Samstag, 16. Oktober 2021

Auftragsvergaben fĂŒr GrĂŒnpflege

Hirschberg, 24. September 2013. (red/pro) Vergangenen Juli hat der Gemeinderat beschlossen, die GrĂŒnpflegearbeiten auf den SpielplĂ€tzen und Friedhöfen der Gemeinde auszuschreiben. Der Auftragszeitraum betrĂ€gt dabei drei Jahre. Insgesamt haben fĂŒnf Firmen Angebote eingereicht, die bereits vor der heutigen Sitzung im Ausschuss fĂŒr Umwelt und Technik diskutiert wurden. Die AuftrĂ€ge wurden vergeben.

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Friedhöfe, SpielplÀtze und Sportzentrum

Ausschreibung GrĂŒnpflegearbeiten

Hirschberg, 17. Juli 2013. (red/aw) Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Dienstagabend die Ausschreibung fĂŒr die DurchfĂŒhrung von GrĂŒnpflegearbeiten beschlossen. FĂŒr einen Beauftragungszeitraum von drei Jahren soll die Pflege von Friedhöfen, SpielplĂ€tzen und dem Sportzentrum so gewĂ€hrleistet werden.

Der Auftrag zur GrĂŒnpflege fĂŒr die Friedhöfe und SpielplĂ€tze lĂ€uft Ende diesen Jahres aus. Die Pflege des Sportzentrums wurde ab dem Jahre 2011 durch den Fußballverein 1922 Leutershausen e.V. ĂŒbernommen und seither zufriedenstellend durchgefĂŒhrt, sodass hier keine ZurĂŒckfĂŒhrung der Pflegearbeiten an eine Firma angedacht ist.

Die Verwaltung schlug daher vor, die Unterhaltung des FV Leutershausen fĂŒr das Sportzentrum zu belassen. Die Aufgabe wird dennoch fairnesshalber mit ausgeschreiben, um sich im Nachgang mit dem Verein an den Ergebnissen der Ausschreibung zu orientieren.

 

 

Kommandanten bestĂ€tigt – Pfadfinder-Wiese sorgt fĂŒr Ärger – Tierheim braucht Geld


Guten Tag!

Hirschberg, 27. Januar 2011. (update) Die Idee, den Pfadfindern ihre Wiese wegzunehmen, sorgt fĂŒr Ärger in der BĂŒrgerschaft – auch wenn BĂŒrgermeister Manuel Just darĂŒber noch keine „abschließende Meinung“ hat. Heinrich Mayer und Peter Braun sind als Kommandanten bestĂ€tigt. Im Tierheim Weinheim fehlt es an allem. Die erste Gemeinderatssitzung 2011 hatte keine „großen“ Themen, aber viel Diskussionsbedarf.

Von Sabine Prothmann

Die Fragezeit bei der ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr nutzen BĂŒrger der Gemeinde Hirschberg, um ihren Unmut zu Ă€ußern ĂŒber den Antrag der CDU-Fraktion, ein TeilstĂŒck der Wiese, die bisher dn Hirschberger Pfadfindern zur VerfĂŒgung steht, zu verkaufen und zur Bebauung vorzusehen.

Sebastian Cornish, Vorstand der Leutershausener Pfadfinder, fragte, ob dem Gemeinderat bewusst sei, „welche negativen Konsequenzen fĂŒr die von uns geleistete Jugendarbeit durch eine Bebauung der Wiese“, entstĂŒnden. (Anmerkerung der Redaktion: Auf Wunsch von Herrn Cornish wurde der unterstrichende Satz eingefĂŒgt. Wir hatten geschrieben: „wollte wissen, wie lange ihnen noch der Zugang zur Wiese verweigert wĂŒrde.“) UnterstĂŒtzung bekam er dabei von einer BĂŒrgerin, die die Jugendarbeit und sinnvolle Freizeitgestaltung der Pfadfinder als einen wertvollen Beitrag zur GewaltprĂ€vention beschrieb.

BĂŒrgermeister Manuel Just erklĂ€rte, das GrundstĂŒck sei schon immer zur Bebauung vorgesehen gewesen und der Gemeinderat werde sich in den nĂ€chsten Wochen und Monaten beraten und abschließend eine Entscheidung treffen. „Ich fĂŒr mich persönlich habe mich noch nicht entschieden.“ Und weiter rĂ€umte der BĂŒrgermeister ein, dass man die vorgetragenen Bedenken berĂŒcksichtigen werde.

Heinrich Mayer und Peter Braun als Kommandanten bestÀtigt.

Der Wiederwahl des 1. Kommandanten, Heinrich Mayer, und des 2. Kommandanten, Peter Braun, der Großsachsener Feuerwehr stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.
BĂŒrgermeister Just wies daraufhin, dass aufgrund der Fusion der beiden Wehren im Jahr 2012, die Amtszeit von 5 Jahren durch den Fusionszeitpunkt begrenzt sei.

„Man muss auch den Betreibern ein gewisses Eigenleben lassen.“

Die Kinderkrippeneinrichtung in der Bahnhofstraße, die von dem Verein „Postillion“ betrieben wird, wird bereits seit dem 1. Januar 2009 mit dem nach dem Kindertagesbetreuungsgesetz gesetzlich vorgeschriebenen Zuschuss in Höhe von 68 Prozent bezuschusst.

„Es fehlte bislang nur ein schriftlicher Vertrag“, erklĂ€rte BĂŒrgermeister Manuel Just. Deshalb wurde ĂŒber den Abschluss des Betriebskostenvertrags mit dem Postillion e.V. als TrĂ€ger der Kleinkrippe in Leutershausen abgestimmt. Letztendlich waren sich die Ratsmitglieder ĂŒber die Zustimmung einig, nur die Details wurden diskutiert.

Dr. Horst Metzler (SPD) forderte, dass der TrĂ€ger dem Gemeinderat die Ordnung zur Kenntnis geben sollte und brachte diesbezĂŒglich einen Antrag ein.

In der Ordnung ist zum Beispiel die Aufnahme der Kinder geregelt. Im Vertrag ohnehin festgeschrieben ist, dass Kinder ohne RĂŒcksicht auf ihr Bekenntnis oder ihre NationalitĂ€t aufzunehmen sind, und dass Hirschberger Kinder Vorrang haben. Die GemeinderĂ€tin Monika Maul Vogt (GLH) teilte die Bedenken.

„Hier muss es ein Entgegenkommen in beide Richtungen geben“, forderte BĂŒrgermeister Just. Der Hirschberger Gemeinderat gebe Dinge gerne nach Außen ab, wolle dann aber bis ins Detail mitbestimmen.

Gemeinderat Peter Johe (Freie WĂ€hler) verwies darauf, darauf, dass die Vertragsgestaltung an das neue Vertragsmuster des Gemeindetages ĂŒber den Betrieb und die Förderung des kirchlichen Kindergartens angelehnt sei und so vorgeschlagen wurde. „Man muss auch den Betreibern ein gewisses Eigenleben lassen.“ „Ich hĂ€tte vor 35 Jahren vielleicht auch noch rumgekrittelt, aber ich habe mich inzwischen abgeschliffen“, sagte Johe.

Ferdinand Graf von Wiser betonte, dass der TrĂ€ger Postillion e.V. ohnehin auf die Akzeptanz der Eltern angewiesen sei. Deshalb werde der Verein sicherlich bemĂŒht sein fair und Transparenz vorzugehen.

Der Antrag von Dr. Metzler wurde – bei Zustimmung der SPD und der GLH – abgelehnt und dem Abschluss des Betriebskostenvertrages mit dem Postillion e.V. als TrĂ€ger wurde letztendlich ohne Änderungen einstimmig zugestimmt.

Die GrĂŒnpflegearbeiten auf SpielplĂ€tzen und Friedhöfen werden neu ausgeschrieben.

In der Dezember-Sitzung des Ausschusses fĂŒr Technik und Umwelt wurde der Beschluss zur VerlĂ€ngerung der GrĂŒnpflege auf den SpielplĂ€tzen und den Friedhöfen mit der Firma Nerz Lentz GmbH um ein Jahr, bis zum 31.12.2011, gefasst.

Vor wenigen Tagen wurde der Verwaltung jedoch mitgeteilt, so Just, dass die Firma einen Insolvenzantrag gestellt habe und somit das WeiterfĂŒhren des Betriebes nicht möglich sei.
Der Beschlussvorschlag die GrĂŒnpflegearbeiten auf den SpielplĂ€tzen und den Friedhöfen fĂŒr einen Beauftragungszeitraum von drei Jahren neu auszuschreiben, wurde einstimmig angenommen.

Zur intensiveren Überwachung der Arbeiten werde kĂŒnftig neben dem Bauamt auch der Bauhof „KontrollgĂ€nge“ durchfĂŒhren, sagte Just. Dieses Vorhaben wurde von den Fraktionen begrĂŒĂŸt.

„Desolate ZustĂ€nde“ im Weinheimer Tierheim

Da laut Gesetz die Gemeinden zur AusfĂŒhrung und Behandlung von Fundsachen verpflichtet sei, worunter auch herrenlose Tiere fallen, wurde zwischen dem Tierschutzverein Weinheim und der Gemeinde Hirschberg schon 1978 ein Vertrag geschlossen. An dem Verein Tierschutz Weinheim und Umgebung sind zudem neben Weinheim und Hirschberg, auch die StĂ€dte Schriesheim, Hemsbach und Ladenburg sowie die Gemeinde Heddesheim vertraglich beteiligt.

Bislang hatte der Tierschutz Weinheim fĂŒr die stĂ€ndige Bereitschaft Fundtiere aufzunehmen, von den angeschlossenen Gemeinden 30 Cent pro Einwohner erhalten, das heißt Hirschberg hat 2010 2.848 Euro an den Tierschutz gezahlt.

Die Stadt Weinheim zahlt seit 2001 40 Cent pro Einwohner. Aufgrund von gestiegenen Energiekosten und einem Investitionsstau bei den GebĂ€uden und notwendigen Reparaturen sieht man sich nun gezwungen, die Pro-Kopf-Pauschale zu erhöhen, die Stadt Weinheim wird kĂŒnftig 80 Cent pro Einwohner zahlen und die angeschlossenen Gemeinden haben sich – vorbehaltlich der GemeinderatsbeschlĂŒsse – auf eine Erhöhung auf 60 Cent verstĂ€ndigt.

Weiter wurde ein Beschlussvorschlag ĂŒber einen Baukostenzuschuss in Höhe von 3.540 Euro zum Bau eines dringend benötigten Hundeshauses vorgelegt. Das Kostenvolumen von insgesamt 98.000 Euro werde zwischen der Stadt Weinheim (15.000 Euro), einem Zuschuss des Landes (32.666 Euro) und den fĂŒnf beteiligten Gemeinden (je 3.533, 40 Euro) aufgeteilt.

Just konnte sich bei einer Begehung ĂŒber die „desolaten ZustĂ€nde“ ĂŒberzeugen. „Hier fehlt es an allem“. Alle möglichen Tiere seien schon im VerwaltungsgebĂ€ude untergebracht.

Zudem merkte Just an, dass mit dem jĂ€hrlichen Zuschuss von 5700 Euro es Hirschberg nicht gelingen wĂŒrde, die in der eigenen Gemeinde abgegebenen oder ausgesetzten Tiere zu betreuen. Auf Nachfrage erklĂ€rte er, dass im Jahr 2010 24 Hunde, Katzen und Kleintiere aus Hirschberg im Weinheimer Tierheim gelandet sind.

Auch Gemeinderat Matthias Dallinger (CDU) unterstrich den Notstand im Weinheimer Tierheim.

„Tiere sind kein Wegwerfartikel“, mahnte Eva-Marie Pfefferle (SPD). „Es ist wichtig, dass wir Abhilfe schaffen.“

Kleintiere als Futter fĂŒr Raubvögel?

Die Bemerkung von Hartmut Kowalinski (FDP): „Die Tierparks suchen auch immer Futter fĂŒr ihre Raubvögel“, der den Sinn der Pflege von ausgesetzten Kleintieren anscheinend bezweifelte, sollte man wohl eher nicht ernst nehmen.

Beide BeschlussvorschlÀge zu dem Tierheim Weinheim wurden vom Gemeinderat Hirschberg einstimmig angenommen.