Mittwoch, 22. September 2021

NPD-Bundesparteitag – die Weinheimer Niederlage muss Folgen haben

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Am Samstag und Sonntag demonstrierte jeweils h├Âchstens 400 Demonstranten gegen den Parteitag der NPD in der Weinheimer Stadthalle – von einem breiten B├╝ndnis f├╝r ein buntes Weinheim war nichts zu sehen.

 

Weinheim/Rhein-Neckar, 03. November 2014. (red/pro) Der zivile Widerstand gegen den Bundesparteitag der rechtsextremen NPD in Weinheim war eine Katastrophe. Wer was anderes behauptet, l├╝gt sich und anderen in die Tasche. Das Problem liegt in der Struktur – denn die gibt es nicht. W├Ąhrend eine Partei mit gerade mal etwas ├╝ber 5.000 Mitgliedern bundesweit wieder einmal lokal f├╝r┬áAufregung sorgt, schafft es eine Stadt mit 44.000 Einwohnern und eine Region mit einer Million Einwohnern nicht, sich entschieden und eindeutig gegen den brauen Mob zu stellen. Das ist eine politische Bankrotterkl├Ąrung. [Weiterlesen…]

In eigener Sache: Berichte ├╝ber unsere blogs


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 18. Mai 2011. (Aktualisiert) heddesheimblog, hirschbergblog, ladenburgblog, weinheimblog, rheinneckarblog, viernheimblog sind lokal-journalistische Informationsplattformen im Internet. Weder der Journalismus, noch das Internet sind neu. Neu ist die Kombination von kritischem Lokaljournalismus im „weltweiten Netz“. Dazu gibt es viele Meinungen. Was andere ├╝ber uns und unseren Journalismus denken – lesen Sie hier. Wir aktualisieren diese Liste seit November 2009 fortlaufend.

sueddeutsche

sueddeutsche.de interviewt Hardy Prothmann.

Der Anspruch ist ein einfacher: Bester Journalismus f├╝rs Lokale. Seit Mai 2009 berichtet das heddesheimblog ├╝ber Heddesheim und manchmal ├╝ber die Gemeindegrenzen hinaus. Seit Dezember 2009 gibt es das hirschbergblog, seit Februar 2010 das ladenburgblog, seit November 2010 das weinheimblog, seit Januar 2011 das rheinneckarblog, seit April 2011 das viernheimblog.

Vorbildfunktion.

Diese Arbeit hat die Aufmerksamkeit vieler Journalisten und Medienmacher ├╝berall in der Republik auf sich gezogen.

Warum? Ganz einfach.

Obwohl der gr├Â├čte Teil des Journalismus in Deutschland im Lokalen stattfindet, gilt der Lokaljournalismus als qualitativ minderwertig. Kein Wunder, ruhen sich doch die meist monopolistischen Lokalzeitungen auf ihrer konkurrenzlosen Position aus.

Lokal = spannend.

Unsere Redaktion h├Ąlt dagegen und beweist seit nunmehr zwei Jahren, dass lokale Themen spannende Themen sind. Lokale Berichterstattung ist eine Herausforderung – die viele Zeitungen seit Jahren nicht mehr annehmen – Radio und Fernsehen schon gar nicht.

Unsere Blogs genie├čen eine hohe Aufmerksamkeit bei den Leserinnen und Lesern – weil sie seri├Âsen, kritischen und meinungsstarken Journalismus bieten. Weil wir recherchieren und nachhaken – die Bratwurstberichterstattung ├╝berlassen wir anderen.

Wir sind davon ├╝berzeugt, dass es wichtig ist, das kommunale „Zeitgeschehen“ abzubilden. ├ťberall auf der Welt leben die Menschen lokal – die Nachrichten ├╝ber das lokale Leben sind der exklusivste Inhalt vor Ort.

Lokal = exklusiv.

Wir berichten auch ├╝ber gro├če Themen der Republik, wir holen diese aber ins Lokale. Wir sind im engen Kontakt mit unseren LeserInnen – ganz pers├Ânlich aber auch ├╝ber neue „Social Media“-Plattformen wie Twitter und Facebook oder Wer-kennt-wen.

„Wir“ sind eine kleine Redaktion mit freien Mitarbeiter, die alle eins verbindet – hohes Engagement.

├ťber die Kommentarfunktion bringen sich die LeserInnen zudem ein und bereichern (meistens) die Berichterstattung. Aktiver Austausch von Fakten, Argumenten und Meinungen ist wichtig f├╝r das Zusammenleben in der Gemeinde.

Finanziert wird unsere Arbeit durch Werbung und die Beratung von Firmen und Institutionen zum Einsatz von Blogs und „Social Media“ – modernes Marketing ist l├Ąngst mehr als die langweilige, teure und passive Zeitungsanzeige. W├Ąhrend Print kontinuierlich verliert, gewinnt das Internet rasant. Immer mehr Menschen lesen und informieren sich online – alle Markstudien belegen diese Tatsache.

dctp

dctp-Journalist Philip Banse interviewt Hardy Prothmann.

Unsere Blogs bieten also aktiven Journalismus. Und die Arbeit der Redaktion ist transparent.

Seit Anfang Mai 2011 haben wir uns mit anderen Internet-Zeitungen deutschlandweit zusammengeschlossen: istlokal.de ist ein Netzwerk von lokalen Internetmedien, die sich gegenseitig unterst├╝tzen. Zu: Journalismus, Vermarktung, Technik und Recht. Rund 50 Angebote machen derzeit mit.

Kritik = konstruktiv.

Unsere kritische Haltung gef├Ąllt nicht jedem – weil viele durch die unkritische Berichterstattung der „etablierten“ Medien nicht mehr mit Kritik umgehen k├Ânnen.

Kritik bedeutet aus unserer Sicht nicht, dass wir „jemanden schlecht machen“, sondern dass wir aufzeigen, wo es „nicht gut l├Ąuft“, wo etwas zu verbessern ist.

Kritik hei├čt, sich mit einer Sache oder Personen auseinanderzusetzen und kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Falsche R├╝cksichtnahmen sind in unseren Augen die Garantie daf├╝r, dass sich nichts ver├Ąndert.

Wir „kritisieren“ aber auch immer gerne „positiv“, wenn es „gute“ Nachrichten zu berichten gibt.

Zukunft des Lokaljournalismus.

Deswegen orientieren sich viele andere Journalisten und Redaktionen bereits an unserer Arbeit – die lokale Berichterstattung im Internet gilt vielen als die Zukunft des Lokaljournalismus.

Hardy Prothmann, verantwortlicher Journalist f├╝r diese neue Form des Lokaljournalismus, ist gern gesehener Gast bei Medientagungen. Ob beim Frankfurter Tag des Onlinejournalismus auf Einladung der Evangelischen Kirche Deutschland und des Hessischen Rundfunks, beim katholischen ifp (Institut zur F├Ârderung publizistischen Nachwuches e.V.) oder bei der Hochschule Darmstadt-Dieburg, um nur drei Beispiele zu nennen.

Diese Zukunft machen wir schon heute. Nachfolgend lesen Sie Artikel, Interviews, Beitr├Ąge von anderen Medien ├╝ber unsere Blogs.
Neueste Beitr├Ąte wie ├╝blich oben.

evangelisch

Portr├Ąt bei evangelisch.de

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Die Redaktion heddesheimblog, hirschbergblog, ladenburgblog

In eigener Sache: Berichte ├╝ber unsere blogs

Guten Tag!

Hirschberg, 02. Juli 2010. heddesheimblog, hirschbergblog, ladenburgblog sind lokal-journalistische Informationsplattformen im Internet. Weder der Journalismus, noch das Internet sind neu. Neu ist die Kombination von kritischem Lokaljournalismus im „weltweiten Netz“. Dazu gibt es viele Meinungen. Was andere ├╝ber uns und unseren Journalismus denken – lesen Sie hier. Wir aktualisieren diese Liste seit November 2009 fortlaufend.

sueddeutsche.de interviewt Hardy Prothmann.

Der Anspruch ist ein einfacher: Bester Journalismus f├╝rs Lokale. Seit Mai 2009 berichtet das heddesheimblog ├╝ber Heddesheim und manchmal ├╝ber die Gemeindegrenzen hinaus. Seit Dezember 2009 gibt es das hirschbergblog und seit Februar 2010 das ladenburgblog.

Vorbildfunktion.

Diese Arbeit hat die Aufmerksamkeit vieler Journalisten und Medienmacher ├╝berall in der Republik auf sich gezogen.

Warum? Ganz einfach.

Obwohl der gr├Â├čte Teil des Journalismus in Deutschland im Lokalen stattfindet, gilt der Lokaljournalismus als qualitativ minderwertig. Kein Wunder, ruhen sich doch die meist monopolistischen Lokalzeitungen auf ihrer konkurrenzlosen Position aus.

Lokal = spannend.

Unsere Redaktion h├Ąlt dagegen und beweist seit ├╝ber einem Jahr, dass lokale Themen spannende Themen sind. Lokale Berichterstattung ist eine Herausforderung – die viele Zeitungen seit Jahren nicht mehr annehmen – Radio und Fernsehen schon gar nicht.

Unsere Blogs genie├čen eine hohe Aufmerksamkeit bei den Leserinnen und Lesern – weil sie seri├Âsen, kritischen und meinungsstarken Journalismus bieten. Weil wir recherchieren und nachhaken – die Bratwurstberichterstattung ├╝berlassen wir anderen, wie zum Beispiel dem Mannheimer Morgen und den diversen Anzeigenbl├Ąttern.

Wir sind davon ├╝berzeugt, dass es wichtig ist, das kommunale „Zeitgeschehen“ abzubilden. ├ťberall auf der Welt leben die Menschen lokal – die Nachrichten ├╝ber das lokale Leben sind der exklusivste Inhalt ├╝berall.

Lokal = exklusiv.

Wir berichten auch ├╝ber gro├če Themen der Republik, wir holen diese aber ins Lokale. Wir sind im engen Kontakt mit unseren LeserInnen – ganz pers├Ânlich aber auch ├╝ber neue „Social Media“-Plattformen wie Twitter und Facebook oder Wer-kennt-wen.

├ťber die Kommentarfunktion bringen sich die LeserInnen zudem ein und bereichern (meistens) die Berichterstattung. Aktiver Austausch von Fakten, Argumenten und Meinungen ist wichtig f├╝r das Zusammenleben in der Gemeinde.

Finanziert wird unsere Arbeit durch Werbung und die Beratung von Firmen und Institutionen zum Einsatz von Blogs und „Social Media“ – modernes Marketing ist l├Ąngst mehr als die langweilige, teure und passive Zeitungsanzeige. W├Ąhrend Print kontinuierlich verliert, gewinnt das Internet rasant. Immer mehr Menschen lesen und informieren sich online – alle Markstudien belegen diese Tatsache.

dctp

dctp-Journalist Philip Banse interviewt Hardy Prothmann.

Unsere Blogs bieten also aktiven Journalismus. Und die Arbeit der Redaktion ist transparent.

Kritik = konstruktiv.

Unsere kritische Haltung gef├Ąllt nicht jedem – weil viele durch die unkritische Berichterstattung der „etablierten“ Medien nicht mehr mit Kritik umgehen k├Ânnen. Kritik bedeutet aus unserer Sicht nicht, dass wir „jemanden schlecht machen“, sondern dass wir aufzeigen, wo es „nicht gut l├Ąuft“, wo etwas zu verbessern ist. Kritik hei├čt, sich mit einer Sache oder Personen auseinanderzusetzen und kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Falsche R├╝cksichtnahmen sind in unseren Augen die Garantie daf├╝r, dass sich nichts ver├Ąndert.

Zukunft des Lokaljournalismus.

Deswegen orientieren sich viele andere Journalisten und Redaktionen bereits an unserer Arbeit – die lokale Berichterstattung im Internet gilt vielen als die Zukunft des Lokaljournalismus.

Hardy Prothmann, verantwortlicher Journalist f├╝r diese neue Form des Lokaljournalismus, ist gern gesehener Gast bei Medientagungen. Ob beim Frankfurter Tag des Onlinejournalismus auf Einladung der Evangelischen Kirche Deutschland und des Hessischen Rundfunks, beim katholischen ifp (Institut zur F├Ârderung publizistischen Nachwuches e.V.) oder bei der Hochschule Darmstadt-Dieburg, um nur drei Beispiele zu nennen.

Diese Zukunft machen wir schon heute. Nachfolgend lesen Sie Artikel, Interviews, Beitr├Ąge und auch Twittermeldungen ├╝ber das heddesheimblog, hirschbergblog, ladenburgblog.

Berichterstattung von anderen Medien ├╝ber unsere Blogs: Neueste Beitrag wie ├╝blich oben.
*Goethe-Institut ├╝ber unsere blogs

Frankfurter Tag des Onlinejournalismus 2010
Wikipedia Heddesheim
Echo online des Darmst├Ądter Echos: Lokaljournalismus 2.0 – Bloggen gegen die Bratwurst
dctp-tv (Spiegel TV, stern tv) interviewt Hardy Prothmann zu blogs und Lokaljournalismus
Hochschule Darmstadt-Dieburg
*S├╝ddeutsche Zeitung interviewt Prothmann zum Lokaljournalismus

evangelisch

Portr├Ąt bei evangelisch.de

ifp im Gespr├Ąch (Video): Der Wert der Nachricht.
ifp M├╝nchen: Die nackte Nachricht ist nichts wert.
realvirtuality. Blog von Alexander Gajic. Erfolgsstory Internet? Hardy Prothmann und das heddesheimblog
reDDakteur: Die Bratwurstk├Âppe haben l├Ąngst die Macht ├╝bernommen.
B5 aktuell – medienmagazin: Zukunft des Lokaljournalismus
woerterladen.de: Unsere Berichterstattung ist kein Bratwurstjournalismus wie beim Mannheimer Morgen.
Der Freitag: Heddesheim gegen das Schicksal
beibrechtels: Detlev Brechtel ├╝ber Lokaljournalismus 2.0
Marian Semm interviewt Hardy Prothmann
Magazin der Autoren: Neues von der Heimatfront
bildblog.de: 6 vor 9
de.krautsource.com: Manteljournalisten und solche, die arbeiten
*Lahrer Bratwurstjournalismus
*Franken-Wiki: Bratwurstjournalist
*heddesheimblog jetzt auf Wikipedia: Heddesheim
*Wikipedia-Autor ├╝ber Bratwurstjournalismus
*Augsburger Allgemeine ├╝ber Bratwurstjournalismus
*Wikipedia: Debatte ├╝ber Bratwurstjournalismus
heddesheimblog: Eintrag auf Wikipedia unter Heddesheim-Medien
Hannoversche Allgemeine Zeitung ├╝ber Bratwurstjournalismus
Ausburger Allgemeine Zeitung ├╝ber Bratwurstjournalismus
Wikipedia: Debatte ├╝ber Bratwurstjournalismus
epd Medien: Bleigie├čen
Netzjournalist: Blaupause statt Bratwurstjournalismus
FAZ: Die Schrittmacher im Internet
Berliner Zeitung: Gegen den Bratwurstjournalismus
epd Medien: Bericht Speerspitze des Hyperlokalen
mediale-aufmerksamkeit.de: Identit├Ątskrise des Journalismus
Blog nz-online.de: Interview Was ist ein Bratwurstjournalist?
Tweets: Gezwitscher Gezwitschertes
wupperblog.de: Bericht Bei der WZ gehen die Uhren anders (2)
Die Zukunft des Lokaljournalismus – Nur in Heddesheim?
Freitag: Bericht Studie zum Journalismus
gunnarsohn.wordpress.com: Bericht Warum Verleger weinen w├╝rden und die Blockadestrategie gegen Google verlogen ist
besser-online.info Tagung
bjoern-sievers.de: Analyse Die Zukunft der Medien. Oder: Jeff Jarvis, kritisch gelesen.
Frank Wenz, tumblr: Hyper-lokaler Journalismus
meedia.de: Interview „Ich bin die Zukunft des Lokaljournalismus“
blog.kooptech.de: Forschung Begrenzter Journalismus: Was beeinflusst die Entfaltung eines Qualit├Ątsjournalismus
evangelisch.de: Portr├Ąt Blog statt Zeitung: Gegen Bratw├╝rste und Wetterg├Âtter
mediaberater-blog: Bericht Lokaljournalismus gegen Mannheimer Morgenpost
SPD Heddesheim: Meinung Nachlese zur ÔÇ×Erkl├Ąrung der Gemeinderatsfraktion B├╝ndnis90/Die Gr├╝nenÔÇť am 06. Oktober 2009
mediencity.de: Lokal, hyperlocal, nicht egal – Experimente mit Lokaljournalismus im Web
berliner-journalisten.com: Dokumentation Lokal total: Von Null auf 500 000
www.mediencity.de: Analyse Lokal, hyperlokal, nicht egal: Experimente mit Lokaljournalismus im Web
onlinejournalismus.de: Interview Heddesheimblog: Seinen Job lieben und die Leser ernst nehmen

Einen sch├Ânen Tag w├╝nscht
Die Redaktion heddesheimblog, hirschbergblog, ladenburgblog

In eigener Sache: Fundstelle

Guten Tag!

Hirschberg, 05. Juni 2010. Die Redaktion weist in der „Fundstelle“ auf einen Text der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hin – es geht um die Wahl des Bundespr├Ąsidenten und einen Text ├╝ber Joachim Gauck, der von SPD und Gr├╝nen nominiert wurde.

Von Hardy Prothmann

Die FAZ schreibt (siehe Kasten in der linken Spalte „Fundstelle“:

„Einen unabh├Ąngigen Kandidaten wie Gauck haben viele der SPD und den Gr├╝nen nicht zugetraut. Und die ersten Kommentare zu dieser spektakul├Ąren Entscheidung begannen fast alle mit dem verzagten Hinweis, er habe, rein rechnerisch, keine Chance – was allein schon nicht stimmt, will man wenigstens noch die Bundesversammlung ernst und beim Wort nehmen d├╝rfen. Denn Joachim Gauck steht zur Wahl und gew├Ąhlt wird kein Konsolidierungsprogramm f├╝r Parteien, sondern eine Person. Ihr muss man Visionen zutrauen und kraftvolle Reden, die nicht blank geschminkt sind und deren Anspruch sie verk├Ârpert.“

Sehr sch├Ân. Joachim Gauck habe ich einmal pers├Ânlich kennenlernen d├╝rfen. Er ist eine beeindruckende Pers├Ânlichkeit mit einem scharfen Verstand und einem gro├čen Herz.

Ich pers├Ânlich dr├╝cke Herrn Gauck und Deutschland die Daumen – Herr Gauck ist ein Idealkandidat, wie ihn das Land schon lange nicht mehr gesehen hat.

Gleichzeitig m├Âchte ich auf unsere Rubrik „Fundstelle“ hinweisen. Hier erscheinen in lockerer Folge Links zu anderen Seiten im Internet, die wir aus unterschiedlichsten Gr├╝nden interessant f├╝r unsere LeserInnen finden.

Auch in unseren Texten verlinken wir konsequent auf andere Informationsquellen, weil das ein Dienst f├╝r unsere LeserInnen ist und die Aufforderung, sich umfangreich zu informieren.

Ab und an l├Âschen wir ├Ąltere Eintr├Ąge – die gehen aber nicht verloren, sondern wandern ins Archiv der Fundstelle.

Gabis Kolumne

Macht uns das Internet d├╝mmer?

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Guten Tag!

Hirschberg, 11. Januar 2010. Gabi hat gegoogelt. Und dabei ist sie auf Frank Schirrmacher gesto├čen. Der ist einer von f├╝nf Herausgebern der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ein kluger Kopf. Und der meint, das Internet macht uns d├╝mmer. Ist das so?, fragt sich Gabi und gibt die Antwort: „Das h├Ąngt von uns selbst ab.“

Vor Kurzem erz├Ąhlte mir ein Bekannter von einer am├╝santen Begegnung. Er sa├č im Sommer mit seinem Laptop auf dem Schoss auf einer Parkbank. Neben ihm hatte sich ein Vater mit seiner etwa 7-j├Ąhrigen Tochter niedergelassen. Irgendwann sagte der Vater zur Tochter: ÔÇ×Kannst du dir das vorstellen: Als ich so alt war wie du, gab es noch keinen Computer und erst recht keinen Laptop.“ Das M├Ądchen dachte kurz nach und fragte dann: ÔÇ×Und wie seid ihr dann ins Internet gekommen?ÔÇť

Diese humorvolle Begebenheit machte mich nachdenklich. Klar kennen wir Erwachsenen solche Geschichten. Meine Oma erz├Ąhlte immer, sie h├Ątte noch keine Waschmaschine gehabt in ihrer Jugend und auch ein Telefon kam erst sp├Ąt in ihr Leben.

Beides machte ihren Alltag leichter. Wird durch das Internet auch unser Leben leichter?

In den Medien wird aktuell dar├╝ber diskutiert, ob das Internet uns d├╝mmer macht.
(Siehe Debatte um das neue Buch „Payback“ von Frank Schirrmacher, Herausgeber der FAZ, Anm. d. Red.)

Vertieftes Wissen steht im Lexikon…

krieg

Der 30-j├Ąhrige Krieg. Lexikon oder Internet. Bild: blog

Noch vor wenigen Jahren erkl├Ąrte ich meinem heranwachsenden Sohn, der Griff zum Lexikon sei immer die erste und beste M├Âglichkeit, Wissen zu vertiefen.

Dieses Lexikon habe ich w├Ąhrend meines Studiums gekauft. Ende der 80er Jahre. Da gibt es noch zwei Deutschlands und Helmut Kohl war Bundeskanzler eines noch kommenden vereinten Deutschlands. Und ich habe es oft und intensiv genutzt, wie manche lockere Seite bezeugen kann.

2000, da war mein Sohn sechs Jahre alt und konnte schon gut lesen, war mein Lexikon gut zehn Jahre alt und aus Lexikonsicht einigerma├čen aktuell.

Und heute? Sollte ich mir ein neues Lexikon zulegen oder meinem Sohn eins zum Studium schenken? W├Ąre das in der heutigen Zeit nicht weitaus schneller ├╝berholt als gedruckt? Schenkt man heute statt einem Lexikon nicht besser ein Notebook, eventuell mit Flatrate-Zugang?

Letzte Woche war ich mit meinem Mann im neuen Woody Allen-Film „Whatever Works – Liebe sich wer kann„. Auf der Heimfahrt ├╝berlegten wir, welche Filme wir von Woody Allen kennen.

Mein Mann fragte: „Kennst Du den ersten von ihm?“ Ich: „Nein.“ Mein Mann strahlte: „Aber ich. ‚Was gibts Neues, Pussy‘.“

Ich dachte nur: „Angeber“, und fragte: „Und sonst?“ Mein Mann sagte: „Dann waren da noch ‚Der Stadtneurotiker, Woody, der Ungl├╝ckrabe, Machs noch einmal Sam, Purple Rose of Cairo, Eine Sommernachts-Sex-Kom├Âdie‘, soll ich jetzt alle aufz├Ąhlen? Ach ja: Ganz gro├č: ‚Hannah und ihre Schwestern‘.“

„Nein“, sagte ich leicht gereizt: „Aber ich kenne auch ein paar davon, beispielsweise die ‚Sommernachts-Sex-Kom├Âdie‘.“ Und dann fragte ich: „Was war der letzte Film vor dem jetzigen?“ Mein Mann guckte, dachte, guckte, dachte. Dann sagte er kleinlaut: „Keine Ahnung.“

Das war mein Moment des Triumphs: „‚Vicky Cristina Barcelona‘ mit Javier Bardem, Pen├â┬ęlope Cruz und Scarlett Johannson.“ Mein Mann guckte: „Kenn ich nicht.“

…oder mein Mann wei├č es…

„Klar“, dachte ich, „ist ja auch ein Liebesfilm.“

„Ha“, war meine Antwort. Ich war zufrieden. Hatte ich doch die Oberhand behalten, was mir zugegebenerma├čen nicht immer bei meinem Mann gelingt, weil der ein wandelndes Lexikon ist.

Nur beim Unterhaltungsfilm im Allgemeinen hat er Schw├Ąchen – besonders bei Liebesfilmen. Er steht auf Action wie „Transporter“, „Ong-Bak“ oder intellektuelles Zeug oder die Coen-brothers (No Country for old man) und man k├Ânnte meinen, er h├Ątte jedes Drehbuch f├╝r die Filme mit

 

Seine Augen blitzten. Ich sank in mich zusammen, versuchte mich zu erinnern, aber da waren nur Gedankenblitze, keine echten Erinnerungen. Er hingegen schaute zufrieden und fr├Âhlich, w├Ąhrend er uns nach Hause chauffierte und es genoss, dass er den Punkt gemacht hatte.

 

Zuhause angekommen fuhr ich sofort mein Netbook hoch und nur 10 Minuten sp├Ąter war ich quasi Woody Allen-Spezialistin.

…oder ich!

„Liebling“, fl├Âtete ich. „Wie hie├č der erste Film von Allen?“ Mein Mann antwortete gelassen: “ ‚Was gibts Neues, Pussy.‘ Das habe ich Dir doch vorhin schon gesagt.“

„Stimmt nicht“, sagte ich von „Wissen“ erf├╝llt: „The Laughmaker.“

Mein Mann guckte, dachte, guckte, dachte. Ich genoss diesen Augenblick. „Kann nicht sein“, sagte mein Mann. „Ist aber so“, sagte ich.

Dann drehte ich unser Netbook zu ihm hin, er guckte auf den Bildschirm und den Wikipedia-Eintrag.

Wir lachten. Er sicherlich aus Verlegenheit, ich aus Siegesfreude und wir beide ├╝ber unser kindliches Wissensspiel.

Ganz bestimmt aber das Internet.

Jetzt werde ich aber wieder ernst und frage mich selbst: Welchen Wert hat dieses Wissen? Erleichtert es meinen Alltag oder macht es mein Leben reicher?

Beides.

Es gibt heute (fast) nichts, wor├╝ber wir irgendetwas im weltweiten Netz finden. Wir k├Ânnen uns ├╝ber Krankheiten schlau machen, bevor wir zum Arzt gehen, wir k├Ânnen uns per Google Earth unser Sommer-Urlaubsziel im August schon im Januar anschauen.

Schreiben unsere Kinder Referate, wird erst mal gegoogelt, meist sogar auf Anweisung ihrer Lehrer.

Wie schwierig war es noch in meiner Studienzeit, bestimmte Informationen zu beschaffen. Tagelang sa├č man mit Karteik├Ąrtchen in der Bibliothek und bestellte umst├Ąndlich ├╝ber Fernleihe B├╝cher, die sich nach einem kurzen Blick als „falsche Bestellung“ erwiesen?

Die Gegner werden jetzt sicherlich zu Recht anmerken, dass man sich fr├╝her das Wissen noch erarbeiten musste und heute durch ÔÇ×Copy and PasteÔÇť nur noch abgekupfert wird. Dazu fand ich Internet (wie kann-ÔéČÔäós auch anders sein) folgende Stelle:

Abgeschrieben wurde in der Wissenschaft schon immer. Aber das Zeitalter des Internets hat zu einem Ideenklau bisher unbekannten Ausma├čes gef├╝hrt – es ist ja so einfach.

Hemmungslos kupfern viele Studenten und Forscher bei Kommilitonen und Kollegen ab: durchs Netz klicken, kopieren, als eigene Erkenntnis ausgeben – fertig ist die Hausarbeit, das Diplom oder die Promotion.

F├╝r geistige D├╝nnbrettbohrer, aber auch bequeme Karrieristen ist „copy and paste“ die Arbeitstechnik des 21. Jahrhunderts.

Also was tun?

Ich gestehe: Ich liebe es, Dinge, die ich wissen muss oder auch nur wissen mag, zu googeln.

Ich finde, unser, also zumindest mein Horizont, ist so viel gr├Â├čer geworden und ich sage: Wir werden vielleicht nicht unbedingt kl├╝ger, aber wir k├Ânnen uns viel schneller Informationen beschaffen.

Nur manchmal eben auch zu viele.

K├╝rzlich sollte mein Sohn ein Kurzreferat ├╝ber den 30-j├Ąhrigen Krieg halten und die Informationsflut bei Wikipedia war einfach zu gewaltig.

Ich gab ihm das 20 Jahre alte Lexikon.

Und hier fand er kompakt das, was er f├╝r die Schulaufgabe wissen musste – aber der 30-j├Ąhrige Krieg ist ja auch schon ziemlich lange her und daran wird sich so schnell auch nichts ver├Ąndern.

Die Frage war: Macht uns das Internet kl├╝ger oder d├╝mmer?

Ich meine, das h├Ąngt von uns selbst ab.

gabi