Sonntag, 13. Juni 2021

Lebensmittel-Reste-Verwertung einmal anders

“Beste Reste”-App gegen Verschwendung

Die Smartphone-App „Beste Reste“ soll dabei helfen, Lebensmittel nicht einfach wegzuwerfen.

 

Rhein-Neckar, 06. Dezember 2012. (red/aw) Deutschland geht zu verschwenderisch mit Lebensmitteln um. Im Rahmen der Initiative “Zu gut fĂŒr die Tonne” des Verbraucherschutzministeriums soll mit Hilfe einer kostenlosen Smartphone-App die Wegwerf-MentalitĂ€t nachhaltig beeinflusst werden.

Von Alexandra Weichbrodt

Was bei einem einzelnen Haushalt noch nicht auffallen mag, summiert sich in der Masse: Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland jĂ€hrlich auf dem MĂŒll. Das sind im Durchschnitt etwa 82 Kilogramm pro BundesbĂŒrger. Besonders schlimm ist dabei die Tatsache, dass eine Vielzahl der weggeworfenen Lebensmittel eigentlich noch genießbar wĂ€re und nur seinen Weg in den BiomĂŒll antritt, weil der Konsument schlecht gehaushaltet hat.

50 Spitzenköche und Verbraucherministerin Ilse Aigner wollen das Ă€ndern – mittels einer App fĂŒr das Smartphone. Die Einkaufs-App “Beste Reste” soll der Verschwendung ein Ende bereiten.

Lebensmittelreste lassen sich in der KĂŒche nicht immer vermeiden. Mit etwas Phantasie und Freude am Kochen kann aber aus Resten etwas Leckeres gezaubert werden,

gibt Ilse Aigner, Bundesministerin fĂŒr ErnĂ€hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, bei der Vorstellung der neuen App zu bedenken.

Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg.

Die neue App bietet u.a. eine Art interaktiven Einkaufszettel, der dabei helfen soll die passenden Einkaufsmengen zu bestimmen. Denn gĂŒnstige Großpackungen oder Sonderangebote im Supermarkt verleiten uns immer wieder zu ĂŒbertriebenen EinkĂ€ufen. Nicht selten jedoch, entpuppt sich das vermeintliche SchnĂ€ppchen als „Fall fĂŒr die Tonne“.

Die App wird zudem durch ein Lexikon mit nĂŒtzlichen Tipps zur richtigen Lagerung und Haltbarkeit der verschiedenen Lebensmittel ergĂ€nzt. Als Extra erhĂ€lt der Smartphone-Besitzer außerdem ĂŒber 50 “Beste Reste-Rezepte“ von Deutschlands Spitzenköchen, wie Sarah Wiener und Johan Lafer.

Die „Beste Reste“-App bietet neben leckeren Rezepten auch viele Informationen und Hinweise zur richtigen Lagerung von Lebensmitteln.

 

Reste-Verwertung per Smartphone.

Es ist Sonntag und im KĂŒhlschrank herrscht gĂ€hnende Leere. Im Magen leider auch. Die wenigen Reste, die noch zu finden sind, ergeben auf den ersten Blick kein sehr ausgewogenes MenĂŒ. Hier ist KreativitĂ€t gefragt. Oder aber die neue App.

Bevor es also an den Herd geht, lohnt sich der Blick auf das Smartphone. Die “Beste Reste” App fragt zunĂ€chst nach den ĂŒbrig gebliebenen Lebensmitteln. Von A wie Auberginen bis Z wie Zucchini können die vorhandenen Zutaten ausgewĂ€hlt werden.

Danach schlÀgt die App (im Optimalfall) gleich mehrere passende Rezepte vor. Das ausgewÀhlte Rezept kann der Nutzer jetzt noch an die benötigte Menge bzw. die Anzahl der hungrigen Personen anpassen.

Von Klassikern bis hin zur kreativen GourmetkĂŒche ist alles dabei. RegelmĂ€ĂŸig kommen neue Rezepte hinzu. Die App lĂ€sst sich einfach aktualisieren. Die Nutzer haben außerdem die Möglichkeit ihre eigenen Reste-Rezepte vorzuschlagen.

Die Idee ist gut, aber ausbaufÀhig.

Leider zeigt der Praxis-Test, dass viele der vorgeschlagenen Rezeptideen nicht immer deckungsgleich mit den eingegebenen Zutaten sind. Viele VorschlĂ€ge wĂŒrden sich nur durch Zukauf weiterer Lebensmittel zubereiten lassen. Es mĂŒssen also schon einige Reste anfallen, um ausschließlich davon eine schmackhafte Mahlzeit zaubern zu können.

Viel eher, kann sich der Nutzer vor dem Einkauf ĂŒber mögliche Verwendungsmöglichkeiten noch vorhandener Lebensmittelreste informieren und seinen Einkaufszettel darauf abstimmen. So lĂ€sst sich das Wegwerfen zumindest einschrĂ€nken. Ganz ohne Bio-MĂŒll kommt man aber auch nicht mit der „Beste Reste“-App aus.

Info:
Die kostenlose App ist fĂŒr iOS ab der Version 4.1 fĂŒr iPhone, iPad und iPod touch im App Store sowie fĂŒr Android-GerĂ€te im Google Play Store erhĂ€ltlich. Allerdings verwirrt die Namensgebung: Im AppStore heißt die App „Zu gut fĂŒr die Tonne“, auf dem iPad „Beste Reste“.

Anwender ohne Smartphone können auf die Tipps sowie die wachsende Datenbank mit derzeit 242 Rezepten ĂŒber www.zugutfuerdietonne.de zugreifen.

Lebensmittel. Klarheit.de?


Rhein-Neckar, 21. Juli 2011. (red) Vielleicht gut gemeint. TatsĂ€chlich ein GAU. „Lebensmittelklarheit“. Dokumentiert.

So sieht Lebensmittelklarheit.de aus. Total klar. Die Website ist kollabiert. Peinlicher gehts nimmer.

Über das Portal „lebensmittelklarheit.de“ sollen Verbraucher „TĂ€uschungen“ melden können. Es soll Transparenz möglich sein. Kontrolle.

TatsĂ€chlich ist die Seite erstmal „abgeschmiert“.

Vielleicht fand sich die Regierung bĂŒrgernah.

Das Ergebnis zeigt, dass die Regierung keine Ahnung hat, was die BĂŒrger beschĂ€ftigt.

Leugnen hilft nicht – die BĂŒrger wollen gesunde und gute Lebensmittel.

Und sie wollen gut informiert sein.

Mietet Euch endlich einen Server, der funktioniert.

Billig-Scheiß-Lebensmittel gibt es genug.

Wir brauchen nicht noch einen billig-scheiß-server, der nur „klare VerhĂ€ltnisse“ darstellt.

Einen schönen Tag wĂŒnscht Ihnen
Das rheinneckarblog.de