrum sowie weitere Maßnahmen) sei fortzufĂŒhren. Da sich das Problem zum Dauerbrenner entwickle, seien Ruhestörungen und SachbeschĂ€digungen auf jeden Fall bei der Polizei anzuzeigen und auf dem Rathaus zu melden. Bei entsprechender HĂ€ufung der FĂ€lle werde die Polizei sicher aktiv werden. – Veranlasst durch die EinbrĂŒche im Rathaus und im Sportzentrum wurde unter Verschiedenes angeregt, die öffentlichen Einrichtungen mit entsprechenden Sicherungen zu versehen. Es werde dabei auch an das neue Hilfeleistungszentrum gedacht.

Aus der Mitte des Gremiums wurde erneut die Frage gestellt, ob die Galgenstraße von Anliegern und die Zufahrten zu den BauernlĂ€den in Großsachsen und Leutershausen von Kunden aufgrund der bestehenden Beschilderung mit dem PKW befahren werden dĂŒrfen. Eine KlĂ€rung soll mit der Verwaltung herbeigefĂŒhrt werden. Abschließend wurden zwei AufnahmeantrĂ€ge einstimmig genehmigt. Alexander May dankte fĂŒr die rege Teilnahme an der Sitzung.“

Landrat Stefan Dallinger ĂŒber Verkehrsprobleme und kĂŒnftige Chancen

Keine WindrĂ€der oder Umgehung, aber vielleicht „Weinheim SĂŒd“

Hirschberg, 07. Oktober 2012. (red/la) Viel konnte Landrat Stefan Dallinger den Hirschbergern nicht versprechen. Weder bei den Ampelschaltungen oder der Umgehungsstraße gab es gute Nachrichten von seiner Seite. Einen Hoffnungsschimmer sah er beim Autobahnanschluss Weinheim SĂŒd. Nur die Gegner von Windkraftanlagen konnten erfreut nach Hause gehen.

Als Landrat Stefan Dallinger (CDU) am Donnerstag auf Einladung der Freien WĂ€hler (FW) ĂŒber „aktuelle Kreisprobleme“ sprechen wollte, musste „angebaut“ werden. Im Anbau der Alten Turnhalle reichten die Tische und StĂŒhle anfangs nicht fĂŒr die Besucher aus, die hören wollten, welche Antworten der Hirschberger Dallinger auf die Fragen seiner MitbĂŒrger mitgebracht hatte.

Das grĂ¶ĂŸte Grummeln erzeugt bei den BĂŒrgern die viel zu langen Rotphasen der Ampeln in manchen Seitenstraßen. Der Landrat zeigte zwar VerstĂ€ndnis, betonte aber, dass sich daran in Zukunft wenig Ă€ndern werde. Das bisherige Ampelschaltsystem sei ausgereizt. Leichte Anpassungen seien zwar möglich, eine grundlegende VerĂ€nderung jedoch nicht. Das liege zum einen an der Pförtnerfunktion der Ampeln an den OrtseingĂ€ngen und zum anderen an den kĂŒrzeren Takten der „OEG“.

Allerdings haben wir einen Stand erreicht, der als befriedigend erachtet werden kann.

Das quittierten einige Zuhörer mit einem deutlichen „Nein!“. Die Anforderung des Signals durch die „OEG“ könne man nicht beeinflussen.

In Heidelberg Straßenbahn, in Hirschberg Eisenbahn

Ein BĂŒrger fragte, ob man nicht einfach die Schranken abbauen könne. Die „OEG“ komme im Heidelberger Stadtgebiet ohne Schranken aus. Warum also mĂŒssen in Hirschberg ĂŒberall Schranken sein?

Dallinger gab eine verblĂŒffende Antwort:

In Heidelberg fĂ€hrt die „OEG“ als Straßenbahn, hier als Eisenbahn. Bei Eisenbahnen sind andere Vorschriften und auch Schließzeiten vorgegeben. Die gibt das Eisenbahnbundesamt vor. Da wird es keinen großen Wurf mehr geben.

Dass die Ampeln in den Seitenstraßen nur schlecht berĂŒcksichtigt werden, wisse er als Großsachsener nur allzu gut.

Ich kann keine große Hoffnungen machen, dass sich die Ampelschaltungen grundsĂ€tzlich Ă€ndern. Wenn wir Verbesserungen erkennen, werden wir das natĂŒrlich Ă€ndern. Wenn sie VorschlĂ€ge haben, sagen sie es mir. Wenn wir nur den Hauch einer Chance sehen, dann versuchen wir das.

Windkraftanlagen lohnen sich hier nicht

Die Gegner von Windanlagen konnte Dallinger beruhigen: Er glaube nicht daran, dass an der Hangkante Windkraftlagen entstehen werden. Hirschberg besitze keine dafĂŒr wirtschaftlich geeigneten FlĂ€chen.

Zudem gĂ€be es in der Region viele Landschaftsschutzgebiete. Bevor hier Windkraftwerke gebaut wĂŒrden, mĂŒsse man erst die örtlichen Landschaftsschutzgebietsverordnungen Ă€ndern: „Es lohnt sich nicht und wird keine Mehrheit finden“, sagte er.

Die von vielen gewĂŒnschte Umgehungsstraße wird wohl auch nicht kommen. Aus dem Verkehrsministerium habe Dallinger erfahren, dass der Bau nur möglich sei, wenn es Zuschussgelder dafĂŒr gĂ€be. „Ich sehe im Moment niemanden, der Geld fĂŒr diese Straße ausgibt“, sagte er.

Der Bund fahre seine Ausgaben zurĂŒck und das Land nehme derzeit nicht mal AntrĂ€ge fĂŒr ZuschĂŒsse entgegen. Es gebe jedoch einen „zarten Hoffnungsschimmer“ beim Autobahnanschluss Weinheim-SĂŒd:

Der Anschluss wĂŒrde viel Verkehr aus Hirschberg nehmen. Doch das geht nur mit einem großen regionalen Schulterschluss. Dieses Ziel muss gemeinsam verfolgt werden. Der Kampf lohnt sich, wenn sich die Raumschaft einig ist.

Freuen wĂŒrde er sich ĂŒber den sechsspurigen Ausbau der A5. Schon jetzt wĂ€re es möglich in Hauptverkehrszeiten den Verkehr zu entlasten, indem der Randstreifen freigeben werde. Am besten sei ein leistungsfĂ€higer Ausbau der A5 inklusive Abfahrt Weinheim SĂŒd. Allerdings stĂŒnde Heddesheim der Abfahrt reserviert gegenĂŒber, weil sie damit FlĂ€chen verlieren wĂŒrden. „Da mĂŒssen wir miteinander reden“, sagt der Landrat.

Mehr BauflÀche und trotzdem kein Wachstum

Die Bevölkerungsentwicklung sehe im ganzen Kreis momentan noch erfreulich aus. „Aber wir merken das Älterwerden der Bevölkerung langsam“, sagte Dallinger. Wenn Gemeinden ihr Bevölkerungsvolumen halten wollen, brĂ€uchten sie BauflĂ€che. Jedoch bedeute mehr WohnflĂ€che nicht automatisch Bevölkerungswachstum, sondern wahrscheinlich nur, dass man den aktuellen Stand erhĂ€lt.

Der Grund: FrĂŒher wohnten Familien in Wohnungen, heute werde das Einfamilienhaus der Standard. Der Bedarf von WohnflĂ€che fĂŒr jeden einzelnen steigt, auch wenn mehr FlĂ€che ausgewiesen wird. Das fĂŒhre zu einem weiteren Problem: mehr FlĂ€chenverbrauch. Sicher sei, dass die Gesellschaft langsam „deutlich Ă€lter und bunter“ werde. „Da sind aber auch Chancen drin“, sagte Dallinger. Auch die Erweiterung des Gewerbeparks wĂŒrde Chancen eröffnen:

Das sind hochwertvolle 1A-FlÀchen entlang der Verkehrsachsen mitten im Ballungsraum der Metropolregion. Mein Wunsch wÀre, dass Sie darauf achten, dass dort keine Spielhallen oder McDonalds untergebracht werden.

Mit dem Rat kommt er zu spÀt. Beides gibt es bereits vor Ort.