Sonntag, 13. Juni 2021

Landratsamt veröffentlicht erstmals Liste von LebensmittelsĂŒndern

Ekel-Betriebe am Pranger

Rhein-Neckar/Heidelberg/Schriesheim, 22. Oktober 2012. (red) Seit September gibt es die gesetzliche Möglichkeit – jetzt hat das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis Namen, Anschrift und Betriebsnamen zweier GaststĂ€tten veröffentlicht, in den „ekelerregende“ Bedingungen herrschten. FĂŒr die Betriebe kann das wirtschaftliche Aus bedeuten – fĂŒr die Verbraucher bedeutet es einen Schutz.

ZukĂŒnftig droht Ekel-Betrieben neben Geldstrafen ein Pranger. Wenn die LebensmittelĂŒberwachung gravierende MĂ€ngel feststellt, die nach dem Bußgeldkatalog 350 Euro ĂŒberschreiten, wird das öffentlich gemacht. Eine drakonische Strafe fĂŒr lebensmittelverarbeitende Betriebe wie GaststĂ€tten und Restaurants, aber ebenso fĂŒr BĂ€cker, Metzger und eben alle, die Lebensmittel verarbeiten.

Behördlicherseits gibt es kein Pardon. So öffentlich angeprangerte Betriebe „kommen nur von der Liste runter, wenn alle MĂ€ngel behoben sind“, heißt es aus dem Landratsamt. Vor kurzem wurden bereits Betriebe in Heddesheim, Ladenburg und Seckenheim kontrolliert – es gab viele Beanstandungen, aber keine, die so groß waren, dass es fĂŒr den Pranger reichte.

Unsere Autorin Alexandra Weichbrodt beschreibt das Verfahren und war vor Ort, um mit dem Wirt eines Restaurants in Schriesheim ĂŒber die VorwĂŒrfe gegen ihn und die „ekelerregende Herstellungs- oder Behandlungsverfahren“ in seiner KĂŒche zu sprechen. Der Wirt rechtfertigt sich mit AusflĂŒchten – und beteuert, alles sei wieder in Ordnung. Daran kann man Zweifel haben. Den Artikel können Sie auf dem Schriesheimblog.de lesen.

Landratsamt informiert ĂŒber hygienischen Umgang mit Lebensmitteln auf Vereins- und Straßenfesten


Guten Tag!

Rhein-Neckar, 13. Juli 2011. (red) Vereins- und Straßenfeste sind nicht mehr wegzudenkende Veranstaltungen des öffentlichen Lebens. „Feste sollen Spaß und Freude machen, aber nicht krank“, betont der Leiter des VeterinĂ€ramtes und LebensmittelĂŒberwachung im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, Dr. Lutz Michael. Das VeterinĂ€ramt und LebensmittelĂŒberwachung ist fĂŒr die Kontrolle der Vereins- und Straßenfest zustĂ€ndig.

Information des Landratsamts:

„Hygienefehler können beim Umgang mit Lebensmitteln zu schwerwiegenden Erkrankungen fĂŒhren. Schnell kann bei derartigen Lebensmittelinfektionen – gerade bei Vereins- und Straßenfesten – ein grĂ¶ĂŸerer Personenkreis betroffen sein“, erlĂ€utert der zustĂ€ndige Referatsleiter, Rudi Wolf.

Daher sei es von großer Bedeutung, bereits im Vorgriff die Risiken so klein wie möglich zu halten. Denn der Umgang und die Abgabe von Lebensmitteln habe auf diesen Veranstaltungen in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen, so Wolf weiter. Wie auch in den Betrieben der Gastronomie seien bei Vereins- und Straßenfesten die Vorgaben des GaststĂ€tten- und des Lebensmittelrechts zu beachten.

„Die Verbraucher können die auf Straßen- und Vereinsfesten angebotenen Lebensmittel in der Regel mit Genuss und ohne Reue verzehren“, so Dr. Michael. Gravierende HygienemĂ€ngel seien selten. Der Hygienestatus der Veranstaltungen habe sich im Laufe der Jahre, auch durch eine offensive Informationspolitik unseres Amtes stetig verbessert. Dennoch fallen den PrĂŒfern der LebensmittelĂŒberwachungsbehörde immer wieder VerstĂ¶ĂŸe gegen die gute Hygienepraxis auf.

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„Die mit Abstand hĂ€ufigsten Probleme entstehen bei Vereins- und Straßenfesten dadurch, dass Verunreinigungen, die möglicherweise pathogene Keime enthalten können, durch Unachtsamkeit in das Lebensmittel eingebracht werden oder bereits beim Einkauf enthalten waren“, erklĂ€rt Wolf. Durch unsachgemĂ€ĂŸe Lagerung und Abgabe können sich dann diese Keime stark vermehren und im schlimmsten Fall nach Verzehr eine Erkrankung auslösen.

„Als Grundsatz gilt also, den Eintrag von Verunreinigungen und damit auch von Keimen in Lebensmitteln zu vermeiden und durch geeignete Lagerungs- und Abgabebedingungen eine Vermehrung der Keime zu minimieren“, so Wolf.

Das VeterinĂ€ramt und LebensmittelĂŒberwachung hat auch fĂŒr Veranstalter von Vereins- und Straßenfesten einen Flyer herausgegeben, der Hinweise fĂŒr den Betrieb eines Lebensmittelverkaufsstandes und zum sachgerechten Umgang mit Lebensmitteln – insbesondere auch zu leicht verderblichen Lebensmitteln – gibt.

DarĂŒber hinaus wird in diesem Faltblatt auf lebensmittelrechtliche Vorschriften hingewiesen. Er gibt auch Auskunft ĂŒber die bauliche Beschaffenheit eines Verkaufstandes und dessen Schutzvorrichtungen. „Um Krankheiten zu vermeiden, mĂŒssen insbesondere die Lebensmittel bei vorgeschriebenen Temperaturen gelagert werden“, betont Wolf.

Diese seien im Flyer in Tabellenform dargestellt. So dĂŒrfen beispielsweise rohe BratwĂŒrste nur bis zu maximal vier Grad Celsius und TiefkĂŒhlprodukte bei minus 18 Grad Celsius gelagert werden. Wertvolle Hinweise gibt der Leitfaden auch hinsichtlich der Kennzeichnung von Zusatzstoffen und der Preisauszeichnungen.

Wer bei einem Fest Verantwortung ĂŒbernimmt, dem empfiehlt der Lebensmittelexperte vom VeterinĂ€ramt und LebensmittelĂŒberwachung, dieses Merkblatt zu lesen und die RatschlĂ€ge in der Praxis zu beherzigen, denn dann wird es mit Sicherheit ein gelungenes Fest.

Der Leitfaden ist erhĂ€ltlich beim VeterinĂ€ramt und LebensmittelĂŒberwachung, Adelsförsterpfad 7, 68168 Wiesloch, Tel. 06222/30734265. Er ist auch im Internet abrufbar unter www.rhein-neckar-kreis.de/Informationsmaterial. Allgemeine Hinweise zu diesem Thema gibt auch Rudi Wolf unter Tel. 06222/3073-4351 oder E-mail: rudi.wolf@rhein-neckar-kreis.de

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Bislang keine besondere Infektionslage durch EHEC-Bakterium


Rhein-Neckar/Stuttgart, 24. Mai 2011. (red/pm) Vor allem in Norddeutschland beschĂ€ftigt die Behörden eine große Fallzahl von mehreren Dutzend schwer erkrankter Menschen, die sich eine EHEC-Infektion (Darmbakterium) zugezogen haben. In Niedersachsen ist ein 83-jĂ€hriger Mann an der Infektion gestorben. In Baden-WĂŒrttemberg gibt es zur Zeit drei schwere FĂ€lle – einer könnte mit den in Norddeutschland aufgetretenen Erregern stehen. Experten raten zur Vorsicht – aber keinesfalls zur Panik.

Im Verdacht soll rohes GemĂŒse stehen – möglicherweise wegen einer DĂŒngung mit Mist. Experten raten, Obst und GemĂŒse sorgfĂ€ltig zu waschen oder besser nur gegart oder gekocht zu sich zu nehmen. Auch rohes Fleisch wie „Tartar“ oder „Hackepeter“ ist ein Übertragungsweg, wird aber bei den aktuellen FĂ€llen nicht als Ursache gesehen.

Einzelne EHEC-Infektionen sind nicht ungewöhnlich – die hĂ€ufige Fallzahl in Norddeutschland deutet aber auf konterminierte Nahrungsmittel hin. Ein ordentliche Hygiene in der KĂŒche ist der beste Schutz. GrundsĂ€tzlich gilt: GemĂŒse ordentlich unter fließendem Wasser zu waschen, eventuell mit einer GemĂŒsebĂŒrste. Messer und Brettchen sollten nicht fĂŒr alle ArbeitsgĂ€nge verwendet werden, sondern entweder mehrere oder nach jedem Arbeitsgang sorgfĂ€ltig gereinigt werden. Auch das grĂŒndliche Handewaschen vor, wĂ€hrend und nach der Mahlzeitzubereitung sollte selbstverstĂ€ndlich sein. Bis zur KlĂ€rung der Ursachen sollte man auf Rohkost verzichten – insbesondere Salat sollte zunĂ€chst in einem Wasserbad und dann unter fließendem Wasser gereingt werden.

In Deutschland sind der Verdacht oder Nachweis einer EHEC-Infektion nach § 6 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) meldepflichtig, wenn entweder a) ein HUS vorliegt, b) zwei oder mehr Personen erkrankt sind, oder c) ein Erkrankter im Lebensmittel- oder GaststĂ€ttengewerbe tĂ€tig ist. LaborĂ€rzte mĂŒssen jeden Nachweis eines EHEC-Stammes bei der zustĂ€ndigen Behörde (Gesundheitsamt) unverzĂŒglich melden. (Quelle: Wikipedia)

Pressemitteilung des Gesundheitsministeriums:

„Bisher verzeichnet Baden-WĂŒrttemberg keine erhöhte Zahl von EHEC-Infektionen. „NatĂŒrlich beobachten wir das Krankheitsgeschehen genau“, erklĂ€rte Gesundheitsministerin Katrin Altpeter am Dienstag (24.5.) „und informieren selbstverstĂ€ndlich die Bevölkerung, wenn VerĂ€nderungen eintreten sollten.“

Sowohl das Ministerium, als auch das Landesgesundheitsamt und die örtlichen GesundheitsĂ€mter seien entsprechend sensibilisiert. Das Robert Koch Institut (RKI) verzeichnet fĂŒr Baden-WĂŒrttemberg seit Jahresanfang 14 EHEC-FĂ€lle (enterohĂ€morrhagischen Escherichia coli). Weitere sieben FĂ€lle werden aktuell geprĂŒft und sind vom Landesgesundheitsamt bereits dem RKI gemeldet worden. Weiter sind fĂŒr Baden-WĂŒrttemberg drei FĂ€lle des so genannten hĂ€molytisch-urĂ€mischen Syndrom (HUS) zu verzeichnen. Bei einem Fall werde ein Zusammenhang mit dem Ausbruchsgeschehen in Norddeutschland geprĂŒft.

Das HUS ist eine schwere, unter UmstĂ€nden tödliche Komplikation, die bei bakteriellen Darminfektionen mit sogenannten enterohĂ€morrhagischen Escherichia coli (EHEC) auftreten kann. Pro Jahr werden dem RKI etwa 1.000 EHEC-FĂ€lle ĂŒbermittelt. Das Vollbild des HUS ist charakterisiert durch akutes Nierenversagen, Blutarmut durch den Zerfall roter Blutkörperchen und einen Mangel an BlutplĂ€ttchen.

AbhĂ€ngig vom weiteren Geschehen (Entwicklung der Fallzahlen) wird das Sozialministerium tĂ€glich ab 15 Uhr (Zeitpunkt der Meldung an das RKI) informieren.“

Weitere Informationen:

Robert-Koch-Institut

VeterinĂ€ramt informiert ĂŒber Hygiene bei Vereinsfesten

Guten Tag!

Hirschberg/Rhein-Neckar-Kreis, 05. Mai 2010. Das VeterinĂ€ramt des Rhein-Neckar-Kreises gibt RatschlĂ€ge zu Hygiene-Vorschriften bei Vereins- oder Straßenfesten.

Mitteilung des Rhein-Neckar-Kreises:

„Feiern, Feste und Hygiene
VeterinÀramt des Rhein-Neckar-Kreises gibt RatschlÀge

Nun bricht sie wieder an, die unterhaltsame Zeit der Straßen-, Kirchweih- und Vereinsfeste. Zum Gelingen dieser Veranstaltungen tragen engagierte Mitglieder von Vereinen und VerbĂ€nden mit dem Verkauf von Speisen und GetrĂ€nken aller Art bei.

Gerade die StĂ€nde der Vereine und Organisationen werden von den FestgĂ€sten gerne besucht, um das Speiseangebot bei einem zwanglosen GesprĂ€ch zu genießen.

Die Betreiber der StĂ€nde scheuen natĂŒrlich keine MĂŒhe und Arbeit, um ihren GĂ€sten einen angenehmen Aufenthalt bei „Wurst, Weck und Wein“ und anderen Köstlichkeiten zu bieten.

Wie auch in den Betrieben der Gastronomie sind auch bei Vereins- und Straßenfesten die Vorgaben des GaststĂ€tten- und des Lebensmittelrechts zu beachten.

Damit sich die mit Herz und Fleiß agierenden Standbetreiber auf der „sicheren Seite“ wĂ€hnen können, hat das VeterinĂ€ramt -LebensmittelĂŒberwachung – des Rhein-Neckar-Kreises einen Leitfaden erstellt, der praktische Hinweise fĂŒr den Betrieb eines Lebensmittelverkaufsstandes gibt.

Der Leitfaden gibt Auskunft ĂŒber die bauliche Beschaffenheit eines Verkaufsstandes und dessen Schutzvorrichtungen. NatĂŒrlich mĂŒssen die Lebensmittel bei vorgeschriebenen Temperaturen gelagert werden.

Diese sind in Tabellenform dargestellt. So dĂŒrfen rohe BratwĂŒrste nur bis zu maximal vier Grad Celsius und TiefkĂŒhlprodukte bei minus 18 Grad Celsius gelagert werden. Wertvolle Hinweise gibt der Leitfaden auch hinsichtlich der Kennzeichnung von Zusatzstoffen und der Preisauszeichnungen.

Wer bei einem solchen Fest Verantwortung ĂŒbernimmt, dem empfiehlt Rudi Wolf vom VeterinĂ€ramt des Rhein-Neckar-Kreises dieses Merkblatt zu lesen und die RatschlĂ€ge in der Praxis zu beherzigen, denn dann wird es „mit Sicherheit ein gutes Fest“.

Das Merkblatt ist erhĂ€ltlich beim VeterinĂ€ramt des Rhein-Neckar-Kreises, Adelsförsterpfad 7, 68168 Wiesloch, Telefon-Nummer 06222-30734265 oder auf elektronischem Wege ĂŒber Veterinaeramt@rhein-neckar-kreis.de“

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