Mittwoch, 08. Dezember 2021

Erstes Anh├Ârungsverfahren eingeleitet

Laudenbach, 14. August 2014. (red/pm) Das Regierungspr├Ąsidium Karlsruhe hat das erste Anh├Ârungsverfahren zur zweiten Ausbaustufe der S-Bahn-Rhein-Neckar eingeleitet. Gegenstand der Ma├čnahme ist die Erneuerung und S-Bahn-gerechte Herstellung der Verkehrsstation am Haltepunkt Laudenbach (Bergstra├če). [Weiterlesen…]

Gr├╝n-Rot gewinnt die Wahl in Baden-W├╝rttemberg – wahrscheinlich


Nach den Hochrechnungen von 18:20 Uhr hat Gr├╝n-Rot die Wahl gewonnen. Quelle Daten: ARD

Guten Tag!

Rhein-Neckar/Weinheim, 27. M├Ąrz 2011. (red) Nach den ersten Hochrechnungen steht fest: B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen und SPD k├Ânnen eine neue Regierungskoalition in Baden-W├╝rttemberg bilden. CDU und FDP sind abgew├Ąhlt. Diese Wahl wird in die Geschichte eingehen. Aber: Die Ausz├Ąhlung dauert an und kann noch andere Ergebnisse bringen.

Von Hardy Prothmann

Der neue baden-w├╝rttembergische Ministerpr├Ąsident hei├čt aller Voraussicht nach Winfried Kretschmann von B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen. Seine Partei kommt nach ARD-Hochrechnungen (Stand: 18:20 Uhr) auf 24,9 Prozent (+13,2). Der wahrscheinliche Koalitionspartner SPD erreicht nur 23,4 Prozent (-1,8).

Die CDU erreicht nur noch 38,2 Prozent (-6). Die FDP muss f├╝rchten, nicht in den Landtag zu kommen. F├╝r sie werden f├╝nf Prozent hochgerechnet (-5,7). Die Linke erreicht nur 2,8 (-0,3).

Gegen├╝ber dem dramatischen Absturz in Rheinland-Pfalz mit ├╝ber zehn Prozentpunkten Verlust ist die SPD in Baden-W├╝rttemberg „noch gut“ weggekommen: -1,8 Prozentpunkte sind aber trotzdem schmerzhaft, weil die SPD bei der Landtagswahl 2006 bereits ├╝ber zehn Prozent eingeb├╝├čt hat und offensichtlich keine neuen W├Ąhler f├╝r sich gewinnen konnte – von einem guten Ergebnis kann die SPD unter Nils Schmid also nicht reden.

Ganz anders B├╝ndnis90/Die Gr├╝nen. Die „├ľko“-Partei darf sich als Wahlsieger auf der ganzen Linie freuen. Mit fast 25 Prozent und einem Plus von sagenhaften 13 Prozentpunkten ist die Partei bei den „gro├čen Volksparteien“ angekommen. In Rheinland-Pfalz schafft sie gut 12 Prozentpunkte mehr und erreicht 17 Prozent.

Gr├Â├čter Verlierer ist die FDP: In Rheinland-Pfalz verliert sie 50 Prozent und erreicht nur noch 4 Prozent und zieht damit nicht in den Landtag ein. In Baden-W├╝rttemberg scheint sie mit f├╝nf Prozent in den Landtag zu kommen, muss aber hier sogar mehr als 50 Prozent Verlust hinnehmen.

Die CDU verliert etwa sechs Prozentpunkte und f├Ąhrt mit 38,2 Prozent das zweitschlechteste Ergebnis ihrer Geschichte ein. Nur 1952 war mit 36 noch schlechter. Bei den f├╝nfzehn Wahlen nach dem 2. Weltkrieg erreichte sie damit zum vierten Mal einen Wert unter 40 Prozent. Bester Wert war 1976 mit 56,7 Prozent.
In Rheinland-Pfalz legt die CDU mit 1,4 Prozentpunkten auf 35,1 Prozent zu.

Theoretisch sind noch die Regierungskoalitionen Schwarz-Rot oder Schwarz-Gr├╝n in Baden-W├╝rttemberg denkbar, was aber sehr unwahrscheinlich ist. Stefan Mappus w├Ąre aber sicher nicht Regierungschef einer solchen Koalition.

Wir berichten in K├╝rze von der Wahlparty der Gr├╝nen im Wahlkreis Weinheim (39), die in Schriesheim in der Gastst├Ątte Zur Pfalz feiern.

Hinweis: Die Ausz├Ąhlung dauert an und kann noch Ver├Ąnderungen bringen.

Bei der „Schicksalswahl“ zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab


Sollten die Prognosen eintreffen, bleibt die CDU zwar st├Ąrkste Fraktion, verliert aber die Macht im Land an Gr├╝n-Rot.

Guten Tag!

Rhein-Neckar/Weinheim, 27. M├Ąrz 2011. (red) Nach Agenturberichten zeichnet sich landesweit eine hohe Wahlbegteiligung ab. Im Vergleich zur Landtagswahl 2006 liegen die Werte gut 50 Prozent ├╝ber den vergangenen Wahlen. 7,8 Millionen Menschen sind in Baden-W├╝rttemberg wahlberechtigt.

„In Baden-W├╝rttembergs Landeshauptstadt Stuttgart hatten bis 11.00 Uhr 8,7 Prozent der Wahlberechtigten ihr Kreuzchen gemacht. Bei der Wahl vor f├╝nf Jahren waren es um diese Zeit nur 6,4 Prozent. In Heidelberg lag die Wahlbeteiligung am sp├Ąten Vormittag bei 8,4 Prozent, 2006 waren es zur gleichen Zeit nur 4,9 Prozent gewesen“, schreibt die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

2006 lag die Wahlbeteiligung bei 57,5 Prozent, landesweit war die Beteiligung noch schlechter, n├Ąmlich nur 53,4 Prozent. Bei den unter 30-j├Ąhrigen lag die Beteiligung gar nur bei 33 Prozent.

In Baden-W├╝rttemberg ist es die wohl spannendste Landtagswahl aller Zeiten: Seit 58 Jahren ist die CDU ununterbrochen an der Macht und k├Ânnte diese nun zum ersten Mal verlieren. CDU und FDP-W├Ąhler gelten als „pflichtbewusster“ bei Wahlen. Niedrige Wahlbeteiligungen schaden deshalb vor allem den anderen Parten. Eine hohe Wahlbeteiligung weist auf eine hohe Mobilisierung von Gr├╝nen und SPD-W├Ąhlern hin – aber auch f├╝r Die Linke.

Die CDU gilt als schwer angeschlagen. Nicht nur durch „├Ąu├čere Ereignisse“ wie die atomare Katastrophe in Japan, den B├╝rgerkrieg in Libyen und den schwachen Euro, sondern vor allem durch die politische Orientierungslosigkeit innerhalb der CDU. Der Atom-Freund und Ministerpr├Ąident Stefan Mappus meldete selbst Zweifel an, um sich dann wieder zur Atomkraft zu bekennen. Das sind rein wahltaktische Man├Âver, allerdings dilletantisch ausgef├╝hrt – wie die Bekenntnis des Bundeswirtschaftsministers Br├╝derle, der vor Managern das „Atom-Moratorium“ als Wahlkampfmittel bezeichnet hatte.

Die Gr├╝nen erlebten in den Umfragen einen H├Âhenflug – wenn die Prognosen eintreffen, werden sie in Baden-W├╝rttemberg ihre Anteile auf rund 24 Prozent verdoppeln und zusammen mit der SPD die Regierung stellen k├Ânnen. Der neue und erste gr├╝ne Ministerpr├Ąsident w├╝rde dann der 62-j├Ąhrige Winfried Kretschmann werden. Er gilt vielen Baden-W├╝rttembergen als w├Ąhlbar – durch seine besonnene Art. Zudem ist er gl├Ąubiger Katholik, was ihn CDU-Anh├Ąngern sympathischer macht.

Um 18:00 Uhr wird es erste Hochrechnungen geben. Wir informieren Sie umgehend mit Analysen zur Wahl.

Auch in Rheinland-Pfalz wird einer neuer Landtag gew├Ąhlt – die SPD unter Ministerpr├Ąsident Kurt Beck gewinnt dort sicher. Auch den Gr├╝nen werde gute Chancen einger├Ąumt, wieder in den Landtag zu kommen.

Einen sch├Ânen „Schicksalswahltag“ w├╝nscht
Das rheinneckarblog