Dienstag, 21. September 2021

Gemeinderat plant aufgrund zugesicherter Finanzhilfen vom Land weiteres Vorgehen

Leutershausen: Ortskernsanierung soll voran gehen

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Hirschberg, 26. Juni 2013. (red/aw) Die Gemeinde Hirschberg erh├Ąlt zur Ortskernsanierung in Leutershausen vom Land Baden-W├╝rttemberg Finanzhilfen in H├Âhe von 800.000 Euro. Voraussetzung daf├╝r ist allerdings eine detaillierte Festlegung des Sanierungsgebietes, deren Abgrenzungsgebiet beschlossen uns ver├Âffentlicht werden muss. Dieses soll nun mit Hilfe der STEG – Stadtentwicklung S├╝dwest erfolgen. Ein Ergebnis wird f├╝r den Sp├Ątherbst 2013 erwartet.

Wegen des Neubaus des kommunalen Hilfeleistungszentrums und der damit einhergehenden Freiwerdung von Geb├Ąuden und Fl├Ąchen, der Planungen zur Schaffung einer Einrichtung f├╝r betreutes Wohnen im Innerortsbereich sowie der beabsichtigten Aufwertung des Ortsteils insgesamt, hatte die Gemeinde im Oktober 2012 einen Antrag auf Aufnahme in das Landessanierungsprogramm gestellt. Bereits den Zweiten, nachdem ein Vorangegangener im Jahr 2011 zun├Ąchst erfolglos geblieben war, sicherte das Land in diesem Fall eine Finanzhilfe von 800.000 Euro zu.

B├╝rgermeister Manuel Just freute sich ├╝ber den Erfolg im zweiten Anlauf:

Die Aufnahme in das F├Ârderungsprogramm ist hervorragend f├╝r die Gemeinde.

Das Programm sei ├╝berzeichnet, viele Gemeinden wollen Sanierungsgelder erhalten. Umso erfreulicher sei es, dass Hirschberg es in das Programm geschafft habe.

Sanierungsgebiet ca 8 Hektar gro├č

Dem gestellten Antrag lag bereits eine von der STEG – Stadtentwicklung S├╝dwest erarbeitete Grobanalyse zu Grunde, die sich auf die Bereiche Bahnhofsstra├če, Raiffeisenstra├če, H├Âlderlinstra├če, Friedrichstra├če, Mozartstra├če sowie Teile der Fenchelstra├če bezog. Das urspr├╝ngliche Gebiet von rund vier Hektar Gr├Â├če wurde f├╝r den aktuellen Antrag noch um weitere Fl├Ąchen erweitert. Das derzeitige Sanierungsgebiet umfasst nun eine Gr├Â├če von rund acht Hektar. Die Grobanalyse von 2011 brachte einen Netto-Finanzierungsbedarf von 2.250.000 Euro hervor. Nun rechnet die Gemeinde mit Kosten von rund 3,3 Millionen Euro.

Die Landeshilfe unterschreitet diesen Wert mit 800.000 Euro deutlich, stelle aber eine sp├Ątere Aufstockung in Aussicht, so B├╝rgermeister Just. Die f├╝r den Sp├Ątherbst geplante Festlegung des Sanierungsbereiches, welche zum Erhalt der F├Ârderung notwendig ist, soll nun anhand einer weiteren vorbereitetenden Untersuchung erfolgen.

B├╝rgermeister Just sagte:

Wir m├╝ssen uns hier grundlegende Gedanken machen, wo die Reise in diesem Gebiet hingehen soll.

Energetische und bauliche Sanierung

Inhalt der Untersuchungen sei daher die Darstellung der im Untersuchungsgebiet ma├čgeblichen Strukturdaten, eine detaillierte Bestandsaufnahme und Analyse der st├Ądtebaulichen und sozialen Struktur, das Einholen von Stellungnahmen der ├Âffentlichen Aufgabentr├Ąger, die vertiefende Darstellung st├Ądtebaulicher Ziele, vertiefende Erarbeitung eine st├Ądtebaulichen Neuordnungskonzeptes bzw. Ma├čnahmenplanes und nicht zuletzt die Erhebung der Einstellung der Mitwirkungsbereitschaft der Beteiligten zur k├╝nftigen Sanierungsma├čnahme. Die Eigent├╝mer bzw. Nutzer der Fl├Ąchen m├╝ssen in den Sanierungsprozess einbezogen werden.

Der Gemeinderat beschloss in seiner heutigen Sitzung die Vergabe dieser Untersuchungen an die STEG – Stadtentwicklung S├╝dwest einstimmig und begr├╝├čte auch die Verzahnung von einer baulichen Sanierung mit der energetischen Sanierung. In der Mai-Sitzung des Gemeinderats wurde bereits beschlossen, dass die Erstellung eines energetischen Quartierkonzepts deckungsgleich mit den baulichen Sanierungspl├Ąnen verlaufen soll.